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Ersteinschaltung - nützliche Utensilien

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Eike Grund
Eike Grund
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11.Jan.10 01:33
 
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Das Thema "Vorschaltlampe und/oder Stelltrafo" - bzw. mögliche Prozeduren der Ersteinschaltung - findet man im RMorg nahezu erschöpfend behandelt (zum Beispiel hier).
Dass ich generell Glühlampen bei der Ersteinschaltung eines Gerätes unbekannter Herkunft benutze ist pragmatisch zu sehen: Alle nützlichen Utensilien (im Bild unten)
passen in eine handliche Schachtel, das Multimeter ausgenommen.

Meine wichtigste Lampe ist im Bild gekennzeichnet (V): 220/260 Volt 5/7 Watt, Kaltwiderstand ca. 1000 Ohm, handelsüblich. Ich bezeichne sie als Prüflampe.
Die ersten Schritte mit dem bereits gereinigten Gerät in Stichworten: Entfernen und Kontrolle der Netzsicherung, anklemmen der Prüflampe an die Klemmen des Sicherungshalters und Anschluss des Voltmeters an den +Pol des Gleichrichters (erster Siebelko). Bei Gleichrichterröhren wird eine Si-Diode in die Röhrenfassung gesteckt. Einstecken des Netzsteckers und prüfen des Netzschalters des Gerätes. Bei eingeschaltetem Gerät beginnt nun ein Formierungsprozess der Siebelkos.
Bei einem Wechselstromgerät mit Standardröhrenbestückung der 50er/60er Jahre wird sich eine Spannung zwischen 10 und 20 Volt einstellen, wenn Netztrafo und Gleichrichter noch mitspielen. Man lässt sich Zeit und kann beobachten, wie die Spannung an den Siebelkos langsam steigt. Es ist kein Fehler, diesen Vorgang länger als eine Stunde oder mehrmals durchzuführen.

Trennt man das Gerät jetzt vom Netz, sollte die Spannung zunächst stehen bleiben und nur langsam, zehntelvoltweise abfallen, denn die Röhren werden noch nicht geheizt. Fällt die Spannung schnell ab, hat man sein erstes Problem schon gefunden. Man kann nun die Prüflampe an den Pluspol des Gleichrichters anschließen (in Reihe zu den Verbrauchern) - das Drehspulinstrument ist mir noch zu schade - und den einen oder anderen Draht ablöten, bis die Lampe erlischt, bzw. sich nur noch der Einschaltstromstoß nachweisen lässt (um den Gleichrichter als Ursache auszuschließen, kann man eine Si-Diode verwenden). In seltenen Fällen kann aber auch ein Widerstand irgendwo in der Schaltung ganz legal einen geringen Strom ziehen.

Bei Allstromgeräten und Geräten vor 1950 verwende ich ein Solarpanel für den Formierungsprozess (s. am oberen Bildrand). Dieses hat eine Leerlaufspannung von 28 Volt und ermöglicht einen sehr schonenden Formierungsprozess, der durch den Lichteinfall gesteuert werden kann (bei sehr alten Geräten formiere ich auch schrittweise, mehrmals).

Ist alles in Ordnung, kann man nun eine Lampe mit höherer Leistung an den Sicherungshalter klemmen, diese nenne ich dann Vorschaltlampe. Ich verwende maximal 40 Watt, denn dann ist die Gleichspannung hoch genug (weil noch nicht nennenswert belastet), um auch einen defekten Koppelkondensator durch Messung der entsprechenden Gitterspannung zu orten. Diese zunächst groben Prüfungen reichen aus, um nun das Gerät ohne Vorschaltlampen einzuschalten. An die +Klemme des Gleichrichters wird ein Drehspulinstrument (hier: bis 150mA) angeschlossen. Die Beobachtung von Strom und Spannung ermöglicht nun eine erste Einschätzung: Ladestromstoß, Leckstrom der Siebelkos und schließlich die gesamte Stromaufnahme bei entsprechender Spannung. Nach einer ersten Messung der wichtigsten Gitter- und Anodenspannungen wird das Gerät vom Netz genommen und die Arbeit beginnt, sofern man nicht schon vorher die wichtigsten Kondensatoren geprüft, bzw. getauscht hat.
Das tue ich nicht, denn ich hätte auch ein Problem, wenn ich nach bereits mehrstündiger Arbeit feststellen müsste, dass Transformatoren oder  Lautsprecher nicht mehr reparabel wären.

Der Vollständigkeit halber sei noch erwähnt, dass auf dem Bild noch zwei über Klemmen anschließbare hoch belastbare 5 Ohm-Widerstände zu sehen sind.

Weiter möchte ich anmerken, dass es sich hier nicht um die Beschreibung einer "Wiederinbetriebnahme"  handelt, sondern nur ein möglicher erster Schritt dazu aufgezeigt wird.


Cet article a été édité 11.Jan.10 16:06 par Eike Grund .

  
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