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funke: W18 Röhrenprüfgerät, Umbauvariante?

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Gerald Gauert
 
 
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16.Apr.06 20:06

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Reply  |  You aren't logged in. (Guest)   1 Ich bin gerade bei der Reparatur eines Röhrenprüfgerätes und habe mir die Schaltung von der Modellseite heruntergeladen. Obwohl das Gerät mit W18 beschriftet ist, weicht das Steckerfeld sowohl im mechanischen Aufbau als auch in der Beschaltung vollständig von den Angaben auf der Modellseite ab. Anstelle der Steckergruppen für Pin1 bis Pin5 ist eine Kreuzschinenmatrix vorhanden. Nun bin ich ratlos, handelt es sich um einen Umbau oder ist dies eine Zwischenstufe zum W18N? Die beiliegenden Prüfkarten sind mit RPG3/4, W18, W18N, und W18K beschriftet. Bei einem Test mit einer REN904 lag nur die Heizspannung an, die Anodenspannung fehlte. Es könnte sich entweder um ein Kontaktproblem handeln oder die Prüfkarte ist für dieses Gerät ungeeignet.
Wer kennt diese Gerätevariante und kann mit technischen Informationen weiterhelfen?

  Typ W18 Nr. 23929





Gerald Gauert
Olaf Antpöhler
Olaf Antpöhler
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16.Apr.06 21:03

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Hallo Gerald,

alle RPG's die ich bisher von Funke gesehen habe, hatten einen sauber gebundenen Kabelbaum. Hier sieht man aber ein ziemliches Durcheinander, deshalb gehe ich davon aus, dass hier kräftig rumgebastelt wurde. Ich vermute Du musst kräftig nacharbeiten.

Viele Grüße
Olaf
Hans-Thomas Schmidt
Hans-Thomas Schmidt
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16.Apr.06 21:10

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Hallo Herr Gauert,

ich halte das für einen nachträglichen Umbau (der durchaus Sinn macht). Wenn ich mir die Verdrahtung ansehe, sind im Bereich der Fassungen ordentliche Kabelbäume, aber beim Kreuzschienenverteiler ungebündelte Leitungen.

Die Karten sind durchaus verwendbar, aber nicht die Lochung. Eingestellt wird nach den angegebenen Prüfspannungen (linker Bereich) und dem Sockelschaltbild (rechter Bereich).

Auf dem Steckfeld müsste eigentlich noch eine Beschriftung sein.

Gruß, H.-T. Schmidt
Gerald Gauert
 
 
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17.Apr.06 07:13

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Hallo,

danke für die Hinweise. Der Kreuzschienenverteiler wird nur von einer gebohrten Pertinaxplatte abgedeckt und ist ohne Beschriftung. Wahrscheinlich hatte der frührer Besitzer eine selbst angefertigte Universalkarte. Da bleibt mir nichts weiter übrig, als die Beschaltung des Kreuzschienenverteilers aufzunehmen und das Steckfeld zu beschriften.

Beste Grüße
Gerald Gauert
Hans-Thomas Schmidt
Hans-Thomas Schmidt
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18.Apr.06 08:00

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Nachtrag,

von einem ehemaligen und gesperrten Mitglied erhielt ich per Mail folgenden Hinweis, den ich hier nicht vorenthalten möchte:

"Das ist ein W18K - das Gerät ist anders als das W18 - und sehr selten."

Beste Grüße, H.-T. Schmidt
Gerald Gauert
 
 
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18.Apr.06 20:58

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Hallo Herr Schmidt,

danke für diesen Hinweis, da werde ich erst einmal in diese Richtung recherchieren bevor ich mir die Mühe mache, die Schaltung aufzunehmen.

Gruß
Gerald Gauert
Wolfgang Eckardt
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18.Apr.06 21:51

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Reply  |  You aren't logged in. (Guest)   7 Hallo Herr Gauert,

wenn das bei Ihrem RPG ein Original ist, müsste ich einiges neu durchdenken und evtl. neu recherchieren. Diese Matrixplatte ist wirklich sehr merkwürdig. Wie sollen denn da die Funke-Karten passen?
Im RM gab es schon einmal einen Thread
http://www.radiomuseum.org/forum/wetron_w18n_w18k_wer_kennt_den_unterschied.html

Dort gibt es auch Bilder von einem W18K.

Ich verfolge Ihre Arbeit dazu mit großem Interesse und wünsche Erfolg.

Beste Hobbygrüße
Wolfgang Eckardt

This article was edited 18.Apr.06 21:58 by Wolfgang Eckardt .

Gerald Gauert
 
 
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08.May.06 23:03

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Hallo Herr Eckardt,

mittlerweile habe ich das Gerät repariert und musste dazu auch einen Teil der Schaltung aufnehmen. Es handelt sich mit großer Sicherheit um ein W18K und da der wesentliche Unterschied zum W18 der Kreuzschienenverteiler ist, wir dies auch der Ursprung des Suffix "K" sein.
Hier die Besonderheiten des Gerates:

-Kreuzschienenverteiler wie im W18N allerdings noch mit der Funke W18 Heizspannungsabstufung. Der 2.Heiztrafo wie im W18N fehlt, deshalb entfallen auch die Heizspannungsfelder 0,62/0,5/0,6V. Stattdessen kann über diese Buchsen in der Matrix direkt auf das Messwerk zugegriffen werden (0,10V=,250V=)
-Transformator im Messkreis wie Funke W18 vorhanden aber die Wicklung zur Prüfung der Kratzgeräusche wird nicht herausgeführt (Lötösen unverzinnt und unberührt)

Schlussfolgerung:
Das vorliegende Gerät stellt eine Weiterentwicklung des W18 dar und ist eine Zwischenstufe zum moderneren W18N. Es werden speziell gelochte Prüfkarten benötigt, weil die Heizspannungsfelder anders als beim W18N abgestuft sind. Die beiliegenden Prüfkarten sind durchweg mit RPG4/3, W18, W18K und W18N beschriftet. Da alle Geräte bis auf das W18K bekannt sind, bin ich überzeugt, dass dies ein W18K ist, obwohl auf dem Typenschild nur "W18" steht.

Gerald Gauert


  
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