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Gefahr durch PLC-Technologie!

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Eilert Menke
 
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29.Oct.03 09:42

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Um schnelle Datenübertragung für Internet, Rundsteuerung, Telefonie etc. auf der "letzten Meile" zum Kunden zu ermöglichen, existieren verschiedene Möglichkeiten: Telefonleitung, Breitband-Koaxialkabel, Glasfaser oder auch drahtlose LAN-Technik. Eine weitere Möglichkeit ist die sogenannte "Powerline" Technik, in der das gewöhnliche 230/400 Volt Stromnetz mit Hochfrequenz bis zu 30 MHz beaufschlagt wird. Ich möchte jetzt nicht weiter auf die genauen technischen Details eingehen (diese finden sie unter PLC-Infos hier: www.darc.de/aktuell/plc/index.html), sondern auf die enorme Gefahr, die hiervon ausgeht, aufmerksam machen:

Die zur Übertragung vorgesehenen Stromleitungen sind für diesen Zweck nicht konzipiert. Da unsymmetrisch und ungeschirmt, stellen sie eine gigantische Antennenanlage dar, die dann das Hochfrequenzspektrum bis in den oberen KW-Bereich mit Störsignalen verseucht und somit Rundfunkempfang, Amateurfunk und weitere Kommunikationsanwendungen nahezu unmöglich werden läßt!

Bereits jetzt existieren massive Probleme in den Versuchsgebieten. Die Auswirkungen von PLC finden Sie beispielhaft auf

www.powerline-plc.info

Wir sollten nicht abwarten, bis uns dieses Problem überrollt, sondern jetzt handeln und die Aktion "PLC in meiner Wohnung - Nein, danke!" des Deutschen Amateur Radio Club e.V. (DARC) unterstützen, indem wir von unserem Energieversorgungsunternehmen (EVU) verlangen, daß spezielle Netzfilter in die Hausanschlußleitung installiert werden, sofern unser Stromlieferant in Erwägung zieht, in seinem Gebiet PLC einzuführen! Einen Mustertext und Argumentationshilfen finden Sie unter PLC-Infos hier:

http://www.darc.de/aktuell/plc/doc/plcfilterung.rtf

Es kommt darauf an, daß möglichst viele Kunden die EVU's auf diese Problematik sensibilisieren!

Bitte bewegen Sie auch ihre Freunde, Nachbarn, Sammlerkollegen etc. zur Teilnahme an dieser Aktion, denn der ungestörte Rundfunkempfang hat die Qualität eines grundgesetzlich verbrieften Grundrechts! Wichtig ist eine sehr zahlreiche Beteiligung - so wird den EVU's bewußt, daß diese Technologie keine Marktakzeptanz besitzt, juristische Probleme nach sich zieht und somit ein unkalkulierbares Investitionsrisiko darstellt!

Nachtrag vom 21.02.2004:

Zur Zeit laufen Bestrebungen seitens der PLC-Lobbyisten, massiv bei der EU-Kommision in Brüssel diese "hochfrequente Umweltverschmutzung" zu propagieren - mit dem Ziel, sie unter dem Deckmantel der "Wirtschaftsliberalität" auf Kosten der Primärnutzer (Rundfunk, Flugfunk, Amateurfunk, Millitär, BOS u.a.) des Spektrums bis ca. 30 MHz EU weit flächendeckend einzuführen, mit meines Wissens wesentlich höheren Grenzwerten bzgl. Störstrahlung als zur Zeit in der BRD zulässig.

Nachtrag vom 01.10.2004:

Auch in den USA laufen Bestrebungen, PLC (BPL) zu etablieren. Näheres über den aktuellen Stand der Dinge und die Aktionen der ARRL (www.arrl.org) erfahren Sie hier:

http://www.arrl.org/news/stories/2004/09/24/7/?nc=1

E.M.

Cet article a été édité 04.Oct.04 08:20 par Eilert Menke .

Eilert Menke
 
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Die ADDX e.V. hat eine sehr gute Seite mit diversen Bespielen zusammengestellt:

http://www.addx.de/plc/plc.php

Außerdem ist jetzt die Zeit gekommen, daß sich jeder Einzelne an seinen Europaabgeordneten wendet, um ihn auf die Brisanz dieser in Kürze auf der Tagesordnung des Europarates stehenden Problematik zu sensibilisieren. Einen Mustertext mit Erläuterungen finden Sie hier

http://www.darc.de/aktuell/plc/mdep.pdf
http://www.darc.de/aktuell/plc/mdep.rtf

Überlegen Sie also bitte, sich an der Aktion zu beteiligen und legen Sie den Lötkolben aus der Hand und ergreifen dafür einen Schreibstift bzw. die PC-Tastatur. Der Lohn dafür könnte ein auch in Zukunft weitgehend unverseuchtes Frequenzspektrum sein.

Vielen Dank.

E.M.

Nachtrag: Die zuständigen EU-Parlamentarier Ihres Bundeslandes finden Sie hier (für Deutschland; natürlich sollte die Aktion auch in anderen EU-Ländern durchgeführt werden):

http://www.europarl.de/index.php?rei=3&dok=680&vers=norm#out

Schließlich möchte ich noch erwähnen, daß PLC nichts mit DRM oder anderen neuzeitlichen Rundfunkübertragungstechniken tun hat. Das sind "zwei verschiedene Paar Schuhe".

-------

Nachtrag zur Verdeutlichung (14.05.2006): Grundsätzlich müssen wir zwei verschiedene PLC-Arten unterscheiden:

- Zum einen die Datenübertragung eines Anbieters auf der Netzleitung innerhalb der "letzten Meile" zum Kunden

- private LAN-Netzwerke, zum einstecken in die Steckdose, innerhalb einer Wohnung / eines Hauses, um mehrere PC's zu vernetzen. Neudeutsch "inhouse-Modems". Von hier geht momentan die größere Gefahr aus.

Cet article a été édité 14.May.06 10:14 par Eilert Menke .

Dietmar Rudolph † 6.1.22
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Power_Line hat folgende Nachteile:

EMV Belastung der Umwelt.
Massive Störungen des Rundfunkempfangs und anderer "sensitiver" Dienste.
Keine Abhörsicherheit für den eventuellen Nutzer, da Daten systembedingt "breit gestreut" werden.
Große Fehlerraten durch Burststörungen (z.B. Funkenbildung in Schaltern, Motoren etc.).

Einen Artikel von BBC Resurch&Development, der die Störung "sensitiver" Dienste analysiert, ist als Anlage (protection of sensitive receiving sites.pdf 210 kB) beigegeben.
Die Einwände der "sensitiven Dienste" haben möglicherweise ein größeres Gewicht als der Wunsch nach einer störungsfreien Rundfunkversorgung auf LMK. 

"das leise Überfahren bezüglich Digitalisierung auch der Mittelwellen" ist dagegen glücklicherweise nicht halb so schlimm. Hier bemüht man sich ernsthaft und mittlerweile auch erfolgreich die ITU Spektrumsmasken für den jeweiligen Sender einzuhalten. Als Anlage hierzu:  "DiFuSy_OOB_WS0405.pdf" (Vorlesungs-Skript, 325 kB)

DRM wird nicht nur die Mittelwellen, sondern auch die Lang- und Kurzwellen (längerfristig) digitalisieren. 
So sehr mancher Radiosammler darüber enttäuscht sein mag, so sollte man sich vergegenwärtigen, daß ohne die Perspektive der Digitalisierung der LMK Bereich bereits kurz nach dem Ende des Kalten Krieges für Rundfunkübertragung "gestorben" wäre. Dann könnten sich hier PLC und Funk-Chips bequem ausbreiten.

Es war auch so schon schwer genug, die Broadcaster davon zu überzeugen, daß längerfristig in diesem wegen seiner jetzigen geringen Audio-Qualität  (bei analoger AM Übertragung) momentan recht unattraktiven  Frequenzbereich nach einer Umstellung auf digitalen Betrieb vollwertige Kanäle mit UKW-Qualität (in Mono oder Pseudostereo) zur Verfügung stehen werden. Glücklicherweise wurde dies (weitestgehend) eingesehen und so betreiben wenigstens einige Broadcaster bis auf weiteres die sehr teueren AM Sender weiter, ganz zur Freude der Radiosammler, die ihren Schätzen den richtigen Sound entlocken wollen.

Da im Broadcastbereich sehr auf Kompatibilität geachtet wird, ist eine Übergangszeit vorgesehen, wo (zumindest von einigen Sendern) ein zu AM kompatibles Signal ausgesendet werden wird (Simulcast-Betrieb). Es wird also nicht  schlagartig auf reinen Digitalbetrieb umgestellt werden. Interessanterweise klingen die Simulcast-Sendungen auf alten Radios (mit Handabstimmung) besser als auf modernen Geräten (mit schmalen Filtern und PLL-Abstimmung). Bis auf weiteres werden, so ist zu hoffen, auch die Radiosammler mit DRM ganz brauchbar leben können. 

Zum Beginn der '90 Jahre, als mit der Entwicklung für die Digitalisieung des LMK Bereiches begonnen wurde, gab es noch praktisch keine AM Sender , die  für Digitalübertragung geeignet waren. Der Grund dafür ist, daß das digitale Signal innerhalb des Senders in ein Amplituden-Signal [A(t)] und in ein phasenmoduliertes Hochfrequenz-Signal [RF_P(t)] aufgespalten werden  muß.
Diese beiden Signale haben eine sehr große Bandbreite, weshalb ein geeigneter AM-Sender so ausgelegt werden muß, daß er diese Bandbreiten zur Verfügung stellen kann. Nur wenn diese Bedingung (zusammen mit weiteren für die Signallaufzeiten und den Gleichanteil) erfüllt ist, können die Signale A(t) und RF_P(t) in der Senderendstufe zu dem auf die Kanalbandbreite 9 KHz beschränkten digitalen Funksignal zusammengefügt werden.

Andernfalls ergeben sich unerwünschte Aussendungen (OOB Out Of Band). Grundsätzlich produziert jeder Sender (bei jeder Modulation) OOB. Damit dadurch jedoch andere Sendungen nicht unzulässig gestört werden, hat die ITU (International Telecommunication Union) Vorschriften erlassen, wieviel OOB zulässig ist. Hierfür wurden Spektrums-Masken vorgegeben. Die von einem Sender ausgestrahlten Signale müssen spektral unterhalb dieser Masken liegen.

Neuere Generationen von AM Sendern sind so weit verbessert, daß die für digitale Übertragung vorgesehene ITU Spektrums-Maske eingehalten werden kann.

Pièces jointes:

Cet article a été édité 04.Oct.04 18:04 par Dietmar Rudolph † 6.1.22 .

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