grundig: 6199 Stereo; Steuergerät

ID: 192346
? grundig: 6199 Stereo; Steuergerät 
19.Jun.09 14:14
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Manfred Bauer (A)
Beiträge: 10
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Liebe Freunde von alten Radios,

Ich hätte eine Frage zum Gerät. Kann mir jemand weiterhelfen bezüglich des verwendeten Holzes bei der Furnierung? Bei meinem Gerät ist ein größeres Stück Furnier ausgeschlagen, das ich gerne reparieren möchte, allerdings bin ich mir bei der Holzart unschlüssig - anfangs dachte ich es währe Nuß - habe mir amerikanische Nußfurnier gekauft die sieht allerding andes aus, vielleicht ist es europäische Nuß - ich weiß es nicht. Für Infos währe ich dankbar.

Liebe Grüße

Manfred

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Furnierartbestimmung versus vorhandenem Furnierfarbton 
19.Jun.09 20:47

Robert Latzel (D)
Redakteur
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Robert Latzel

Hallo Herr Bauer,

die verwendete Furnierart/das verwendete Holz  ist nicht allein ausschlaggebend für den späteren Farbton.

Allein schon das oberflächliche Eindringen des Lackes verändert den Farbton gewaltig. Man kann durch Benetzen mit Wasser den späteren Farbton des Stückes erahnen. Völlig sichergehen kann man damit aber nicht.

Viele Furniere wurden vor dem Lackieren gebeizt - evtl. wurde aber auch erst dem Lack entsprechendes Pigmentmaterial beigefügt. Auch ist der Farbton vom jeweiligen Lack und dessen Additiven abhängig. 

Um die Unterschiedlichkeit der oft verschiedenen, aber am selben Apparat verwendeten Furniere aneinander anzugleichen, wurden diese in einem Zug gebeizt und lackiert. Das nachträgliche 'Anstückeln' wird daher wohl kaum unsichtbar bleiben.

Herr Renz hat und andere Radiofreunde haben über die Restauration von Holzgehäusen wunderbare Beiträge geschrieben, über Search werden Sie einiges zu diesem Thema finden.

Viel Erfolg!

R. Latzel

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? Lack 
21.Jun.09 20:05

Manfred Bauer (A)
Beiträge: 10
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Danke schön für die Tips und Hinweise. Besonderen Dank an Hr. Konrad Birkner für die Mühe mir den Link berreitzustellen. Nach dem dirkekten Vergleich am Gerät mit europäischer Nußfurnier kommt dies dem Holz schon sehr nahe -werde die Reparatur mit europäischer Nuß durchführen. Hätte da noch eine Frage - die Oberfläche bei meinem Gerät ist hoch glänzend wie auf den Fotos beim Modell - handelt es sich hierbei um Schellack?

Schöne Grüße / Manfred

 

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Lack 
21.Jun.09 20:50

Konrad Birkner † 12.08.2014 (D)
Beiträge: 2334
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Konrad Birkner † 12.08.2014

Schellack dürfte schon aus preislichen Gründen (teure Verarbeitung nach dem Krieg kaum mehr verwendet worden sein.

Nein, das ist wohl ein Polyesterlack. Der brachte solchen Hochglanz.

mfG
KoBi

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Polyesterlack 
22.Jun.09 09:31

Robert Latzel (D)
Redakteur
Beiträge: 320
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Robert Latzel

Hallo,

ich stimme Hr. Birkner zu - Polyesterlacke waren zu dieser Zeit sehr häufig im Einsatz. Leider sind sie im Laufe der Zeit oft rissig geworden.

Die Alterung/Versprödung dieses Lackes wird vor allem durch die hohe eigene Oberflächenspannung enorm begünstigt.
Sonneneinstrahlung, trockene Luft, hohe Feuchtigkeit des Holzes (auf der Gegenseite ist es meist unbehandelt, da sie sich meist im nicht sichtbaren Innenbereich des Apparates befindet), Entweichen des noch im Lack befindlichen Weichmachers, Reaktionen mit Leimausgasungen (Sperrholz, Furnierleim) bereiten zusätzliche Probleme - die Letzteren auch in Reaktion mit neu aufgebrachten Lacken heutiger Zeit...

R. Latzel

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