Grundig: Vom Reißbrett zur Serie (1949)

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Grundig: Vom Reißbrett zur Serie (1949) 
07.May.19 21:50
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Georg Richter (D)
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Georg Richter

Extrahiert aus FUNK-TECHNIK Nr.23/1949 S.704 und 705:

Vom Reißbrett zur Serie

Ein Rundgang durch die Grundig Radiowerke G.m.b.H.

Wenn man heute die Schaltungen der Rundfunkempfänger der einzelnen Klassen miteinander vergleicht, wird man eine überraschende Standardisierung feststellen. Den Verkaufserfolg eines Gerätes bestimmen deshalb nicht mehr neuartige Schaltungsfeinheiten, sondern in erste Linie die Qualität des technischen Aufbaues und der Geschmack in der äußerlichen Gestaltung bei konkurrenzfähigem Preis.

Qualität bedeutet aber nicht allein sorgfältige Arbeit bei der Serienfertigung, sie bedingt vielmehr vorausschauende Planung im Konstruktionsbüro, eine peinliche Prüfung jedes verwendeten Materials und Zubehörteils in chemischen und physikalischen Labors, und die Entwicklung immer neuer Prüfgeräte und -methoden zur lückenlosen Ausmerzung aller möglichen Fehlerquellen während der Fertigung.

In einem Bildbericht von einem Rundgang durch eine der größten und bedeutendsten westdeutschen Radiowerke versuchen wir heute dieses dem Laien im allgemeinen verborgene umfassende Arbeitsfeld des Ingenieurs und Technikers in einer deutschen Rundfunkgerätefabrik darzustellen, dessen geistige Vorarbeit und Führung vom Entwurf des ersten Versuchsmodelles bis zum Verpacken des fertigen Seriengeräts nicht abreißt.

An der Stadtgrenze zwischen Nürnberg und Fürth endstand in knapp 1½ Jahren Bauzeit eines der modernsten Radiowerke Westdeutschlands:


In lebhaftem Meinungsaustausch mit dem Versuchslabor entstehen im Konstruktionsbüro die zeichnerischen Unterlagen für die neuen Rundfunk-Empfänger:

 

Das Mikrofon im schalltoten Raum als unbestechlicher Hörer. Der Gehäuseentwurf ist ebenso wie die Lautsprecherkonstruktion für den Klang eines modernen Rundfunkgerätes verantwortlich:

 

Am Meßplatz zum schalltoten Raum. Ein Pegelschreiber registriert die vom Mikrofon aufgenommenen Frequenzkurven des Meßobjektes:

 

Am Montageband des "Weltklang 406". Das Chassis wandert an seinem Montagegestell durch die Reihen flinker Arbeiterinnen:

 

Ein Kraftverstärker für das Lautsprecher-Prüffeld. Eigene Werkstätten sind mit dem Bau der vielfältigen Meß- und Prüfgeräte zur Überwachung der Fertigung betraut:

 

Musiktruhen erhalten vor dem Versand die letzte Politur. Die gute Tonwiedergabe nicht weniger wie die edle Holzverarbeitung schaffen eine rege Nachfrage nach Grundig-Tonmöbeln:

Autor: Gd.
Fotos: C. Stumpf

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