ingelen: Ersatz für elektrodyn. Lautsprecher im Ingelen 5

ID: 20381
ingelen: Ersatz für elektrodyn. Lautsprecher im Ingelen 5 
26.Jan.04 11:20
0

Klaus Unger (A)
Beiträge: 12
Anzahl Danke: 5

Servus Gleichgesinnte

Ich habe vor einiger Zeit einen Ingelen 540GW erstanden bei dem aber leider der elektrdynamische Lautsprecher fehlt.

Nun möchte ich aber das Gerät prüfen, bin mir aber noch nicht sicher ob ich einfach einen normalen Lautsprecher verwenden kann. Laut meinen bisherigen Informationen wurden diese elektrodyn. LS mit ca. 60V Gleichspg. an der Spule versorgt. Die anderen beiden Anschlüsse bekamen das NF-Signal. Jedenfalls sind im 540GW, in der Nähe des LS, 4 lose Drähte, die ich noch ausmessen muss.

Könnte mir bei diesem Probelm jemand einen Tip geben?

Vielen Dank, Klaus Unger/Oberösterreich

Für diesen Post bedanken, weil hilfreich und/oder fachlich fundiert.

 2
 
26.Jan.04 11:24

Klaus Unger (A)
Beiträge: 12
Anzahl Danke: 2

Ich habe mittlerweile einen Tip von Andri bekommen, den ich hier gleich eintragen möchte.

Hallo Klaus,

in der Regel wurde die Feldspule der elektrodynamischen Lautsprecher gleichzeitig als Siebdrossel fur den gleichgerichteten Strom verwendet, so auch im 540GW. Ich wurde wie folgt vorgehen:

1. Einen Widerstand von ca. 1Kilo-Ohm / 10 Watt anstelle der Feldspule, also zwischen die beiden Elkos 32 Mikrofarad schalten, wenn keine passende Siebdrossel vorhanden ist.

Wenn der Ausgansubertrager noch vorhanden ist, kann man daran direkt einen Lautsprecher mit 4 bis 8 Ohm anschlie?en. Wenn nicht, dann

2. Einen Ausgangsubertrager (Lautsprechertrafo) eines alten Rohrengerates mit der Primarseite (dunner Draht) an die anderen beiden Anschlusse, also zwischen Anode und Schirmgitter der Endpentode CL4

3. An die Sekundarseite des Ausgangsubertragers (dicker Draht) einen ublichen Lautsprecher mit 4 bis 8 Ohm Impedanz anschlie?en.

Dann sollte man das Radio ausprobieren konnen.

Für diesen Post bedanken, weil hilfreich und/oder fachlich fundiert.

 3
Hallo Herr Unger, 
27.Jan.04 19:57

Jacob Roschy (D)
Redakteur
Beiträge: 1769
Anzahl Danke: 4
Jacob Roschy

nur zum Prüfen des Gerätes könnten sie so vorgehen wie in dem Tip zuvor. Bei dem Ersatz der Feldspule durch einen Widerstand sollte dessen Wert so gewählt werden, dass die im Schaltbild genannte Anodenspannung von 246 V erreicht und möglichst nicht überschritten wird. Feldspulen haben oft einen Widerstandswert von 1,2 bis 1,5 kOhm. Ideal wäre daher als Ersatz ein 5...20 Watt, 1,5 kOhm- Drahtwiderstand mit Abgreifschelle. Mit dieser Schelle wird zuerst der volle Wert 1,5 kOhm eingestellt. Damit müsste das Radio schon spielen, wenn nicht, muss der Fehler gesucht und beseitigt werden. Wenn das Gerät nun richtig spielt, kann dann bei Empfang eines starken Senders die Schelle am Widerstand so verschoben werden, bis etwa die 246 V erreicht sind.

Da der Ausgansübertrager oft am Lautsprecher montiert ist, wird dieser vermutlich auch fehlen, daher müssen beide Teile ersetzt werden.

Der ideale Ersatz wäre, den Lautsprecher aus einem Ausschlachtgerät mitsamt dem zugehörigen Ausgangsübertrager zu übernehmen und in dieses Gerät einzubauen. Dann hat man auch die Gewähr, das Lautsprecher und Übertrager zueinander passen. Da die CL4 hier mit 246 V betrieben wird, lassen sich die Lautsprecher + Übertrager der meisten gängigen Endröhren verwenden, also solche, die zuvor für AL1...AL4, EL3, EL11, EL41, EL84, ECL11 oder EBL1 im Einsatz waren.

Falls der Ausgansübertrager doch noch vorhanden ist, sollte man nur Lautsprecher mit maximal 4 Ohm verwenden. Früher waren eher niedere Werte von 1,5...4 Ohm Impedanz üblich, so dass man bei 8 Ohm schon zu ungünstig liegt.

MfG JR

Für diesen Post bedanken, weil hilfreich und/oder fachlich fundiert.