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Komplett unbekanntes Gerät

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Jürgen Schliekau
Jürgen Schliekau
 
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05.Dec.19 13:45

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Liebe Sammlerkollegen,

ich habe mal wieder ein Rätsel vor mir stehen. Ich bekam vor einiger Zeit, eigentlich zum Ausschlachten, das hier abgebildete Gerät geschenkt. Nun habe ich aber festgestellt, dass es bereits vier Mal von einem hier vor Ort ansässigen Betrieb repariert wurde (1948, 1949, 1952, 1954).
Was aber fehlt: Es gibt keinen Hinweis auf den Hersteller am Chassis und das Gehäuse sieht mir auch nicht original aus. Ich vermute also, dass ein ehemaliger Super in ein Notradio umgewandelt wurde.
Vom Ausschlachten habe ich mich zunächst verabschiedet, denn obwohl so ziemlich jeder Draht verkokelt ist, denke ich, dass es geschichtlich betrachtet erhaltenswert wäre. Das Chassis erinnert in gewisser Weise an Bauweisen von Philips/Siera Ende der 1930er Jahre.
Meine Frage: Kann irgendjemand Näheres hierzu sagen?

 

Es grüßt und ist jetzt schon dankbar

Jürgen Schliekau

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Markus Zluwa
 
 
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05.Dec.19 16:27

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Hallo Herr Schliekau,

mit einem Philips-Ableger oder einem Unternehmen das direkt mit Philips Kooperierte liegen Sie schon richtig.

Ich würde empfehlen hier mal die professionelle Modellsuche mit dem Röhrensatz zu "füttern" und dann auf die Bildergalerie zu wechseln. Das Gerät kann durchaus auch deutlich östlich oder südlich der Niederlande gefertigt sein.

Ein Blick auf die passiven Bauteile verrät auch gern die Herkuft.

Gruß
Markus Zluwa

Jacob Roschy
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05.Dec.19 20:07

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Hallo Herr Schliekau,

auch ich stimme zu, dass hier Philips- Technik drinsteckt.

Das Gerät scheint den Röhrensatz 2 * ECH4, EBL1, EM4 und AZ1 zu haben, somit ein normaler Superhet, keinesfalls ein Notradio, dagegen spricht schon ganz heftig das Magische Auge.

Das schlichte Gehäuse könnte vielleicht ein Ersatz für ein zerbrochenes Bakelit- Gehäuse sein.

Die Gummiisolation der Drähte, wie sie bei Philips verwendet wurde, löst sich im Laufe der Jahre auf, weshalb hier, wie so oft, nur eine komplette Neuverdrahtung übrig bleibt.

Ich hoffe, dies hilft ein wenig weiter.

M. f. G.
J. R.

Jürgen Schliekau
Jürgen Schliekau
 
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06.Dec.19 09:01

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Sehr geehrte Herren,

herzlichen Dank für die prompte Hilfe. Ich hatte leider vergessen, den Röhrensatz anzugeben. Im Gerät verbaut sind EBL 1, EF8, EF9, AZ1 und EM1. Offensichtlich noch eine weitere Röhre, die ich aber noch nicht einsehen konnte, da ich das Gerät noch nicht zerlegt hatte. Der Gesamtzustand ist so, dass ich hier mit äußerster Vorsicht vorgehen muss.

Könnte es sein, dass es sich um eine Abwandlung der Philips 650a handelt? Es fehlen zwar die Stifte neben dem Spannungsregler, aber der Aufbau ist diesem schon sehr ähnlich.

Es grüßt herzlich

Jürgen Schliekau

Jacob Roschy
Jacob Roschy
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06.Dec.19 09:54

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Hallo Herr Schliekau,

wenn es sich um die bisher noch nicht gefundene Röhre um die EK2 handelt, wäre Ihre Vermutung sehr wahrscheinlich zutreffend, wenn man mal von den Stiften neben dem Spannungwähler absieht, deren Zweck noch unbekannt ist.

Auch meine Theorie von einem zerbrochenen Bakelit- Gehäuse könnte passen.

M. f. G.
J. R.

Jürgen Schliekau
Jürgen Schliekau
 
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06.Dec.19 10:32

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Hallo Herr Roschy,

ich sehe das genauso. Die Hinweise verdichten sich auch entsprechend.

Persönlich finde ich die wahrscheinliche "Notlösung" mit dem Holzgehäuse so interessant, dass ich vom ursprünglich geplanten Ausschlachten absehen werde. Ich hoffe dabei, dass der Netztrafo noch keine Macke hat. Denn es wäre ja schön, diesen doch recht interessanten 7-Kreiser in einem hübschen Gehäuse in ein Museum zu stellen und dort vorzuführen. Ausnahmen bestätigen halt die Regel der Baureihe . . .

Dabei noch eine Frage: Gibt es einen hochauflösenden Scan der Skala? Die hat nämlich ganz schwer gelitten, die Farbdeckung beträgt bestenfalls noch 20%.

Viele Grüße sendet

Jürgen Schliekau

  
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