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korting: Zweitlautsprecher benötigt eigenen Übertrager

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Sebastian Göbel
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04.Nov.06 21:08

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Reply  |  You aren't logged in. (Guest)   1 Auf dem Schaltplan des Körting Unix 52W-R kann man ersehen dass der Anschluss für einen Zweitlautsprecher auf der Primärseite des Ausgangsübertragers geschaltet ist. Ein anzuschliessender Lautsprecher muss daher mit einem eigenen Übertrager ausgestattet sein (so wie beim eingebauten LS, an dem der Übertrager direkt angebracht ist).
An der Rückwand ist nur der Hinweis "Zweiter Lautsprecher in VDE Ausführung" zu sehen. Diese Angabe fand aber auch bei niederohmigen Anschlüssen verwendung, deshalb möchte ich hier auf diesen Sachverhalt hinweisen.Vorsicht: an der Buchse liegen über 250V gegen Chassi an!
Wolfgang Eckardt
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04.Nov.06 21:49

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Hallo Herr Göbel,

dieser hochohmige Ausgang für den 2. Lautsprecher war Anfang der 1950er Jahre noch Standard, also auch bei Körting ganz normal. Die Buchsen dazu lagen meist einfach parallel zum Ausgangstrafo - falls nicht besondere Schaltungen angewandt wurden. Und es ist richtig, dass dann die volle Anodenspannung mit über 250V anlag. Für Laien, die unsachgemäß "experimentierten", war das schon gefährlich. Man konnte aber sogar einfach einen alten Freischwinger als Zweitlautsprecher anschließen - Tonqualität mal außer Acht gelassen.....

Erst Mitte der 1950er Jahre setzte sich der niederohmige Zweitanschluss durch mit der DIN-Buchse, vorher waren  niederohmige Ausgänge Ausnahmen. Vorübergehend konnte man auf den Rückwänden auch Anschlüsse für hoch- und niederohmigen LS-Anschluss finden - alles noch mit 4-mm-Stiftsteckern und 19 mm Abstand. (siehe Post 6)

Mit besten Hobbygrüßen

Wolfgang Eckardt

This article was edited 06.Nov.06 20:20 by Wolfgang Eckardt .

Karl-Heinz Bradtmöller
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05.Nov.06 16:04

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Hallo Herr Göbel,

auch beim WU1052 von AEG findet man diese Art von externem Lautsprecheranschluß. 

Unten noch der Schaltungsauszug vom aufgeklebten Plan auf der Innensite der Gehäuserückwand und ein Ausschnitt der Gehäuserückwand.

Herzlichst, Ihr K.-H. B.

Rückwand WU1052

Schaltbildauszug Lautsprecheranschluß WU1052

This article was edited 05.Nov.06 16:06 by Karl-Heinz Bradtmöller .

Jens Dehne
 
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06.Nov.06 11:02

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Hallo Herr Bradtmöller,

 

nicht dass es hier zu Verwirrungen führt...

 

In Ihrem Foto zeigen Sie einen (DIN) Tonabnehmeranschluss, die Stiftfolge des Steckers hierfür ist rund – flach – rund. Hier liegen grundsätzlich keine hohen Spannungen an.

 

Die Anschlussbuchse für den Zusatzlautsprecher (hoch- oder niederohmig) ist für Stecker mit Stiftfolge rund – rund – rund.

 

Schöne Grüße aus Erfurt!

Jens Dehne

Sebastian Göbel
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06.Nov.06 14:36

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Hallo,

danke für die Ergänzungen. Ich hätte nicht gedacht dass der hochohmige Ausgang zu der Zeit Standart war, daher mein Hinweis auf die Gefahren für "Späteinsteiger" wie mich denen das vielleicht auch nicht bewusst ist.

Ich bin da allerdings etwas kurzsichtig nur von meinen 4 anderen Modellen ausgegangen, die allesamt einige Jahre jünger sind. Die Information über das Baujahr des Körting (51/52) habe ich erst jetzt entdeckt; auf dem ersten Blick schien es mir neuer, vorallem weil die Anordnung und Verschdrahtung der Bauelemente viel aufgeräumter bewerkstelligt wurde als dies bspw. in meinem Grundig 4066 von 58/59 der Fall ist. Aber daran kann man es wohl wirklich nicht festmachen.

Es würde mich noch interessieren wie denn die zugehörigen Stecker zu den verschiedenen Buchsentypen aussehen mögen. Mir sind nur die etwas neueren UKW-Stecker mit 12mm Stiftabstand bekannt:


An meinem ältesten Gerät (dem Körting) ist der Abstand für UKW noch 19mm. Ich frage mich ob original tatsächlich zwei getrennte Stiftstecker verwendet wurden:




P.S: Auf der Suche über google bin ich nun wieder im Radiomuseum fündig geworden, was einige Abbildungen von gängigen Steckern betrifft:
http://www.radiomuseum.org/forum/netzstecker_welche_epoche.html

This article was edited 06.Nov.06 14:43 by Sebastian Göbel .

Wolfgang Eckardt
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06.Nov.06 14:34

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Um die Vielfalt der Anschlüsse für den 2. Lautsprecher in den 50er Jahren nochmals zu verdeutlichen, aber auch den Hinweis von Herrn Dehne zu bekräftigen, hier ein paar Anschlussvarianten bei Radios zwischen 1951 und 1962.

 

Besonders interessant sind ja die Varianten links oben (hoch- und niederohmig jeweils mit 4-mm-Rundstiftstecker 19mm Abstand wie Netzstecker aber mit Mittelstift) und rechts unten, wo sich bereits der DIN-Stecker ankündigt, wie er bis Ende der 80er Jahre eingebaut wurde. Alle anderen Bilder sind selbst erklärend.

Betrachtet man die beiden oberen Abbildungen genauer, so kann man erkennen, dass kein Berührungsschutz (keine Abdeckung der umgebördelten Buchse) vorhanden ist, d.h., die Anodenspannung führenden Buchsen sind direkt mit den Fingern berührbar - auch für Kinderhand!! (Ohne Kommentar.)

Grundsätzlich kann aber gesagt werden: Hochohmiger LS-Anschluss bedeutet immer (bis auf ganz wenige Spezialfälle) Vorsicht! - Anodenspannung liegt an! Der Zweitlautsprecher benötigt dann ebenfalls einen extra Übertrager (sofern es ein dynamischer Typ ist mit 3....... 200 Ω).

Die entsprechenden Stecker - erweitert auch auf die Antennenanschlüsse - sahen z. B. so aus(der UKW-Eingang hatte anfangs 280/300 Ω entsprechend dem breiteren 300-Ω-Bandkabel gegenüber dem moderneren Bandkabel mit 240 Ω):

Als dann die so genannten "Diodenstecker" für Tonband und Plattenspieler aufkamen, schuf die Industrie auch entsprechende Adapter, um die Radios mit den "alten" 4-mm-Buchsen noch für diese neuen Stecker nutzen zu können - links 3-polig, rechts 5-polig für Stereo-Geräte (beide Kanäle verbunden).

W.E.

This article was edited 06.Nov.06 20:14 by Wolfgang Eckardt .

  
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