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Kurzwellenbänder in russischen UdSSR Radios - Warum?

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Wolfgang Scheida
 
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23.May.09 19:26

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Kurzwellenbänder in russischen UdSSR Radios - Warum?

Auch im Westen gut bekannt sind die VEF Selena Kurzwellenempfänger die man bei Fernsehreportagen noch heute in den Wohnzimmern der einheimischen Bevölkerung auf einem Ehrenplatz stehen sieht. So gibt es generell viele Geräte die im Inland hinter dem Eisernen Vorhang verkauft wurden und oft einen ausgeprägten Kurzwellenempfangsteil zumeist mit mehreren Bändern haben.

Die Frage ist nur wozu hatten die dies wenn zugleich der Kurzwellenempfang mit Störsendern etc. erschwert bzw. verunmöglicht wurde?

Ich beziehe mich bewußt auf die vor Gorbatschow Ära vor dem März 1985.

Siehe auch der einschlägige Erfahrungsbericht aus Rumänien

 

 

Martin Bösch
Martin Bösch
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25.May.09 22:27

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Lieber Herr Scheida,
im WRTVH (World Radio Television Handbook) finden sich im Eintrag unter USSR 95 Kurzwellenstationen des "Domestic Services", der Grossteil davon strahlte auf Frequenzen im 75 und 60 m Band aus, oftmals das erste Programm Radio Orbita mit Segmenten des Programms aus der entsprechenden Sowjetrepublik.

Die Frequenzen lagen zwischen 3995 und 11995 kHz, diese Bänder von 75 bis 25 m Band werden meist von den für den Inlandsverkauf vorgesehenen Geräten abgedeckt.

Die höherfrequenten Bänder fanden sich oft nur auf Exportgeräten, ein Beispiel ist der Euromatic 001 / Salut 001, den es in einer Variante mit OIRT FM-Band 65,8 - 73 MHz und 5 Kurzwellenbereichen und einer Exportvariante mit dem hier üblichen UKW-Bereich 88 - 108 MHz und 8 Kurzwellenbereichen (zusätzlich 19 - 13 m Band) gab.

Um entlegene Siedlungen mit den Republiksprogrammen zu versorgen, wurden hier die Kurzwellensender (oftmals 60 m Band) eingesetzt, teils wurden die Programme auch mit Ballempfängern aufgefangen und ins lokale Drahtfunknetz eingespeist (siehe ISHIM 003).

Die Störsender wurden wohl grossteils gegen die Frequenzen der internationalen Dienste VoA, RFE/RL und BBC eingesetzt.
Lieber Gruss Martin Bösch

  
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