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loewe-opta: Erzatz von Loewe Röhre 2HMD zu Loewe Thule

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Herbert Odermatt † 26.Nov.05
Herbert Odermatt † 26.Nov.05
 
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04.Nov.03 12:00

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Guten Tag liebe Radiofreunde

Um meinem verwaisten Loewe Thule endlich einen Ton abzuringen, wäre die seltene Röhre LOEWE 2HMD (vermutl. Doppel-Tetrode) nötig. Die Suche danach habe ich resigniert aufgegeben und suche nun einen Ersatz.

Frage: Hat jemand Erfahrung mit einer Ersatzschaltung oder vielleicht eine Idee, wie ich weiter kommen könnte? Für Eure Hilfe bin ich sehr dankbar.

Herzlich grüsst

Herbert Odermatt

CH 5103 Wildegg

Wolfgang Holtmann
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04.Nov.03 19:53

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Hallo Herbert

Richtig, es sind zwei Tetroden. Da die original 2 HMD recht gross ist, lassen sich auf einem 5 poligen Europasockel zwei kleine Novalröhren vom Type PF86 übereinander (!) anordnen.

Wie das beigefügte Schema zeigt, sind diese mit einem Kondensator verkoppelt. In der HF-Anwendung sollte dieser etwa zwischen 100 pF und 470 pF liegen (0...10 pF, wie sich später herausstellte). Muss man ausprobieren. Das gilt auch für das getrennt herausgeführte Bremsgitter. Könnte mit der Kathode, oder mit der Anode verbunden werden.

Dass die PF86 4,5 Volt Heizspannung benötigt, aber nur 4 Volt zur Verfügung stehen, wird kaum negative Auswirkungen haben. Wichtiger ist die Einstellung des richtigen Arbeitspunktes. Eventuell den Kathodenwiderstand anpasssen!

Noch was: Geb’ bitte deine Erfolge oder auch Misserfolge mit dem gemachten Vorschlag hier im Forum bekannt.

ACHTUNG: Das Sockelschaltbild ist von oben gesehen dargestellt. Siehe Posting Nr.15 !

Wolfgang Holtmann 

This article was edited 29.Jan.07 11:16 by Wolfgang Holtmann .

Wolfgang Holtmann
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05.Nov.03 10:53

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Hallo Werner

Es geht um die Anordnung des internen Koppelkondensators in der Mischstufe/Oszillator mit der 2HMD. Meine Darstellung von Gestern ist in mehreren Büchern zu finden.

Wenn ich das Schaltbild zum LOEWE „Thule WL“ richtig verstanden habe, wird damit zusätzlich (!) das Oszillatorsignal des rechten Systems zur Mischung dem Eingangssignal am Steuergitter des linken Systems hinzugefügt. Eigentlich ist ja schon durch die Parallelschaltung der beiden Anoden eine Doppelsteuerung des Gesamtanodenstromes zur Mischung gegeben. Wollte man damit vielleicht das TELEFUNKEN Patent mit der Doppelgitter-Röhre REN704d umgehen?  

Da du glücklicher Bezitzer dieses Gerätes bist, kannst Du bitte mal nachschau’n, ob die Gitterkombination (20k + 200 cm) des Eingangssignals nun unten am Gitterstift, oder oben an der Röhrenkappe liegt ??

Wolfgang Holtmann

This article was edited 28.Jan.07 23:22 by Wolfgang Holtmann .

Herbert Odermatt † 26.Nov.05
Herbert Odermatt † 26.Nov.05
 
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05.Nov.03 14:41

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Grüetzi Wolfgang

Erstmal ganz herzlichen Dank für die spontane und kompetente Hilfe. Wirklich grossartig! Du machst mir Mut, das Gerät aus der hintersten Ecke hervor zu holen. Werde jetzt die Anweisungen umsetzen versuchen und Details herauszeichnen. Noch muss ich das nötige Material für eine erfolgreiche Reparatur "zusammensuchen". Ich melde mich so rasch wie möglich wieder.

Alles Gute und viele Grüsse, Herbert

Wolfgang Holtmann
Wolfgang Holtmann
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07.Nov.03 11:33

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Hallo Herbert (wie kam ich auf Werner?)

Es kribbelte mir in den Fingern. Ich wollte nun selber gerne mal wissen, ob der Vorschlag mit den beiden PF86 auch wirklich funktioniert?

Daher habe ich die Ersatzröhrenanordnung für die LOEWE 2HMD, in zwei, drei Stunden zusammengehauhen. Um bei den rel. langen Drahtverbindungen eventuelle Schwingneigungen (meist im VHF-Bereich) von vorneherein zu unterbinden, wurde in die beiden g1 Anschlüsse jeweils einen Stopwiderstand von 47 Ohm eingefügt! Die Bremsgitter müssen mir der Kathode verbunden werden. Ebenso die Schirmung.

Auf meinem Röhrentester (Funke W16) ist eine Karte für die 2 HMD vorhanden. Die Prüfung mit der Ersatzröhre zeigte 120 % Emission an. So weit, so gut.

Die eigentliche Mischschaltung mit Oszillator ist als „Brettschaltung“ aufgebaut und kommt für den MW Bereich recht gut mit der Originalschaltung überein. Die KW-Funktion habe ich übrigens nicht simuliert. Sollte das bei dir (nur) auf KW nicht gehen, kannst du mal die Stopwiderstände versuchsweise entfernen. Für die ZF-Verstärkung gebrauche ich einen selektiven Messverstärker mit Demodulation und Abhörmöglichkeit. Die optimalen Gleichstromeinstellungen mit den PF86 ist wie folgt:

Ub = 200...250 V, Ug2 = max. 70 V (!) Kontrollieren, eventuell reduzieren!

Rk = 1kOhm Trimmpoti, damit Arbeitspunkt so einregulieren, dass der Kathodenstrom 8 mA nicht übersteigt! Damit werden die beiden PF86 in den Grenzwerten betrieben. Das ist weniger schön. Ich habe deshalb nach anderen (kleinen!) 4 Volt Pentoden gesucht und gefunden:

Also, Kommando zurück, benutzt bitte 2x PL95. Dann sind auch m.E. kaum Anpasssungen im Gerät nötig!

Texterweiterung -Anpassung vom 20.11.2006

Leider ist Herr Odermatt viel zu früh von uns gegangen und konnte dieses und sicherlich viele andere Projekte nicht mehr zu Ende führen.

Vor kurzem hat sich Herr Markus Weiß bei mir gemeldet, der ebenfalls diesen "Thule" mit der Ersatzschaltung 2x PL95 zur Reparatur hat. Diese ist zwar noch nicht abgeschlossen (Probleme mit der AVR), konnte jedoch bestätigen, dass die Misch- Oszillatorstufe auf allen Bereichen funktioniert.

 

Nun noch ein paar Worte zum röhreninternen Kondensator. Gute Ergebnisse waren auch ohne den Kondensator zu erzielen. Versuchsweise habe ich doch noch einen 10 pF Trimmer eingelötet, was eine gewisse Entdämpfung der Kreise bewirkt. Dadurch steigt die ZF-Spannung deutlich an. Gleichzeitig wird dadurch natürlich die Abstimmung ‚spitzer’.

Wolfgang Holtmann

 Hinweis:  Bitte Post 17 beachten ! 
____________________________

This article was edited 23.Feb.07 12:22 by Wolfgang Holtmann .

Wolfgang Holtmann
Wolfgang Holtmann
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07.Nov.03 17:22

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Habe so meine Probleme im Umgang mit Computern !

Natürlich sieht das nicht schön aus, die Bilder nebeneinander anstatt untereinander!

Meine Editor zeigt diese jedoch jedesmal UNTEREINANDER an!

Habe gerade probiert das zu verbessern, leider ist es nun noch schlimmer geworden.

Ich sehe auch keine Möglichkeit, das Posting zu löschen. Auch nicht die Bilder.

 

 

 

Eilert Menke
 
Moderator
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07.Nov.03 19:27

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Hallo Herr Holtmann,

ich habe mir erlaubt, eigenmächtig Ihren vorletzten Post so zu editieren, daß die Bilder jetzt untereinander stehen. Ich habe es einfach versucht, ohne vorher sicher zu sein, ob ich es hinbekomme. Dabei habe ich herausgefunden, daß sich zwischen den Bildern eine Leerzeile befinden muß. Ich hoffe, Sie billigen im Nachhinein meine Eigenmächtigkeit.

Herzliche Wochenendgrüße und vielen Dank für den hervorragenden Beitrag

Eilert Menke

Wolfgang Holtmann
Wolfgang Holtmann
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07.Nov.03 22:45

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Guten Abend Herr Menke

Vielen Dank nochmals für die Hilfestellung. Das mit der 'Leerzeile' werde ich mir merken, besser noch, aufschreiben.

Grüsse aus NL

Wolfgang Holtmann

 

Herbert Odermatt † 26.Nov.05
Herbert Odermatt † 26.Nov.05
 
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09.Nov.03 17:07

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Hallo und grüetzi Wolfgang

Wunderbar was Du da geleistet hast! Ich habe noch nicht mal richtig das Schema heraus-gezeichnet und schon kommst Du mit einer fixfertigen Schaltung, mit Bildern! Einfach super! Die RC-Kombination am g1, wie von dir erfragt, existiert nicht, ist also direkt mit dem Filter verbunden. An der Kath. liegen ein R=150 Ohm und parallel dazu ein C=50nF auf Masse. Es scheint, und das verwirrt mich jetzt, dass der Thule und der Super 32 von Loewe zwar äusserlich total identisch  (beide mit Holzgehäuse, kein Bakelit) technisch aber unterschiedlich sind. Das Schema vom Super 32 (Hermann Freudenberg) passt eher, mit kleinen Unterschieden. Möglicherweise wurden während der Produktion laufend Änderungen vorgenommen. Allein im RM.org sind unter Super 32 zwei Varianten vorhanden.

Die Identifikation dieses Gerätes gestaltet sich schwierig, da weder eine Rückwand noch sonstige Hinweise dazu fehlen. Im Internet hatte ich ein Bild (TSF) unter Thule gefunden und angenommen, das sei richtig und so im RM veröffentlicht. Etwas später fand ich ein Bild (orig. Prospekt-Abbildung) eines Super 32. Danke dem mir unbekannten Bild-Lieferanten. Was nun jetzt? Loewe-Experten wüssten vielleicht mehr dazu. Da ich noch ein zweites Gerät (etwas hellers Holz, ohne Knöpfe, Röhren und Rückwand !) besitze, werde ich mir dieses noch genauer ansehen.

Deine Schaltung versuche ich jedenfalls aufzubauen, doch fehlen mir noch die Röhren (REN904, RES1374d, RE034) um weiter zu kommen.

Melde mich wieder. Vorerst, nochmals herzlichen Dank und Grüsse aus der CH. Herbert

Attachments:

Wolfgang Holtmann
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09.Nov.03 19:23

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Guten Abend Herbert.

Vielen Dank für das Kompliment. Aussergewöhnliche Schaltungen hatten immer schon eine gewisse Anziehungskraft auf mich.

Ich komm' noch mal auf meine Frage zurück: Wo genau ist das Eingangssignal zur 2HMD angeschlossen? Bitte schau' nochmal die Sockelschaltung vom Posting 4. Nov. an.

Dort ist das linke System mit röm. I  benannt, das rechte also mit röm. II. Durch den (nicht von mir) eingezeichneten Kondensator muss man daraus schliessen, dass das Eingangssignal vom Zwischenkreis (bei Dir ohne die R-C Kombination) UNTEN am Gitterstift (g1 II) liegt. Dann ist die Röhrenkappe (g1 I) mit der KW-Oszillatorspule verbunden. Kannst Du das bitte mal in den nächsten Tagen verifizieren?

Ich wünsche Dir viel Erfolg bei der Suche nach den noch fehlenden Röhren.

Wolfgang Holtmann

  

Herbert Odermatt † 26.Nov.05
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13.Nov.03 16:16

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Hallo Wolfgang

Endlich reicht die Zeit für eine Antwort auf die letzte Frage. Also, ich nehme Bezug auf die kleine Zeichnung vom 4.11.(Vorschlag) Das g1(röm.I) ist der Kappenanschluss oben und geht auf die Oszispule(n). Ein riesen Topf von 16cm Höhe. Das g1(röm.II) ist der Rö.-Sockelanschluss unten und geht (ohne RC-Glied) direkt zur Zwischenkreisspule, den Trimm-C und Drehko.

Das zweite Thule-Chassis (oder Super 32) hat kleinere Abweichungen zu dem jetzt beschriebenen. Da ist z.B. dieses RC-Glied an g1(röm.II) eingebaut, wobei der R in Glas gegossen ist. (siehe auch meine RM org. Homepage, wo das erste Chassis abgebildet ist) Ich hoffe nicht, den Rest von Klarheit beseitigt zu haben.

Herzliche Grüsse und vielen Dank, Herbert

Wolfgang Holtmann
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13.Nov.03 17:32

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Hallo Herbert

In meinem Posting Nr.4 hatte ich bereits Fragezeichen gesetzt betreffend die etwas unlogische Bezeichnung der Systeme, wenn man sich die von mir dargestellte Sockelschaltung der 2 HMD aus den FUNKSCHAU Röhrentabellen anschaut.

Gut, nun wissen wir sicher, dass das Oszillatorsignal an den Gitteranschluss oben (Pin 4) geht. Die Unsicherheit wurde vergrössert, durch die fehlerhafte Darstellung (Teamwork Scharnhorst/Freudenberg) der 2 HMD in den RM-Schaltbildern bei den Loewe Geräten:

Super 32 (falsche Pin Belegung)

Vineta W + WL (falsche Pin Belegung und Kondensator verkehrt angeschlossen)  

Gruss, Wolfgang Holtmann

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ACHTUNG: Das Sockelschaltbild ist von oben gesehen dargestellt. Siehe Posting Nr.15

This article was edited 18.Nov.03 01:04 by Wolfgang Holtmann .

Herbert Odermatt † 26.Nov.05
Herbert Odermatt † 26.Nov.05
 
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13.Nov.03 21:00

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Guten Abend Wolfgang

Dein Beitrag zu obigem Thema hat nicht nur mir, sicher auch den interessierten Lesern sehr viel gebracht und Klarheit geschaffen. Nun geht es ran zur Umsetzung. Von uns allen, Dir ein dickes, grosses Dankeschön!

PS: Das Thema der Röhrenbeschaffung (20er bis 40er Jahre) wird viele von uns zunehmend beschäftigen, aus Mangel an der Ware. Also sind immer mehr Ersatzschaltungen mit neueren (noch lieferbaren) Röhren-Typen gefragt, aber auch "Profi-Tüftler" schlaue "Füchse" wie Du, die ihr Wissen weitergeben und veröffentlichen.

Herzlich dankend grüsst Dich, Herbert aus der CH 

Wolfgang Holtmann
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16.Nov.03 13:14

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Beim Röhrenersatz für die Loewe 2 HMD habe ich im Hinterkopf auch mit dem ‚finishing touch’ meines Vorschlages Rechnung getragen. Wir wollen ja, so gut wie möglich, das äussere Erscheinungsbild unserer Uralt-Radios wieder herstellen und nicht mit modernen Krams verschandeln.

Einbau des Röhrenersatzes

Wenn der Probeaufbau wirklich zufriedenstellend auf allen Wellenbereichen funktioniert, kann man die Röhren zu gedrungen wie möglich (2x PF86 oder 2x PL95 übereinander) auf den 5 poligen Europasockel setzen.  Zum Glück lassen sich die Drähte direkt(!) an die Sockelstifte der genannten Röhren löten. Das erspart uns eine Menge Raum. Vorher die Stellen gut blank schaben und nur kurzzeitig (mit einem Lötkolben von mindestens 60 Watt) an den Spitzen verlöten. Als Hauptstütze habe ich auf den Mittelstift = Kathode einen 2 mm Kupferdraht gelötet. Ein dünner, blanker Draht (ca. 0,2 mm) wird von dort nach aussen geführt und stellt später die Verbindung zur Abschirmung da. Von der Seitenschraube a(I)  zum Gitterstift g1(II) löten wir einen kleinen 10 pF Trimmer. Dieser lässt sich durch ein 3 mm Loch im Sockelboden einstellen. Dieses Loch dient gleichzeitig zum Druckausgleich bei Erwärmung des Röhrenkolbens.

 

So, nun wird’s etwas schwierig.

Um ehrlich zu sein, die folgenden Vorschläge habe ich nur vom Hören-Sagen, also nicht selber praktiziert. Bessere Ideen sind daher immer willkommen!

Unser Vorbild soll die originale Loewe-Ausführung sein. Das Foto hat mir Rolf Bartel überlassen. Wir müssen eine unbrauchbare Röhre (RENS.... Typen, mit Anschlusskappe oben!) opfern, um an den entsprechenden Glasballon zu kommen. Hierzu entfernen wir den Sockel. Der jetzt freiliegende Pumpstutzen wird vorsichtig abgekniffen.

Entfernen des alten Systems

Dabei darf aber die Drahtdurchführung zur Anschlusskappe oben nicht abbrechen! Aus diesem Grund ist es ratsam, zunächstmal den Glaskolben an Stelle 1 zu trennen.

Methode 1.  Nachdem der Kolben von Farbresten gesäubert wurde, legt man einen in Benzin getränkten Bindfaden stramm um die bezeichnete Stelle. Man lässt diesen kurz brennen, wobei genau dort durch Überhitzung der Kolben abgesprengt wird. (oder werden sollte, hätte sein müssen?)

Methode 2.  Mit einer dünnen DREMEL Schleifscheibe den Glaskolben rundum gleichmässig einkerben, jedoch nicht durchschleifen! Mit dem Kopf nach unten, die Röhre bis zur Sollbruchstelle in kochendes Wasser tauchen, bis das Oberteil abplatzt.

Mit Isolierband werden beide Glasteile auf Abstand gehalten, sodass keine Glassplitter entstehen. Dieselbe Prozedur muss unten an Stelle 2 durchgeführt werden. Dabei ist zu beachten, dass der Durchmesser etwas kleiner als die Sockelöffnung der Ersatzröhre sein sollte. Jetzt lässt sich nach oben hin das alte System vorsichtig entfernen. Der Draht zur Kappe wird so lang wie möglich gelassen. Die Getterreste an der Kolbeninnenwand entfernen.

Zusammenbau

Zunächst stülpen wir das Kolbenunterteil über die Ersatzanordnung und verleimen dieses mit dem Sockel. Ich schlage einen Zweikomponenten Kleber auf Epoxidharz-Basis vor, z.B. UHU-plus endfest 300, oder noch schneller, UHU-plus schnell fest (5 min). Den dünnen Draht von der Kathode vorher nach aussen führen.

Nach Aushärtung wird die Verbindung des g1(I) zum Kolbenanschluss oben hergestellt. Das Oberteil kann nun stumpf mit dem Unterteil verleimt werden. Dabei nicht zu viel Kleber gebrauchen, damit hinterher der Gesamtkolben schön glatt aussieht. Eventuell nacharbeiten!

The ‚finishing touch’

Nach Entfettung mit Spiritus wird zuerst eine leitende Schicht mit Kupfer-Spray aufgetragen. Diese sollte mit dem Draht von der Kathode guten Kontakt machen! Nach Trocknung wird dann ein silbriger Belag (auch als Spray erhältlich) aufgebracht, damit wir in etwa die Farbe der Original-Röhre erhalten. Zum Schluss wird die Röhre beschriftet, auch wieder möglichst originalgetreu! Ich habe da was von „Abrollstempel“ gelesen. Wer weiss mehr darüber ?

Wolfgang Holtmann     

        

This article was edited 29.Jan.07 11:04 by Wolfgang Holtmann .

Wolfgang Holtmann
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18.Nov.03 00:51

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Mit Hilfe von Rolf Bartel aus der Nähe von Frankfurt/Main hat sich herausgestellt:

Das von mir im 2. Posting dargestellte Sockelschaltbild der Loewe 2 HMD ist FALSCH !

Die dort gezeigte Anordnung der Seitenschrauben in Bezug auf die Sockelstifte ist  von oben gesehen abgebildet!

Wir wissen alle, dass (soweit nicht anders angegeben) normalerweise die Angaben immer von unten auf die Stifte gesehen gelten. Allerdings hat Loewe schon einmal mit den Mehrfachröhren          WG 33, 2 HF und 3 NF gegen diesen Brauch verstossen!

Das Dumme ist, nicht nur die FUNKSCHAU Röhrentabellen zeigen diesen Fehler, sondern auch:

n      Diefenbach: Handbuch der Rundfk. Reparatur

n      Lange: Tabellen f. d. Funkpraktiker

n      Brans: Röhren Vademecum

n      A.R.T. Röhrentabellen

n      F. Kunze: Funkwerk RTT

n      Fehse: Die Röhre, DRB 55, 3. Auflg.

n      Funke: RPG W16, Karte 148

Hier das Beweisfoto und die originale Anordnung. Man erkennt die Durchverbindung der beiden Anoden. Insofern ist, elektrisch gesehen, kein Unterschied. Da aber die Kontaktfeder nur an einer Seite der Röhrenfassung vorhanden ist, würde (ohne weiteres) bei falscher Lage der Seitenschrauben unseres 2 HMD Röhrenersatzes, keine Verbindung möglich sein.

This article was edited 18.Nov.03 00:55 by Wolfgang Holtmann .

Ernst Erb
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Reply  |  You aren't logged in. (Guest)   16 Die 2 HMD bzw 2HMD von Loewe hat Wolfang Holtmann näher untersucht - und dabei die interessante Feststellung gemacht, dass diese Röhre 2 HMD in zwei verschiedenen Ausführungen vorkommt. Wir nennen die andere 2 HMD_spezial bzw. 2HMD_spezial - bei ihr sind die beiden Anoden im System miteinander verbunden. Wer kennt die Gründe und wer weiss ab wann?

In Wirklichkeit sind beide Röhren-Fabrikationsvarianten mit 2 HMD angeschrieben, doch wir wollen unterscheiden. So oder so sit die 2 HMD eine sehr interessante Röhre.
Wolfgang Holtmann
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23.Feb.07 12:17

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Durch einen glücklichen Umstand kam ich für kurze Zeit in den Besitz eines „Thule“

Das gab mir die Gelegenheit, die Feinheiten der Mischschaltung mit der 2HMD zu untersuchen.

In Post 5 ist die Ersatzschaltung mit (den viel steileren) 2x PL95 dargestellt. Damals hatte ich nur meine Nachbildung der Mischschaltung zur Erprobung derselben, zur Verfügung.

 

Natürlich wurde nun die Ersatzschaltung unter den realistischen Bedingungen im „Thule“ getestet, wobei noch zwei kleine Anpassungen  eine Verbesserung der Eigenschaften ergaben:

 

  1. Das untere System bekam zusätzlich einen 82k Schirmgitterwiderstand (ohne Entkoppelkondensator!). Begründung: Der LW-Bereich lässt sich bis zu 375kHz abstimmen und kommt damit in die Nähe der ZF von 430kHz. Das führt zur Eigenerregung der Mischstufe oberhalb der Eingangsfrequenzen von etwa 350kHz. Aus gleichem Grund wurde der Trimmer 10 pF weggelassen! 
    Der 82k Widerstand reduziert die Verstärkung und unterbindet die unschönen Pfeifstörungen. Eventuell kommt man mit einem kleineren Widerstandswert aus. Bitte erproben.
  2. Das obere System erzeugt -in der Amplitude- zu sehr unterschiedliche Oszillatorschwingungen. Durch den eingefügten Katodenwiderstand von 100 Ohm, ist eine bessere Gleichmäßigkeit erreicht.

 

Hier die angepasste Version. Viel Erfolg.

 

    

This article was edited 23.Feb.07 12:24 by Wolfgang Holtmann .

  
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