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saba: Meersburg-Automatik 9 - undokumentierter Kondensator

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Robert Schrödl
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20.Jan.19 16:21

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Werte Sammlerkollegen,

im Rahmen der Restauration tauschte ich alle relevanten Kondensatoren. Bei der Inbetriebnahme fiel sofort der dumpfe Klang, ohne Höhen, auf. Bei der weiteren Analyse der Schaltung stieß ich auf einen nicht im Plan eingezeichneten Kondensator 22nF zwischen dem Schleifer des Lautstärkepotis und der Masse. Über einen zweiten, am Schleifer des Potis angeschlossenen baugleichen Kondensator, ebenfalls 22nF, wird die NF an das Gitter der EABC80-Triode geführt.  Dies entspricht dem Plan.  Ein versuchsweises Entfernen des gegen Masse geschaltenen undokumentierten Kondensators brachte eine erhebliche Verbesserung der Höhenwiedergabe.

Meine Frage: Welchem Zweck könnte dieser Kondensator dienen? Oder könnte es sein, dass hier vor längerer Zeit schon jemand am Werk war? Derartige Kondensatoren (siehe Anlage) des mir unbekannten Herstellers habe ich in keinen Abbildungen von Saba-Geräten aus dem gleichen Produktionszeitraum gesehen. Das beim Modell gespeicherte Bild der Chassisunterseite stammt von meinem Gerät.

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Bernhard Nagel
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20.Jan.19 18:56

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Die dreiköpfige Schlange verrät es: Hersteller einiger (Papier?) Kondensatoren ist die Firma Hydra-Werk Berlin. Kondensatoren dieser Firma sind mir allerdings in Saba-Modellen aus den späten 1950er Jahren noch nicht begegnet.

Wie sahen denn die Lötstellen dieser Kondensatoren aus, im Vergleich mit der übrigen Machart der Lötverbindungen? Jedenfalls ist der 22nF vom Schleifer des LS-Potis nach Masse (!) ein sehr wahrscheinlich nachträglich eingebauter "Schaltfehler", ein so dumpf klingendes Radio wäre selbst beim flüchtigen Prüfen nicht durch die Endkontrolle gekommen. Zumindest der Erstkäufer hätte den Meersburg 9 sofort reklamiert...

Üblich zu dieser Zeit waren z.B. ERO 100 Kondensatoren (Papier-Dielektrikum) die man ebenfalls auf der Chassisunterseite auf der rechten Seite erkennen kann. Saba hatte ähnlich aussehende Kondensatoren auch selbst hergestellt.

Cet article a été édité 20.Jan.19 21:49 par Bernhard Nagel .

Robert Schrödl
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21.Jan.19 18:31

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Besten Dank für die Antwort. Auf meinen Fotos sehen die Lötstellen tatsächlich so aus, als wären die Hydra-Kondensatoren nicht ab Werk im Gerät gewesen. Die Kondensatoren (Hydra, ERO und Saba) hatte ich vor ein paar Wochen ersetzt, wobei die insgesamt drei verbauten Hydra-Kondensatoren noch einigermaßen gute Messwerte aufwiesen.

  
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