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Mittelwellenrundfunk in München Deutsches Museum Start 2019

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Wolfgang Lill
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07.Oct.19 20:41
 
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Das Techniker-Team des Chamer Rundfunkmuseums installiert den Mittelwellensender auf dem 60 Meter hohen Wetterturm des Deutschen Museums und liefert 100 Radiobausätze aus. Professor Heckl ist begeistert.

Ein atemberaubender Rundblick über das Deutsche Museum in München hinaus....

Der Chamer Sender ersetzt den bisherigen Behelfs-Sender. Seit einigen Monaten ist der Sender zur vollen Zufriedenheit der Museumstechnikerin Cham im Intervall-Probebetrieb gelaufen. Dabei wurden auf Wunsch vom Beauftragten des Deutschen Museums, Herrn Heiner, auch noch ein Zusatzlüfter und ein Thermostat eingebaut, weil am Aufstellungsort hohe Staubbelastung und Temperaturextreme auftreten können.

Ausladen auf der Baustelle

Am letzten Freitag war es dann soweit: Pünktlich um 8 Uhr machte sich das Chamer Team mit Michael Heller, Tilman Betz, Hans Schweiger, Adi Donat und Alfons Ippisch, im vollbepackten Museums-Caddy auf den Weg nach Münschen. Im Gepäck war der Sender für das Deutsche Museum, die nötigen Messgeräte und Werkzeuge und außerdem 100 Radiobausätze. Am Bestimmungsort stieß dann noch Heiko Betz dazu. Die erste angenehme Erfahrung war, einfach in den Museumshof einfahren zu können, wo man empfangen wurde und ein Parkplatz bereit stand.

Nach Brotzeit und Kaffee ging es dann in die „heiligen Hallen“, in die Büroräume des Generaldirektors Prof. Wolfgang Heckl, der die Chamer Gäste herzlich begrüßte, ihnen alles zeigte und alle Fragen beantwortete. Alle waren erstaunt über die lockere und sympathische Art, die er auch in der Folgezeit immer wieder an den Tag legen sollte. Alle erhielten noch ein signiertes Buch „Die Kultur der Reparatur“, bevor es langsam „Ernst“ wurde und man gemeinsam zum „Wetterturm“ aufbrach.

Professor Heckl bedankt sich bei Michael Heller für die ausgezeichnete Arbeit

Da der Turm wegen Renovierungsarbeiten für Besucher noch gesperrt ist, war ein Betreten der Baustelle nur mit Ausweis, Sicherheitsschuhen und Helmen möglich. Nachdem alle vor Ort eingekleidet waren, ging es die 360 Stufen hoch bis zur Plattform, wo der Sender installiert werden sollte. Trotz des Durchschnittsalters der Chamer Truppe, von 70 Jahren und Gepäck, schafften alle mühelos den Aufstieg und die Installation des Senders konnte beginnen. Da der Sender bereits in Cham vorabgeglichen war, ging alles reibungslos von statten. Neben dem sechsköpfigen Chamer Team waren neben der Presse auch Techniker und Ingenieure vom Deutschen Museum vor Ort, um den Sender auf die Antenne einzumessen und die Modulation abzustimmen.

Finale Abgleicharbeiten Tilman Betz und Christoph Heiner

Nach gut 2 Stunden waren alle Arbeiten abgeschlossen und Professor Heckl ließ sich die Anlage erklären.

Tilman Betz erklärt Prof Heckl die Funktion des Senders

Dann ging es zum Erinnerungsfoto auf die oberste Plattform, mit einem fantastischen Rundumblick über ganz München. Hier bedankte sich der Generaldirektor noch einmal bei Michael Heller und seinem Team für die geleistete Arbeit, bevor es zum wohl verdienten Mittagessen ging, zu dem Professor Heckl eingeladen hatte.

Seit Freitag strahlt nun Radio Eule rund um die Uhr ein sich wiederholendes Programm mit Musik und Museumsbeiträgen ab. Dabei ist auch eine Ansprache von Professor Heckl über die immer noch bestehende Bedeutung der Mittelwelle. Diese ist ideal geeignet, elementare Prinzipien der Nachrichtentechnik zu vermitteln, die auch auf andere Elektronikbereiche zu übertragen sind.

Schließlich wurden noch die 100 in Cham entwickelten und zusammen gestellten Radiobausätze ausgeladen und deponiert. Diese sollen in der Experimentierwerkstatt Einsatz finden, Schülern zur Verfügung stehen und im Museumsladen verkauft werden.

Alle Bausätze wurden vorab noch auf die Frequenz von Radio Eule angepasst.​

Zum Abschied noch ein Blick auf den Wetterturm, wo die Antenne angebracht ist. 1500 KHz ist die Frequenz , diese Sonderfrequenz wurde auf Wunsch vergeben, da in Deutschland der MW- LW- Rundfunk eingestellt wurde, also nur noch für Museumszwecke und als Schulrundfunk und Veranstaltungsrundfunk genutzt werden kann /darf.

Ich bedanke mich ganz herzlich für diesen Beitrag, eine Zuarbeit von Michael Heller, 1. Vorstand

Cham

Beitrag Bearbeitung; Wolfgang Lill, Fördermitglied im Rundfunkmuseum Cham

 

 

 

This article was edited 08.Oct.19 09:10 by Wolfgang Lill .

  
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