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Nach welchem Prinzip arbeitet die Aufnahme Radio zum Tape

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Papers » Principles of schematics etc. » Nach welchem Prinzip arbeitet die Aufnahme Radio zum Tape
           
Hans M. Knoll
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14.Jun.09 16:59
 
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 Erweiterte Version 2 vom 15.06.09

 Nach welchem Prinzip arbeitet die Aufnahmeleitung vom Radio zum Tonbandgerät im Jahr 1953 ?

 Oder, wie kommt das Rundfunkprogramm in das Tonbandgerät?
Die AEG Version:
Als 1952 von AEG das Modell KL15 in den Markt ging, waren die Radios nicht dafuer vorbereitet, ein Tonbandgeraet zwecks einer Aufnahme anzuschließen.
 
Die Typen von AEG wie das AW2 (link) 
 
 hatten keinen Aufsprechverstaerker sondern benutzen den hochohmigen Lautsprecherausgang mit seinem hohen Pegel, als Quelle fuer die
Aufzeichnung der Programme von Rundfunk und Schallplatte.
So arbeitet auch das KL15
 
 
 
 
 
 
 
Bild 1 KL15 Schaltung
 
 
 
 
 
  
 
Bild 2 Rueckwand
 
Radio Concertino 53 see here:
  
Das hatte den Nachteil, man musste das Radio immer auf “laut“ eingestellt haben  und die Klangeinstellung des Radios wurde mit aufgezeichnet
 
.

Die Grundig Version 1952/53:
Die Firma Grundig brachte ebenfalls ein Tonbandgeraet fuer das Heim auf den Markt.
Dort begann man sofort einen voellig unabhaengigenRecorderausgang zu schaffen.
 
 
Eine extra koaxiale Buchse mit dem original Signal der Quelle, stand als hochohmiger (50Kohm) Anschluß mit kleinem Pegel zur Verfuegung.
 
 
 
 
Bild 3 Grundig 3045W Aufnahme- Schaltbild (Stromausgang)
 
 
 
 
Bild 4 3045W Aufnahme- Buchse
 
 
 
 
Bild 5 3045W Rueckwand
 
EDIT: Es ist doch nicht so bekannt, wie der Grundig- Klinkenstecker aussah,
in der Anlage sieht man ihn jetzt, 15.06.09
 
Das Prinzip der Schaltung war, dass mit dem Eingang am TB der Frequenzgang bestimmt werden konnte. Je nachdem wie der Eingangswiderstand ausgelegt wurde konnte die Kabelkapazitaet im Frequenzbereich des Modells eliminiert werden, der sich einstellende Pegel musste beachtet werden .
 
Dieses Signal wurde dem Wiedergabeverstaerker zugefuehrt der dazu zwischen Aufnahme und Wiedergabe umgeschaltet wurde.
Dies war eine Weltneuheit die danach und bis heute die Regel wurde. Alle Hersteller haben das so uebernommen.
 
Die Bezeichnung „Diodenbuchse“ kommt ebenfalls von Grundig, es war genau das Signal wie es von der Signaldiode geliefert wurde, was dort angeboten wurde.
Einige Zeit spaeter wurden alle elektrischen Daten dieser Entwicklung als DIN- Norm 45310 festgelegt.
 
Diese als Einströmung  bekannte Technik, wurde erst mit der Einführung eines hochpegeligen „Line“ Anschlusses bei hochwertigen Hifi- Tonbandgeräten erweitert. Das kam dann aber aus Japan zu uns.
 
 
Hans M. Knoll     
 
 
Ergaenzung.
Eine Anfrage brachte mich dazu das hier noch anzufuegen.
 
Die Werte des Grundig Diodenanschlusses, lauten wie folgt.
 
An der Diodenbuchse liegt ein Quellwiderstand 1Meg II 50Kohm = 47,62 Kohm Also rund 50 Kohm.
 
Am Eingang der damaligen Modelle Reporter 500L und 700L liegt ein Wert von ebenfalls 50Kohm als reeller Wert.
Mit einem Kabel von 200pF (typischer Wert damals) ergibt das einen Bereich bis 20 khz mit 3 db Abfall.
Will man mehr Bereich haben, muss der R im TB kleiner werden, die Spannung faellt dabei ab.
Will man mehr Spannung am TB- Eingang haben, muss der R groeser werden, der Bereich wird aber kleiner.
So die Regel.
 
Die DIN 45310 sagt: ein Radio muss an der TB-Buchse einen Pegel von 0,2 bis 1,0 mV pro Kiloohm abgeben. Das muss der Entwickler des Radios beachten bzw. bereitstellen.
 
Das bei AM, FM und Platte. Die Pegel bzw. Modulationswerte sind mir leider nicht mehr bekannt. Das liegt jetzt alles im Muell !
 
 
Mit den 25 Kohm im Falle der GRUNDiGS sind das 0,2 x 25 = 5mV bis max.25 mV, mit denen der Eingang arbeiten muss bzw. die er vertragen muss ohne zu uebersteuern.
 
Ende
 

EDIT: Herr  Ciovanni Cucuzzella hatt eine der Anlagen durchsuchbar gemacht.  Danke!

 
 

 

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This article was edited 24.Aug.09 07:45 by Hans M. Knoll .

Hans M. Knoll
Hans M. Knoll
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14.Jun.09 17:10

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 extendet version 2

According to which principle works the Recordingline from the radio to the tape recorder in the year 1953?
 
Or how does the radio program come into the tape recorder?
The AEG Version:
When in 1952 of AEG the model KL15 went into the market, the radios were not prepared for connecting a tape recorder for the purpose of a Recording.
 
The types of AEG as the AW2   (link to AW2)
 
 did not have any Recordingamplifier but use the high-impedance loudspeaker output with his high turn-off level, as a source for those ones
Recording of the programs of radio and record.
So also the KL15  works  (link to KL15)
 
 
 
 
 
 
 
Picture 1 Circuit KL15
 
 
 
 
 
 
 
 
Picture 2 back wall
Radio Concertino 53 see here:  (link to Concertino)
 
 
That had the disadvantage, one had to be employed the radio always on laut and the sound attitude of the radio became with recorded
 
.
The Grundig Version 1952/53:
The company Grundig launched also a tape recorder for the home.
There one began to create a completely independent recorder exit immediately.
 
 
 
One extra coaxial socket with that original signal of the source stood, than high-impedance (50Kohm) connection with small turn-off level availably.
 
 
 
 
Picture 3 Grundig 3045W Recording diagram (TB = current-source)
 
 
 
 
 
Picture 4 3045W Recording socket
 
 
 
 
Picture 5 3045 W back wall
 
The principle of Circuit was that with the entry at the TB the frequency response could be determined. Depending on as the input impedance was laid out the cable capacity in the frequency range of the model could be eliminated, attention had to be paid to the appearing turn-off level.
see attachment below. 
 
 
Play-amplifier was provided with this signal the for this purpose between Recording and reproduction was switched over.
This was a world novelty that one after that and until the rule became today. All manufacturers took that over so.
 
The denomination„Diodenbuchse comes also of Grundig, it was exactly the signal how it was supplied from the signal diode, which was offered there.
Some time later all electric data of this development were defined as a DIN norm 45310.
 
This as technique, known  current injection, , was enlarged to „Line Anschlusses"  at high-quality hi-fi tape recorders first with the introduction of a highlevel Port. 
 
 
 
 
That came then, however, from Japan to us.
 
 
Hans M. Knoll
 
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This article was edited 24.Aug.09 09:14 by Hans M. Knoll .

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Damit dieser Fachartikel auch mit dem Stichwort "Diodenkabel" zu finden ist, habe ich diesen Ausdruck angefügt. Diodenkabel bezieht sich auf das Kabel selbst, das die beiden Apparate miteinander verbindet.

Nach dem Ausdruck Diodenstecker im Gegensatz zur Diodenbuchse (Diodenanschluss) wird wohl ebenfalls gesucht. Herr Schirmer hatte in einem anderen (internen) Thread auch folgendes geschrieben: "Die niederfrequenten Vebindungen, also elektrisch nach der (oder den) Demodulator-DIODE(N) gaben der 3fach-Buchse ihren Namen. So hat mein Lehrmeister vor knapp 50 Jahren meine diesbezuegliche Frage beantwortet.

Danach hiess das Tonbandanschlusskabel eben auch Diodenkabel."

Es gibt noch weitere Ausdrücke in diesem Zusammenhang. Ich zitiere hier aus dem interessanten und umfangreichen Beitrag von Mario Spitzer über das Tonbandgerät KB100 von 1958 aus der DDR. Auch die Darstellung zum Anschluss der Flanschsteckdose vom Demodulator her ist da gezeigt, auch wenn das nicht mehr der klassische Anschluss von Grundig ist.

"Für den Anschluss an ein Rundfunkgerät wird eine Verbindungsschnur mitgeliefert, die mit Diodensteckern ausgerüstet ist. Das Rundfunkgerät muss - wie es bei modernen Geräten in der Regel der Fall ist - mit einer geeigneten Anschlussbuchse (Flanschsteckdose) nach DIN 41524 versehen sein. In Geräten älterer Konstruktion ist diese Flanschsteckdose noch nachträglich einzubauen (Bild 1). Aus Bild 1 geht hervor, dass die Tonabnahme vor dem Lautstärkeregler des Rundfunkgerätes erfolgt. Der NF-Verstärker des Rundfunkgerätes wird also bei der Rundfunkaufnahme nicht mit ausgenutzt. Zum Regulieren der Aufsprechspannung dient eine Anzeigeröhre (Magische Waage)."

So hat dieser Beitrag auch mehr "textliches Gewicht" für Suchmaschinen und weitere mögliche Begriffe zu diesem Thema Diodenanschluss.

 

This article was edited 09.Sep.09 20:36 by Ernst Erb .

Dietmar Rudolph † 6.1.22
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Zu den Pinbelegungen von Diodenbuchsen (nach alter und neuer Art) findet sich etwas im "Grundig Technisches Jahrbuch 1969 & 1972"

Die Seiten 74 & 75 (1969) zeigen die Pinbelegungen und einen Vorschlag zum Anschluß von Tonbandgeräte an Fernsehgeräte, der auch für Allstrom-Radios von Interesse ist.

Die Seiten 98 & 99 (1972) zeigen eine Aufstellung der damals von Grundig verfügbaren Verbindungskabel und deren Pinbelegungen.

Der Scan aller 4 DIN A6 Seiten findet sich als 1 DIN A4 Seite als PDF in der Anlage.

Anlage: Pinbelegung von Diodenbuchsen (298kB)

MfG DR

  
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