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Nachdenkliches

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Wolfgang Lill
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10.Jan.22 18:32
 
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Die Gründe, warum die Rotation unserer Unterhaltungselektronik immer schneller wird, sind aus meiner Sicht folgende;

Die Reparaturkosten. Dazu kommt auch, was allerdings auch früher bereits praktiziert wurde, eine Reparaturunfreundlichkeit und sogar fehlende technische Unterlagen. 

Es heißt dann so schön; während der Garantie schicken Sie das defekte Gerät an unseren Servicepartner .... und es wird repariert oder durch ein neues ersetzt. Zumeist kommt dann ein neues, das defekte wandert in den Wertstoffhof.

Ich habe mir heute mal die Mühe gemacht, nach dem Alter einiger Geräte zu sehen. Es sind teilweise Flachbildfernseher dabei, die noch keine 3 Jahre alt sind.   Hier wird der Leitspruch realisiert; "was lange hält bringt kein Geld". Immer wieder wird der Kaufinteressierte über tolle Vorteile neuer Geräte aufgeklärt und zum Neukauf angehalten.

Bei einem Verwandtenbesuch in Leipzig zeigten mir die Wohnungsinhaber voller Stolz in jedem Zimmer einen Fernseher, nur auf der Toilette muß man sich noch mit einem Duschradio begnügen.Foto Holger Struthoff

Hinzu kommt, das jetzt sicher im immer schnelleren Rhythmus Normen umgestellt werden. die nächste Etappe, nachdem in Deutschland und anderen Ländern die Lang- und Mittelwellensender außer Betrieb gingen, ist sicher die Vernichtung des UKW Netzes. Da haben wir es Mitte der 90 Jahre endlich geschafft in Europa einheitliche Netze zu schaffen (CCIR 88...108 MHz), dieses wird jetzt wieder infrage gestellt.

Nach DAB kam DAB+ und wann kommt DAB++ ? Inzwischen haben die Leute neue Empfänger erworben, da kommt  das neue System, was natürlich mit diesen Geräten dann nicht mehr  empfangbar ist. 

Was nützen mir im Auto  ( Stand in Dresden) etwa 45 DAB+ Sender. Es sollen ja bald weitere dazukommen. Was ich brauche ist ein vernünftiges informatives Radioprogramm , da reichen auch 10 UKW Sender... über welche  altersgerechte Programme ausgestrahlt werden....Dank der EU Aktion muß ja nun in jedem Neu PKW ein Radio mit DAB+ sein.

Selbst wenn die Geräte in den Wertstoffkreislauf gehen, sind die Kapazitäten zum Herausgewinnen der einzelnen Bestandteile sehr aufwendig und energieintensiv. 

Ein Glück, daß wir in Deutschland kaum noch Radios und Fernseher in größeren Serien produzieren .... Wie wollten wir da klimaneutral werden ? Außerdem haben sich unsere Chinesischen Freunde schon die Markenrechte gesichert und produzieren unter schönen alten Markennamen,was eben so auf der Welt gebraucht wird.... 

Wir  bereiten jetzt den Museumssender Wilsdruff vor, er soll auf 1044 KHz mit dem Denkmal ( was der Denkmalschutz nicht fördert ) eröffnet werden. Dort ist das Hindernis nicht die Technik sondern die Genehmigung des Betriebes... Zumindestens darüber werde ich im Radiomuseum weiter berichten. 

 

 

 

This article was edited 11.Jan.22 06:49 by Wolfgang Lill .

Karl Reiter
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11.Jan.22 15:46
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Wie wahr, wie wahr! Jedes Jahr veranstaltet unsere Feuerwehr einen sog." Fetzenmarkt"  wo alles, was die Leute das Jahr über abgeben, verscherbelt wird. Ob Möbel  oder Haushaltszeug, Elektrogeräte und Elektronik und auch landwirtschaftliche Maschinen und Geräte -  alles wird versucht, an den Mann oder die Frau zu bringen und was liegen bleibt, wandert in den Wertstoffhof.  Es ist fast nicht zu glauben, was da alles an Elektronik herumliegt und es ist bei Gott nicht alles nur kaputter Plunder! Die Leute kaufen  immer wieder neue Sachen, die sie entweder gar nicht brauchen oder die sie ohnehin schon mehrfach daheim herumliegen haben, z.B. Handys, die müssen ja immer von der neuesten Generation sein, denn sonst ist man ja OUT! Und viele Firmen produzieren schon von vornherein Müll, der gerade mal die Garantiezeit überdauert. Wir hatten einen Saugroboter gekauft, Made in China, wie wir feststellen konnten. Der Erste hielt 11 Monate, dann war er hin. Wir bekamen einen Neuen. Der hielt 13 Monate. Da war die Garantie aus und Reparatur gibt es keine, wie uns auf Anfrage mitgeteilt wurde. Also Müll! Ich habe das Ding dann zerlegt, die mechanischen Teile ( Motoren usw. ) an Modellbauer verkauft, Kabel, Lichtschranken usw. kann ich selber brauchen und der Rest - Wertstoffhof. Kann das der Sinn sein für unseren Planeten? Ich versteh`s nicht!

Karl B. Reiter

 

Jaroslav Piskacek
Jaroslav Piskacek
 
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13.Jan.22 17:27
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Ich nenne das die Zerstörung unseres Planeten..und letzendlich der Lebegrundlage der Fauna und Flora.
Aber offensichtlich weltweit politisch gewollt um den Witschaftswachstum weiter nach vorne zu treiben.
Es entsteht somit eine ausweglose Situation die das Ziel des Endes immer schneller erreichbar macht.

Eigentlich wären wir (zumindest einige Menschen) in der Lage Geräte/Sachen so zu bauen dass sie ewig  halten könnten, aber wir tun das Umgekehrte : Müll produzieren und davon jedes Jahr noch mehr.

Viel Spass noch im 2022
Gruß Jaro

Stefan Hammermayer
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26.Jan.22 08:50
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Schlimmer geht immer!

Vor einigen Jahren war ich mehrmals privat in Ghana und durfte die gigantische europäische Elektromüllhalde am Strand von Tema nahe der Hauptstadt Accra mit eigenen Augen sehen. also der Ort, wo schiffsladungsweise angelieferter Elektromüll zwecks Entsorgung abgekippt wird.

Ich durfte auch die beissenden Qualmwolken schnuppern, wenn Kinder den Müllberg anzünden und hoffen, dass am Ende sammel-und verkaufbares Metall übrigbleibt. So etwas Grausiges hatte ich nie vorher gesehen und hätte mir nicht vorstellen können, dass es das real wirklich gibt.

Die spezies "homo sapiens" ist die einzige spezies auf diesem Planeten, die es schafft, den eigenen Lebensraum konsequent zu vernichten. Was daran "sapiens" sein soll erscheint mir immer fraglicher. Keiner Tierart würde so etwas Dummes wie Vernichtung des eigenen Lebensraums einfallen.

 

Stefan Hammermayer

Gerd Krause
Gerd Krause
 
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26.Jan.22 09:33
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So schmerzhaft das auch ist, es wird immer wieder in allen Bereichen Neues geben. Die digitale Technik hat nun mal die Welt verändert. Wie heißt es so schön ? "Stillstand ist Rückschritt"

Gruß, GK

This article was edited 26.Jan.22 09:35 by Gerd Krause .

Wolfgang Lill
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26.Jan.22 12:42
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Ja, da gebe ich Ihnen Recht. Ich habe z.B. vor Weihnachten 2019 einen LG Großbildfernseher für nur 1999 EURO gekauft

und sehe jetzt mit Schrecken, daß ich ein veraltetes Gerät habe.

Also  die Version ist im verdienten Ruhestand und es wird empfohlen ein aktuelles TV- Gerät zu kaufen. 

Einfach Toll !

This article was edited 26.Jan.22 13:30 by Wolfgang Lill .

Bernd Weith
 
 
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26.Jan.22 21:17
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Dazu kann ich nur meine DDR-Erfahrung dagegenstellen:

Herzlich willkommen im Kapitalismus!

Oder wie ich es sagen wollte: Wer spart verdient nichts!

 

Schönen Abend.

 

Jaroslav Piskacek
Jaroslav Piskacek
 
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27.Jan.22 08:05
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nun ja, @Wolfgang Lill hat mit seinem "Mediathek" Beitrag genau aufgezeigt wie man fast "gezwungen" wird was neues zu kaufen.
Ich hatte bereist mehrere Kunden die mit ähnlichen Problemen zu mir gekommen sind um einen neuen Receiver oder TV Gerät zu kaufen.
Ich empfehle den Kunden zu eben auf solche "features" zu verzichten , weniger TV Konsum ist eben auch gesünder.
Zur Zeit werden wir ja eher mit dem TV manipuliert anstatt befriedigt. Diese versteckte Propaganda ist nicht ungefährlich = aber das nur am Rande.

Als noch tätiger It-ler kann ich den gleichen Konsum Zwang im EDV Bereich feststellen.
Die Konsumenten wollen es eben leicht haben und lassen sich auf diesen Update Konsum Zwangs Schiene ohne Widerwillen führen.

Microsoft hat mit Windows 10 versprochen, dass WIN10 das letzte Windows sein wird...wie sich das nun heraustellt war das eine völlige Lüge, denn es ist WIN 11 schon wieder da.
Somit werden wieder neue Notebook und Desktops verkauft und Müll produziert der dieser Menschheit nur schadet!

UND DAS BRAUCHEN WIR NICHT!

Ich habe 2 HP Notebooks hier, das 6400 und 6220 aus dem Jahr 2002 und 2004 und beide laufen noch sehr gut...auf einem habe ich Linux mint und auf dem anderem läuft noch das extrem schnelle WN XP :)
Das neue Zeug von heute ist meistens nach 3-4 Jahren defekt und löst sich auf.
Hatte so ein Samsung Notebook da, da hat sich die Lackschicht zu einem klebrigen Brei aufgelöst.


Also ich rufe hier im Forum alle auf nix neues zu kaufen und zum Boykott des Konzums.

Gruß Jaro

Stefan Hammermayer
Stefan Hammermayer
 
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27.Jan.22 08:32
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Guten Morgen Jaro,

 

ich stimme zu! Mein Haupt-PC ist 2 Jahre alt und fängt schon an zu zicken. Der Vorgänger ist 15 Jahre alt, hat die erste kondensator-Kur hinter sich (diverse Elkos fingen an, dicke Bäuche zu kriegen) geht immer noch, kann Sachen, die der neue nicht kann, ist aber unendlich gemütlich langsam. Bleibt als Notreserve erhalten.

PC Nr. 3 ist weit über 20 Jahre alt, fing mal mit win 3.11 an und hat ein Tonstudio drin, das DOS-Basis braucht und ist auch schon kondensatorerneuert und bleibt in Betrieb, solange noch Bedarf an den historischen Aufnahmen ist, die ich damit lange vor dem Jahr 2000 gemacht hatte.

Was ist das nur für eine Entwicklung, dass alles nur immer kurzlebiger wird.

Unsere Enkel und Urenkel werden auf dem Sperrmüll keine 70 Jahre alten Geräte mehr finden, die sich mit überschaubarem Aufwand instandsetzen lassen.

Bin grad an einem Telefunken der frühesten Nachkriegs-Notzeit dran, selbst zu dieser grausamen Zeit hatte man die unkaputtbaren weissen Porzellankondensatoren = langzeitfähige Qualitätsware  verbaut. Leider vorbei die Zeit.

 

Grüsse,

 

Stefan Hammermayer

Karl-Heinz Bradtmöller
 
 
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27.Jan.22 10:51
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Guten Tag,
was mich besonders ärgert, ist, dass gut unter XP laufende Lernprogramme, die technische Zusammenhänge sehr anschaulich machten, plötzlich nicht mehr funktionieren.

Und dass man nicht mehr auf den Windows-App-Store kommt, um nach passender Software suchen zu können, hat man nicht das neueste Release von Windows 10 installiert.
Dass Windows 10 nicht gleich Windows 10 ist, konnte ich selber feststellen. Die zahlreichen Folgerelease könnte man für sich alleine schon als neue Betriebssysteme bezeichnen, da sie auch nicht auf allen Hardwareplattformen problemlos lauffähig waren. In Wirklichkeit müsste deswegen Windows 11 besser Windows 14 heißen, würden die Release mitgezählt.

Man sollte sich aber gerade auf dem PC-Sektor auch vor Augen halten, dass es eine technische Weiterentwicklung ohne entsprechend cleveres Marketing wohl kaum gegeben hätte. Man gewinnt aber mehr und mehr den Eindruck, dass das Argument der immer höheren Leistungsfähigkeit nicht mehr ganz so stimmt. Allein das erste Aufsetzen des Windows 10 Rechners war eine Tortur, da man erst einmal allen überflüssigen Schnickschnack disablen musste. Plötzlich sind Standardprogramme wie Word, Excel, etc. weitestgehend nur noch als zeitlich befristetes Abonnement zu bekommen. Auch hier merkt man spätestens, dass ein merkantiler Gedanke in den Vordergrund gerückt ist, weniger die Vereinfachung der Funktionalität.

Leider kann man als Konsument nur noch mit der Devise leben: "Vogel friss oder stirb."

Beste Grüße

K.-H. B.

Jaroslav Piskacek
Jaroslav Piskacek
 
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27.Jan.22 12:04
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@karl heinz,

ich setze immer mehr auf Linux.. und kann es jedem hier Empfehlen!
Da ich im HomeOffice bin und mit VPN und Remote arbeite, habe ich die tägliche Netzwerkauslastung gemessen.

Remote Verbindung:

Bei Windows 7 ca. 3 mal höher als bei Linux Mint

Ber Windows 10 ca. 7 mal höher als bei Linux Min

und das bei gleicher Arbeit.

Für mich ist Windows nur noch dazu da um Daten zu sammeln , anders ist das nicht erklärbar!
Wie gesagt ein XP Rechner funktioniert immer noch und keine Angst der wird nicht krank... nur weil XP drauf ist.

Ich sehe die Entwicklung echt besorgniserregend.
Winn 11 kommt bei mir nicht mehr produktiv zum Einsatz..

Grüße Jaro

 

This article was edited 27.Jan.22 12:48 by Jaroslav Piskacek .

Heinrich Stummer
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27.Jan.22 17:27

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Es ist sagenhaft was die Leute am Mistplatz entsorgen. Relativ neue Flachbildschirme für TV und als PC Monitore liegen in den Gitterboxen. Die Ersatzteilversorgung und verfügbare Unterlagen dazu ist heute ja sehr schlecht.
Alle Drucker und TVs haben fast immer noch ein Stromkabel dran.

Thema PC:
Verwende gerne alte PCs die ich gelegentlich je nach Zweck aufrüste. Teilweise bis 10 Jahre alt, aber auch neue Hardware.
Alles was mindestens Intel i3, i5, i7 Prozessor oder die AMD Entsprechung ist brauchbar.
Damalige billig Einsteiger PCs mit 2GB Ram maximal Ausbau und Celeron oder Atom CPU, sind ungeignet und ein Fall für die Verwertung - leider.
Aufrüstung bezgl. Ram ist essentiell mindestens 4GB oder mehr bis 32GB je nach Einsatz.
Betriebsysteme: Windows Server 2008/R2, Windows 7, Windows10, Debian Linux.
Office 2010 lauft noch problemlos unter Windows 10 (21H2).

Windows 10 kann man meiner Meinung nach nur mit der Software: Open-Shell verwenden. Damit sieht das wieder vernüftig aus und die Windows 8 Kacheln sind fort.

Die geplante Anwendung bestimmt die Hardware, Ausstattung  und das Betriebssystem. Verwende Linux, Windows 2008/R2, Windows 10, Windows 7.
Windows 3.11, 95, 98 weine ich keine Träne nach. Auch NT4.0, Windows 2000 und XP fällt auch drunter.
Man kann heute sehr günstig gebrauchte PCs mit Garantie kaufen. Laufen wunderbar mit Win10 oder Linux darauf.  Damit vermeidet man aktiv die Vergeudung von Ressourcen.
Unverständlich auch der Export von Elekto Schrott nach Afrika.

Windows 11 wird erst ab 2024/25 in Erwägung gezogen, wenn überhaupt. Linux am Desktop, in Gegensatz zu Server, hat mich leider noch nicht richtig überzeugt. Aber auch bei Linux gibt es Update Zyklen die zu beachten sind.
In der Computerwelt muss man sich leider mit den neuen Sachen auseinander setzen, die Lauffähigkeit der Hardware ist von den Gerätetreibern abhängig. Ich hätte genug anderes zu tun..
SSD (Festkörper Hardisk) können erst ab Windows 7 betrieben werden. XP kann mit dieser Klasse von Harddisks nicht vernüftig umgehen.
Für XP gibts auch keinen halbwegs aktuellen Browser mehr zu installieren.
Wenn ein Programm nicht unter einem bestimmten Betriessystem lauft, sind die Fehlermeldungen und Anforderungen zu analysieren. Uralt Software nur für XP oder älter kann man in einer Virtuellen XP Maschine unter Win10 laufen lassen, wenn es notwendig ist. Die Virtuelle Maschinen sind ein wirklicher Pluspunkt von Windows 10. Verwende prinzipiell nur Software direkt von Hersteller (Kauf- oder Freeware), aber nie Software aus dem Microdoft Store.
Auch Cloudbasierte Online Software sowie Abo Modelle verwende ich nicht.

Thema TV:
Digitale Endgeräte sind natürlich auch Computer und brauchen Software. Dabei ist es wichtig,
dass die Software angepasst (updates) und Anwendungen dazu installiert werden können.
Da die Software in Silizium fix eingebrannt ist, schaut es hier meistens schlecht aus. Technisch
kann die Software im Speicher natürlich verändert werden - Flash Memory. Aber der Geräte Hersteller muss daran interessiert sein und das auch anbieten. Hier sind Anwendungen  und Dienste (Mediatheken, Streaming).
Übertragungsverfahren DAB, DAB+, DVB-(T,T2,S,C) und Codecs (MP4, Mpeg, MP3, Dolby, AAC etc) zu sehen. Das alles muss von der Hardware und der Software unterstützt werden.

Am Beispiel der Mediatheken müsste nun ARD, ZDF und alle anderen Sender dafür sorgen, dass es für die wichtigsten Hersteller und deren Gerätefamilien
installierbare Anwendungen gibt, welche der Kunde herunterladen kann. Das wird es so nicht geben, da zu Aufwändig.

Darum sind alle, wirklich alle Lösungen, welche Anwendungen wie zB. Mediatheken (Jeder Sender hat seine eigene), Musik (Apple,Spotify), Streamingdienste etc. in TV Geräten  (Smart TV) integrieren zu wollen, ist auf längere Sicht zum scheitern verurteilt. Dazu kommt noch das die Performance der
eingebauten Prozessoren mit den 'neuen' Anforderungen dann nicht mehr klarkommt. Ohne Pflege (updates) der Software wird dann die 'Leider Nein' Seite angezeigt.
Aber auch Übertragungsprotokolle wie die leidlichen DVB-T / DVB-T2 oder DAB / DAB+ Geschichten. SAT TV  SD, HD, 4K usw. Auflösungen müssen nachgezogen werden.
Teilweise nicht möglich da die Hardware die neueren Modi nicht unterstützt.

Die Lösung, das Veralten der teuren Geräte zu verhindern, ist einfach: Die Anwendungsprogramme vom TV Gerät trennen und in ein eigenes Gerät (HDMI Stick) auslagern.
Damit sind auch die Übertragungswege und Kodierverfahren dafür angepasst.
Internet und Streaming, Mediatheken etc.  kann per HDMI Stick günstig realisiert werden.
DAB ist für mich kein Thema. FM funktioniert sehr gut in Österreich. DVB-T2 habe ich auch nicht, da SAT verwendet wird.
Internetradio per Smartphone und Bluetooth zum Autoradio und zur Stereoanlage.
SAT, Antennen TV (DVB-T2) per externe Empfänger.
Kabel TV hat meistens immer externe Empfänger vom Kabel Anbieter.

Auch 'alte' Tablets welche keine Updates für den Browser mehr bekommen, können noch intern (ohne Internet) zum PDF lesen verwendet werden.

Ein HDMI Stick liegt im Preis ca. bei etwa 50.- €  und ist einige Jahre Einsetzbar und es gibt viele Anbieter. Diese haben meist Android Betriebsysteme und Mediatheken und Streaminganwendungen lassen sich dazu installieren. Heute sage man ja zu Programmen 'App'. Da kann man dann die ZDF, ARTE oder ARD Mediathek dazu nehmen. Sollte der Stick nach Jahren wegen der Software nicht mehr genügen - weil ein Update einer 'App' nicht möglich ist, dann muss nur dieser getauscht werden, der TV lauft weiter.

Ich habe noch einen 32" Sony TV von 2008 (kein HD) noch im Einsatz. Als Gelegenheits Sichtgerät noch OK. Von der eingebauten Software mehr als obsolet aber mit externen Programmquellen immer noch zu gebrauchen. Die 'smart' TV Lösungen können das nie abbilden, weil es keine gemeinsame Plattform  wie bei einem PC, für die Software gibt.
 
Bei der Auswahl eines TVs sind nur Größe, Qualität und die Schnittstellen (HDMI, DisplayPort) wichtig.
Alles andere was der können soll ist sowiso egal, weil eh bald überholt.
Es gibt am Markt auch Displays für Anzeigedarstellung (Ohne Tuner usw.) aber die Bildqualität ist für TV oft nicht zufriedenstellend weil das nicht der optimale Einsatz für so ein Anzeige Display ist.

In der digitalen Welt ist die Lebensdauer der Anwendungen (Mediatheken), Übertragungsprotokolle, Kodierverfahren viel kürzer.
Nicht zu Vergleichen mit der Lebenszeit von AM und FM bisher.

Der Artikel ist leider etwas länger  geworden und spiegelt meine persönlichen Erfahrungen zu diesen Themen wieder. Ich versuche mit allen Mitteln die Einsatzdauer meiner Geräte zu verlängern.

Viele Grüße
H.Stummer

 

Jaroslav Piskacek
Jaroslav Piskacek
 
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28.Jan.22 05:53

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@heinrich summer

danke für deinen Beitrag, in vielen Sachen aus meiner IT Sicht zustimmungsfähig nur bei ein paar Kleinigkeiten würde ich subjektiv entgegen sprechen:

1) Windows NT war das beste was MS je zu stande geracht hatte (100% stabil, ohne Spiele und  den ganzen unnötigen Mist) und war in 10 Minuten installiert. XP ist nachwievor auf allen Rechnern lauffähig und sicher. Es gibt alternative Browser die man aktuell auch unter XP einsetzen kann..aber wie schon erzählt ist LINUX eh besser in allen Belangen und kostet nix und zwingt keine Menschen neue PC oder NBs zu kaufen = das ist das Wichtigste Argument!

2) Linux ersetzt ohne geringste Nachteile komplett ein Windows Rechner (ab ca. 2004) inkl. den deppeten MS Office Paketen da bereits alle notwendigen Office LIBRE Anwendungen auf LINUX Mint enthalten sind. Das LIBRE Office Paket ist meiner Meinung nach schon gar besser als das "vollgestopfte MS Office"  PDF und HTML bereist intergriert. Drucker uns Scanner werden schon bei der Installation mit isntalliert. Gar CAD Programme laufen unter Linux. Auch das von fast allen "geliebte" MS Outlook kann gerne durch Thunderbird ersetzt werden. Vorteil von TB einfache Übertragung aller E-Meilkonten auf andere Linux oder Windows Rechner.

3) auch beim TV wird viel zu schnell entsorgt ich habe hier insgesamt 8 große Samsung LEDs von 40 bis 52 Zoll. Die meisten habe ich bei Ebay Kleinazeigen um 50 € eingekauft weil die Verkäufer irgendwelche Smartdingsbums Funktionen vermissten. Und gerade hier gibt es günstige Nachrüstmöglichkeit in Forn von Enigma2 (Linux) Sat oder Kabelboxen, DVB-T Boxen, die um unter 100 € alle fehlenden Funktionen mitbringen die am alten TV Gerät irgendwann fehlen.
Dann gibt es auch noch den Raspberry (mini pc un ca. 30-40 €) der mit einen LINUX bassierten Software namens KODI genauso alle Funktionen (und noch viel mehr und besser) eines Smart TVs inkl. diverser Mediatheken mitbringt Der Raspberry kann gar per USB mit Strom vom TV versorgt werden.

Also wenn man wirklich diese Berge vom Elektro Müll tatsächlich bewusst nicht unterstützen will, gibt es in der Tat viele Möglichkeiten.
Wer das bestreitet ist nur faul und zu bequem umzudenken.
So erzähle ich es auch meinen Kunden, die meisten davon interessiert mein Gelaber nicht, sie kaufen einfach was Neues und der Elektroschrottberg wächst weiter.
So richtet sich die Menschheit selber hin.

  
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