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PL519: Anodenkappe mit traditionellem Verfahren ankleben?

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Forum » Valves / tubes - Semiconductors » VALVES/TUBES / SEMICONDUCTORS in RADIOMUSEUM » PL519: Anodenkappe mit traditionellem Verfahren ankleben?
           
Ingo Heidinger
 
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29.Apr.18 00:43

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Hallo zusammen!

Ich hab ja in "Radios von gestern" und auch hier im Forum gelesen, daß man die Anoden- (oder Gitter-) Kappen mit einem Brei aus Wasserglas und Quarzpulver wieder befestigen kann.

Gilt das auch für Röhren wie die PL 519, die ja sehr heiß werden? Ich hätte hier so einen Fall, wo sich die Reparatur noch lohnen würde, weil die Röhre vor dem "Abgehen" der Kappe noch sehr gute Werte hatte und auch im Gerät einwandfrei funktionierte. Zudem ist der Anschlußdraht nicht abgerissen und noch lang genug.

Und wenn das Verfahren anwendbar sein sollte, welche Wasserglas-Sorte sollte man nehmen: Kali-, Natrium- oder Lithium-Wasserglas? Oder ist das gleichgültig?

Am einfachsten ist die Sorte "Kali" zu beschaffen: Baumarkt.

Grüße
Ingo Heidinger

Rüdiger Walz
Rüdiger Walz
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30.Apr.18 19:42

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Für Hochtemperaturkitte wird normalerweise Kali-Wasserglas verwendet. 

Original wurden Mischungen aus festen Phenolharzen und Füllmasse (u.a. Quarzpulver) verwendet. Die Masse wurde mit einem Lösemittel (z.B. Alkohol) angeteigt und erhitzt.

Ich verwende für ältere Röhren ( z.B. RENS 1204 etc,) "Pattex Hochtemperatur". Diese Röhren werden aber nicht so heiß wie die PL 519.

Denkbar ist auch Epoxidharz (Zweikomponentenkleber). Hier aber bitte auch reichlich Füllstoff beigeben bis gerade noch streichfähig. Epoxid zieht sich beim Aushärten zusammen und zerstört u.U. den Glaskolben. Daher niemals geschlossenen Ringe aus Epoxid oder genügend Füllstoff hinzugeben, damit die Schrumpfung verhindert wird.

 

  
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