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Radio-Antennen für Autos in den '30ern

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Dietmar Rudolph † 6.1.22
Dietmar Rudolph † 6.1.22
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07.Mar.09 13:21

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In den '30ern waren Autos i.a. noch nicht für den Einbau eines Radios und einer Antenne ausgerüstet. Es gab daher eine große Vielfalt von Antennen bzw. Vorschlägen, wie bei einem Auto eine Radioantenne angebracht werden könnte.

Der Kunde war davon oft überfordert, wie dieses Bild aus 1935 zeigt. In Ermangelung einer geeigneten Stellle war es durchaus üblich, Antennen unterhalb des Wagens anzuordnen, wie einige Beispiele dies zeigen.

Man kann sich leicht vorstellen, wie sich solche Antennenekonstruktionen z.B. mit Schneematsch oder Straßendreck zugesetzt haben. Elektrisch haben tief liegende Antennen nur eine minimale "Antennenhöhe", die sich mit wenigen Zentimetern angeben läßt. Entsprechend schwach waren die aufgenommenen Signale, weshalb Autoradios eine große Verstärkung benötigen. Andererseits waren Störungen durch Zündfunken und Kollektorstörungen der (damaligen) Gleichstromgeneratoren vergleichsweise (zu heute)  groß, weshalb sich ein geringes Signal-zu-Störverhältnis beim Empfang im Auto ergab.

Wenn man dann noch berücksichtigt, daß einerseits die elektrische Anlage eines Autos noch relativ schwach war, andererseits die damaligen Autoradios richtige "Stromfresser" waren, konnte es schon vorkommen, daß man liegen blieb. (Hier eine Reklame für Philco Auto-Batterien)

Auch 1939 gab es noch keine einheitlichen Autoantennen.

Valvo bot noch eine Unter-Boden-Antenne an (A) in Abb. 84. Ansonsten waren Stabantennen dominierend.

Lit:
Ghirardi, A.A.: Modern Radio Servicing, Murray Hill, 1935
Stokes, J.W.: The Golden Age of Radio in the Home, Craigs, 1986
Ardenne et. al. (Hrsg): Fortschritte der Funktechnik und ihrer Grenzgebiete, Bd. 6, Franckh, 1941

MfG DR

P.S.: das Bild des "überforderten Kunden" war invers (schwarz mit sehr dünnen weißen Linien) und nur 7*7cm groß. Es wurde mit 1200dpi s/w eingescannt und anschließend "downgesampeld".

  
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