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RE074n (RE074n) Spez. F

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Wolfgang Eckardt
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Habe zwei RE074n in OVP entdeckt, die beide den zusätzlichen Aufdruck "Spez. F" tragen, sowohl auf Verpackung als auch auf der Röhre.

Was hat das zu bedeuten? Wer weiß was dazu?



Danke für Information
W.E.

Hans-Thomas Schmidt
Hans-Thomas Schmidt
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Hallo Herr Eckhart,

die RE 074 n spez. F. war eine besonders ausgesuchte RE 074 n für Flugzeuggeräte.
(Quelle: interne Telefunken-Fabrikationsliste vom 1.4.1944)

Gruß, H.-T. Schmidt

Cet article a été édité 29.Aug.05 17:07 par Hans-Thomas Schmidt .

Hans RODT
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Röhrenzusatzbezeichnung Spez. F

 

Zu den Ausführungen von Hans Thomas Schmidt hinsichtlich der Bezeichnung Spez. F vor einiger Zeit  und zur Frage, wo diese Röhren zum Einsatz kamen, kann ich noch eine Ergänzung beitragen.

 

Wolfgang Scharschmidt führt in Band 4 der Röhrenhistorie zu dieser Röhrenkennzeichnung das Folgende aus:

„In der Anfangszeit des deutschen Röhrenbaus, in der Zeit ab 1914, als die Röhrenfertigung unfähig war mit Kennwertekonstanz zu produzieren, verwendete das Militär, wie auch nachrichtentechnische Behörden, selektierte kommerzielle Röhren. Ende der 20er, bzw. Anfang der 30er Jahre wurde die Selektion dann durch ergänzende Buchstaben kenntlich gemacht, wie z.B. bei RE134w, REN904 spez. F  (Kennung für Flugfunktauglichkeit) oder RE 084k (Kennung für Wehrmachts-verwendbarkeit). Andererseits wurden geeignete zivile Röhren modifiziert und mit neuer Typenkennung   belegt. Eine CF7 wurde so z.B. zur  NF2 oder aus der CF2 entstand die NF3.  Auch mit Beginn der Großserienfertigung ziviler Röhren, höheren Ausbeuten und stabilerer Einhaltung propagierter Kennlinien und elektrischer Kennwerte, verblieb man bis ca. Mitte der 30er Jahre bei dieser Regelung und hielt für alte Gerätebestückungen sogar bis zum Ende des Krieges daran fest.“

 

In einer vorläufigen Montage- und Betriebsanleitung für das Flugzeug He 111-H von 1939 (zugänglich im Internet) wird die Bordfunkanlage im Detail beschrieben. Diese Anlage war u.a. mit den Flugzeugempfängern E 2 a und E 20 und dem Flugzeugsender S3a ausgestattet. Beide Empfänger und der Sender waren weitgehend mit Röhren mit der Zusatzbezeichnung Spez. F bestückt, soweit nicht sowieso spezielle Wehrmachtsröhren zum Einsatz kamen:

 

 

Bei allen Röhren mit der Zusatzbezeichnung Spez. F handelt es sich demnach um selektierte Röhren, die der damaligen Militärspezifikation für Flugzeuge genügten und auch logistisch als Militärmaterial geführt wurden (siehe Röhrenschachtel).

 

Der Flugzeugsender S 3a und der Flugzeugempfänger E20 sind als Modelle hier im Radiomuseum angelegt und entsprechen in der Röhrenbestückung den vorstehenden Ausführungen.  

Beim Empfänger wird die Röhrenbestückung etwas unterschiedlich mit RE074 Spez. F und nicht mit RE074n Spez. F angegeben. Es wird vorgeschlagen, die Angabe der Röhrenbestückung zu ändern, da auch in der unter dem Modell veröffentlichten Stückliste auch die Röhre RE074n Spez. F angegeben wird.

 

Referenzen

 

Scharschmidt, Wolfgang

Deutsche Wehrmachtsröhren

Röhrenhistorie Band 4, S. 1

Funk Verlag 2014

Bernhard Nagel
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Hallo Herr Rodt,

in Ihrem Post zitieren Sie "... oder RE 084k (Kennung für Wehrmachts-verwendbarkeit)."
Meiner Auffassung nach steht das "k" [ursprünglich] für klingarm, also mikrofoniearm. Anwendung der RE084k waren zunächst die Kondensator-Mikrofone, "Flaschen", wie das CMV3 von Neumann oder Telefunken Ela-MZ-027/1. Spätere klingarme NF-Röhren waren EF12k und AC701k.

In der Empfängertechnik haben klingarme Röhren (Audion, NF-Vorstufen usw.) natürlich ebenfalls hohe Bedeutung, was die im RMorg belegten Modelle ab etwa 1935 zeigen. Trotzdem: die Angabe "Wehrmachtsverwendbarkeit" erscheint doch abwegig in diesem Zusammenhang. Irrte Wolfgang Scharschmidt hier?

Wer hat weitere Kenntnisse über Details zur RE084k bzw. die Bedeutung des Zusatzes "k"?

Cet article a été édité 12.May.17 16:14 par Bernhard Nagel .

Hans RODT
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Hallo Herr Nagel,

 

ich bin auch Ihrer Ansicht, dass man die im Zitat gemachte Zuordnung des Buchstabens k zu Wehrmachtsröhren unzutreffend ist und sicher die Kennzeichnung für klingarme Röhren darstellt. Bei verschiedenen Röhren mit k-Kennzeichnung habe ich in Aufstellungen oder Beschreibungen den Hinweis auf die Eigenschaften klingarm und Mikrophonie-fest gefunden.

 

Leider ist mir bisher kein Datenblatt der Hersteller selbst zugänglich, in dem Details zur Kennzeichnung mit  k näher ausgeführt werden. Vom Mikrofonhersteller Neumann gibt es aber eine Applikationsbeschreibung für Mikrophone mit dem Hinweis, dass es sich z.B. bei den Röhren AC701k um für diesen Zweck speziell selektierte Röhren handelt (Operating instructions for Neumann miniature condenser microphones KM 53a, KM54a, KM 56 and accessories).

 

Offensichtlich hat es zwischen Neumann und Telefunken Ulm eine intensive Kooperation zur Selektion geeigneter Röhren gegeben, die dann nach Erfüllung der Prüfvorgaben mit k gekennzeichnet wurden.

 

Mit freundlichen Grüßen

Hans Rodt

Cet article a été édité 14.May.17 16:09 par Hans RODT .

  
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