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Reaktivieren speziell. Jenseits der geübten Verfahren?

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Carsten Möller
 
 
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14.Aug.07 23:04

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Wertes Forum,

verehrte (Röhren-)Fachleute,

nachdem ich heute meinen ersten Beitrag im Forum überhaupt beisteuern konnte, nun auch gleich meine erste Frage.

Voraus geschickt sei, dass bei mir – wie auch jetzt – wohl eher von „merkwürdigen“ Röhren (bezogen auf den Schwerpunkt der Seite) die Rede sein wird; als Funkamateur (DM9CM) spielt da eben auch das Senden eine Rolle.

Empfangsseitig, also im Bereich der kleinen bis sehr kleinen Signale und Leistungen spielen heute im Amateurfunk quasi ausschließlich Halbleiter eine – recht befriedigende – Rolle, jedoch können Sendeseitig Röhren bis in die Gegenwart ihre Vorteile ausspielen. Hier liegt mein aktives Interesse.

 

Es geht um eine TH316, eine Sendetriode in koaxialer Metall-Keramik-Bauweise.

 

Im vorliegenden Fall macht mir das Exemplar mit dem aluminiumfarbenen Radiator Kummer: nach den Spuren auf den Kontaktflächen kann die Röhre noch nicht sehr viele Betriebsstunden absolviert haben, die Verstärkung liegt jedoch statt bei >23dB nur bei ca. 13dB, also lediglich 20fach statt 230fach! Andere Röhrenexemplare im selben Verstärker arbeiten nach Spezifikation.

Natürlich habe ich zunächst im RM und im Netz nach Vorschlägen zur Reaktivierung von Röhren gesucht und auch Einiges gefunden.

Es bleiben jedoch Zweifel bezüglich der Übertragbarkeit des Gelernten auf diese Röhre und Keramik-Metall-Röhren schlechthin. Beispiel: die optischen Kontrollmöglichkeiten – die fast in allen Beschreibungen eine Rolle spielen – sind hier nicht gegeben. Kein „dunkelrot glühender Heizfaden“, kein „blaues Schimmern“ ist erkennbar.

Das englische Datenblatt sagt zur Kathode „oxide coated“, auf Französisch schlicht „oxydes“. Geheizt wird indirekt mit 5V+/-2%, 1,9A.

„Coated“ heißt für mich, dass bei der Reaktivierung selbstverständlich keine Anodespannung anliegen darf – abgesehen davon, dass ich ohnehin ungern so nah an blanken 2000V hantiere.

Schon bei der Frage ob das Gitter während des Vorgangs auf Kathoden-Potential liegen sollte, bin ich unsicher. Im Betrieb jedenfalls liegt das einzige Gitter auf Masse („grounded grid“, „Gitterbasis-Schaltung“).

Welche besonderen Bedingungen dieses Röhrentyps müssen ins Kalkül gezogen werden?

Wie nah am Verfahren nach EE in „Radios von gestern“ Seite 251 f. für „indirekt geheizte Röhren“ bleibe ich?

Oder stellt die Angabe „oxide coated“ diesen Typ näher an die Pastekathoden?

 

Bei soviel geballtem Sachverstand hier im RM werde ich sicher die richtige Antwort bekommen!

Vielen Dank vorab, besten Gruß

Carsten Möller, DM9CM

This article was edited 15.Aug.07 10:51 by Carsten Möller .

  
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