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Röhren-Gitarren-Verstärker Teil 2 und 3

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Hans-Jürgen Neuhaus
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06.May.16 12:23

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Röhren-Gitarren-Verstärker Teil 2 und 3

Einleitung

Zur Erinnerung: Es waren 3 Teile dieses Beitrags geplant:

Link zu Teil1: Röhren-Gitarren-Verstärker: Teil1

Anmerkung:

Im Teil 1 gibt es eine Übersetzungs-Liste der in der Gitarrenverstärkerwelt - und somit auch im Folgenden - oft verwendeten englischen Begriffe.

Teil 2: Fortsetzung der Beschreibung zum Stand der Technik

Teil 3: Sonderfälle und Details zur Technik

Es hat sich herausgestellt, dass es aufgrund der vielen inhaltlichen Überschneidungen sinnvoll ist, die Teile 2 und 3 zusammenzufassen.

 

Übersicht

  • Soundbestimmende Einflüsse der Röhrenendstufe
  • Methoden der Reduzierung der maximalen Ausgangsleistung
  • Reduzierung des Endstufenpegels in der Phasenumkehrstufe
  • Anmerkung zur Lautstärke
  • Was unterscheidet eine Transistorendstufe von einer Röhrenendstufe?
  • Elektronische Bias-Einstellung
  • Hybrid-Verstärker
  • Digitaler Signal Prozessor (DSP) im Gitarrenverstärker
  • Bassverstärker
  • Fußschalter
  • MIDI-Schnittstelle (Music Instrument Digital Interface)
  • Beispiele für die Entwicklung der Röhren-Gitarrenverstärker
  • Welcher Gitarren-Röhren-Verstärker ist für mich der richtige?
  • Lautsprecher und Lautsprecherbox
  • Praxisteil: Modularer Gitarrenverstärker

 

Soundbestimmende Einflüsse der Röhrenendstufe

Obwohl der Sound eines Gitarrenverstärkers wesentlich in den Vorstufen erzeugt wird, kommt auch der Endstufe ein Teil der Soundbeeinflussung zu. Eine gute Übersicht über die technischen Möglichkeiten und Eigenschaften von Röhren-Verstärker-Endstufen finden sich im RMorg hier:

A,- B-, A/B- & D-Verstärker mit Röhren

In Röhren-Gitarren-Verstärkern findet man Eintakt-A-Endstufen (Class A) und vor allem Gegentakt-AB-Gegentaktendstufen (Class AB)

AB- Endstufen werden hier unter Einschluss der notwendigen Phasenumkehrstufe (Katodyn- oder Differenzverstärker) betrachtet. Der Sonderfall einer Eintakt-A-Endstufe (Class A) wird unten betrachtet.

Jede Endstufe erzeugt – insbesondere, wenn sie an der Grenze ihrer maximalen Ausgangsleistung betrieben wird – einen Klirrfaktor, der bei vielen Gitarristen im verzerrten Leadmodus beliebt ist. Dieser Betriebszustand ist jedoch schwer kontrollierbar und somit auch schwer reproduzierbar, da die maximale Ausgangsleistung fest mit einem bestimmten Ausgangspegel (Lautstärke) verbunden ist. Daher haben sich bestimmte Methoden durchgesetzt, die Ausgangsleistung an den gewünschten Ausgangspegel anzupassen, ohne den Sound zu stark zu verändern.

Das Ziel der Marketingabteilungen der Hersteller lautet: „ Endstufenverzerrung bei Schlafzimmerlautstärke“.

Methoden der Reduzierung der maximalen Ausgangsleistung

Die schaltbare oder regelbare Reduzierung der Ausgangsleitung soll also Verzerrungen der Endstufe schon bei geringeren Lautstärken erzeugen. Dies kann man gut im Proberaum, im Studio oder bei Auftritten in überschaubar großen Räumen nutzen.

Die Reduzierung der Leistung einer Röhrenendstufe kann man mit verschiedenen Methoden erreichen:

  • Abschalten einzelner Endstufen-Röhren – in der Regel paarweise.
  • Schaltbare oder regelbare Reduzierung der Betriebsspannungen – Anoden- und Schirmgitterspannung - der Endstufe; hierbei muss allerdings parallel die (negative) Gittervorspannung entsprechend reduziert werden, da sonst der optimale Arbeitspunkt der Endstufe nicht mehr stimmt.
  • Umschaltung von Pentoden- auf Triodenbetrieb durch Parallelschaltung von Anode und Schirmgitter. Im Triodenbetrieb erhält man einen weicheren Klang.
  • Vernichtung eines Teils der Ausgangsleistung mittels Hochlastwiderständen parallel zum Lautsprecher (Powersoak)

Bis auf die aufwändige Powersoak-Methode (siehe unten) sind die oben angesprochenen Lösungen aber nur beschränkt wirksam. Sie führen zur Begrenzung des Ausgangssignals durch die Endröhren-Leistung, aber nicht zur Leistungsbegrenzung durch den Ausgangstrafo. Die gezielte Sättigung eines Ausgangstrafos lässt sich aber noch schwerer beherrschen als die gezielte Leistungsbegrenzung in den Röhrenstufen.

Daher sind einige Hersteller dazu übergegangen, kleine Gitarrenverstärker mit geringen Leistungen anzubieten.

Einen besonders guten Ruf unter Gitarristen genießen Eintakt-A-Endstufen.

Beispiele:

  • Mit einer EL95 lässt sich eine 3W-Eintakt-A-Endstufe realisieren.
  • Mit einer EL84 lässt sich eine 5W- Eintakt-A-Endstufe realisieren.
  • Beispiel: Gitarrenverstärker-Bausatz „MADAMP J5 MK1“
  • Mit einer EL34 lässt sich eine 10W-19W Eintakt-A-Endstufe realisieren, und zwar durch Umschaltung der Höhe der Anodenspannung.
  • Beispiel: Verstärker „EL34“ der Fa. Reußenzehn; mit einer Bestückung mit einer Röhre 6550 erreicht dieser Verstärker bei der höheren Anodenspannung maximal 21W. Mit einem speziellen Sockeladapter auf eine EL84 lässt sich die Leistung auf 5W reduzieren. Diese Methode wird auch als „Tonebone“ bezeichnet.
  • Auch „kleine“ Gegentaktendstufen werden angeboten:
  • Mit einer ECC82 oder ECC83 lässt sich eine 1-2W Gegentaktendstufe aufbauen.
  • Beispiel: Blackstar „HAT-1“ oder Palmer „EINS“
  • Prinzipiell lässt sich durch Reduktion der Anoden- und ggf. Schirmgitter-Spannung die Ausgangsleistung jeder Röhre reduzieren. Hierbei muss aber immer auch der optimale Arbeitspunkt neu justiert werden.

Hinweis:

Ob die Endstufenbegrenzung wirklich ein erstrebenswertes Ziel für den Gitarrensound ist, bleibt wiederum Geschmackssache.

Tipp:

Will man schon bei geringeren Lautstärken ausreichende Verzerrung erreichen, so ist zu diesem Zweck die meist fein einstellbare Übersteuerung der Vorstufen im Drive-Kanal der richtige Weg. Hier ist ein Masterlautstärkeregler sinnvoll. Mit diesem kann man dann ohne Änderung des Zerrgrades jede Lautstärke einstellen. Diese Verzerrung ist unabhängig von der schwer zu reproduzierenden Endstufenverzerrung.

Oft wird die Endstufenübersteuerung mit der „warmen“ Verzerrung der Phasenumkehrstufe verwechselt, da diese beiden Verzerrungsvarianten akustisch schwer zu trennen sind.

Reduzierung des Endstufenpegels in der Phasenumkehrstufe

Differenzverstärker-Stufe

Phasenumkehrstufe mit zwei Röhrensystemen (Trioden):

Hier scheint es eine wirkliche Verbesserung zu sein, den Masterlautstärkeregler am Ausgang der Phasenumkehrstufe anzuordnen, da die Phasenumkehrstufe als ein mit 2 Trioden bestückter sogenannter Differenzverstärker ausgeführt ist. Hierzu ist ein in Stereoverstärkern übliches Tandempoti - als Master-Lautstärkepoti direkt vor den Endröhren – gut geeignet.

Bild 1: Mastervolume Differenzverstärker-Stufe

Katodyn-Stufe

Phasenumkehrstufe mit einer Röhre (Concertina- oder Katodyn-Phasensplitter):

Bei Verstärkern mit einer aus einer Triode bestehenden Phasenumkehrstufe könnte ein einfaches (kein Tandem) Master-Lautstärkepoti am Eingang (Gitter) dieser Stufe angeordnet werden. Jedoch erfordert die galvanische Kopplung der beiden Trioden aufwendigere Schaltungseingriffe.

Auch hier ist ein Tandempoti die einfachste Lösung.

Bild 2: Mastervolume Katodyn-Stufe

Man kann bei beiden Lösungen (Differenz- oder Katodynsplitter) die Verstärkung der Vorstufen mit dem Gainregler soweit aufdrehen, dass auch die Phasenumkehrstufen übersteuern. Die Ausgangslautstärke wird dann mit dem Master-Volume-Regler eingestellt.

Diese Lösungen sind in kommerziellen Verstärkern selten zu finden, können aber von einem versierten Laien nachträglich und einfach nachgerüstet werden.

Gitarrenverstärker weisen häufig einen Kleinsignal-Ausgang auf, der oft auch eine elektrische Simulation einer Lautsprecherbox beinhaltet. Manchmal wird dieser Ausgang sogar aus einer separaten Wicklung des Ausgangstrafos gespeist. So kann dieser Kleinsignalausgang praktisch als Vorverstärkerausgang direkt mit einem Mischpult im Studio verbunden werden. Die Nutzung dieses Ausgangs mit einem kleinen Nachverstärker oder Kopfhörer macht mehr Sinn als der Kauf eines kompletten 1-Watt-Gitarren-Verstärkers, für „Endstufenverzerrung bei Schlafzimmerlautstärke“.

Subjektiver Vergleich: 1 Watt ist die übliche Ausgangsleistung von Kofferradios der 60er und 70er-Jahre. Diese Geräte (Brüllwürfel) sind - aufgedreht - schon sehr laut.

Objektiver gesehen: Reale Gitarrenlautsprecherboxen mit gutem Wirkungsgrad erzeugen durchaus 95dB … 100dB Schalldruck, gemessen in einem Abstand von 1 Meter bei einer Eingangsleistung von 1 Watt!

Anmerkung:

Ein leise eingestellter Verstärker klingt meistens, egal ob HiFi-Verstärker oder Gitarrenverstärker, ob Röhre oder Transistor, flach, verhangen - einfach uninspiriert. Dies liegt an der physiologischen Hörkurve (Mittenanhebung der Ohrempfindlichkeit) des Menschen, die bei kleinen Lautstärkepegeln aktiv wird. Zur Verbesserung des Klangs wurden daher in Radios und HiFi-Verstärkern oft sogenannte „gehörrichtige“ Lautstärkeregler eingebaut (Englisch: Loudness). Diese bewirken eine Bass- und Höhenanhebung in Abhängigkeit von der (mechanischen) Stellung des Lautstärkepotis.

Bei geringen Lautstärken wäre auch beim Gitarrenverstärker eine einfache Loudness-Schaltung zur Korrektur des Frequenzganges der menschlichen Hörkurve sinnvoll. Hier reicht eine (abschaltbare) Bassanhebung.

In kommerziellen Gitarrenverstärkern finden sich diese Schaltungstricks jedoch nur ausnahmsweise (z.B. im MARSHALL DSL: Deep-Schalter).

Weitere Beispiele für potentielle Leistungsreduzierung

  • Leistungsumschaltung von 36W (4x EL84) auf <18W (2x EL84) durch Abschaltung von 2x EL84. Wegen der Fehlanpassung auf der Primärseite des Ausgangstrafos erfolgt durch diese Maßnahme eine zusätzliche, geringe Leistungsreduzierung.
  • Leistungsumschaltung auf 5W (1x EL84) mit Umschaltung auf einen auf den Betrieb einer EL84 zugeschnittenen Eintakt-A-Ausgangstrafo
  • Wahlmöglichkeit zwischen Trioden- und Pentodenbetrieb der Endröhren in allen Leistungsklassen

 

Powersoaks

Da die Realisierung von kleinen Ausgangsleistungen - ohne Soundveränderungen - doch relativ aufwendig ist, wurde die Anwendung eines sogenannten Powersoak immer beliebter:

Powersoaks sind Balastschaltungen (meist Hochlast-Widerstände), die die am Lautsprecher verfügbare Ausgangsleistung der Endstufe ohne Soundverlust reduzieren.

So hat die Fa. Hughes und Kettner in ihrer Tubemeister-Serie Reduzierungen der Ausgangsleistung von 18Watt auf 5Watt oder sogar auf 1Watt mit zuschaltbaren Ballastwiderständen parallel zum Lautsprecher realisiert.

Powersoaks gibt es aber auch als externe autarke Geräte, die am Lautsprecherausgang eines jeden Verstärkers angeschlossen werden können und überschüssige Leistung in Wärme umwandeln. An dieser Stelle sollte man ein Augenmerk auf die Gesamtimpedanz der Parallelschaltung von Powersoak und Lautsprecherbox haben. Die im Datenblatt des Verstärkers angegebene Mindestimpedanz des Lautsprechers sollte nicht unterschritten werden.

Durch diese Maßnahmen wird eine soundbildende Endstufensättigung schon bei kleinen Lautstärken (Ausgangsleistungen) erzielt.

Anmerkung zur Lautstärke

Es ist erstaunlich, welche Lautstärken in einem mit Röhren bestückten und auch übersteuerten Gitarrenverstärker schon z. B. mit 1 Watt erzielt werden. Einen Transistorverstärker kann man schlecht so weit übersteuern, da er mit seinen hohen, unharmonischen Klirrfrequenzanteilen grauenvoll klingt.

1 Watt ist aber generell schon deutlich lauter als „Schlafzimmer“-Niveau!

Faustregel:

Bei gleicher Ausgangsleistung „klingt“ ein Röhrenverstärker oft schon fast doppelt so laut wie ein Transistorverstärker.

Will man generell die Lautstärke eines Verstärkers verdoppeln, so muss man die Ausgangsleistung verzehnfachen (!).

Im Einzelnen:

Für das menschliche Wahrnehmungsempfinden gilt Folgendes:
1 dB(A)-Lautstärke-Unterschied ist im direkten Vergleich gerade noch wahrnehmbar
3 dB(A)-Lautstärke-Unterschied sind deutlich wahrzunehmen.
10 dB(A)-Lautstärke-Unterschied werden als doppelt so laut empfunden.

Beispiel:
2 Autos werden deutlich wahrnehmbar lauter als 1 Auto empfunden (+3dB).
10 Autos werden vom Menschen als doppelt so laut wie 1 Auto empfunden (+10dB).
Das heißt:

  • Eine Verdopplung der Lärmursache führt zu einer Pegelerhöhung von 3 dB(A).
  • Eine Verzehnfachung der Lärmursache führt zu einer Pegelerhöhung von 10 dB(A) (= Verdopplung der Lautheit, also der wahrgenommenen Lautstärke).

Was unterscheidet eine Transistorendstufe von einer Röhrenendstufe?

Wesentlicher Unterschied zwischen Röhren- und Transistor-Endstufe ist der Ausgangswiderstand (Innenwiderstand) des Lautsprecherausgangs, denn dieser Widerstand nimmt einen nicht unwesentlichen Einfluss auf den Sound.

Bild 3: Wechselstrom-Ersatzschaltbild: Verstärker Lautsprecherbox

Der Innenwiderstand Ri der Endstufe liegt parallel zur Lautsprecher-Impedanz und dämpft dadurch die „unkontrollierte“ Bewegung des durch das Feder-Masse-System des Lautsprechers hervorgerufene Eigenbewegung der Membrane – einschließlich der Resonanzüberhöhungen.

Der Innenwiderstand Ri eines Verstärkers – ob Transistor oder Röhre – wird in Datenblättern durch den Dämpfungsfaktor D spezifiziert. Hierbei gilt

D = R/Ri mit Ra als typischer im Datenblatt spezifizierter Sollwert der Lautsprecherimpedanz.

Elektrisch wird der Innenwiderstand Ri einer Endstufe wesentlich durch die Gegenkopplung der Schaltung bestimmt. Dies gilt, solange die Endstufe im linearen Bereich arbeitet, also nicht übersteuert wird.

Ri = ri / (1 + g A)

  • ri = Innenwiderstand des Verstärkers ohne Gegenkopplung
  • g = Gegenkopplungsfaktor: (R1+R2)/R2 (siehe Bild 3)
  • A = Offene Schleifenverstärkung (Verstärkung ohne Gegenkopplung – Open Loop Gain)

Hier liegt der meist gravierende Unterschied zwischen Röhren- und Transistorverstärkern. Letztere weisen eine wesentlich höhere offene Schleifenverstärkung auf und werden daher in der Praxis deutlich stärker gegengekoppelt als Röhrenverstärker. Dies führt zu einem deutlich geringeren Innenwiderstand Ri und somit zur Erhöhung des Dämpfungsfaktors der Transistorendstufe.

Der geringere Dämpfungsfaktor des Röhrenverstärkers verglichen mit einem Transistorverstärker sorgt so auch für eine geringere elektrische Dämpfung des angeschlossenen Lautsprechers. Dadurch kann der Lautsprecher größere Eigenbewegungen ausführen, was zwar nicht HiFi-fähig ist, aber von Gitarristen bei der Soundbildung als Bereicherung empfunden wird.

Da die Höhe der Gegenkopplung den Sound beeinflusst, weisen bessere Röhren-Gitarrenverstärker eine mittels „Presence“-Regler steuerbare Gegenkopplung auf. Diese wird durch entsprechende Schaltungsmaßnahmen (Hochpass) meist frequenzabhängig als zusätzliche Höhenregelung ausgeführt.

Aus Sicht des Gitarrensounds sollen geringe Dämpfungsfaktoren mehr zur Klarheit von Einzeltönen (Arpeggio) beitragen.

Geringe Dämpfungsfaktoren mit freier schwingenden Lautsprechern passen auch besser zum Sound in übersteuerten Drive-Kanälen.

Als Pendant findet man in Gitarrenverstärkern der Oberklasse zusätzlich zum „Presence“-Regler in der Gegenkopplung auch einen „Resonance“-Regler, der wie ein zusätzlicher Bassregler funktioniert.

Anmerkung:

Durch geschickten Einbezug des Lautsprecherstroms in die Gegenkopplung lässt sich auch in Transistorendstufen ein vergleichbares dynamisches Verhalten des Innenwiderstandes wie in einem Röhrenverstärker nachbilden.

Elektronische Bias-Einstellung

Ein großer Schwachpunkt von Röhrenverstärkern, insbesondere von Röhrenendstufen, sind die großen Streuungen und Alterungsprozesse von Röhren. Hier wird nur auf die Probleme von Röhrenendstufen eingegangen. Wesentlicher Punkt ist hier die Erzeugung der negativen Gittervorspannung (Bias) für die Endröhre(n). Diese Spannung wird entweder durch eine negative Spannungsquelle im Netzteil erzeugt, oder durch den Spannungsabfall am Kathodenwiderstand der jeweiligen Endröhre (sogenannte automatische Vorspannungserzeugung). Diese Lösungen erfordern in Gegentaktendstufen die Selektion der Endröhren auf Datenähnlichkeit oder gezielte Einstellung des Arbeitspunktes jeder einzelnen Röhre. Dies wird meist aus einer negativen Spannung aus dem Netzteil realisiert und erfordert in der Regel für jede Röhre eine Bias-Einstellmöglichkeit.

Bei jedem Röhrentausch oder bei Alterung muss diese Einstellprozedur vom Fachmann wiederholt werden.

Ein weiteres Problem ist, dass bei Ausfall schon einer Endröhre durchaus die Schutzsicherungen den gesamten Verstärker außer Betrieb setzen können, was bei einem Auftritt sehr ungünstig sein kann.

Lösungsansätze:

  • Elektronische automatische Vorspannungs-Erzeugung: „Autobias“
  • Elektronische Schutzschaltungen
  • Kombinationen aus beiden

Autobias-Schaltungen lassen sich insbesondere bei den bei Gitarristen beliebten Eintakt-A-Endstufen mit wenig Aufwand realisieren. Es genügt eine einfache Stromquelle mit ca. 4 Bauteilen als Ersatz für den üblichen Kathodenwiderstand unter Beibehaltung des erforderlichen Kathodenelkos.

Bild 4: Stromquelle Eintakt-A-Endstufe

Bei Gegentakt-AB-Endstufen funktioniert diese einfache Lösung jedoch nicht mehr, da es bei Aussteuerung durch den Halbwellenstrom zu einer Spitzenwertaufladung des Kathodenelkos kommt, der den Arbeitspunkt der Endröhre unzulässigerweise verschiebt.

Im Prinzip ist bei Aussteuerung eine aufwendigere Sample- & Hold-Schaltung erforderlich, die die Arbeitspunktverschiebung verhindert.

Lösungen sind noch selten. Beispielhaft wird hier eine Lösung – genannt Tube Safety Control (TSC) - von Hughes und Kettner beschrieben:

Die Lösung ist mikroprozessorgesteuert und besteht hauptsächlich aus 4 Teilen:

  • Überwachung des Kathodenstroms jeder Endröhre
  • Einstellmöglichkeit des Kathodenstrom-Bereichs jeder Endröhre von außen (mittels Gitarren-Plektrum an der Rückwand) mit optischer Rückmeldung (LED). Hierdurch kann man z.B. den Kathodenstrom einer ersetzten Endröhre in den Bereich der „Partnerröhren“ steuern. Es sind keine auf Gleichheit selektierte (matched) Endröhren erforderlich.
  • Abschaltung von Röhren bei Fehlfunktion mittels Power-MOS-Fet-Schalter in der Kathodenleitung jeder einzelnen Röhre. Bei Fehlfunktion einer Röhre werden Röhren pärchenweise abgeschaltet, sodass so bei Umschaltung von 4 auf 2 Endröhren noch ca. die halbe Leistung des Verstärkers zur Verfügung steht.
  • Optische Kontrolle der Funktion jeder Endröhre mittels einer jeder Endröhre zugeordneter LED

Hybrid-Verstärker

Es gibt verschiedene Arten von Hybridverstärkern. Hybrid heißt hier eine Mischung von Röhren- und Halbleiterbestückung (Bipolare Transistoren, Feldeffekt-Transistoren, Operationsverstärker, Si-Dioden, …) in einem Gerät. Dioden in Gleichrichter-Schaltungen der Stromversorgung werden in der Regel nicht mit einbezogen.


Konzepte für Hybridverstärker:

  • Vornehmlich Halbleiter-Bestückung mit einer oder mehreren Röhren in den Vorstufen; diese Geräte besitzen oft nur eine Vorstufen-„Vorzeige“-Röhre (für die Marketingabteilung?).

  • Komplette Röhrenbestückung im Clean- und Drive-Kanal: keine Halbleiter im Signalweg!
    Zusätzliche Halbleiterbestückung in Stufen für Zusatzfunktionen:
    Beispielsweise die Hallfunktion (Reverb) oder die Send/Return-Schaltung zur Einschleifung von Effektgeräten, die sehr oft halbleiterbestückt sind.
    Beispiel: Peavy „Classic 30“

  • Komplette Röhrenbestückung im Clean-Kanal, und zusätzliche Halbleiterbestückung im Drive-Kanal:
    Hier gibt es verschiedene Modelle z.B. Ibanez „TSA-15 H Tube Screamer“
    Besonders erwähnenswert sind jedoch die neueren Modelle der deutschen Firma Hughes & Kettner:
    Meister-Serie:
    Tubemeister 5: 5Watt, 1 Kanal
    Tubemeister 18: 18Watt (umschaltbar auf 5Watt, 1Watt, Kopfhörer), 2 Kanal
    Tubemeister 36: 36Watt (umschaltbar auf 18Watt, 5Watt, 1Watt, Kopfhörer), 3 Kanal, Hall-Funktion
    Grandmeister 36: 36 Watt (umschaltbar auf 18Watt, 5Watt, 1Watt, Kopfhörer), 4 Kanal, mehrere Effekte, alles auch über Fußschalter-Midi-Schnittstelle speicherbar und steuerbar (siehe unten).

Digitaler Signal Prozessor (DSP) im Gitarrenverstärker

DSP-Lösungen erobern immer mehr Bereiche, die mit der Verarbeitung von Analogsignalen zu tun haben:

  • Signalverarbeitung in Mobiltelefonen (Sprachbearbeitung, Freisprechen, usw.)
  • AM/FM/DAB-Radio
  • Signalverarbeitung in der Telekommunikation
  • Signalverarbeitung in Messgeräten

Ziel ist es, das analoge Signal mit einem Analog/Digitalwandler zu digitalisieren, digital mit Hilfe eines DSP per Software zu bearbeiten und anschließend wieder mit einem Digital/Analogwandler in ein analoges Signal zurück zu wandeln. Dieser Vorgang wird im Gitarrenverstärker oft Amp Modelling (Verstärker Nachbildung) genannt.

DSP haben schon länger Einzug in Gitarrenverstärker gehalten. Sie werden in der Regel im Vorverstärker für verschiedenste Effekte eingesetzt. Erste Entwicklungsschritte waren die Effekte: Reverb und Chorus. Mittlerweile werden leistungsfähige DSP (24 Bit) für folgende Effekte verwendet:

  • Nachbildung verschiedener, bekannter Verstärker-Modelle (meist Röhrenverstärker)
  • Nachbildung verschiedener, bekannter Lautsprecherboxen-Modelle
  • Pedaleffekte (Compressor, WahWah, …)
  • Modulationseffekte (Vibrato, Flanger, …)
  • Delaytypen (Echo, Delay, Chorus, …)
  • Reverbtypen (Raumhall, Federhall, …)
  • Rauschunterdrückung, Noisegate (Schwellwertschalter)

Es können mehrere Kompletteinstellungen abgespeichert und wahlweise direkt am Verstärker oder über einen Mehrfach-Fußschalter wieder abgerufen werden.

Hinter dem mit A/D-Wander, einem DSP und einem D/A-Wandler bestückten Vorverstärker ist dann meist eine kraftvolle Transistorendstufe verbaut. Die Vielfalt der Effekte ist beeindruckend. Nachteil ist, dass mit der Vielfalt auch die Übersichtlichkeit und die Bedienbarkeit leiden.

Beispiele für mit DSP bestückte Verstärker:

  • Fender „Mustang“
  • Marshall MG
  • Line6 „Spider“
  • Roland „Cube“
  • Vox „Valvetronix“ Serie mit einer DSP-Software der Fa. Korg (Japan).

Die „Valvetronix“ Serie VTXX+ der Fa. VOX bietet eine spezielle, interessante technische Lösung:

Eine vom Lautsprecher rückgekoppelte kleine ECC83 Gegentakt Röhrenstufe arbeitet zwischen DSP-Vorstufe und Transistorendstufe. Diese (patentierte und vom Marketing sogenannte) „Vox Valve Reactor“ genannte Technologie soll eine bezüglich der Ausgangsleistung stufenlos einstellbare Röhrenendstufe simulieren. Am Ausgang treibt dann eine pulsweiten-modulierende Transistor-Class-D Endstufe direkt – hinter einem passiven Filter - den Lautsprecher. Eine Class-D-Endstufe erzielt einen sehr hohen Wirkungsgrad (kleiner Kühlkörper), da sie praktisch nur im Schalterbetrieb arbeitet. Bezüglich der abrufbaren Sounds kann man diese VTXX+-Serie von VOX schon als Universalgenie betrachten.

Anmerkung:

Aufgrund der ungeheuren Rechenleistung des DSP beträgt die Latenzzeit zwischen Eingang und Ausgang – einschließlich der notwendigen D/A- und A/D-Wandler - nur ca. 5ms (Firmenangabe).

Latenzzeit ist per Definition die zeitliche Verzögerung zwischen einem auslösenden Reiz und der daraus resultierenden Reaktion.

Beispiel: Die Schallgeschwindigkeit in Luft (20°C) beträgt 343m/s. Eine Schallquelle hören wir daher bei einem Meter Abstand zum Ohr schon mit ca. 2,9ms Verzögerung. 5ms Latenzzeit im Verstärker sind also ein guter Wert.

Wegen der unübersichtlichen Vielzahl der möglichen Einstellungen ist der VOX-Verstärker jedoch nichts für Anfänger!

Bild 5: DSP-Verstärker VOX VT40+

Bild 6: Bedienleiste des Verstärkers VOX VT40+

Dieser Art der Verstärker könnte die Zukunft gehören. Verbindet sie doch beliebten Röhrenklang und ungeheurere Vielfalt an Klang-Effekten mit preiswerter Transistortechnik, niedrigem Gewicht und niedrigem Endpreis.

Aufgrund des niedrigen Endpreises ist die Hardwareausstattung, z.B. des VOX-Verstärkers, spartanisch. Es handelt sich um ein Combo-Gerät – also mit eingebautem Lautsprecher. Es gibt beispielsweise keinen Einschleifweg für zusätzliche Effekt-Geräte oder die Anschlussmöglichkeit für einen externen Lautsprecher. Letzteres hat auch technische Gründe: Die Endstufe ist in Brückenschaltung ausgeführt. Dadurch liegt der Lautsprecherausgang auf ca. halber Betriebsspannung und darf auf keinen Fall mit dem Massepotential der Gitarreneingangsbuchse in Berührung kommen. Da man dies im rauhen Bühnenbetrieb nicht sicherstellen kann, ist es sinnvoll, erst gar keinen 2. Lautsprecherausgang bereitzustellen.

Anmerkung:

Während eine Class-D-Endstufe in Transistortechnik einen Gegentakt-Schalt-Betrieb (Pulsweitenmodulator) darstellt, ist eine D-Endstufe in Röhrentechnik als ein A/B-Betrieb mit festem Arbeitspunkt definiert.

Class-D-Endstufe mit Transistoren

Übersichtlicher– und daher viel besser auch für Anfänger geeignet – ist beispielsweise der Verstärker „Spider IV 15“ der Fa. LINE6.

Dies ist ein kleiner (BHT: 400x380x220mm), leichter (ca. 9kg), digitaler Combo-Verstärker mit einem eingebauten 8“ Lautsprecher.

Leistungsmerkmale:

  • 4 Kanäle (AMP MODELS): CLEAN, CRUNCH, METALL, INSANE
  • Regler je Kanal: DRIVE, BASS, MIDDLE, TREBLE, CHANEL VOLUME
  • MASTER-Regler = Summen-Lautstärkeregler
  • 6 Effekte: CHORUS/FLANGE, PHASER, TREMOLO, SWEEP ECHO, TAPE ECHO, REVERB
  • Gitarren-Stimm-Funktion

Der Verstärker hat eine 15W-Transistor-Endstufe und kostet unter 100 EURO. Es können 4 verschiedene komplexe Einstellungen abgespeichert und direkt per Tastendruck oder per Fußschalter aufgerufen werden.

Leider ist ein firmenspezifischer sogenannter FBV-Fußschalter erforderlich. Eine einfachere Ausführung dieses Fußschalters für den Aufruf der 4 Kanäle ist bei LINE6 für ca. 35 EURO erwerbbar

Bild 7: Kompakter digitaler Verstärker „Spider IV 15“ der Fa. LINE6

Bild 8: Bedienleiste des „Spider IV 15“

Hilfreich kann der Niedrigpegelausgang sein, der für Kopfhörerbetrieb, ein Mischpult aber auch für einen „Nachbrenner“-Verstärker höherer Leistung z.B. einen ELA-Röhrenverstärker genutzt werden kann.

Dieser Verstärker reicht im Wohnzimmer, im Proberaum, bei kleineren Auftritten – ist erweiterbar und ist auch für Anfänger noch bedienbar.

Alternativen zum „SPIDER IV 15“ gibt es natürlich bei dem Riesenangebot an Gitarrenverstärkern. Ein Beispiel wäre ein Verstärker der Fa. Marshall: „MG15 CFX“. Dieser Typ ist jedoch bei mit dem „SPIDER IV 15“ vergleichbaren Leistungsmerkmalen deutlich teurer.

Bassverstärker

Bassverstärker weisen im Gegensatz zu Gitarrenverstärkern einen anderen Amplituden-Frequenzgang auf – und sie benötigen mehr Ausgangsleistung.

Der Frequenzgang wird vor allem im Klangregelnetzwerk manchmal durch „tiefergelegte“ Übergabe-Frequenzen von Bässen und Höhen sowie durch eine angepasste, frequenzabhängige Gegenkopplung erzielt. Aber auch ein Bassverstärker braucht eine gute Wiedergabe der Höhen (Oberwellen), damit er nicht dumpf klingt.

Prinzipiell benötigt der Bass-Gitarren-Verstärker eine tiefere untere Grenzfrequenz als der normale Gitarren-Verstärker – die tiefe E-Saite der Bass-Gitarre schwingt auf ca. 40Hz. Zum Vergleich: Die tiefe E-Saite einer Normal-Gitarre schwingt auf der doppelten Frequenz.
Voraussetzung für eine gute Basswiedergabe ist auch eine ausreichende Ausgangsleistung mit einem hinreichend dimensionierten Ausgangsübertrager. Je niedriger die Grenzfrequenz ist, desto größer muss bei gegebener Leistung der Eisenkern des Übertragers dimensioniert sein. Natürlich gehört zur guten Basswiedergabe auch eine entsprechend ausgelegte Lautsprecherbox.

Fußschalter

Gitarristen ändern gerne ihren Sound.

Wurde früher mehr zwischen den Tonabnehmern der Gitarre umgeschaltet und zusätzlich vielleicht noch ein Vibrato-Modulator am Verstärker zugeschaltet, so sind heute je nach Verstärkertyp eine Vielzahl weiterer Leistungsmerkmale abrufbar.

Eine Übersicht:

  • Kanäle: Clean, Crunch, Lead und Ultra
  • Masterpegeleinstellung, Pegelanhebung (Boost) z.B. bei Soloeinlagen
  • Pedaleffekte (Compressor, WahWah, …)
  • Modulationseffekte (Vibrato, Flanger, …)
  • Delaytypen (Echo, Delay, Chorus, …)
  • Reverbtypen (Raumhall, Federhall, …)
  • Rauschunterdrückung, Noisegate (Schwellwertschalter)
  • Serieller Einschleifweg für Zusatzgeräte (Send <--> Return)
  • Paralleler Einschleifweg (Mischeingang hinter dem Vorverstärker)

Teile dieser Features müssen in der Rock- und Popmusik zwischen verschiedenen Stücken, aber auch innerhalb eines Stückes – z.B. Boost - aktiviert und deaktiviert werden können.

Dies muss oft schnell und freihändig erfolgen, auch um den Gitarristen nicht aus dem Rhythmus zu bringen. Daher lassen sich viele der oben genannten Eigenschaften mittels Fernsteuerung durch Fußschalter aktivieren bzw. deaktivieren.

Der Schwerpunkt liegt in der Umschaltung der verschiedenen Kanäle (Clean, Crunch, Lead und Ultra). Aber auch der Halleffekt sowie der Einschleifweg für

Zusatzgeräte (Send <--> Return) sind in besseren Gitarrenverstärkern per Fußschalter steuerbar. Sollen mehrere Features per Fuß steuerbar sein, werden zum Fußschalter oft Datenbus-Systeme eingesetzt, um die Anzahl der Steuerleitungen klein zu halten; denn sonst benötigt man im Prinzip pro fernschaltbarem Leistungsmerkmal eine eigene Steuerleitung – und je Leistungsmerkmal eine Leitung für eine LED, die dem Gitarristen die Aktivierung bzw. Deaktivierung signalisiert.

Es gibt viele herstellerspezifische Datenbus-Konzepte, die untereinander nicht kompatibel sind. Auf dem Weg zur Lösung dieses Problems setzt sich immer stärker die standardisierte MIDI- (Music Instrument Digital Interface) Schnittstelle mit 5-poligem DIN-Stecker zum Fußschalter durch.

Ergänzend sind bei einigen Verstärkern und entsprechenden Fußschaltern (z.B. Hughes&Kettner) auch 7-polige Steckersysteme vorgehalten, die zusätzlich eine Speisung der erforderlichen Fußschalter-Elektronik leisten. Andernfalls übernimmt ein Steckernetzteil die Stromversorgung des Fußschalters.

Fußschalter: Schalter oder Taster – eine praktische Frage:

Alle einfachen Fußschalterboards bestehen aus rastenden Schaltern, die mit jedem Tastendruck dauernd den Zustand des Verstärkers (z.B. den Kanal) speichernd ändern. Dies ist bei überschaubarer Anzahl von Schaltern (max. 3) eine brauchbare Lösung.

Beispiel:

  • Fußschalter 1 schaltet zwischen Clean (Kanal 1) und Overdrive (Kanal 2)
  • Fußschalter 2 schaltet zwischen Overdrive (Kanal 2) und Lead = More Overdrive (Kanal 3)
  • Fußschalter 3 schaltet eine Zusatzfunktion (z.B. Hall) ein und aus

Den Zustand der Fußschalter – ob eingeschaltet oder nicht - zeigt meist jeweils eine LED an. Dennoch muss der Gitarrist beispielsweise immer überlegen, ist Kanal 2 (Overdrive) schon aktiviert, damit man zusätzlich Kanal 3 (More Overdrive) aktivieren kann.

Wirklichen Luxus bieten Taster. Sie sind zum einen wegen des geringeren Kraftaufwandes leichter – somit schneller - zu betätigen und zum anderen kann man jeder Funktion genau einen Taster zuordnen. Selbst wenn dadurch die Anzahl der Taster steigt, verbessert die eindeutige Zuordnung eines jeden Tasters zu genau einer Funktion die Übersichtlichkeit und die Sicherheit, die richtige Funktion ausgewählt zu haben. Dies ist insbesondere eine große Hilfe, wenn schnell, z.B. innerhalb eines Musikstücks, eine Entscheidung bezüglich der gewünschten Funktion erforderlich ist.

Der Aufwand, Taster für gewünschte Funktionen bereitzustellen, ist elektronisch erheblich größer als rastende Schalter, da zum einen bei Tastern deren Zustand (aktiviert oder nicht) elektronisch gespeichert werden muss und zum anderen Taster in keinem Fall direkt im Signalweg schalten können. Sonst müsste man den Fuß dauernd auf dem gedrückten Taster belassen. Hier ist dann im Regelfall eine speichernde Logik erforderlich, die dann im Signalweg meist Relais verwendet.

MIDI-Schnittstelle (Music Instrument Digital Interface)

MIDI ist eine standardisierte digitale Schnittstelle zum Austausch von Steuerinformationen zwischen elektronischen Musikinstrumenten. Diese Schnittstelle lässt sich ausgezeichnet auch in modernen (Röhren-)Gitarren-Verstärkern einsetzen. Hier erfolgt meist – wie oben beschrieben - die Steuerung einer Vielfalt von Funktionen des Verstärkers vom Pedalboard (Mehrfachfußschalter) über die Midi-Schnittstelle in Echtzeit. Dank der Standardisierung können verschiedene Pedalboards unterschiedlicher Hersteller verwendet werden.

Die Midischnittstelle ist eine unsymmetrische 2-Drahtschnittstelle mit 5-poliger DIN-Steckertechnik (DIN-Diodenbuchse, PIN 4, 5). Zusätzlich ist eine Spannungsversorgung für die notwendige Steuerelektronik erforderlich. Nahezu alle namhaften Hersteller von Verstärkern der oberen Klasse, Keyboards, … sowie Pedalboards haben MIDI-taugliche Produkte in ihrem Programm.

Beispiele für die Entwicklung der Röhren-Gitarrenverstärker

Die großen Entwicklungssprünge lassen sich sehr gut an der Entwicklung der Art und Anzahl der Kanäle (Clean, Crunch, Lead, Ultra) aufzeigen. Als Ergänzung werden – so weit möglich – drei möglichst typische, kommerzielle Verstärker aus den USA, England und Deutschland vorgestellt.

Anmerkung:

Die Auswahl der Hersteller sowie der Verstärkertypen ist völlig subjektiv und auch eine Geschmacksache, denn der Markt ist mit hunderten verschiedener, guter Gitarrenverstärker für jeden Geschmack überschwemmt.

Einkanalverstärker

Der Startpunkt soll mit Verstärkern aus Ende der 50er Jahre gesetzt werden, die mit einfachem unverzerrtem Clean-Sound und auch bescheidenen Ausgangsleistungen auf den Markt kamen. Wenn man von dem in den 50er/60er Jahren oft vorhandenen Vibrato-Kanal absieht, der eigentlich eine Amplitudenmodulation bewirkte und selten angewendet wurde, handelt es sich hier um einen Einkanalverstärker.
Hier war die Fa. Fender aus den USA federführend. Der Clean-Sound dieser Verstärker war und ist bis heute legendär. Das Geheimnis liegt an zwei wesentlichen Eigenschaften:

  • Das Konzept: Die Position des Klangreglers ist hinter der ersten Vorverstärker-Triode angeordnet. Durch die Grunddämpfung dieses passiven Klangreglers lässt sich der Verstärker in einfacher Weise bis zur Nennleistung mit geringen Verzerrungen in den einzelnen Stufen realisieren.
  • Der Klangregler selbst ist eine Meisterleistung: Es ist nicht der übliche „Kuhschwanzentzerrer“ sondern – wie in Teil 1 beschrieben - ein sogenannter Stack (Stapel) der einzelnen klangbeeinflussenden RC-Glieder.

Bild 9: Fender Klang Stack

Der Nachteil, dass sich die einzelnen Glieder gegenseitig beeinflussen, wurde in Kauf genommen. Die soundbestimmende Besonderheit liegt aber darin, dass der Amplitudenfrequenzgang dieser Anordnung einen deutlichen Einbruch im Bereich 400Hz aufweist. Der Einbruch kann – je nach Stellung der Regler – durchaus -15dB betragen. Dies lässt den Clean-Sound (fast) jeder E-Gitarre erstrahlen.

Letzteres kann jeder schätzen, der schon mal eine Gitarre über den NF-Verstärker eines Radios oder einer HiFi-Anlage gespielt hat. Eine Gitarre an einem mehr oder weniger linearen Verstärker klingt flach und uninspiriert.

Viele Einkanaler wurden im Laufe der Entwicklung mit einer zumischbaren, regelbaren Hallfunktion (meist Federhall, also auf Basis von Hallfedern) ausgestattet.

Beispiele für (legendäre) Einkanalverstärker:

  • USA: Fender: Bassman; Bandmaster; Showman (100W!)
  • England: VOX: AC30 (Verstärker der Beatles)
  • Deutschland: Echolette: Showstar

Zweikanalverstärker

Vermutlich führte die bescheidene Ausgangsleistung der ersten Gitarrenverstärker zu den Anfängen der Soundmöglichkeiten, die eine Verzerrung bietet. Denn bei Veranstaltungen in größeren Räumen gerieten die damaligen Röhren-Gitarrenverstärker schnell an die Leistungsgrenze ihrer Endstufe und produzierten so neuartige Klänge, die aber von den Gitarristen als angenehm und inspirierend empfunden wurden.

Da die Übersteuerung der Endstufe bei verschiedenen Lautstärken schwer zu kontrollieren und zu reproduzieren ist, wurde die Verzerrung - durch Einfügen mindestens einer zusätzlichen Röhrenstufe (Triode) - in die Vorstufen verlagert. Dieses Konzept der leichten Verzerrung wird heute meist Crunch genannt. Mit einem zusätzlichen Verstärkungsregler – dem sog. Gain-Regler – war die Verzerrung fein justierbar.

Zur Erhöhung des Komforts wurde im Laufe der Zeit dann auch ein Umschalter – später auch wahlweise ein Fußschalter - zwischen Clean- und Crunch-Kanal eingeführt.

Dies wurde dann eher das Terrain der englischen Fa. Marshall.

Beispiele für Zweikanalverstärker:

  • USA: Fender: Super Sonic 22,Twin Amp, Hot Rod Deluxe
  • England: Marshall: DSL-Serie (DSL = Dual Super Lead; Dual steht für 2-Kanal)
  • Deutschland: Hughes & Kettner: Tubemeister18

Dreikanalverstärker

Die Beliebtheit stärkerer Verzerrungen führte dann zu 3-Kanal-Verstärkern.

Hierzu war in der Regel mindestens eine weitere Verstärker-Stufe (Triode) erforderlich, sowie die entsprechenden Umschalter zwischen den Kanälen. Diese Umschaltung musste aber auch immer über einen Fußschalter möglich sein; denn insbesondere ein Sologitarrist muss während des Spiels oft blitzschnell den Sound und somit den Kanal wechseln können.

Zusätzlich wurde auch ein Boostschalter, also eine schaltbare Verstärkungserhöhung für das Solospiel der Gitarre, immer beliebter. Diese muss natürlich auch per Fußbedienung möglich sein.

Beispiele für Dreikanalverstärker:

  • USA: Fender: Fender Hot Rod Deville III (oder 212); Carvin: V3M; Mesa Boogie (mehrere Typen)
  • England: Marshall: TSL-Serie (TSL = Triple Super Lead; Triple steht für 3-Kanal)
  • Deutschland: Hughes und Kettner: Tubemeister36

Vierkanalverstärker

Die vierkanaligen Verstärker sind meist Alleskönner, da sie praktisch die Obermenge der Ein- bis Dreikanaler sind.

Beispiele für Vierkanalverstärker:

  • USA: Mesa Boogie: Roadster, und andere, aber: Vierkanaler sind einfach nicht die Stärke der Amis.
  • England: Marshall: JVM 410 C (Combo), JVM 410 H (Head = ohne Lautsprecher)
  • Deutschland: Hughes & Kettner: Grandmeister36, Switchable TSC Head (Lautsprecher-Box erforderlich)

Stellvertretend für alle Röhrenvierkanaler soll hier der „Porsche“ von Marshall der JVM 410 C beschrieben werden. C steht für Combo also Verstärker und Lautsprecher in einem gemeinsamen Gehäuse. Angeboten wird auch ein JVM 410 H: H bedeutet Head - also ein Verstärkeroberteil ohne Lautsprecherbox - mit sonst gleichen Eigenschaften.

Bei dem JVM 410 C handelt sich um einen wirklichen Alleskönner (eine „eierlegende Wollmilchsau“) mit folgenden Leistungsmerkmalen (nach Marshall Angaben):

  • Ausgangsleistung: 100 Watt RMS (effektive Leistung)
  • 4 Kanäle in Vollröhrentechnik, ohne Halbleiter im Signalweg (Clean, Crunch, OD1, OD2)
  • Eigene Dreibandklangregelung sowie Gain und Volume für jeden Kanal
  • 12 per Fußschalter oder MIDI direkt anwählbare Grundsounds
  • Jeder Grundsound arbeitet mit einem eigenen, relaisgeschalteten Netzwerk
  • Channel Memory speichert jeweils die zuletzt benutzte Soundkonfiguration - also alle Schaltzustände
  • Frei konfigurierbarer 6-fach Fußschalter (Taster) im Lieferumfang
  • Marshall 4x EL34 Endstufe mit Presence- und Resonance-Regelung
  • 2 schalt- und programmierbare Mastervolumen
  • Digitalreverb mit eigener Regelung für jeden Kanal
  • Programmierbarer paralleler Effektweg mit Hardwarebypass-Schaltung
  • Serieller Insert-Loop mit Hardwarebypass-Schaltung
  • Emulated DI Out für Mischpultanschluss
  • Silent Recording im Bypassbetrieb
  • MIDI IN und MIDI THRU
  • 5x ECC 83 und 4x EL34 Röhrenbestückung
  • Maße: 690 x 510 x 270 mm
  • Gewicht: nur 34,5kg

Die Vielseitigkeit ergibt sich durch die 12 auch per Fußschalter anwählbaren Grundsounds. Diese werden in den einzelnen Kanälen durch verschiedene, per Relais zu- und abschaltbare Röhrenvorstufen beziehungsweise umschaltbare Verstärkungsfaktoren der Stufen erzielt.

Hierbei sind die Übersteuerungskanäle OD1 und OD2 (OD = OverDrive) prinzipiell identisch, aber völlig getrennt mit jeweils einer eigenen Gain-, Volumen- und Klangregelung konfigurierbar.

Interessant ist auch die Konfiguration des Clean-Kanals. Dieser ist gemäß dem Konzept der oben beschriebenen einkanaligen Fender-Verstärker aufgebaut: Der „cleane“ Klangregler befindet sich gleich hinter der ersten Röhrenvorverstärkerstufe (1. Triode einer ECC83). So wird durch die Dämpfung des Klangreglerstacks (siehe oben) eine Verzerrung in der Vorverstärkerkette sicher vermieden: Endlich mal ein Marshall-Verstärker, der wirklich clean klingt!

Im Gegensatz dazu befinden sich die Klangregler der drei verzerrenden Kanäle (Crunch, OD1, OD2) am Ende der mit drei ECC83 bestückten Vorverstärkerkette.

Die Steuerung der verschiedenen Kanalgrundeinstellungen erfolgt durch einen Mikroprozessor. Die Signalumschaltung erfolgt über Relais („ohne Halbleiter im Signalweg“).

Der Mikroprozessor sorgt auch für die Steuerung dieser Grundeinstellungen durch einen speziellen 6-fach Fußschalter. Ebenfalls ist ein Midi-Fußschalter anschließbar.

Die Reverbschaltung (Hall) erledigt ein Digitaler Signalprozessor (DSP) – anstelle der Hallspiralen in früheren Verstärkergenerationen. Dies widerspricht in gewisser Weise der Aussage von Marshall oben: „ohne Halbleiter im Signalweg“. Doch der durch den DSP erzeugte Hall wird dem originalen Signal „nur“ zugemischt.

Ebenso wird für den Mischpultausgang (DI Out) der Frequenzgang so angepasst, dass er eine Lautsprecherbox nachbildet (emuliert). Diese Frequenzgangkorrektur erfolgt mittels Operationsverstärker - also ebenfalls durch Halbleiterbauelemente.

Anmerkung:

Prinzipiell sind Halbleiter im Signalweg kein Teufelszeug. Solange Halbleiter (Transistoren, Operationsverstärker, …) nicht übersteuert werden, ist an ihren Funktionen nichts auszusetzen. Die Beliebtheit von Röhren im Signalweg hat bei Gitarristen aber einen Kultstatus. Übersteuernde Stufen bieten in Röhrentechnik Sound-Vorteile (harmonischere Oberwellen), die mit Halbleitern nur aufwendig nachzubilden sind.

Welcher Gitarren-Röhren-Verstärker ist für mich der richtige?

Bei der Riesenauswahl an Gitarrenverstärkern ist die Suche, den passenden zu finden, nicht einfach.

Der erste Schritt wäre, sich klar zu machen, welche Musikrichtung man bevorzugt und welche Musikrichtung man in Zukunft einschlagen will.

Weiterhin: Will man sich erst mal ein wenig orientieren oder möchte man in einer Band spielen.

Welches Musiker-Ziel besteht? Reicht ein (guter) Amateurstatus oder ist Profi das Ziel?

Wie viel Geld kann/soll in den Erwerb einer Gitarre sowie eines Verstärkers mit Lautsprecherbox investiert werden?

Da die Anforderungen an einen Gitarrenverstärker je nach Ansprüchen des Musikers stark variieren, sollten sich Musiker an folgenden drei Musiker-Gruppen orientieren:

Anfänger, Amateure und Profis.

Da Röhrengitarrenverstärker heute zu erschwinglichen Preisen erwerbbar sind, kann man sich auch erst mal auf überschaubare, zukünftige Ansprüche beschränken. Falls die „Karriere“ gut läuft, kann man sich immer noch mal einen, den neuen Ansprüchen gerecht werdenden, Verstärker kaufen.

Bezüglich der Ausgangsleistung reichen 30W bis 100W vollständig aus. Sind bei einem Auftritt mal größere Leistungen erforderlich, werden in der Regel PA-Anlagen (PA = Public Address) eingesetzt. PA-Anlagen sind Beschallungsanlagen, die für die erforderliche Gesamtleistung am Auftrittsort ausgelegt sind. Sie besitzen in der Regel einen Mischpulteingang, an den Gitarrenverstärker, die über einen DI(Direct Inject) -Ausgang verfügen direkt – ohne Umweg über die Lautsprecherbox – angeschlossen werden können. Da auf den Umweg über eine Lautsprecherbox verzichtet wird, besitzt der DI-Ausgang oft Klangfilter, die den Sound einer Lautsprecherbox nachbilden.

Am DI-Ausgang steht – im Gegensatz zu allen anderen Signalen des Gitarrenverstärkers - ein symmetrisches Signal zur Verfügung.

Ist kein DI-Ausgang vorhanden, kann eine DI-Box (Symmetrier-Box) zwischengeschaltet werden, oder auch mit einem Mikrofon direkt von der Lautsprecherbox des Gitarrenverstärkers abgenommen werden.

Lautsprecher und Lautsprecherbox

Mit der Entwicklung der Gitarrenverstärker mit immer höheren Ausgangsleistungen wurde die anfänglich verbreitete Combo-Ausführung – Verstärker und Lautsprecher in einem Gehäuse – immer mehr zum Kompromiss. Denn speziell die Röhrenverstärker benötigen zur Abführung der Wärme ein hinten offenes Gehäuse. Dies ist aber alleine schon eine starke akustische Einschränkung der Soundmöglichkeiten.

So gab es schon ab Anfang der 60er Jahre parallel zu den Combo-Ausführungen auch die sogenannten Stacks (Stapel): Eine Trennung von Verstärker und Lautsprecherbox in zwei völlig getrennte Geräte. In der Regel wurde dann der Verstärker auf die Box gestapelt.

Diese Bauweise hat mehr Vorteile als Nachteile:

  1. Die insbesondere bei hohen Lautstärken entstehenden Vibrationen in einem Combo-Verstärker können zur vorzeitigen Alterung des Verstärkers führen.
  2. Diese Vibrationen können auch direkten Einfluss auf den Sound des Verstärkers nehmen - z.B. bei Verwendung der noch üblichen mechanischen Hallspiralen.
  3. Da der Lautsprecher in der akustischen Kette noch immer das schwächste Glied ist, kann man den Gesamtsound durch die Wahl einer der unzähligen guten Lautsprecherboxen oder eines guten Lautsprechers frei nach Geschmack und Geldbeutel optimieren.
  4. Nachteilig ist, dass bei der Wahl einer nicht vom Hersteller empfohlenen Box der Gitarrist sich mit den elektrischen Daten von Lautsprecher und Verstärker auseinandersetzen muss. Hier sind wesentlich:
  • Der (oder die) Lautsprecher muss (müssen) mindestens die Ausgangs- Leistung des Verstärkers verkraften können.
  • Die Impedanz von Lautsprecher und Verstärker müssen übereinstimmen.
    Röhrenverstärker sind in diesem Punkt aber toleranter als Transistorverstärker. Denn bei heute üblichen kurzschlussfesten Transistorverstärkern kann eine geringere als die in den technischen Daten aufgeführte minimale Lautsprecher-Impedanz aussteuerabhängig zu einer vorzeiten Auslösung der Kurzschlusssicherung der Endstufe führen – und damit oft zur (zeitlich begrenzten) Abschaltung der Endstufe. Abweichungen der Impedanz zu höheren Werten sind bei Transistorendstufen tolerabel, führen aber zu Ausgangsleistungs-Verlusten.

Typische Gitarrenlautsprecher-Chassis sind Breitbandlautsprecher mit einer Impedanz von 8 Ohm oder 16 Ohm.

Prinzipiell gibt es 2 Typen von Lautsprecherboxen: Die hinten offene Box oder die geschlossene Box. Bassreflexboxen finden sich in der Gitarrenwelt seltener.

Die offene Box, hat einen besseren Wirkungsgrad, denn die halbe akustische Leistung wird nach hinten abgestrahlt.

Die geschlossenen Boxen gibt es mit und ohne Dämmung (Steinwolle). Hierbei wird die nach innen abgestrahlte Leistung im Innern der Box in Wärme umgewandelt.

Es werden üblicherweise Lautsprecher-Typen mit einer Größe von 8Zoll (ca.20cm) – 15Zoll (ca.38cm) verwendet. Hierbei sind 12Zoll (ca.30cm) das beliebteste Maß.

Die Anzahl der Gitarrenboxen auf dem Markt ist unübersehbar groß. Daher ist eine vom Verstärkerhersteller empfohlene zum Verstärker passende Box für den Anfänger sicher die beste Wahl.

Für den Fortgeschrittenen wird hier eine interessante Lösung der Fa. Palmer vorgestellt:

Die Fa. Palmer stellt Leergehäuse her, die man mit Lautsprechern nach eigener Wahl bestücken kann. Dies funktioniert, weil das Befestigungs-Lochraster vieler Gitarrenlautsprecher identisch ist.

Es stehen zwei verschiedene Boxentypen zur Auswahl, die Lautsprecher sind prinzipiell 12 Zoll-Typen:

  • Eine hinten offene Box, ausgelegt für den Einbau von einem Lautsprecher-Chassis
  • Eine hermetisch geschlossene Box, ausgelegt für den Einbau von zwei Lautsprecher-Chassis

 

Die Boxen gibt es aber auch fertig bestückt mit mehr oder weniger legendären Lautsprechern.

Beispielhaft für viele Hersteller verschiedener Lautsprecher-Typen wird eine subjektive Auswahl beliebter Hersteller vorgestellt:

  • Fa. Eminence Type: Man O War;12 Zoll, 120W, 8Ohm oder 16Ohm
  • Fa. Celestion Type: Vintage 30; 12 Zoll, 60W, 16Ohm

Weitere beliebte Gitarren-Lautsprecher:

  • Fa. JBL: D130F Speaker D 130 F; 15 Zoll, 8Ohm:
    Lautsprecher für legendäre Fender Verstärker „Showman“, „Bassman“ und andere. Dieser Lautsprecher wurde aber auch Anfang der 60er-Jahre von der Fa. Echolette in der Lautsprecherbox „ET4“ verbaut.
  • Fa. Jensen: Jensen P12/100 BB12“; 12 Zoll, 100W, 8Ohm

Interessant ist auch der Nachbau einer Fender-Leerbox für 2x 12 Zoll-Lautsprecher:
Nachbau einer Leerbox durch Fa. Tube Amp Doctor

Praxisteil: Modularer Gitarrenverstärker

Modulare Gitarrenverstärker-Anlage für Fortgeschrittene

Hier wird der am Ende des 1. Teils dieses Beitrages vorgestellte praktische Vorschlag, ohne Eingriffe in das Innenleben eines Stereo- oder eines Misch-Verstärkers (HiFi- oder ELA-Verstärker) zu einer guten Gitarrenverstärker-Anlage zu gelangen, fortgesetzt.

Hierbei ist es weiterhin unwesentlich, ob es sich beim verwendeten Leistungsverstärker um einen Transistor- oder Röhrenverstärker handelt. Beliebter sind bei Gitarristen Röhrenverstärker.

Dieser Leistungsverstärker wird im ersten Schritt um drei in der Gitarrenverstärkerwelt oft verwendete Vorschaltgeräte, sogenannte Pedale (auch: Fußtreter), erweitert:

  • A/B-Umschalter: Dies ist ein Umschalter, der per Fußbetätigung den Gitarreneingang auf zwei verschiedene Ausgänge (A oder B) umschalten kann.
    Ziel: Umschaltung zwischen Clean- und Drive-Modus mit Fußpedal
    Beispielgerät: Active Selector AB1der Fa. Nobels oder AB100 der Fa. Behringer *) – siehe Bild 5.
    Der erwähnte Umschalter „Active Selector AB1“ kann mit einem zusätzlichen einfachen Ein/Aus-Fußschalter auch ferngesteuert werden; sodass der AB1-Umschalter physisch auch direkt am Endverstärker positioniert werden kann.

Bild 10: Active Selector AB1

  • Graphic Equalizer (EQ): Dies ist ein aktiver Klangregler mit rund sieben verschiedenen, einzeln einstellbaren Frequenzbändern (beispielsweise: 100Hz, 200Hz, 400Hz, 800Hz, 1,6kHz, 3,2kHz, 6,4kHz). Diese Frequenzbänder können relativ unabhängig voneinander stufenlos bis zu rund +/- 15dB verändert werden. So entsteht erst ein Gitarrensound im Clean-Kanal!

Ebenso ist meist auch der Ausgangspegel um +/- 15dB veränderbar.
Ziel: Eine gute Soundeinstellung im Clean-Modus: Z.B. die typische „Fender“-Absenkung bei 400Hz.

Beispielgerät: Graphic Equalizer EQ 700 der Fa. Behringer *)

Es gibt auch Equalizer für Bass-Gitarren mit anderen Übergabefrequenzen. Diese Geräte sind aber auch für die normale E-Gitarre geeignet.

Beispielgerät: Graphic Equalizer BEQ 700 der Fa. Behringer *)

Bild 11: 7-Band-Equalizer-Pedale für Gitarre und Bass-Gitarre

  • Verzerrer (Drive): Hiermit kann das Gitarrensignal stufenlos übersteuert und/oder begrenzt werden. Dies führt zu den bei Gitarristen beliebten verzerrten Sounds. Der Verzerrer sollte eine integrierte Klangregelung, mindestens einen Höhenabschwächer (Trebleregler), aufweisen.
    Ziel: Eine gute Soundeinstellung im übersteuerten Drive-Modus
    Beispielgeräte:
    Super Over Drive SD-1 der Fa. BOSS
    Ultra Metal UM300 der Fa. Behringer *)

*) Als Beispiele wurden vor allem Vorschalt-Geräte der Fa. Behringer ausgewählt, da diese von solider Qualität sind und preisgünstig (ab 20 EURO je Gerät) zu erwerben sind.

Bild 12: Beispiele für elektronische Verzerrer


Bei Verwendung dieser Vorschaltgeräte bieten sich folgende Konzepte einer als Gitarrenverstärker-Anlage verwendbaren Gesamtkonstellation an:

Gitarrenanlage mit Stereo-Verstärker:

Bild 13: 2-Kanal Gitarrenanlage mit 3 Vorschaltpedalen und Stereo-Verstärker

Dies ist die kostengünstigste Lösung, denn man kann auch jeden noch funktionierenden Stereo-Verstärker verwenden.

Selbstverständlich kann man am 2. Kanal des Stereoverstärkers eine weitere Lautsprecherbox anschließen oder gleich eine Stereo-Gitarren-Lautsprecherbox für beide Kanäle verwenden.

Ist kein alter Stereoverstärker verfügbar, bietet sich alternativ ein Karaoke-Verstärker in Transistortechnik an, der preisgünstig am Markt erwerbbar ist.

Tipp:

Man kann auch einen Karaoke-Verstärker mit 2 getrennt regelbaren Mikrofon-Eingängen verwenden. Diese sind für kleines Geld (< 50EURO) zu haben und besitzen oft an den beiden MIC-Eingängen auch gleich die richtige Steckertechnik: 6,3mm Klinke. Zusätzlich haben einige Karaokeverstärker eine zumischbare Echofunktion. Diese kann insbesondere im Clean-Modus den Gitarrensound deutlich verfeinern – und auch in weiten Teilen die in besseren Gitarrenverstärkern eingebaute Hall- (Reverb) Funktion ersetzen.

Biamping: Ein Röhrenverstärker pro Kanal

Mehr Charme hat eine Gitarrenverstärkeranlage mit 2 Mono-Röhren-Verstärkern und einer Stereo-Gitarren-Lautsprecherbox. Der Vorteil dieser Anlage sind die völlig getrennten Klangregler der beiden Monoverstärker:

Bild 14: Biamping: 2-Kanal Gitarrenanlage mit 2 Endverstärkern

Preisgünstige gebrauchte Röhren-Mono-Verstärker sind laut RMorg-Preis-Recherche beispielsweise die Verstärker EL6400 (20W, 2xEL81), EL6411(40W, 4xEL81) oder ähnliche Verstärker der Fa. Philips aus den 50er- und 60er-Jahren.

Vielseitiges Vorschalt-Pedalboard (2 Kanal)

Nicht nur für den Gitarristen alter Schule, der auch verzerrten Sound mag aber noch einen schönen, cleanen Röhren-Gitarren-Verstärker der 60er Jahre benutzen möchte, bietet sich die folgende Vorschalt-Pedalboard-Kombination an. Es werden folgende Leistungsmerkmale vorgeschlagen:

  • Basis: Gitarren-Röhren-Verstärker der 60er Jahre (clean)
  • Erweiterung auf 2. Kanal mittels Vorschaltverzerrer (crunch/lead)
  • Hall- und oder Echoeffekt (auch für Instrumentalstücke, z.B. der Shadows)
  • Lautstärkepedal

Die Pedale können auf ein stabiles Holzbrett montiert und von einem (analogen) Stecker- oder Schnurnetzteil mit 9V= versorgt werden.

  • Als Verstärker mit authentischem 60er Charme bieten sich neben anderen folgende Typen an:
  • Fender: Super Amp, Bandmaster
  • VOX: AC30 (Beatles-Verstärker)
  • Echolette: Showstar mit Lautsprecherbox ET4 (JBL Lautsprecher) oder ET40 (Isophon Lautsprecher)
  • Roost: SR22
  • Selmer: Treble-N-Bass Fifty (Verschiedene Eingänge für E-Gitarre und E-Bass)

Man suche sich also einen clean klingenden, schönen Röhren-Gitarren-Verstärker aus. Dann kann man je nach Geschmack mehrere Kombinationen von Vorschaltpedalen auf einem Pedalboard kombinieren. Hier ein Beispiel:

Bild 15: Blockschaltbild Vorschaltpedal Kombination

 

Das Fußpedal-Board besteht aus folgender Kombination:

  • Volumenpedal (BOSS) am Gitarren-Eingang für die Einstellung der gewünschten Grundlautstärke
  • A/B-Umschalter (AMP SELECTOR)
  • Echo-Hall-Pedal
  • Verzerrer-Pedal von T-REX mit eingebauter per Fuß schaltbarer Boostfunktion.

Alle aktiven Geräte benötigen eine 9V-Gleichstromversorgung, die in diesem Beispiel von einem analogen Schnurnetzteil bereitgestellt wird. Wegen möglicher Störungen sollte kein Schaltnetzteil verwendet werden.

Bild 16: Vorschaltpedal-Kombination

Diese Vorschaltpedal-Kombination ist grundsolide und auch für rauen Bühneneinsatz geeignet. Die Vielfalt der Geräte hat aber in Summe auch ihren Preis.

Es gibt hierzu erschwinglichere Alternativen:

Beispielhaft wird hier das Multieffektgerät V-Amp von der Fa. Behringer vorgestellt. Diese Gerät kann praktisch an jedem Leistungsendverstärker betrieben werden oder auch nur mit einem (Stereo-)Kopfhörer:

 

Bild 17: Multieffektgerät V-AMP

Mittels eines 24 Bit 100Mips-DSP (Digitaler Signalprozessor) werden zusammengefasst folgende Leistungsmerkmale abgebildet (vergleiche oben: „Digitaler Signal Prozessor (DSP) im Gitarrenverstärker“):

  • Nachbildung verschiedener bekannter Verstärkermodelle (meist Röhrenverstärker) und Lautsprecherboxen
  • Pedaleffekte (Compressor, WahWah, …)
  • Modulationseffekte (Vibrato, Flanger, …)
  • Delaytypen (Echo, Delay, Chorus, …)
  • Reverbtypen (Raumhall, Federhall, …)
  • Rauschunterdrückung, Noisegate (Schwellwertschalter)
  • 99 gespeicherte Voreinstellungen (presets) – per Fußtaster abrufbar
  • Expression-Fuß-Pedal für analoge Steuerungen von Lautstärke und Effekten, wie z.B. WahWah
  • Es ist ein Netzteil mit 9V~ (600mA) erforderlich, das insbesondere bei Gebrauchtgeräten nicht immer im Lieferumfang ist!

Genauere Informationen zum V-AMP findet man leicht im Internet.

Der V-AMP wird von Behringer als Experimentalgerät für Einsteiger beworben.

Die Bedienung ist allerdings nicht nur für Einsteiger ein schwieriges Unterfangen. Die Vielfachbelegung von Tasten und Potis ist sehr unübersichtlich. Nur wer bereit ist viel Zeit in den Lernprozess der Bedienung zu investieren, wird mit diesem Gerät zurechtkommen. Für Anfänger ist eindeutig der oben beschriebene „Spider IV 15“ der Fa. LINE 6 besser geeignet!


Bild 18: Anwendungsbeispiel für Multieffektgerät V-AMP (Fa. Behringer)

Schlußbetrachtung

Ursprünglich war im 3.Teil zum Thema Röhren-Gitarrenverstärker geplant, dem erfahrenen Techniker und/oder Bastler Vorschläge zu unterbreiten, aus einem normalen Röhren-ELA-Verstärker einen guten Gitarrenverstärker zu bauen, oder auch um einen vorhandenen Röhren-Gitarrenverstärker um neue, sinnvolle Leistungsmerkmale ( Crunch-Kanal, Boost-Funktion, Leistungsreduzierung, Fußschalter, …) zu erweitern.

Dies wird aus folgenden Gründen nur angerissen:

Waren in den 60er-Jahren gute Gitarrenverstärker noch sündhaft teuer, gibt es mittlerweile – auch durch Konkurrenzprodukte aus China – Röhren-Gitarrenverstärker zu erschwinglichen Preisen. Es muss nicht immer Fender oder Marshall sein. Ergänzt wird dieses Angebot durch eine Vielzahl voll funktionsfähiger, gebrauchter Verstärker. Bei der Suche danach ist Ebay eine wirkliche Fundgrube. Bei der Suche über Ebay-Kleinanzeigen in Wohnortumgebung kann man oft auch vor dem Kauf einen Test des angebotenen Verstärkers auf Funktion und Sound beim Verkäufer durchführen. Ebay-Kleinanzeigen sollte also immer die 1. Adresse sein!

Technisch gesehen könnte der Umbau eines Röhren-Verstärker in einen Gitarrenverstärker mit einem Clean-Kanal und einem übersteuerndem Crunch/Lead-Kanal wie folgt vor sich gehen:

  • Als Basis bietet sich ein Röhrenverstärker mit 2 getrennten Mikrofon-Eingängen an.
    Beispiel: Philips: 40Watt-Verstärker Type: EL6411
    Eine bessere Basis wäre ein Röhrenverstärker, der 2 getrennte Mikrofon-Eingänge mit jeweils einem getrennten Klangregler pro Eingang aufweist.
    Beispiel: Dynacord: 45W-Verstärker Type: Eminent EMT
  • Als Gitarreneingang wird einfach der 1. Mikrofoneingang genutzt (Clean-Kanal). Dieser Eingang muss hochohmig beschaltet sein. Gegebenenfalls muss ein vorhandener Mikrofoneingangs-Übertrager entfernt werden.
  • Für den übersteuernden Kanal (Crunch/Lead) wird der 2. Mikrofon-Kanal intern in Serie mit dem 1. Kanal geschaltet. Die beiden Mikrofonkanäle werden also kaskadiert.
  • Der Klangregler sollte auf Fender-Stack (siehe oben) umgerüstet werden.
  • Sind 2 Klangregler (wie im Eminent EMT) vorhanden, sollte nur der Klangregler des 1. Mikrofon-Eingangs (Clean-Kanal) auf Fender-Stack umgerüstet werden. Der 2. Klangregler (Crunch/Lead-Kanal) kann unverändert bleiben.
  • Praktisch ist ein Umschalter zwischen den beiden Kanälen und ein Summen-Lautstärke-Regler. Dieser ist im Eminent EMT bereits vorhanden.

Für die Crunch/Lead-Funktion müssen also die zwei Mikrofoneingänge kaskadiert werden. Da einfache Verstärker für diese hohen Verstärkungsfaktoren nicht ausgelegt sind, können aufbaubedingte Brumm- oder Schwingneigungen sowie unkontrolliertes Übersprechen nicht ausgeschlossen werden.

Denn wie der erfahrene Bastler weiß: Alle Stufen schwingen, nur der Oszillator nicht!

Beispielhaft wird dieses Problem am sogenannten Massekonzept verdeutlicht. Die Massekonzepte alter ELA-Verstärker sind alles andere als ideal. Aber sie mussten auch nicht ideal sein!

Schlechte Massekonzepte neigen – abhängig von der Größe der Gesamtverstärkung – zum Brummen. Das Problem steigt aber im modernen Röhren-Gitarrenverstärker, der in den übersteuernden Kanälen wesentlich höhere Verstärkungsfaktoren aufweist als selbst der einzelne, empfindliche Mikrofon-Kanal in einem ELA-Verstärker.

Ein Beispiel für ein überzeugendes, konsequent sternförmiges Massekonzept in einem Gitarrenverstärker:

Bild 19: Massekonzept Gitarren-Röhrenverstärker

Ein Massekonzept dieser Art ist in ELA-Verstärkern älterer Bauart selten anzutreffen und oft auch nur mit sehr viel Aufwand nachrüstbar.

Beispielsweise war es früher nicht üblich, die Masseverbindung der Eingangsbuchse isoliert von der Chassis-Masse zu verdrahten. Die Eingangsbuchse wurde einfach direkt in das Chassis montiert und so mit Masse verbunden. Das kann funktionieren aber auch nicht – das insbesondere bei höheren Verstärkungsfaktoren in übersteuernden Gitarrenverstärkern. Hier muss die Eingangsbuchse isoliert von der Chassis-Masse montiert werden und gemäß obigem Massekonzept mit dem zugehörigen Sternpunkt verbunden werden.

Daher: Ein Umbau kann je nach Basisverstärker gelingen, ist aber mit großen Erfolgsrisiken behaftet.

Die Zusammenstellung einer der oben vorgestellten modularen Gitarren-Verstärker-Anlagen - mit verschiedenen Vorschaltpedal-Kombinationen je nach persönlichem Anspruch - bietet auch eine gute Alternative zum Eigenbau ohne größere Eingriffe in die Geräte.

Diese modularen Konzepte kann man auch immer wieder sich ändernden Ansprüchen anzupassen. Das macht Spaß und schafft oft auch mehr Identifikation mit dem Ergebnis als ein fertig gekaufter Gitarrenverstärker.

Daher zum Schluss ein Link zur Hilfe bei der komplexen Einstellung eines Gitarrenverstärkers für guten unverzerrten (clean) und guten verzerrten (crunch/lead) Sound:

Verstärkereinstellungen

Viel Erfolg!

 

  
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