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rohde: BN610 (BN 610); LARU - Nur bis 1H ???

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Peter Zöllner
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27.Sep.06 13:23

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Hallo zusammen,

ein Bekannter hat mir das "LARU" zur Messung von Induktivitäten empfohlen. Wenn ich mir aber die Bedienelemente genau anschaue, dann scheint es so, als ob mit diesem Gerät nur Messungen bis maximal 1000mH (also 1H) möglich sind. Da ich aber neben Netz- bzw. Siebdrosseln auch Ausgangsübertrager u.a. messen möchte, wo Induktivitäten von bis zu 100H durchaus möglich sind, stelle ich mir die Frage: Geht das mit diesem Gerät? Oder gibt es ein weiteres LARU (z.B. spätere Ausführung) oder Zusatzgeräte / Erweiterungen, mit denen man auch höhere Induktivitäten messen kann?

MfG Peter Zöllner

Konrad Birkner † 12.08.2014
Konrad Birkner † 12.08.2014
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Das ist richtig, es geht bis 1 Henry. Die Messung ist aber auf Genauigkeit ausgelegt. D.h. Messung von Induktivitäten für Schwingkreise und Filter mit definiertem Frequenzverhalten.

Netztrafos, Netzdrosseln und Siebdrosseln sind da nicht anspruchsvoll, zumal deren Blindwiderstand auch noch von der Ausmagnetisierung abhängt (es handelt sich ja kaum um Luftspulen) . Bei solchen Bauteilen sind 10% Abweichung meist völlig bedeutungslos.
Deshalb verzichtete man wohl auf diese hohen Induktivitätsbereiche.

Ich halte das LARU wirklich für die beste Empfehlung. Unterschiedliche Verluste, dh unterschiedliche Güte wird einfach durch Änderung der Anzeigeempfindlichkeit ausgeglichen. Sie gehen nicht auf das Messergebnis ein.

Alle Einfachmessgeräte beruhen dagegen auf einer Scheinwiderstandsmessung. Dabei nimmt die Anzeige keine Rücksicht auf die Güte/Verluste. Ihre Anzeige rechnet mit vernachlässigbarem Verlust des Messobjektes.

Bei digitalen RLC-Messgeräten kennt man das entsprechende Phänomen von Kondensatoren mit Isolationsverlust: deren Scheinwiderstand sinkt, weil nicht nur der Blindstrom, sondern auch noch der Leckstrom mitgemessen wird. Ergebnis: Die Anzeige täuscht einen zu hohen Kapazitätswert vor. D.h. sie tut so, als wäre das Messobjekt verlustfrei.

Ähnliches geschieht bei der Messung verlustbehafteter Spulen.

Noch genauer wäre eine Scheinwiderstandsmessbrücke, die aber viel umständlicher zu bedienen ist.

Schliesslich gibt es auch noch automatische Scheinwiderstandsmessgeräte. Sie messen und errechnen Blind- und Wirkanteil, wahlweise in Serien- oder Parallelersatzschaltung.

Für einen (Röhren-)Radiofreak (Detektoren eingeschlossen) ist ein LARU sicher eines der besten standesgemässen Geräte...

Viel Spass beim Messen!

Peter Zöllner
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28.Sep.06 09:19

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Hallo Herr Birkner,

so, wie Sie das LARU beschreiben scheint es ein wirklich tolles Gerät zu sein. Nichts anderes hätte ich auch erwartet! Allerdings bin ich eigentlich ein Verstärker-Bastler, d.h. ich möchte des öfteren mal Siebdrosseln oder auch Ausgangsübertrager ausmessen, eher selten jedoch Spulen und Drosseln aus dem HF Bereich. Somit bräuchte ich also zwingend noch ein Ergänzung zu dem LARU oder ein Gerät, welches auch hohe Indkuktivitäten korrekt ausmessen kann. Ich habe da schon des öfteren über die Anschaffung eines Digital-Gerätes nachgedacht, doch genau aus den von Ihnen genannten Gründen habe ich mich dann doch immer wieder dagegen entschieden. Genauere Geräte neuen Datums sind dann aber wieder (für mich) nicht bezahlbar.

Wenn Sie (oder jemand anderes) eine gute Alternative zum LARU wissen, würde ich mich über eine Mitteilung sehr freuen.

MfG Peter Zöllner

  
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