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Schellack oder nicht?

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Rogér Salgado
 
 
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13.Nov.03 12:55

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Hallo,
brauche mal wieder eure fachkundige Hilfe. Allgemeine Frage. Wie kann ich erkennen welche Lackierung die Musiktruhe Telefunke Dominante und Graetz Grazioso bekommen haben. Kann mir da jemand helfen.

MfG, Rogér Salgado

Dietrich Grötzer
Dietrich Grötzer
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14.Nov.03 20:22

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Hallo Rogér Salgado.

Schellack ist in Spiritus löslich, also an einer unsichtbaren Stelle mit Spiritus probieren.Es gibt Schellack in verschiednen Farben (z.B. Bernstein, Rubin etc.)

Mfg. Dietrich Grötzer

Rogér Salgado
 
 
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17.Nov.03 15:55

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Hallo Dietrich Grötzer,

wollte mich nur mal für Ihre kurze aber hilfreiche Antwort bedanken. Können Sie mir vielleicht eine Marke von gebrauchsfertigen Schellack empfehlen?  

Mfg, Rogér Salgado

This article was edited 17.Nov.03 16:00 by Rogér Salgado .

Martin Renz
Martin Renz
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Hallo Rogér Salgado,

gebrauchsfertigen Schellack gibts von der Fa. Clou: http://www.clou-holzlacke.de/

Dort gibts unter Industrie/Handwerk, Sortiment, Merkblätter auch ganz passable Anleitungen zum Runterladen z.beisp. Öl/Wachse/Schellack und Schellackpolitur.

Die Produkte werden in vielen Farb-Fachhandelsgeschäften geführt und sollten dort zumindest auf Bestellung erhältlich sein.

Zum Aufpolieren alter Schellack Oberflächen empfiehlt es sich bei starker Abnutzung, den alten Lack zunächst mit Spiritus gründlich abzuwaschen. Nach dem vorsichtigen Ausbessern der Holzoberfläche und einem feinen Schliff mit 280er Schleifpapier kann der Aufbau einer neuen Schellackoberfläche erfolgen. Als Grundierung eignet sich verdünnter Schellack oder auch eine dünne Grundierung mit Holzgrundieröl. Diese feuert die Furniere besonders schön an, ein vollständiges Entfernen der alten Lackschicht ist aber Vorraussetzung, um Flecken zu vermeiden.

Schellackpolitur wird in vielen sehr dünnen Schichten mit einem Ballen (alte Wollsocke mit Baumwolltuch drumrum) aufgetragen und erfordert auf Grund der notwendigen Trockenzeiten zwischen den Gängen einiges an Geduld. Clou fordert 24 Std. zwischen den Gängen, mit etwas Erfahrung gehts aber auch deutlich schneller. Entscheidend ist, daß die vorigen Lackschichten nicht wieder angelöst werden, daher ist rasches Arbeiten beim Auftrag erforderlich. Je nach dem kann eine Zugabe von Bimsmehl und Polieröl notwendig sein, um optimale Resultate zu erziehlen. (wird in den Clou Merkblättern ganz gut beschrieben.) Poren können auch mit Grundieröl und etwas feinem Schleifstaub ganz gut aufgefüllt werden.

Die ganze Sache ist nicht wirklich schwierig, läßt sich aber nur schwer beschreiben. Optimal ist es, einmal bei einem Restaurator oder erfahrenen Schreiner zuzuschauen und auszuprobieren. Das Ergebniss lohnt die Mühe auf jeden Fall, eine ähnlich anmutende Hochglanzoberfläche läßt sich mit anderen Lacken kaum erzeugen. Ein Holzbrett mit Kirschbaum oder Nußbaum furniert eignet sich für erste Versuche ebenfalls ganz gut.

Auf Grund der aufwändigen Verarbeitung ist aber auch verständlich, daß die Radiohersteller meist einfachere Verfahren der Lackierung gesucht und gefunden haben.

mfG Martin Renz

Georg Schön
 
 
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Hallo,

bevor noch mehr Ratschläge zum Umgang bzw. Verarbeitung von Schellack

hier kommen:

Die beiden Truhen aus den 50ern, von denen hier die Rede ist,

sind überhaupt nicht mit Schellack lackiert worden.

Ich weiß nicht womit, aber gewiss nicht mit Schellack!

mfG.

Georg Schön

 

 

 

 

Mario Tieke
Mario Tieke
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Lack 

Hallo

Bei dem verwendeten Lack könnte es sich um Nitrozellulose-Lack handeln der meist an der Geräteoberseite rissig oder ausgeplatzt ist. Das Entfernen geht am besten mit Heißluft und Spachtel, aber nicht zu heiß werden lassen (geht dann los wie eine Zündschnur und ergibt häßliche schwarze Flecken im Furnier), mit feinen Schleifpapier nachschleifen und mit Klarlack aus der Spraydose (am besten waren die Dosen von Hagebaumarkt) lackieren. Bei Teillackierungen, die ich so vorgenommen hatte war kein Unterschied zu den nicht nachgearbeiteten noch guten Gehäuseteile festzustellen.    

Gruß Mario Tieke

  
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