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Siemens Industriefernsehen

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Alexander Schmitz
Alexander Schmitz
 
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10.Feb.20 21:14

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Hallo,

 

Kennt sich hier jemand mit Siemens Industriefernsehanlagen aus? Auffällig ist das die Sichtgeräte (Monitore) einen Stecker mit vielen Kontakten haben. Im Radiomuseum gibt es bislang erst dieses Gerät, welches vermutlich mal umgebaut wurde.

Industrie-Fernsehen - Sichtgerät IF S 006

 

Normalerweise habe diese Geräte den Anschluss wie das bei ebay unter der Nummer 174179069351 angebotene Gerät.

Diese Bildschirme lassen sich jedoch auch mit einem einfachen Videosignal betreiben.

 

Die Gezeigte Industriefernseh Zentralehabe ich vor einiger Zeit aus dem Schrott gerettet, leider habe ich weder Kamera noch Bildschirm.

 

Warum brauchte man solche Anschlüsse und hat den Bildschirm, nicht einfach mit einem Videosignal versorgt?

Ingo Heidinger
 
 
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11.Feb.20 01:53

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Hallo Herr Schmitz,

zunächst mal sind das keine exotischen Steckverbindungen, sondern ganz normale 30-polige nach DIN 41622. Diese werden landläufig als "Siemens-Stecker" bezeichnet, insofern ist es nicht verwunderlich, daß man sie an Siemens-Geräten sehr häufig findet. Ob das der Grund für diesen Spitznamen ist, oder weil Siemens ein "Eigengewächs" als DIN-Norm durchsetzen konnte, kann ich im Moment nicht beurteilen.

Fakt ist auch, das man diese Steckverbindungen noch problemlos bei den großen Elektronikversendern bekommt. Soooo selten sind sie also nicht.

Aber zur eigentlichen Frage:

Mehr als nur zwei Kontakte braucht man zumindest bei einer "Zentrale" beispielsweise für:

  • das Synchronsignal, was an alle Kameras verteilt wird (sonst hätte man bei einer Umschaltung von einer Kamera auf eine Andere ein kurzzeiting durchlaufendes Bild)
  • den Anschluß (mindestens) eines Steuerpultes zur Kamera-Auswahl, wobei man Entfernungseinstellung und Zoom der Kamera-Objektive fernsteuern möchte; motorisches Schwenken der Kameras wird sicher auch häufig gebraucht
  • Audioquellen-Auswahl (braucht man ja auch mitunter)
  • in einer Leitwarte arbeitet immer mehr als eine Person, da wird es also mehrere Arbeitsplätze mit Monitoren geben, da wird es einiges umzuschalten geben. Und wahrscheinlich ein eigenes Steuerpult für jeden Arbeitsplatz.

Da kommen schon einige Leitungen zusammen. Beim gezeigten Gerät wäre es durchaus plausibel, wenn an den 30-poligen Steckverbindungen jeweils ein Bildschirmarbeitsplatz hinge.

Nebenbei: Bei R&S sind diese Steckverbindungen auch sehr verbreitet. Ein Beispiel bei mir: Der TV-Zweiton-Coder STCF, der sich so mit dem TV-RF-Messender SBUF narrensicher und bequem verbinden läßt.

Grüße
Ingo Heidinger

 

  
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