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radiola: Skalenlämpchen 7121 D/00

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Vinzenz Fest
Vinzenz Fest
 
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09.Mar.18 21:29

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Hallo an alle,

Ich habe ein sehr hübsches Radiola RA152 Radio aus Frankreich bekommen.

Das Skalenlämpchen war natürlich kaputt.

Bei der Röhrenbestückung die auf dem Geräteboden aufgedruckt ist steht für das Lämpchen:
7121 D/00.
Kennt jemand die Werte dieses Typs. 

Ich habe verschiedene Lämpchen ausprobiert. Keines leuchtete mit zufriedenstellender Helligkeit.
Die lämpchen die ich probiert habe:

6V/0.3A
18V/0,1A
12V/?   (auf allen ist die Beschriftung runtergegangen)
4,5V aus Taschenlampe
6V Fahrradhinterleuchte

Ich habe dem Vorwiderstand des Lämpchens behelfsmäßig einen 2,7k Zementwiderstand paralell geschaltet und das Fahrradlämpchen genommen.
Ich möchte aber lieber den möglichst originalen Zustand erhalten.

 

Bernhard Nagel
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10.Mar.18 00:43

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Die Philips Lampe 7121D/00 ist recht häufig verwendet worden, neben Röhrenradios wurde sie auch als Stereo-Anzeige bei frühen Tunern/Receivern verwendet.

Im Netz finden sich übereinstimmende Hinweise auf 6 V bei 50 mA entspr. 0,3 W für dieses E10 gesockelte Lämpchen. Siehe z.B. hier für eine Skalanlampen-Datensammlung "Philips Diallamp Data"
mario. datastress. com/radio/dial. htm (Leerzeichen aus der URL entfernen)

Mit dem 2,7 kΩ Vorwiderstand fliessen gut 40mA durch das Lämpchen.

Obwohl original, ist diese Lösung alles andere als günstig was die Energiebilanz betrifft. Allein die Beleuchtung - genauer gesagt der Vorwiderstand - verbraucht mit gut 4 W etwa 20% der Gesamtaufnahme des Radios die bei 110V mit ca. 20W angegeben ist.

This article was edited 10.Mar.18 00:45 by Bernhard Nagel .

Wolfgang Eckardt
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10.Mar.18 10:47

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Wie Herr Nagel schon richtig geschrieben hat: das Skalenlämpchen mit Sockel E10 hat den Wert 6 V / 50 mA.

In den beim Modell vorhandenen Dokumentationen ist in der 4. Datei (f_radiola_ra152u_pos_desr3.pdf) im Text rechts unten der Wert auch angegeben mit "6 volts, 0,05 A (50 mA)."

W.E.

 

 

Hans RODT
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10.Mar.18 11:12

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Hallo Herr Fest und Herr Nagel,

 

es gäbe meiner Ansicht nach noch eine Lösung, die von der Energiebilanz besser aussieht und dennoch kaum einen Eingriff in das Originaldesign bedeutet.

 

Man könnte den 2,7 kΩ Original-Vorwiderstand überbrücken und eine Kleinröhrenlampe 130 V 2.60 W E10 Klar (00211320 Barthelme, über Conrad beziehbar, € 1,42) verwenden.

 

Das Radiola RA152 ist ein Allstromgerät 110/125V. Mit der besagten Birne würden dann etwa 2,5 W verbraucht, es würde sehr viel mehr Energie in Licht umgesetzt und weniger Wärme erzeugt. Ein eventueller Rückbau wäre sehr einfach, Brücke entfernen und ein dem Original entsprechende Birne wieder einsetzen.

 

Mit freundlichen Grüßen

 

Hans Rodt

 

Steffen Thies
 
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11.Mar.18 20:18

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Lieber Herr Rodt,

da möchte ich doch mit allem Respekt widersprechen. Ich habe da ein paar Bedenken.

Zum einen ist die Lampe ein Kaltleiter, d. h. beim Einschalten werden die Röhren höher belastet. Das wird zwar wahrscheinlich gutgehen, aber die einigermaßen seltenen Rimlock-U würde ich doch vorsichtig behandeln.

Punkt zwei: Die normalen Kleinfassungen sind nicht für Spannungen über 60 oder 100 V gedacht (es gibt spezielle mit einem Isoliersteg). Da auf dem Netz auch mal Sauereien mitkommen, wäre mir das zu gefährlich.

Punkt 3: 2,5 statt 0,3 W an der Lampe ist nicht sooo gut für das Kunststoffgehäuse.

Alles in allem halte ich den Vorwiderstand für besser. Das was bei gelegentlichem Hören mehr verbraucht wird, kann man leicht durch einen Tag Verzicht auf das ultracoole Heimnetzwerk oder ähnliche Lebensnotwendigkeiten wieder hereinholen.

Bitte um Verständnis,

Steffen Thies
 

Vinzenz Fest
Vinzenz Fest
 
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13.Mar.18 20:36

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Vielen Dank für die Reaktionen!

Ich habe schon ein passendes Lämpchen bei Reichelt gefunden.

Beste Grüße an alle!
Vinzenz Fest

Steffen Thies
 
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26.Mar.18 20:30

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Nach einem netten Gedankenaustausch mit Herrn Rodt hier mit seiner Zustimmung eine Zusammenfassung:

1. Er hat Recht: Das Lämpchen liegt nicht in Reihe mit der Heizung, was ich als selbstverständlich angenommen habe. Aua... damit fällt dieser Punkt weg. Bei einem Überschlag in der Fassung sind somit nur die Verdrahtung und die hoffentlich vorhandene Sicherung gefährdet - das könnte man schon mit seinem Gewissen vereinbaren.

2. Der vorgeschlagene Umbau hätte den Wunsch nach mehr Helligkeit aus Post 1 mit einer kleinen reversiblen Änderung erfüllt. Insofern gut, aber wir sind uns einig, daß die Erwärmung von Fassung und Umgebung geprüft gehört.

3. Einen Einfall möchte ich nachreichen: Wenn die Helligkeit des passenden Lämpchens nicht reicht, würde ich es mit 12 V 50 mA versuchen. Das müßte ganz ohne Änderung gehen. Vergessen Sie dabei nicht, daß die Auslegung der Lampe eine Rolle spielt - 6 V ist mit Taschenlampen-Lebensdauer viel heller als eine Radio- oder Autolampe (die eigentlich für 14 V ist).

Grüße,

Steffen Thies
 

  
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