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sondyna: Sondyna Resonar RE5520 - Reparaturbericht

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Marc Gianella
 
 
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23.Mar.05 19:04

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17.02.06 Überarbeitet, insbesondere Cascode-Stufe
Vor allem die Interpretation der erzielten Verbesserung durch die Änderung der Spannung am G2 von V4 und der Entfall des Dämpfungswiderstandes im 2. UKW-Filter sind mir noch nicht ganz klar.

Vor Jahren interessierten mich an dem Gerät der FS Bereich und die Cascode Eingangsstufe im UKW-Frontend, sowie der sehr grosse Lautsprecher (als Ersatzteil für einen Siemens 1135W). Wegen der Diskussion im RM über Fernsehtonteile in Radios wurde ich wieder darauf aufmerksam. Zu Dokumentationszwecken vom Dachboden geholt, fasste ich den folgenschweren Entschluss es zu restaurieren. Bis zuletzt musste ich erheblich mehr Zeit aufwenden als mir lieb war, über 70 Stunden. Im Besonderen der nach Reparatur und Abgleich erbärmliche UKW-Empfang hat mich zunächst verunsichert. Hatte ich nichts übersehen oder lag es an der Konstruktion? Die ersten Schweizer „UKWeh“ Geräte stehen ja im Ruf nicht gerade empfindlich und trennscharf zu sein.

Zustand

Das Radio ist zwar unverbastelt, das Gehäuse in Ordnung, jedoch ist die Chassis Oberseite verrostet. Das Gerät muss zuletzt in einem Metallverarbeitenden Betrieb gestanden haben (Staub, Eisenstaub und Schmiermittel) dann zeitweise feucht gelagert.

Nebst der Cascode-Stufe ist die Technik nicht vom Feinsten: Der UKW-Tuner ist zwar sauber aufgebaut aber nicht abgeschirmt, es folgt ein etwas schmalbrüstiger ZF-Verstärker mit grossen Filtern wie Jahre zuvor und der viele Schweizer Geräte kennzeichnende Telefonzentralenverdächtige Aufbau mit entsprechend langen Leitungen.

Es wird der Anschein eines grossen Supers erweckt, tatsächlich findet sich innen nur ein grosszügig dimensioniertes Chassis und nicht viel Elektronik. UKW-Frontend, Drehko, HF-Eingangskreise und Filterbecher sind relativ weit auseinander. Entsprechend lange, verlustreiche Leitungen sind die Folge. Im NF-Teil ist der Ausgangstrafo ist über 40cm Drahtlänge mit der Anode der Endröhre verbunden.

Schaltung

Das Schema R029-616 vom 30.11.54 ist in die Bodenpappe geklebt.
UKW-Frontend: Nach ZF-Saugkreis und Bandfiltereingang folgt eine geregelte Cascode Eingangsstufe mit 6BK7A. Auf eine Triode in Katodenbasisschaltung folgt in Serie eine Triode in Gitterbasisschaltung. Ersteres bringt einen hohen Eingangswiderstand, bessere Selektivität und Spiegelselektion. Die erste Stufe hat zwar nur eine geringe Verstärkung aber durch die hohe Impedanz kann im Eingangsbandfilter aufwärts transformiert werden. Verstärkung und Stabilität werden in der zweiten Stufe erreicht. In dieser Stufe durch Stromschwankungen entstehendes Rauschen wird selbsttätig gegengekoppelt, da durch die Serieschaltung die Katodenimpedanz der zweiten Stufe aus dem Innenwiderstand der ersten Stufe besteht. Somit ergeben sich die Eigenschaften einer Pentode kombiniert mit der Rauschen einer Triode. Nach dem Zwischenkreis folgt die selbstschwingende Mischstufe mit EC92. Im UKW Betrieb schwingt der Oszillator um die ZF 10.7 MHz tiefer als die Empfangsfrequenz. Das ermöglicht den Empfang eines gespiegelten Teilbereichs im VHF Band I wenn der Oszillator um die ZF höher schwingt, entweder Kanal 2 – 3 oder 3 – 4. Oszillator- und Zwischenkreis haben hierzu über einen Schalter mit Seilzug zuschaltbare Lufttrimmer für den Abgleich.
Im UKW-Frontend ist im Anodenkreis ungeschirmt die über C11 entdämpfte Primärspule 12 mit einer kleinen Kopplungswicklung 13. Deren Wickeldrähte (CuL mit Seidenumwicklung) sind am Spulenkörper verknotet und führen leicht verdrillt zum rechtwinklig angeordneten Abschirmbecher mit dem Gitterkreis der als erste UKW-ZF arbeitenden ECH81.Reparatur

L-M-K Eingangsschaltung: Konventionelle Schaltung mit ECH81, ohne Vorstufe. Die ECH ist unten liegend verbaut.

ZF: Der schmalbrüstige ZF-Verstärker ist mit der Regelröhre EF85 bestückt. Die AM-Bandbreite wird durch Zuschalten der HFTR-Taste erweitert.
Der UKW Ratioelko ist im Plan verkehrt gepolt eingezeichnet!

NF: Konventionelle Schaltung mit dem Triodenteil der EABC80 als Vorstufe und EL84 Endstufe. Im AM-Betrieb werden die hohen Töne abgeschwächt (Schalter im Gegenkopplungszweig).

 

Vorsicht bei Demontage:

Die Skalenschrift ist wie bei vielen CH-Radios, wasserlöslich! Reinigung nur mit äusserster Vorsicht.

Lautsprecherdemontage: Im Zentrum des TT-Systems befindet sich der Hochtöner. Beschädigungsgefahr der grossen Lautsprechermembran durch den Magneten des Hochtöners.

Skalenbeleuchtung: Die verwendeten Sofittenlampen sind heute nicht mehr erhältlich. Sie wurden ersetzt durch noch erhältliche axiale Anzeigelampen 6.3x30mm mit an den Enden aufgesteckten Kappen von den defekten Sofitten oder von solchen aus Automobilen.

Allein aufgrund einiger offensichtlich verbrannten Siebwiderstände war der Defekt des Selengleichrichters zu erwarten. Elektrolytkondensatoren, insbesondere Lade- und Siebelko müssen geprüft werden, in dem Fall waren alle trocken. Die Spannungsversorgung wurde neu gebaut. Da es sich konstruktiv anbot, wurde der den Si-Dioden entsprechende Vorwiderstand von 180§Ù 9W vor den Gleichrichter geschaltet.

Die Wickelkondensatoren Fabrikat „Hunts“ sind sämtlich zu ersetzen. Ein Glimmer- (C36 im AM-Oszi -> krachen) und ein keram. Röhrchenkondensator (C54, gerissenes Röhrchen) waren defekt.

Nebst den als defekt erkannten sind speziell alle hochohmigen (ab 100kΩ) amerikanischen Widerstände mit dem weissen Körper zu untersuchen. Viele R zeigten Abweichungen von um +20% bis +35%, in der Summe ergaben sich erhebliche Abweichungen, so dass die Regelspannungen für die Cascode, die ECH und der ZF-Stufe nicht stimmten. Zudem wurden die Anzeigeröhre und die NF-Stufen (R35 –R38) nicht mehr voll ausgesteuert.

Vor einem ersten Abgleich war auf UKW kein bis unbrauchbarer Empfang. Wegen der Cascode-Eingangsstufe ist zwischen den Stationen fast kein Rauschen vorhanden.

AM Abgleich wurde mit Generator und Outputmeter vergenommen und zeigt die erwartete Leistung.

Ganz anders bei FM: Zwar spürt das HF-Frontend auch schwache Stationen aber gesamthaft ist zu wenig Verstärkung da und die ZF zeigt Schwingneigung. Darum enthält das 2. UKW-Filter sekundärseitig wohl den Dämpfungswiderstand R15a. Im Unterschied zum Schema wurde hier schon Werkseitig ein anderer Wert (30 statt 47kΩ) eingesetzt, der für noch reichlichere Bandbreite sorgt. Dafür wurde R24 auf 47kΩ verringert um die EM80 weiter auszusteuern. Je nach Gerät kann versucht werden R15a durch Versuch neu festzulegen. Nachteil: Bei Grossignal oder Überspannung wird die ZF instabil und beginnt zu schwingen, die Demodulation wird zuerst unsauber, dann stumm.

Beim Test hatte ich den Eindruck, dass die Begrenzung zu spät einsetzt und die ZF mit wenig Eingangssignal betrieben wird. Ein Vergleich mit anderen Geräten mit EF85 in der ZF (z.B. Graetz 4R/232) zeigt hier eine unüblich hohe Schirmgitterspannung von 110 Volt. Experimentell wurde für R18 neu 100 kΩ eingesetzt, es ergeben sich knapp 70V am G2. Dabei konnte R15a entfallen, die ZF blieb stabil und es resultierte bessere Verstärkung.

Insgesamt ist die Abstimmung nach erneutem Abgleich recht breitbandig, die Empfindlichkeit ist mässig, dank Cascode-Eingangsstufe guter Rauschabstand. Ich habe den Eindruck, das Gerät muss in die Nähe des Senders transportiert werden um die max. Begrenzung zu erreichen.
Weitere Massnahmen zur Verbesserung von Empfindlichkeit (z.B. mit EF183 als ZF-Stufe) und Selektion würden wahrscheinlich über weite Teile einen konstruktiven Neuaufbau erfordern.

Ich frage mich, ob die Auskopplung der UKW-ZF optimal gelöst wurde: Was für HF-Eigenschaften hat wohl der Knoten und die verdrillte Leitung? Ist die Ankopplung in Serie mit der Gitterkreisspule gut angepasst?
Edit: Hierzu die Schaltungsanalyse des Grundig 5040 Teil 2.

 

Die Lautsprechermembran musste neu angeschlossen werden. Die Litze von den Lötösen zu den Anschlüssen auf der Membran ist zu kurz. Bei starker Auslenkung werden sie gespannt, was zu starken Verzerrungen und evtl. zur Zerstörung führt. Die feinen Litzendrähte müssen darunter gelitten haben, darum konnten sie nicht verlängert werden da sich dann bei mittleren Tonlagen starkes Klirren zeigte. Nachdem dies auch behoben war, zeigten sich andere Geräusche. Ich vermute, dass sich im Spalt auch Rost gebildet hat.

Schön, wenn nach all dem Aufwand jemand noch so einen (oder zwei, für den Siemens) grossen Lautsprecher hätte! Aussenmasse 320 x 210 mm. Ich habe noch nie einen so grossen Ovallautsprecher gesehen.

 

Dieses ist das erste Radio, wo fast alle Röhren, (bis auf End- und Abstimmanzeigeröhre) praktisch neu waren – das Gerät hatte wohl nur mit neuen Röhren halbwegs brauchbaren Empfang.

Este artículo fue corregido 25.Mar.07 14:27 por Marc Gianella .

Marc Gianella
 
 
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09.Jan.22 00:52
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Nachtrag: Einen Lautsprecher hatte ich vor Jahren erhalten.

  
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