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Straßer: Wie ein Limann-Spulensatz entsteht

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Georg Richter
Georg Richter
Redakteur
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17.Sep.18 00:57
 
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Als "Firmenbild" ist eine Bildersammlung von Carl Stumpf durch "Sammlung Funkhistorisches Archiv der GFGF e.V." ohne Quellennachweis hochgeladen.

Das nachfolgende ist extrahiert aus der Funk-Technik Nr.21/1948, S.538 und 539


Die Firma Straßer in Ettendorf bei Traunstein (Obb.) war eine der ersten, welche die Bedeutung des Limannschen Vorschlages erkannte, die übliche Zweikreiserschaltung durch Vereinigung der beiden Schwingkreise zu einem Bandfilter zwischen HF-Verstärkerröhre und Empfangsgleichrichter (siehe FUNK-TECHNIK Bd. 3 [1948] S. 83 u. S. 265) zu verbessern und zu vereinfachen und den Großserienbau eines derartigen Spulensatzes unter Mitwirkung von Ing. Limann durchführte. Infolge rationeller Fertigungsmethoden konnte trotz des niederen Preises der Spulensatz mit vielen Vorzügen, wie Eisenkernabgleich jeder einzelnen Spule, verschiebbare Rückkoppungswicklung zur Anpassung an die verschiedenen Röhrensteilheiten und Befestigungsmöglichkeit für alle gebräuchlichen Trimmerkondensatoren ausgerüstet werden.

Das Werk, das sich anfänglich auf den Bau von Spezialspulen für Meßgeräte beschränkte, hat sein Fabrikationsprogramm seit langem über den Bau von Ein-und Mehrkreiserspulensätzen bis zur Serienfertigung kompletter Spulenaggregate für Überlagerungsempfänger mit 468 kHz Zwischenfrequenz ausgedehnt.     Gd

Der alte Familiensitz Straßer, von außen immer noch das behäbige, oberbayerische Bauernhaus, wurde im Innern zu einer hellen und freundlichen Spulenfabrik umgestaltet.

An der Drahtschablone werden nach dem Wickeln die Drahtenden der Kreuzwickelspule gekürzt.

 

Herstellen der Kurzwellenspulen aus 0,9 mm starkem Lackdraht auf einer selbst konstruierten Wickelmaschine.

 

Tempern im Härteofen bei etwa 150°C verleiht den an drei Stellen mit Spezialkleber getränkten KW-Spulen eine überraschende Steifheit.

 

Der fertige Spulensatz wird zu einer Schlußprüfung einer Gütemessung im Betriebsszustand unterzogen. Gleichzeitig werden die Induktionswerte abgeglichen.

 

Flinke Frauenhände besorgen den Zusammenbau der Spulensätze.

 

Jede einzelne Wicklung wird auf Selbstinduktion kontrolliert.

 

Dauerprüfung im Empfangsgerät.

 

Die Techniker im Labor sind ständig dabei, neue Spezialaggregate und die dazugehörigen Prüf- und Meßgeräte herzustellen.

 

Eine eigene Werkzeugmacherei sorgt für die notwendigen Arbeitsgeräte.

Dieser Beitrag wurde am 17.Sep.18 18:42 von Georg Richter editiert.

Hans M. Knoll
Hans M. Knoll
Redakteur
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19.Sep.18 16:35

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Zu diesem  Artikel, mit dem damals bei Bastlern beliebten Vorschlag von Otto Liman,

wie man einen Zweikreiser bauen kann, der nicht zum unkontrollierten Schwingen neigt,

gibt es im  RMorg. sehr lehrreiche und  interessante   Texte und Berichte.

#1 hier

#2 hier

 

#3 hier

#4 hier

#5 hier

 

und #6 hier

 

Von dort noch aus, Verzweigungen zu mehr. 

 

 

H.M.K.

Dieser Beitrag wurde am 19.Sep.18 17:03 von Hans M. Knoll editiert.

  
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