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telefunken: 650GL; Ersatz für die REN1817d

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Wolfgang Holtmann
Wolfgang Holtmann
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01.Mar.06 17:59

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Mit Einführung der Gleich-oder Wechselstromnetzversorgung wurde das Mischprinzip wie bei den Französischen "Bigrilles", nun aber mit indirekt geheizten Doppelgitterröhren fortgesetzt.

Die frühen Superhets an Gleichstromnetzen benutzten u.a. die REN1817d, U1718D, DG2018, B2041. Genannte Röhren sind mit einem Heizfaden für ca. 20V bei 0,18A versehen.

Testschaltung
Für eine möglichst objektive Beurteilung der Eigenschaften der Ersatzröhre, sind nahezu die gleichen elektrischen Voraussetzungen von Wichtigkeit, wie sie auch bei einem Industriegerät gegeben sind. Daher habe ich die Versuchsschaltung etwas angepasst, so dass sie mit dem TELEFUNKEN Superhet 650GL vergleichbar ist.



Als Ersatzröhre bietet sich die UF80 an. Sie hat einen 19 Volt 0,1A Faden, also müssen 0,08A über einen 238 Ohm Shuntwiderstand vorbeigeleitet werden. Dafür nehmen wir entweder 2x 470 Ohm parallel, oder 2x 120 Ohm in Serie. Die Belastbarkeit je Widerstand ist mit 1 Watt zu wählen. Auf eine gute Abstrahlung der Verlustwärme ist zu achten.
Weiterhin ist das Bremsgitter getrennt herausgeführt. Der Schirmgittervorwiderstand sorgt für eine Reduktion des Anodenstroms. Auf eine kapazitive Überbrückung konnte ich verzichten.

Die anschließenden Messungen ergaben kaum einen Unterschied mit der REN704d (bei Uf = 4V). Diese ist -bis auf die Heizdaten- equivalent mit der REN1817d, welche mir nicht zu Verfügung steht. Natürlich habe ich auch die Schwingsicherheit über eine großen Frequenzbereich getestet.

Sehr bemerkenswert
Bei meinen Erprobungen konnte ich jedesmal, wenn ich die Anodenspannung abschaltete (= langsamer Rückgang der Spannung), einen deutlichen Lautstärkeanstieg feststellen! Das machte mich stutzig, weil das auf eine nicht optimale Arbeitspunkteinstellung der Mischstufe schließen lässt. Dieser Effekt trat sowohl bei der REN704d(!), als auch bei dem Ersatz mit der UF80 auf. Daraufhin habe ich die Anodenspannung mit einem zusätzlichen Widerstand von 220k (mit 4,7nF hochfrequenzmäßig überbrückt) reduziert. Der Katodenstrom beträgt jetzt nur noch 0,8 bis 1 mA! Trotzdem messe ich eine hörbare Steigerung der Gesamtempfindlichkeit, ohne dass die Schwingsicherheit darunter zu leiden hat.

Darf ich die Besitzer eines T650GL bitten, diese, meine Feststellung zu überprüfen und mir per E-mail (oder im Forum) gemachte Erfahrungen mitzuteilen.

Viel Erfolg beim Nachbau!

  
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