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telefunken: Testbericht Tonabnehmer TO1000

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Thomas Günzel
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25.May.08 22:20

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Reply  |  You aren't logged in. (Guest)   1 Liebe Freunde der Schallplattentechnik,

Anbei der Testbericht des ersten elektrodynamischen Tonabnehmers von Telefunken, der damals eine Revolution in der Abspieltechnik darstellte.


Ernst Erb
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26.May.08 02:54

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Interessanter Beitrag in jedem Fall.
Bitte immer aufpassen, wenn man solche Aussagen liest wie "war eine Revolution in der Abspieltechnik". Es kommt darauf an in welcher Zeit oder wo. Es gab einige Jahre vorher diese Entwicklung mit dem Saphir und "leichtem" Tonarmgewicht von z.B. 20 g. Später kamen noch andere Nadeln (und Nadelformen) bis zum Diamant.

Ausserhalb Deutschland:
Der erste elektrische Plattenspieler kommt wohl 1924 aus den Bell Labs und 1925/26 verkauft Brunswick mit Panatrope wohl den ersten elektrischen Plattenspieler. Thorens entwickelt 1928 elektrischen Direktantrieb für Grammophone (1943 Plattenwechsler). 1929 zeigt RCA Viktor die Vitrolac-LP mit 14" Durchmesser und 33 1/3 Touren. Diese Technik kommt 1931 auf den Markt. Eine wesentliche Verbesserung des Plattenmaterials (Polyvinylchlorid bzw. PVC) bringt direkt nach dem Krieg weinger Rauschen (Columbia) und man beginnt mit der "Microrille" sowie mit der Kunststoffplatte (RCA Victor) für 45 Touren/Min. 1948 kommt die Füllschrift, um Rillenbreite einzusparen bzw. längere Spieldauer zu erzielen wie auch die 12-Inch (30cm)  Langspielplatte mit 33 1/3 von Columbia Records. 1949 erscheint die "Single" mit 17 cm Durchmesser und Umdrehungszahl 45 U/min.

Diese Technik gab es also lange bevor der Tonabnehmer TO1000 auf den Markt kam. Wer kann hier mehr recherchieren?  A propos: Ab 1934 versucht man in den USA mit dem Begriff "High Fidelity" zu werben.

This article was edited 26.May.08 10:33 by Ernst Erb .

Robert Latzel
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26.May.08 08:12

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Hallo Herr Günzel,

zuerst einmal vielen Dank für den sehr guten Beitrag!

Ich habe allerdings einen redaktionellen Verbesserungsvorschlag, den ich anhand dieses Beitrags hiermit öffentlich machen möchte:
In der Annahme, daß solche Beiträge/Texte auch in einigen Jahren noch zu lesen sein werden, möchte ich vorschlagen, die Quelle (also z.B. Funkschau) sowie das Datum (ggf. auch Seite/Stelle) der Veröffentlichung/des Druckes so genau wie möglich und gut lesbar - also am Anfang oder Ende des Textes anzugeben.

Dies wird sicherlich nicht nur die wissenschaftliche Weiterbearbeitung/Verwendung solcher Informationen erleichtern (bei wissenschaftlichen Arbeiten oft gar erst ermöglichen), sondern es schützt auch vor Mißverständnissen, die bei nicht unbedingt geschichtskundigen Lesern durchaus entstehen können.

Gerade das Thema 'Röhrenentwicklung bei Telefunken' etwa gibt dazu prima Beispiele, wie vermeintlich 'taufrische' Neuerungen hier in Deutschland aufkamen, die schon lange anderenorts verwendet bzw. entwickelt worden waren. Mit einem entsprechenden Quellhinweis, Quellverweis oder Quellverzeichnis kann man da dann auf äußerst interessante Entdeckungsreisen gehen...
Ähnliches trifft auch auf die Thematik Superhet/Audionempfänger zu, die Telefunken-Bauerlaubnis oder den Vergleich der UKW Technik in Deutschland/USA beispielsweise...

Mit freundlichen Grüßen

R. Latzel

 

This article was edited 26.May.08 12:23 by Robert Latzel .

  
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