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Traditionsmarke Blaupunkt

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Achim Dassow
 
 
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01.Nov.19 11:54

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Liebe Radiogemeinde,

angesichts des Beitrags "Blaupunkt Digitalradio", der hier am 26.10. erschien, habe ich interessehalber weiter recherchiert.
Über das weitere Schicksal der Marke Blaupunkt habe ich den folgenden Artikel im Internet gefunden, der vom 12.08.2015 stammt:
Traditionsmarke Blaupunkt: Max Power Products übernimmt Vertriebsrechte
Max Power Products GmbH & Co. KG mit Sitz in Frankfurt am Main, ein Unternehmen der Wünsche Group aus Hamburg, hat am 1. August die Lizenzen für den Vertrieb von Audioprodukten der Marke Blaupunkt für Deutschland, Österreich und die Schweiz übernommen. Zur Wünsche Firmengruppe gehören auch namhafte Marken aus der Lichtbranche wie Hellux, Lite Licht, Zett Lite und Müller Licht.
Die Max Power Products führt die Geschäfte nach eigenen Angaben mit dem bestehenden Sortiment weiter und will die Produktpalette in den nächsten Wochen mit neuen Artikeln erweitern. Das derzeit bestehende Sortiment beinhaltet über 30 Produkte. Schwerpunkte bilden hochwertige Soundbars und Soundsysteme inklusive 5.1 Systeme, Boomboxen, Bluetooth Lautsprecher, Internet-Radios sowie Radiowecker. ".....". Die Traditionsmarke mit dem blauen Punkt gibt es bereits seit 1938. Herausragende Blaupunkt-Entwicklungen waren unter anderem die ersten "Super High Fidelity" Raumklanggeräte (1956) sowie der erste Hifi-Receiver nach der DIN-Norm 45500. ".....". Über die Mitarbeiter heisst es: Sie verfügen über mehr als zehn Jahre Expertise im Listungs- und Aktionsgeschäft mit Kunden aus dem stationären Fach-, Groß- und Einzelhandel (anm.: also keine Technikkompetenz in erster Linie).
Über die Muttergesellschaft Wünsche Group:
Die weltweit agierende Wünsche Group ist eine familiengeführte internationale Unternehmensgruppe mit Hauptsitz in Hamburg. Das Unternehmen umfasst mehr als 25 Tochtergesellschaften an weltweit 30 Standorten und beschäftigt über 800 Mitarbeiter. Die Gruppe umfasst die Handelsbereiche Nahrungsmittel, Fashion, Konsumgüter, Consumer Electronics sowie Dienstleistungen und Schifffahrt. Die Historie des stark expandierenden Unternehmens reicht über 90 Jahre zurück (anm.: oder nur die der zugekauften Marken?).
Seit die in Hamburg ansässige Wünsche Group (anm.: durch ihre Tochter Max Power Products) die Lizenz für den Blaupunkt-Audiobereich (Blaupunkt Competence Center Audio) im Jahr 2015 übernommen hat, befindet sich das Geschäft bereits im dritten Jahr auf Wachstumskurs und verzeichnet für 2017 ein Umsatzplus von 23 Prozent. „Schon kurz nach der Übernahme der Audio-Lizenz haben wir begonnen, innovative und im Trend liegende Produkte ins Portfolio aufzunehmen. Zudem haben wir eine umfassende Qualitätsoffensive gestartet. Der Name Blaupunkt weckt schließlich Erwartungen“, sagt Roberto Cataneo, Chef der Audiosparte. Das Wachstum verdanke die Marke nicht nur der umfassenden Qualitätsoffensive, sondern auch einem guten Preis-Leistungsverhältnis (anm.: billig im Ausland produziert) und innovativen Produkten, die im Markt gefragt sind. „Besonders gut haben wir dieses Jahr unseren Blaupunkt Party-Speaker, vernetzbare Lautsprecher, Retro- und Internet-Radios sowie Boomboxen verkauft. Auch der puristische Plattenspieler TT 100, den wir erstmalig auf der IFA vorgestellt haben und der im aktuellen Vinyl-Trend liegt, ist auf großes Interesse im Handel gestoßen. Im Weihnachtsgeschäft hat sich diese Entwicklungen nochmals verstärkt“, sagt Cataneo.

unter: w w w,blaupunkt,com/de wird u.a. eine ziemlich bunte Mischung von Produkten verkauft:

  • Falt-Ebikes
  • Chromecast Lautsprecher
  • Car Multimedia
  • 4G Smartphones
  • Staubsauger Roboter
  • Luftreiniger
  • Nähmaschinen
  • Kücheneinbaugeräte
  • Funk-Alarmanalagen

Offensichtlich versucht hier ein Handelsunternehmen, sich einfach nur die Erinnerung Vieler an die einstige Marke zu Nutze zu machen. Mit der einstmals in Deutschland angesiedelten Technik-Kompetenz ist da nicht zu rechnen, das erledigen heutzutage über die ganze Welt verteilte, billige Arbeitskräfte...

Das läuft hier nicht viel anders als mit den einstigen grossen Namen wie Grundig oder Telefunken. Billig produziert, nicht zu teuer verkauft, überschaubare Lebensdauer (...),  bei Defekt einfach durch neue Geräte ersetzt... einfach Teil der weltweiten gigantischen Ressourcenverschwendung.

Ich habe selber Geräte entwickelt, die, vor über 20 Jahren gebaut, zum Teil noch heute in Betrieb sind. Ganz zu schweigen von dem inzwischen horrenden Aufwand für die EMV-Zertifizierung u.s.w. durch akkreditierte Labore den ich als Entwickler begleiten musste. Und den zu umgehen für viele Firmen vom Gesetzgeber viel zu leicht gemacht wurde, man darf sich ja als Unternehmen selbst ein CE-Zertifikat ausstellen...

Liebe Grüsse
Achim

 

  
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