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Transportkoffer für DKE38B

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Gerhard Heigl
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07.Aug.03 08:01

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Gestern hat mir ein Sammlerkollege einen Transportbehälter für den DKE38B gezeigt, von dessen Existenz ich bis dato keine Ahnung hatte (was aber nichts zu bedeuten hat). Der Behälter ist eine einfache Weichholzkiste in Militärgrau. Der Traggriff ist klappbar und 4 Spannverschlüsse halten den Deckel. Am Deckel die Aufschrift "DKE-Batterie". Der Innenraum ist in 4 Fächer aufgeteilt. Links unten ein grosses Fach für den DKE38B, die Ecken mit dickem Filz ausgekleidet, zum Schutz des wertvollen Bakelitgehäuses. Links oben das Fach für die Anodenbatterie. Rechts unten ein kleineres Fach für den Heizakku und darüber ein Fach für Zubehör, Antennendraht usw. Im Deckelinneren ist die Betriebsanleitung aufgeklebt, mit der Jahreszahl 1943, die auch am Akku zu lesen ist. Sollte dieser Behälter selten sein, kann ich noch Detailfotos liefern.

Eigentlich habe ich den DKE38B immer als ziviles Radio für den stromlosen Haushalt eingeschätzt. Wurde dieses Radio auch für militärische Zwecke verwendet? Wer weiss mehr dazu?

MfG. Gerhard

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This article was edited 08.Aug.03 09:54 by Gerhard Heigl .

Manfred Kröll † 2.9.2013
Manfred Kröll † 2.9.2013
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07.Aug.03 20:33

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hallo gerhard,

es gibt massenhaft fotos - im speziellen aus dem südosteuropäischen raum, wo angehörige  der wehrmacht mit dem dke auch in feldquartieren abgebildet waren. das waren bestimmt keine "privatgeräte" die die mannschaften da mitgeschleppt haben. die kiste sagt eh alles.

viele grüsse,fred

Ernst Erb
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08.Aug.03 08:29

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Wohl gibt es Fotos, auf denen man diese "militärische Ausführung" erkennen kann, doch ist diese Tatsache der Existenz der militärischen Ausführung den wenigsten Sammlern bekannt. Diese Ausführung ist auch - so viel ich weiss (und ich kenne den Markt nicht so genau, da ich keine Zeit für den "Markt" habe) - sehr selten.

Bitte veröffentlichen Sie die beiden Fotos auf dem Modell - allerdings bitte auf der nun angelegten "Militärvariante". Wenn mehr Infos zusammen kommen, wäre auch eine Zusammenfassung darüber - über das Modell hochgeladen - sehr interessant. Da wären also noch Antworten nötig wie: Wer hat überhaupt so etwas "mitbekommen" (Pro Kampanie, für spezielle Zwecke, für bestimmte Offiziere oder bestimmte Gebiete?). Ab wann produziert - vielleicht vermutliche Stückzahl. Als Sammlerstück selten oder nicht etc.

Bis wann produziert - also auch in der letzten Ausführung von 1943? Oder in der Ausführung dazwischen? Aus welcher Ausführung besteht Ihr Gerät und stammt von welchem Hersteller?

Auch dieser Thread wäre - vom Modell aus gestartet - "ewig sichtbar" geblieben, zumindest für Leute, die sich den DKE38B anschauen ... Aber so quasi den "abgeschlossenen, gültigen" Teil dort zu veröffentlichen ist wohl gerade so gut, nur sollten dann Antworter mit guten Informationen, die zudem bebildert sind, dort auch nochmals hochladen ...

Michael Seiffert
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Ich kann mich an Erzählungen meines Vaters erinnern, er war gegen Kriegsende als 16-jähriger im deutsch-polnischen Grenzgebiet beim Arbeitsdienst eingesetzt, er berichtete auch davon, dass dort bei seiner Einheit mit dem DKE radiogehört wurde. Es war eine quasi militärische Einheit, halt nur in der Uniform des Arbeitsdienstes. Leider kenne ich keine Einzelheiten, ich kann mich nur erinnern, dass das Gerät dort als Truppenbetreungsempfänger verwendet worden sein soll mit all seinen Schwächen wie der schlechten Empfangsleistung usw. Desweiteren kann ich mich an eine angeblich militärische Variante des DKE erinnern im Metallgehäuse. So ein Teil ist in den letzten Jahren mal im Dorotheum versteigert worden. Ich habe es aber persönlich nie zu Gesicht bekommen. Im Auktionskatalog war es nur beschrieben, keine bildhafte Darstellung.

Michael

Georg Schön
 
 
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In Deutschland begann die Elektrifizierung der ländlichen Gebiete schon

kurz vor dem ersten Weltkrieg, und war Ende der 30er Jahre praktisch

vollständig.

Zwar gab es noch ein Durcheinander von diversen Spannungen

(deswegen die vielen Allstromgeräte), aber der Bedarf an Batteriegeräten war gering.

Insofern gehe ich davon aus, daß die meisten Batterie-DKE's bei

Militär, Org. Todt und in Luftschutzbunkern verwendet wurden.

Das "wehrmachtsgrau" der Kiste macht die Verwendung des Geräts bei der

Wehrmacht wahrscheinlich, aber nicht sicher.

Man nahm es mit dieser Farbe ab einem gewissen Zeitpunkt nicht so genau,

egal ob zivile oder militärische Nutzung.

Interessant wäre zu wissen, ob die Geräte ab Werk in dieser Verpackung

geliefert wurden. Immerhin ist es denkbar, daß man sich solche Kisten

bei der Wehrmacht bastelte, um die zerbrechlichen Bakelitgehäuse  beim

"Umzug" zu schützen.

Gruß

Georg Schön

 

 

This article was edited 08.Aug.03 15:24 by Georg Schön .

Horst Willers
Horst Willers
 
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14.Aug.03 18:09

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Heute (14.08.03) habe ich meinen Opa befragt. Opa war im Kriege als gelernter Radiomechaniker als kleiner Gefreiter für die Reparatur von Truppenbetreuungsgeräten im Raum Posen zuständig.An einen Batterie DKE im wehrmachtsgrauen Transportkoffer kann er sich nicht erinnern.Gängig waren die NORA Koffer und die PHILIPS Kommißbrote. Der DKE dürfte seiner Ansicht nach aufgrund der bescheidenen Empfangsleistungen wohl kaum zum Einsatz bei der Wehrmacht gekommen sein. Denkbar sei allenfalls, daß aufgrund von Fertigungsengpässen die hochwertigen Betreuungsempfänger nicht mehr in ausreichender Stückzahl produziert werden konnten und man notgedrungen auf den DKE zurückgriff. Eine Anekdote : Wenn der größte Feldherr aller Zeiten eine Rede hielt,die dann im Radio übertragen wurde,mußte Opa immer 2 betriebsbereite Rundfunkempfänger im Offizierscasino aufbauen und dann zwischen den Geräten sitzend Auge in Auge mit den Offizieren der Rede lauschen und im Falle des Versagens eines Radios schnellstens auf das bereits vorgewährmte andere umschalten, damit ja nichts von den geistigen Höhenflügen verloren ging ....

Alexander Schmitz
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17.Aug.03 17:55

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Hallo,

Dises Bild habe ich im Trödler und Sammler Journal gefunden. Der DKE muss also auch beim Militär eingesetzt worden sein.


Gerhard Heigl
Gerhard Heigl
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18.Aug.05 18:20

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Siehe auch: http://www.radiomuseum.org/dsp_modell.cfm?model_id=25529
  
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