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UKW-Adapter

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Gerhard Heigl
Gerhard Heigl
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11.Nov.15 11:39
 
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UKW-Empfang über den Plattenspielereingang

Verschiedene Tonquellen über den TA-Eingang eines Radios einzuspeisen ist ja kein Problem. Was mir vorschwebte war ein UKW-Adapter der seine Versorgungsspannung aus dem Radio bezieht, als Bedienelemente eine einzige Taste zur Sendersuche und ohne zusätzliche Antenne. Als Verbindungskabel ein zweipoliges (am Radio sind ja nur 2 Buchsen für TA). Um diese Bedingungen zu erfüllen muss auch am Radio ein Eingriff vorgenommen werden. Ein kleiner Print mit den Massen 35 x 15mm wird nahe der TA-Buchsen platziert.

Aus der Heizspannung des Röhrenradios wird die stabilisierte Versorgungsspannung mit dem 7805 oder LP2950 für den UKW-Adapter gewonnen. Die 4,7mH-Drossel L1 verhindert ein Abfliessen der NF. Der 0,1µ Kondensator trennt die NF von der Speisespannung. Die 4,7µH-Drossel L2 verhindert ein Abfliessen der HF, weil das Verbindungskabel auch als UKW-Antenne fungiert. Aus diesem Grund muss das Kabel eine Mindestlänge von 50cm haben.

Verdrahtung: Der „heisse“ Draht wird von der TA-Buchse abgelötet und am Print „Phono“ angeschlossen. Der „kalte“ Anschluss = GND = Masse bleibt bestehen. Der Printanschluss „Ua“ wird über die Diode D2 mit der nun freien TA-Buchse verbunden. Der PIN „Ue“ wird mit der Röhrenheizung verbunden.
Als Radios dürfen nur Wechselstromempfänger verwendet werden. Allstromempfänger sind wegen fehlender Netztrennung zu gefährlich!
Der UKW-ADAPTER wurde mit dem IC BK1068 aufgebaut. Die Printmasse: 22 x 22mm.

Auf Grund dieser bescheidenen Masse habe ich den Print in 2 Schraubverschlüsse DM 36mm, Höhe 20mm eingebaut. Der zugehörige Gewindestutzen aus dem Tetrapack muss etwas bearbeitet werden und wird mit Heisskleber in jene Schraubkappe geklebt wo der Taster und der Print eingebaut wurden.


Als Verbindungskabel habe ich ein einpolig geschirmtes Kabel verwendet. Vermutlich kann auch ein normales zweipoliges Kabel verwendet werden.
Funktion des Adapters: Der IC wird mit der RC-Kombination 1µ/1M an PIN P automatisch eingeschaltet. Die RC-Kombination 10µ/220 Ohm an PIN R moduliert die Speisespannung mit der Tonfrequenz. Die Diode D3 dient als Verpolungsschutz und verringert die Versorgungsspannung wie auch D2, weil die Speisespannung des BK1068 maximal 3,7V betragen darf. Die beiden Drosseln L2 und L3 verhindern das Abfliessen der HF. Die beiden 10pF-Kondensatoren koppeln die HF (Antennensignal) aus dem Verbindungskabel aus.

Die Schaltung wurde ursprünglich in etwas geänderten Form am Steckbrett aufgebaut wo sie auch tadellos funktioniert hat. Der erste Prototyp am Print brachte dann die Ernüchterung. Die Senderwahl mit der Taste war kaum möglich, starkes Rauschen und vermutlich ein Kurzwellensender war über das ganze Frequenzband zu hören. Erst einige Schaltungsänderungen bezüglich der HF-Drosseln und 10pF-Kondensatoren brachten den Erfolg. Als Testobjekt wurde der Philips Rigoletto BA393A missbraucht.
Bei Interesse kann ich eine pdf.Datei (1,86MB) oder die Layout-Dateien per mail versenden.
 

  
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