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UKW Rundfunk in Prag bereits 1949

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Forum » Radio- and technical History » Decades of broadcasting » UKW Rundfunk in Prag bereits 1949
           
Wolfgang Lill
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22.Jan.17 12:19

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In Prag gab bereits im Jahre 1948 einen UKW- Hörfunksender.
Dieser befand sich auf dem Dach des Prager Funkhauses an der Vinohradska trida 12. Der damalige Name dieses Boulevards war allerdings ; Stalinova trida ! ( Stalin Allee ).

 

Unbekanntes Foto ; Oben ist der Sendemast zu sehen, dieser ist auch heute noch vorhanden...

Der Sender war im Februar 1948 noch unter der bürgerlichen CS- Regierung geliefert worden. Der CCIR-UKW-Sender, ein Fabrikat von RCA – Radio Corporation of America, war ein Geschenk der USA an die Tschechoslowakei.

Den ersten regulären UKW/FM-Hörfunksender Europas nahm der Bayerische Rundfunk am 28.Februar 1949 in München-Freimann in Betrieb - seine Frequenz: 90,1 MHz (0,25 kW ERP).

Der Prager Sender nahm im Dezember 1948 seinen Versuchsbetrieb auf. Die offizielle Eröffnung erfolgte am 1.Januar 1950 , mögliche Leistung etwa 1 KW, Frequenz CCIR Band 89,5 MHz.

Dazu gibt es in der Zeitschrift "Elekronik Heft 2/1950" dieses Foto mit der entsprechenden Information.

Am 15.März 1950 wurden die die UKW- Sendungen für "regelmäßig" erklärt, allerdings gab es keine Hörfunkempfänger . Die Tschechoslowakische Radioindustrie unter TESLA entwickelte keinen serienmäßig zu produzierenden Empfänger zur damaligen Zeit. Möglicherweise hatte das auch etwas mit dem Umsturz zu tun, denn am 25. Februar 1948 vereidigte der noch Präsident Dr. Benes die kommunistische Regierung unter Klement Gottwald.

So schnell ging es jedoch mit dem UKW- Sender nicht zu Ende. Es gab durchaus Bastler, die sich Empfänger selbst bauten.

Im Heft 4 / 1950 der Zeitschrift "Elektronik" ist weiterhin zu lesen

Der Sender arbeitet täglich mit einer Leistung von 250 Watt (!) von 17,00 bis 20,00 Uhr und Dienstag, Donnerstag sowie Sonntag von 11,00 Uhr bis 12,00 Uhr. Es wird darauf verwiesen, das die Amateure durch Improvisationstalent und mit bereits vorhandenen Bauteilen aus den 40 iger Jahren gebauten Eigenbauempfängern im Stadtgebiet von Prag dieses Programm empfangen können.

Über diesen Sender wurde nur wenig geschrieben, Im Jahre 1952 wurde er wieder ausser Betrieb genommen und abgebaut. Der Sender wurde dem Forschungsinstitut der CVUT ( Technische Hochschule in Prag) übergeben.

Staatlicherseits wurde dem UKW- Rundfunk damals keine Bedeutung beigemessen, es wurde weder die Produktion von UKW- Sendern noch von Empfängern in den ersten Fünfjahrplan der Wirtschaft aufgenommen.

 

In den Leitlinien zur Vorbereitung des zweiten Fünfjahrplanes, die von der gesamtstaatlichen Konferenz der KPTsch, welche im Juni 1956 verabschiedet wurden, findet sich ein Punkt;

 

Aufbau eines UKW- Sendernetzes. Es wurde festgelegt, das die Sender der Tschechoslowakei im sogenannten OIRT- Band* zwischen 65,9 und 73,1 MHz installiert werden.

*Die Organisation Internationale de Radiodiffusion et de Télévision OIRT; Internationale Rundfunk- und Fernsehorganisation war der Dachverband der Hörfunk- und Fernsehsender Mittel und Osteuropas mit Sitz in Praha.

Zurück zur Geschichte des tschechoslowakischen UKW-Hörfunks. Nach jahrelanger Pause tat sich in der Tschechoslowakei erst Ende der 1950er Jahre in Sachen UKW und FM wieder etwas: am Aussichtsturm auf dem Prager Laurenziberg (Petrin) wurde neben dem dortigen Fernsehsender ein UKW/FM-Hörfunksender vom Typ „FM 1“ installiert, der im August 1958 versuchsweise eingeschaltet wurde und auf 66,665 MHz arbeitete. Die Sender der Baureihe „FM 1“ entstanden bei TESLA HLOUBETIN, waren in der Endstufe mit Röhren vom Typ RE400F bestückt und hatten eine Ausgangsleistung von etwa 800 Watt. Der Sender wurde noch vor der Genfer „Wellenkonferenz“ 1960 in Betrieb genommen – deswegen arbeitete er auf dieser ungewöhnlichen Frequenz. Der offizielle Versuchsbetrieb dieses UKW-Senders auf dem Petrin lief zwischen 7.Mai und 30.August 1959. Ab 31.August 1959 übertrug er unter der Bezeichnung „VKV-vysilac Praha“ (‚UKW-Sender Prag’) täglich am Abend stundenweise ein eigenes Programm. Nachdem weitere Sender aufgeschaltet waren, wurde das neue UKW-Sonderprogramm als „okruh VKV“ (wörtlich: ‚Sendekreis UKW‘) angekündigt.

Der erste UKW-Sender der Slowakei ging übrigens nicht in der Hauptstadt Bratislava in Betrieb, sondern am seit 1947 arbeitenden Mittelwellensender Poprad-Velky Slavkov (Deutschendorf-Großschlagendorf) mitten in der Tatra (Tatry); man wollte mit ihm die Ausbreitungseigenschaften ultrakurzer Wellen in Hochgebirgsregionen untersuchen. TESLA HLOUBETIN lieferte im Jahre 1959 einen „FM 1“ nach Velky Slavkov, der am 17.Februar 1960 auf 69,2 MHz in Dauerbetrieb ging und über ein provisorisches vertikal polarisiertes Antennensystem das slowakische Nationalprogramm „Bratislava“ abstrahlte.

Am 01.Juni 1961 sind in der ČSSR sind laut amtlichen Angaben sechs UKW-Sender in - regulärem - Betrieb: Praha-Petřín 66,66 MHz, Plzeň-Krašov 69,55 MHz, České Budějovice-Kleť 68,39 MHz, Hradec Králové-Krásné 69,32 MHz, Ostrava-Hošťálkovice 69,08 MHz und Bratislava-Kamzík 68,84 MHz.

Tesla entwickelt einen Adapter für den UKW- Empfang. Eine Serienfertigung ist mir jedoch nicht bekannt.

Noch schnell einen Blick auf den Schaltplan:

Aber bereits 1959 kommen erste Röhrenempfänger Mittel- und Großsuper von TESLA, die den OIRT- UKW- Bereich eingebaut haben.

Hinweis; wer sich diesen Prototypen mal nachbauen möchte, demjenigen kann ich die komplette Doko von Tesla bereitstellen

 

Erst Ende der 80iger Jahre begann man wieder mit der Umstellung auf CCIR.

This article was edited 29.Aug.18 12:24 by Ernst Erb .

Wolfgang Lill
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Ein tschechischer Radiofreund, Herr Erich Naus aus Teplice ( ehemals in Prag wohnhaft) hat folgenden Bericht an mich gesendet:

Den US-UKW-Experimentiersender hatte ich damals kürzlich vor Einstellung 1952 zu Hause in Prag empfangen.

Ich baute damals einfachen Einlampen-Superreaktionsempfänger, sehr empfindlich (das Schaltschema besitze ich noch!), auf Batteriebetrieb mit fantastischer Metallröhre DC11; das ganze mittels Kopfhörerwiedergabe (deutsches Wehrmacht-Kopfhörerpaar).

Hinweis; Diese Art Empfänger wurden später verboten, weil sie im Umfeld störten, die DC11 geht durchaus bis 100 MHz einzusetzen. Schaltplan als Handskizze von Erich Naus

Ein Metallchassis konnte ich nicht herstellen,  ich  machte das alles  mit  Sperrholz.

Ich war damals bei meinem Prager Onkel im Urlaub.

Er war unter den Namen OK1SK einer der ersten Kurzwellenamateure im Lande, war Produzent und Verkäufer von damaligen ersten Rundfunkgeräten, aber hauptsächlich ein aktiver Funker.

Bei der Angliederung Böhmens u. Mährens in das Reich wurden alle diese Funk- Sendeanlagen konfisziert.

Nach dem Krieg arbeitete er am Prager Zivilflugplatz als Funktechniker, baute eine neue Hobbyanlage und in der neuen politischen Lage gewann damals als zweiter (die erste Stelle blockierte ihm ein rumänischer Amateur, da er ihm die Bestätigungskarte zurückhielt) in Europa den Titel im Wettbewerb "Länder des Friedenlagers". Das half ihm aber nicht.

Er war als ehemaliges Mitglied der Nationalsozialistischen Partei ( Erklärung; das war eine zugelassene Partei in der CSR, sie hat nichts mit der NSDAP zu tun) und  Feind der Kommunistischen Partei als unverläßlicher aus dem Dienste entlassen, kurz danach wurde ihm das zweite mal die Funkanlage konfisziert. 

Er war jahrelang als Servicemann tätig, stand  am Anfang des tschechischen Fernsehens, baute Antennen und entwickelte Verstärker. Dann gelingt es ihm eine gute Stellung im neugegründeten Prager Institut für Ton, Rundfunk- u. Filmtechnik, wo er im hohen Alter, schon pensioniert ,starb.

Also, das sind  meine Errinnerungen.

Ja, als Schnellbau konstruierte ich in Brünn, wo ich als Soldat diente, wieder einen Einlampen-Superreaktionsempfänger mit guter Wehrmachtslampe RL TA. Für perfekten Empfang von dem Wiener UKWsender am Kahlenberg. Damit empfing ich sogar den Ton des Fernsehens.

 

Mit herzlichen Grüßen

 

Erich

 

This article was edited 05.Feb.17 12:46 by Wolfgang Lill .

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Nochmal zurück zum UKW- Empfänger von TESLA Typ 1PP83500. 

Ein Prospekt habe ich von der Herbstmesse 1959 in Brno. Der Prospektsammler hat damals auf dem Originalprospekt das Datum 09.09.1959 draufgeschrieben.

Das scheint mir ein wichtiger Hinweis  zu sein, das damals die Firma TESLA Bratislava auch das Gerät zumindestens ausgestellt hatte.

Hier schreibt man, das dieser Umsetzer bei alten Geräten an den Plattenspielereingang angeschlossen werden kann oder auch direkt an den NF- Eingang eines Verstärkers.

Das Gerät war zum Empfang der UKW- Sender im Frequenzbereich 73....66 MHz ausgelegt (OIRT- Band) , 

Bestückung; ECC85, EF89, EF89, 6B32. Eingangsempfindlichkeit 5 uF. Netzteil mit Selengleichrichter

Die Abmessungen : Höhe 125 mm, Breite 370 mm, Tiefe; 175 mm. Gewicht des Gerätes; 2,8 Kg.

Nach meinem Kenntnisstand wurde dieses Gerät jedoch nie in Serie gebaut.

This article was edited 22.Jul.17 06:31 by Wolfgang Lill .

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22.Jul.17 06:23

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Herr Michael Strassmann aus München schreibt mir folgendes:

 

Es hat in der Tschechoslowakei drei Anläufe zur Einführung des UKW- Rundfunks gegeben 

(1) Ende 40er/Anfang 50er:
Erster UKW-Sender. Norm: CCIR. Prag-Funkhaus 89,5 MHz
Damals lag Bau, Betrieb und Unterhalt der Rundfunksender in den  Händen des Tschechoslowakischen Rundfunks!

 

Soweit ich weiß, war dieser erste CCIR-UKW-Sender ein Fabrikat von RCA – Radio Corporation of America und ein Geschenk der USA an die Tschechoslowakei –

noch VOR dem Putsch der Kommunisten unter Klement Gottwald im Februar 1948.


(2) Ende 1954/Anfang 1955
Damals wurde das Netz des Drahtfunks aufgebaut und das Fernsehen eingeführt.
Das Drahtfunkprogramm "Praha III." Seit 25.Februar 1956 hatte es ein eigenes Stationszeichen. Es hat zwischen 8:30 und 17 Uhr viel Unterhaltungsmusik gebracht.
Denn diese Drahtfunkempfänger waren in Geschäften, Amtsstuben, Behörden, Wartesälen usw. sehr verbreitet.
Ein paar Jahre  lang wurde "Praha III." über den Prager Fernsehsender verbreitet (Kanal 1, Praha-Petrin). Bei den ersten Fernsehempfängern konnte man den Bild-Empfangsteil
ausschalten und das Gerät als (UKW-) Hörfunk-Empfänger nutzen.

(Am 1.8.1955 legt im slowakischen Drahtfunknetz "Bratislava III." los).



(3) Ende 1958/Anfang 1959
Aufbau eines eigenen UKW-Sendernetzes. Norm: OIRT. Erster Sender: Praha-Petrin (Prag-Laurenziberg) 66,673 MHz. Programm "Praha -VKV" ("Prag-UKW).
Im Mai 1959 gab es in tschechosl. Haushalten an die 30 000 Radios mit (OIRT-) UKW-Empfang.
Ab 1960/61 Aufbau eines landesweiten Netzes.

This article was edited 22.Jul.17 06:26 by Wolfgang Lill .

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26.Jul.17 16:42

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In der Tschechoslowakei gibt es vor Kriegsbeginn neben mehreren Amateur-Anlagen auch einen „amtlichen“ UKW-Sender. Er wird im Jahr 1938 von Mitarbeitern des Post- und Telegrafenministeriums in einem der beiden Türme der Telefonzentrale im Prager Stadtteil Žižkov (Veitsberg) installiert. Zunächst dient er zur Untersuchung der Ausbreitungseigenschaften ultrakurzer Wellen. Später sollen über ihn erste Fernsehversuche laufen. Doch während der deutschen Besatzung verschwindet dieser UKW-Sender und ist seit dem verschollen.

 

2 aktuelle Fotos von dem Gebäude, die ich am 25.07.2017 gemacht habe. Ob es der linke oder rechte Turm war, wo der UKW- Versuchssender stand, das konnte mir leider niemand mehr sagen

Blick von der Aussichtsplattform des Zizkova Vez ( Tower Park Praha) auf das Gebäude in der Fibichova Straße.

Im EG des Gebäudes arbeiten noch Kollegen in der Telefonie. Ansonsten steht das Gebäude leer. 

 Fotos; Wolfgang Lill

 

 

 

This article was edited 26.Jul.17 16:46 by Wolfgang Lill .

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11.Mar.18 10:21

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In meinem ersten Beitrag habe ich geschrieben; Geschenk der USA. So steht es jedoch nicht in dem Artikel, dort ist geschrieben; wurde von den USA gekauft ... Zum Kaufpreis selbst gibt es keine Informationen. Ob es ein journalistischer Schnellschuß war? Oder, ob, vielleicht mit der kommunistischen Regierung unter dem Stalinisten Klement Gottwald ein Geschenk nicht mehr genannt werden durfte ?  Im Zentralarchiv des Rundfunks in Prag ist kein Dokument zu finden. Eine Rechnung als Beweis gibt es nicht. 

Die andere Version ist die , das die Amerikaner in Pilsen einen solchen UKW- Sender als Geschenk übergeben haben sollen.

Da es in Pilsen noch  keine Verwendung dafür gab, wurde dieser kurzerhand nach Prag umgesetzt und dort als Versuchssender in Betrieb genommen.

Leider habe ich von der Technischen Hochschule in Prag zwar vor gut einem Jahr die Zusage erhalten, das man die Dokumente sucht.... ( der Sender und dessen technische Dokumentation wurden wurde 1952 dem CVUT übergeben zur Verwahrung ) . Aber bis jetzt gibt es keine                 ( Rückmeldung ) Erfolgsmeldung...

Ich bleibe dran an dieser spannenden Geschichte. 

Inzwischen ist auch ein Foto von dem Prototypen des Adaptor aufgetaucht. Leider ist die Quelle unbekannt, ich hätte dieses Gerät gerne näher vorgestellt. Vielleicht finden wir es noch...im Original wenigstens zum fotografieren....

Foto , unbekannter Fotograf, bitte melden !

This article was edited 11.Mar.18 10:26 by Wolfgang Lill .

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29.Aug.18 09:55
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Wolfgang LILL : hier nochmal der Text in Tschechischer Übersetzung von Karel Honzik

Už v roce 1948 byl v Praze vysílač pracující v pásmu VKV. Do Československa byl dovezen v únoru toho roku jako dar vlády USA vládě Československa. Podle

jiného pramene se jednalo o pozůstatek po americké armádě z Plzně. Vysílač byl určen pro pásmo CCIR a vyrobila ho firma RCA (Radio Corporation of America).

Vysílací stožár byl postaven na střeše budovy Československého rozhlasu na tehdejší Stalinově třídě 12 (dnes je to Vinohradská třída).

Vysílač byl uveden do zkušebního provozu v prosinci 1948 na 89.5 MHz s výkonem asi 1 kW. Není bez zajímavosti zmínit, že první VKV vysílač s pravidelným provozem v Evropě, německý München−Freimann s programem Bavorského rozhlasu na 90.1 MHz (0,25 kW ERP), začal vysílat 28.2.1949. Oficiální spuštění pražského vysílače bylo 1.1.1950 a od 15.3.1950 bylo vysílání prohlášeno za pravidelné.

 

Vysílač byl tedy v provozu, ale zatím nebyly přijímače pro pásmo VKV. Československá firma TESLA zatím nevyvinula takový přijímač, který by bylo možné vyrábět sériově. Zpoždění bylo pravděpodobně způsobeno vývojem politické situace, protože 25.2.1948 přišla k moci komunistická vláda pod vedením Klementa Gottwalda.

Ale nedá se říct, že by se kolem příjmu VKV vysílání nic nedělo. Bylo dostradioamatérů, kteří si postavili přijímač vlastními silami.

V časopisu Elektronik (č. 4/1950) jsme se mohli dočíst, že vysílač je v provozu s výkonem 250 W vždy v úterý a čtvrtek od 17 do 20 hodin a v neděli od 11 do 12 hodin. Radioamatéři mohou přijímat tento vysílač na svých přijímačích,které si mohou vyrobit z již existujících součástek, používaných ve 40. letech k domácí výrobě přijímačů.

 

Jinak se o novém vysílači příliš nepsalo. V roce 1952 byl odpojen a rozebrán. Následně byl předán výzkumnému institutu ČVUT.

V té době nebylo vysílání v pásmu VKV v popředí zájmů státu a do ekonomických plánů první pětiletky nebyl zahrnut vývoj ani vysílačů, ani přijímačů.

Ve směrnicích pro přípravu druhé pětiletky už ale vidíme zmínku o nutnosti vybudování sítě VKV vysílačů, které budou pracovat v pásmu OIRT *) na kmitočtech mezi 65,9 a 73,1 MHz.

(* OIRT = Organization Internationale de Radiodiffusion et de Télévision; Mezinárodní rozhlasová a televizní organizace, zastřešující rozhlasové a televizní stanice střední a východní Evropy se sídlem v Praze.)

Ale zpět k historii VKV rozhlasu v Československu. Po přerušení vysílání z Prahy byl v srpnu 1958 uveden do provozu VKV vysílač na pražském kopci Petřín, hned vedle televizního vysílače na rozhledně. Vysílač řady „FM 1“ vyrobila TESLA Hloubětín a jeho experimentální provoz byl zahájen na kmitočtu 66,665 MHz.

Vysílače řady „FM 1“ z Tesly Hloubětín měly koncový stupeň osazen elektronkami typu RE400F a měly výstupní asi 800 W. Vysílač byl uveden do provozu ještě před platností výsledků Ženevské konference (1960) a proto pracoval na tomto neobvyklém kmitočtu. Po experimentálním provozu probíhal zkušební provoz mezi 7.5. a 30.8.1959. Od 31.8. byl vysílač nasazen do trvalého provozu s vlastním programem pod názvem „VKV vysílač Praha“, a to denně vevečerních hodinách. Později byly uvedeny do provozu další vysílače a síť se zvláštním programem dostala název „Okruh VKV“.

První VKV vysílač na Slovensku nebyl v hlavním městě Bratislava, ale ve středisku středovlnného vysílače Poprad – Veľký Slavkov uprostřed Tater. Toto vysílací středisko bylo v provozu na středních vlnách od roku 1947. Důvodem umístění VKV vysílače v Tatrách byl výzkum šíření VKV v hornatých oblastech. V roce 1959 tam TESLA Hloubětín dodala další z vysílačů řady „FM 1“. Vysílač byl uveden do trvalého provozu 17.2.1960 na kmitočtu 69,2 MHz. Provizorní anténní systém měl vertikální polarizaci a přenášen byl národní program Bratislava.

K 1.6.1961 bylo v Československu uvedeno do pravidelného provozu 6 VKV vysílačů: Praha−Petřín 66,66 MHz, Plzeň−Krašov 69.55 MHz, České Budějovice−Kleť 68,39 MHz, Hradec Králové−Krásné 69,32 MHz, Ostrava−Hošťálkovice 69,08 MHz a Bratislava−Kamzík 68,88 MHz.

TESLA vyvinula adaptér pro příjem VKV, typ 1PP 835 00. Byl to vlastně samostatný VKV přijímač (OIRT) s pěti elektronkami a síťovým napájením, ale bez zesilovače. Zapojoval se do vstupu pro gramofon tehdejších přijímačů. Byl představen na veletrhu v Brně v roce 1959 pod hlavičkou Tesly Bratislava. Zároveň už od roku 1959 dávala TESLA do prvních elektronkových přijímačů pásmo VKV−OIRT.

Poznámka:

Jestliže by si někdo chtěl postavit tento prototyp VKV adaptéru, mohu poskytnout kompletní dokumentaci od Tesly. Zájemci se mohou přihlásit na adrese radio[A*T]dx.cz .

Na konci 80. let začal v Československu přechod do pásma VKV−CCIR.

 

Zpráva z Teplic

Můj přítel Erich Naus z Teplic, který dříve žil v Praze, mi poslal následující zprávu:

V roce 1952 jsem v Praze poslouchal americký VKV vysílač, krátce před tím, než byl zrušen. Postavil jsem si k tomu jednoduchý jednolampový přijímač s fantastickou kovovou elektronkou typu DC11 (viz schéma). Byl velmi citlivý a napájel jsem ho z baterie. Používal jsem k němu sluchátka, pozůstatek po německém wehrmachtu.

Tyto přijímače byly později zakázány kvůli vyzařování rušení. Elektronka DC11 byla použitelná až do 100 MHz. V té době jsem si nemohl udělat kovovou skříňku, takže jsem použil překližku.

V té době jsem byl na dovolené u svého pražského strýce. Byl jedním z prvních krátkovlnných amatérů v zemi a měl značku OK1SK. Vyráběl a prodával první rozhlasové přijímače, ale hlavně byl aktivní jako radiooperátor. Po připojení Čech a Moravy k německé říši byly všechny vysílače zabaveny. Po válce pracoval jako radiotechnik na civilním letišti v Praze. Odtud byl ale po čase kvůli své činnosti v minulosti propuštěn a radiotechnika mu byla zabavena. Pracoval potom jako technik−opravář, byl u zrodu Československé televize, stavěl antény a vyvíjel zesilovače. Později se mu podařilo získat dobré místo v pražském institutu pro zvuk, rozhlas a film, kde potom ve vysokém věku zemřel, už jako důchodce.

V době své vojenské služby v Brně jsem si postavil jednolampový přijímač s výbornou elektronkou RL TA ze zásob po německém wehrmachtu. Měl jsem výborný příjem rakouského VKV vysílače Vídeň−Kahlenberg. Dokonce jsem přijímal i televizní zvuk.

S přátelskými pozdravy

Erich

This article was edited 29.Aug.18 12:48 by Ernst Erb .

  
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