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Von welchen Hersteller könnte dieses Radio sein?

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Alexander Schmitz
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09.Jan.21 18:19

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Hallo,

 

Hat jemand eine Idee, von welchem Hersteller dieses Radio Stammen könnte. In Kollege von mir hat es im Osten entdeckt. Die Kondensatoren sind von Siemens, nur einer stammt von RFT. Ob dieser original ist, weiß er nicht. Die Rückwand fehlt. Die Röhren sind: ECH11 (RFT), ECL11 (Tungsram), AZ11. Auffällig ist, das dass Chassis nicht aus Metall ist.

Vermutlich wird es ein Kleinhersteller gewesen sein.

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Markus Zluwa
 
 
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09.Jan.21 20:28
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Hallo Herr Schmitz,

das Gerät dürfte von einem Bastler oder einer Kleinstfirma in der DDR gefertigt worden sein.

Leider haben nicht viele der Firmen ihren Namen auf den Geräten verewigt. Oft waren dies normale Rundfunkreparaturwärkstätten die als Zubrot im Kundenauftrag Radios gebaut haben.

Das Gehäuse scheint mir vom RFT-Super 4U62 zu stammen. Auch sehe ich einen Sperrkreis
EZs0116
auf dem Chassis.

Findet sich unterm Chassis auch ein keramischer Spulensatz? Bitte mal ein Foto von der Chassisunterseite!

Der Netztrafo sieht auch nach üblicher DDR Fertigung aus. Skalenscheiben für diese Eigenbauten/Kundenaufträge bot z.B. die Fa. Heinz Remmler (Remmi) aus Leipzig an. Der Lautsprecher ist möglicherweise älter und einem Schlachtgerät entnommen.
Das hier Siemens Kondensatoren verbaut sind ist nicht verwunderlich. Es wurde benutzt was da war. Das trifft auch auf das Chassismaterial zu. Da gibt es durchaus Holz- und Pertinaxchassis. In solchen Geräten finden sich so durchaus auch noch Bauteile von vor 1945!

Gruß
Markus Zluwa

This article was edited 09.Jan.21 22:36 by Markus Zluwa .

Alexander Schmitz
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09.Jan.21 22:25
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Vielen Dank, ich werde diese Informationen an ihn weitergeben. Etwas in der Art hatte ich bereits vermutet.

Alexander Schmitz
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09.Jan.21 23:46

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Hier ein Bild der Unterseite:

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Markus Zluwa
 
 
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10.Jan.21 09:43
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Da haben wir ganz klar einen SSp134 von Gusstav Neumann also wie erwartet erinen 4-Kreis-Super.

Der gelbe Kondensator und der graubraune Widerstand mit dem blauen Streifen entstammen einer späteren Reparatur. Die Siebelkos möglicherweise auch.

Die AZ11 hat wohl Jemand auf Europa umgesockelt. Da steckte dann original vermutlich eine RGN1064. Auch das ist üblich da die Europasockelröhren später nicht mehr verfügbar waren.

  
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