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Was ist wohl unser Zeitaufwand gewesen?

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Ernst Erb
Ernst Erb
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20.Aug.08 23:58

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Vor einigen Wochen habe ich mir mal überlegt, was wir denn zusammen an Zeit aufgewendet haben, um RMorg so weit zu bringen, wie es ist. Ich bin auf eine unglaublich hohe Zahl von Stunden gekommen, doch interessiert mich, was Sie denn hochrechnen oder schätzen würden. Natürlich können das nur Mitglieder beurteilen, die in einem gewissen Mass daran beteiligt waren/sind.

Von folgenden Zahlen können wir ausgehen:
132 000 Modelle angelegt
  63 000 Sammlerpreise eingetragen
603 000 Felder bei Modellen geändert
  96 000 eigene Modellbilder gebracht
  88 000 fremde Modellbilder gebracht
161 000 Schaltbilder hochgeladen
    4 000 Firmenbilder eingebracht
    1 300 Passbilder gezeigt
  71 000 Röhrenbilder angelegt (Total 423 000 Bilder/Schaltbilder)
  13 500 Threads geschrieben (Anzahl Posts kenne ich nicht)
    9 900 Firmen beschrieben
  31 900 Röhren eingetragen und ergänzt

Bei den meisten Arbeiten gilt es zuerst die Grundlagen zu beschaffen, diese zu ordnen, in digitale Form zu bringen (Scan, Photo, Bearbeitung), hochzuladen, Admin-Tätigkeiten, Vollständigkeitskontrollen etc.

Die Entwicklung/Programmierung von einigen Mannjahren lassen wir mal beiseite. Wahrscheinlich werden wir ganz unterschiedliche Zahlen erhalten. Eine Variationsbreite von 1 zu 3 fände ich ganz normal. Gehen wir mal von einem Jahrespensum von 2000 Stunden aus, um einfacher "Mannjahre" rechnen zu können, auch wenn man eher mit 1500 produktiven Stunden oder weniger rechnen würde.

In der Tat kann man für das Anlegen eines Modells ganz unterschiedliche Zeitaufwände haben - die Spanne geht vielleicht von 2 Stunden (mit Grundlagenbeschaffung etc.) oder mehr bis hinunter zu 10 Minuten. Vor allem bei Falschanlagen, falschen Bildern, Untersuchung auf Dubletten etc. geht auch viel Zeit verloren. Das merkt man dann, wenn man bei einem Hersteller systematisch Ordnung macht.

Nun bin ich gespannt, auf was für Schätzungen Sie kommen, zu was wir grosse Unterschiede sehen, ob wir uns irgendwo mit den Angaben treffen etc. Jedenfalls können wir nun ersehen, dass das Zusammenspiel von so unterschiedlichen Personen mit Ihren unterschiedlichen Fähigkeiten, Möglichkeiten und Charakteren, doch auch etwas Aussergewöhnliches gebracht hat, auch wenn wir noch lange nicht damit zufrieden sind. Eine Einzelperson, noch so genau und intensiv arbeitend könnte das nie erreichen, obwohl wir als "Ameisenhaufen" natürlich manchmal viele Umwege gehen müssen. Das steckt im Prinzip wie auch, dass die Qualität immer besser wird (Iteration).

Günther Stabe † 19.8.20
Günther Stabe † 19.8.20
 
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21.Aug.08 14:43

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Grüezi Herr Erb,

meine - möglicherweise laienhafte - Schätzung liegt bei ca. 500'000 Std. = 250 "Mannjahren";

Es dürfte sogar noch mehr sein, aber ich kann z.B. nicht den tatsächlichen Aufwand der Modell- und Bild-Admin's bewerten, nur vermuten. Basis meiner Zahlen sind eine effektive Vorgehensweise (hängt z.T. auch von der verfügbaren Hard- und Software ab) ohne viel Doppelarbeit (kam sicher auch häufiger vor, sollte man aber nicht einbeziehen). Also alles in allem eine "Netto"-Zahl von mir, denn ein Sammler hat i.d.R. bereits eine gewisse Datenbasis erarbeitet bzw. vorliegen; diese Größe ist nicht in meine Rechnung eingeflossen. Aber der Abgleich aller Quellen für eine möglichst zuverlässige Erfassung und Darstellung ist sehr arbeitsintensiv.

Wie auch immer: eine SUPER-Leistung! Aber alles ist immer noch nicht dokumentiert, daher auf zu den  nächsten 50 "Mannjahren" - man muss sich Ziele setzen...

Ihr G.S.
 

John Hupse † 28.9.20
John Hupse † 28.9.20
 
NL  Beiträge: 39
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21.Aug.08 17:33

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I think Günther is right. Let's say that 1.000 members have spent 300 hours each, 200 members spent 1000 hours each, 18 members spent 10.000 hours and you have spent 20.000 hours then the total will be approx. 600.000 man-hours. It is a rough estimation, but not unrealistic.

The number of hours is so high because of the large number of people that work together in the RMorg project. The learning curve of each individual makes the total effort less effective, that is more or less a fact of life. At least 80% of the total effort was "lost" into the learning curve, and this might be a conservative estimation. But this "loss" is not an economical loss, and in many cases it was a "win" for the individual spending his or her time at the RMorg project.

Sure, interesting figures. But more important is how we will spent the available hours in the near future. Questions around "communication within the project", "how to prevent errors instead of correcting errors" and other quality-related issues will need our attention.

Martin Renz
Martin Renz
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21.Aug.08 18:41

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Meine Rechnung sieht so aus:

Modelle angelegt             132000 Stück    1,0 Std   132000 Std
Sammlerpreise eingetragen     63000 Stück    0,3 Std    15750 Std
Felder bei Modellen geändert 603000 Stück    0,5 Std   301500 Std
eigene Modellbilder gebracht  96000 Stück    0,5 Std    48000 Std
fremde Modellbilder gebracht  88000 Stück    0,3 Std    26400 Std
Schaltbilder hochgeladen     161000 Stück    1,0 Std   161000 Std
Firmenbilder eingebracht       4000 Stück    0,5 Std     2000 Std
Passbilder gezeigt             1300 Stück    0,3 Std      325 Std
Röhrenbilder angelegt         71000 Stück    0,5 Std    35500 Std
Threads geschrieben           13500 Stück    0,8 Std    10125 Std
Firmen beschrieben             9900 Stück    3,0 Std    29700 Std
Röhren eingetragen und erg.   31900 Stück    1,0 Std    31900 Std
                                                       794200 Std
Mannjahr                             ./.    2000,0 Std   
397 MJ

 Ich habe auch Zeiten der Recherche einbezogen. Das ist aber mit großen Unsicherheiten verbunden.

Zu diesen Zeiten kommen noch die Zeiten der Administration und Programmentwicklung, sowie der Mitgliederbetreuung. Da dürfte auch noch einiges zusammenkommen.

Konrad Birkner † 12.08.2014
Konrad Birkner † 12.08.2014
 
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22.Aug.08 11:51

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Den Gesamtaufwand abzuschätzen fühle ich mich nicht in der Lage. Die angeführten Schätzungen finde ich beeindruckend.

Ich darf mich aber zu den oben erwähnten 18 Radio-Aktiven zählen und möchte deshalb eine Selbseinschätzung vornehmen. Dabei kann ich nur vom Gesamtaufwand ausgehen, denn eine Neuanlage oder Änderung kann im Extremfall <2 min. dauern oder auch einen ganzen Tag (wenn viele Recherchen nötig sind und Korrekturen verwandter Geräte). Für Administration gilt das gleiche.

Ohne Aufteilung auf Recherche, Kommunikation verbal und per e-mail, Mitgliederhilfe, Neuanlagen, Änderungsvorschläge, Fotos und deren Bearbeitung, Scans und deren Bearbeitung, Administration, Unterlagenbeschaffung, Forumsbeiträge usw. komme ich seit Anfang 2004 auf 12000 Stunden, vorsichtig geschätzt. Es gab dabei viele Wochen mit 70 Stunden (vor 3 Computern, um effektiv und effizient arbeiten zu können), wobei Skype eine wertvolle Hilfe war und ist. Normal war 50+. Besonders anstrengend die Wochenenden, weil da der stärkste Andrang herrscht, vor allem an e-mails.

inzwischen konnte ich den Zeitaufwand etwas reduzieren zugunsten meiner Familie und auch meiner Sammlung. 40 Std müssten auch reichen...

Ein noch fleissigerer Admin ist Arpad Roth, der locker auf 20000 Std kommt. Wir haben nachgerechnet.

Ernst Erb kommt sicher noch auf mehr.

Es gibt noch viel zu tun; packen wir es an (wobei der Plural "wir" gerne noch grösser sein dürfte...)

KoBi

P.S.: Nebenbei bemerkt: mehr als 85000 Seiten techn.Information wurden von nur 10 Leuten hochgeladen...

Dieser Beitrag wurde am 22.Aug.08 13:07 von Konrad Birkner † 12.08.2014 editiert.

Ernst Erb
Ernst Erb
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22.Aug.08 15:31

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Liebe Radiofreunde
Ich bin eigentlich sehr überrascht, dass so rasch Antworten kommen, vor allem dass es gut fundierte Antworten sind. Ich hatte mich in meinen eigenen Gedanken eher auf eine etwas niedrigere Zahl (etwa wie bei Günter Stabe) geeinigt - aber vor allem, weil ich nicht etwas behaupten wollte, das zu hoch gegriffen ist.

Ich finde aber die Resultate sehr realistisch. Da geht auch die Argumentation von John Hupse mit ein, wobei ich die 80 % als sehr hoch gegriffen empfinde, doch der Schluss ist genau richtig: Solche Mitglieder haben enorm gelernt. Nicht nur die eigene Arbeit zu rationalisieren, sondern auch ein Gebiet näher kennen zu lernen - mit vielen seiner Facetten. Recherche und Dokumentation empfinde ich als etwas viel wichtigeres als Radios zu reparieren, die irgendwo stehen und nach ein paar Jahren wieder überholungsbedürftig sind. Wir tun hier etwas, was anderen - und im Gegenzug auch uns - hilft. Wir sind so etwas wie eine Tauschbörse, die wir aber so führen wollen, dass wir keine Rechte verletzen.

Ich gehe auch mit Konrad Birkner einig, dass es im Regelfall nicht mehr als eine normale "Full-Time-Arbeit" ausmachen sollte. Nur ich - so quasi als Projektleiter - stecke im "Muss" - für alle anderen soll das nicht gelten. Gut, dass er Mitglieder gefunden hat, die gewisse Aufgaben von ihm übernehmen. Es stimmt: Es dürften ein paar mehr sein, denn ich habe sozusagen einen "Masterplan" bezüglich Schaltplänen, den ich aber erst bekannt gebe, wenn ich programmtechnisch das auch realisieren lassen kann.

Die Zahlen von Martin Renz sind natürlich leichter kontrovers zu diskutieren als eine gröbere Zusammenfassung. Aber dort, wo er vielleicht zu hoch gegriffen hat, sind entweder die Admin-Tätigkeiten mit drin oder andere Punkte mit zu tiefer Einschätzung kompensieren das. Grundsätzlich können wir es nicht wissen, sondern nur möglichst gute Annahmen treffen.

Unsere Schätzungen/Berechnungen führen uns von ca. 250 "Mannjahren" bis 400 "Mannjahren" volle Arbeitszeit - und so wie wir es rechnen ohne Ferienzeit/Krankheit ... Und wir stecken noch mitten drin - und bräuchten noch etwas mehr Hilfe ...

Eines ist klar: Wir zeigen auf den Seiten noch viel Unstimmigkeiten, liegen mit Modelljahren "daneben" und haben teilweise "Datenlöcher", keine Bilder, Schaltbilder, Sammlerpreise etc. Klar ist aber auch, dass wir vor allem für die Deutschsprachigen Länder und die USA sowie einige weitere Länder die vollständigsten Angaben überhaupt zeigen - bei weitem! Es lohnt sich also, wenn sich möglichst viele Sammler engagieren und das können auch Gäste mit dem Kontaktformular sein, die uns mit dem Kontaktformular Lücken oder Fehler melden. Leider kommt das (wahrscheinlich) noch selten vor. Die Sprach-Admins wissen da mehr.

Wir sind auch die Organisation, die am meisten Ursprungsverweise bringt - und das haben wir zu fördern. Wir sollten z.B. jedes Jahr der Existenz nachweisen, wenn wir Modelle als über mehrere Saisons verkauft führen.

Ernst Erb
Ernst Erb
Ratsmitglied
CH  Beiträge: 5701
Schema: 13756
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23.Aug.08 16:50

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Bei einer grösseren Gemeinschaft - wir sind jetzt gut 5000 Mitglieder -, gibt es immer eine Mehrheit, die nur konsumiert. So auch bei uns. Aber es ist doch erstaunlich: Mehr als 40 % der Mitglieder haben eine Aktivität bezütlich Datenbank entwickelt. Oft ist das sehr bescheiden, nur gerade um das UACS zu befriedigen. Das Forum habe ich dabei bewusst nicht einbezogen.

Eigene Bilder hochgeladen haben 1600 Mitglieder, davon ca. 100, die ihre Sammlung bewusst oder unbewusst auf "Anonym" geschaltet haben. 1636 Mitglieder loggen sich jeden Monat mindestens ein Mal ein, in einem halben Jahr sind es 3000, also 60 %. Erfreulich ist auch, dass 1100 Mitglieder ihr Passfoto hochgeladen haben. Da es viele Mitglieder gibt, die nur Fremdbilder, Preise, Röhren, Schaltpläne hochgeladen oder 20590 Modelle verbessert (durch 1400 Mitglieder) oder angelegt haben. Liegt die Zahl der Aktiven viel höher als wenn man nur Sammlungen zählt.

John Hupse liegt mit seiner ABC-Analyse nicht sehr "daneben". Allerdings würde ich meinen dass es beim "C" mehr als das Doppelte an Mitgliedern sind. Dafür muss man wohl die Stunden mehr als nur halbieren. Seine Rechnung ergibt eigentlich 700 000 Stunden - mit 100 Stunden für die 2000 Mitglieder "C" käme man dann auf die genannten 600 000 Stunden. So wären wir dann 2320 Mitglieder, die etwas zum Aufbau der Datenbank beigetragen haben. Das geht ziemlich auf.

Danke für dieses ausserordentliche Engagement.
Vor allem den Admins ist zu danken, die oft eine Hauptlast tragen, die eigentlich nicht sichtbar wird - ausser wenn es Probleme mit einer Akzeptanz gibt. Ohne diese hätten wir aber nicht die Qualität. Der schweigenden Mehrheit kann ich nur schreiben: Klickt die blauen Info-Buttons (immer oben rechts auf den Seiten) und alle (unterstrichenen) Links um mal zu sehen, was man alles leicht tun kann und wie. Oder melden Sie sich bei mir.

Übrigens: Momentan sind z.B. 576 Mitglieder auch bei der GFGF (Deutschland) aber nur 52 (von unseren 309 CH-Mitgliedern sind bei der CRGS (Schweiz). Leider haben aber nur 43 Mitglieder aus Österreich (von 320) das Heft "Museumsbote" abonniert. Dieses Österreichische Sammler-Magazin kann ich nur empfehlen - wie auch die Funkgeschichte der GFGF.

Eine Quizfrage: Welche der beiden Tätigkeiten haben Mitglieder mehr ausgeführt? Mindestens ein Bild hochgeladen oder mindestens einen Forumspost (z.B. eine Frage) geschrieben?

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