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Wiederherstellung goldfärbiger Bezeichnungen

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Harald Schlosser
Harald Schlosser
 
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01.Nov.07 05:12

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Rispondi  |  Devi effettuare l'accesso (Ospite)   1 Sehr geehrte Radiofreunde!

Wer hat einen Tip, wie man die auf zahlreichen Modellen der 50er-Jahre angebrachen goldfarbenen Modell- oder Herstellerbezeichnungen wieder restaurieren kann (ohne Virtuose mit dem Retouchierpinsel und Goldlack sein zu müssen). Die Originalbeschriftungen scheinen mir mit einer Art Anreibebuchstaben so wie früher z.B. LETRASET auf der Lackierung angebracht und sehen heute zumeist so aus:
schlechte Herstellerbezeichnung

Ich erinnere mich auch noch dunkel, dass meine Mutter beispielsweise an ihrem Hochzeitsgeschenk (Hornyphon Diplomat 1956) diese Beschriftung schon in den 60er-Jahren im wahrsten Sinne "weggeputzt" hatte.

Vielen Dank für kreative Ideen,
mit herzlichen Sammlergrüssen
Harald Schlosser
Werner Kassenbrock
Werner Kassenbrock
 
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01.Nov.07 07:19

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Hallo Herr Schlosser,

 

eine interessante Frage. Mir sind diese Beschriftungen in Form von Abziehbildern (decals) nur für einige US-amerikanische Fabritate bekannt (www.tubesandmore.com).

Irgendwo im Internet habe ich mal einen preiswerten Hersteller von Abziehbildern entdeckt. Dort wurden sie im Zusammenhang mit Modelleisenbahnen angeboten. Wäre evt. eine Überlegung wert, ob man dort eine Sammelbestellung aufgeben sollte.

Gruß

Werner Kassenbrock

 

 

 

Harald Schlosser
Harald Schlosser
 
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02.Nov.07 15:07

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Hallo Herr Kassenbrock!

Vielen Dank für die beiden Zauberworte "decals" und "Modellbau".

In dieser Ecke gibt es tatsächlich viele attraktive Angebote, vom "print on demand"-service bis zu DIY-kits die sogar Sonderfarben wie weiss, gold oder silber mit normalen Laserdruckern über entsprechende Transferfolien anbieten.
Ich werde wohl einige Zeit brauchen um da die geeignetste Lösung herauszufiltern.

Vor allem bleibt die Aufgabe, die jeweiligen Bezeichnungen in der korrekten Typografie in eine vektorisierte Druckvorlage zu bringen, da dies nach kurzer Übersicht bei allen Anbietern die Voraussetzung für optimale Ergebnisse bildet.

Aber der Weg ist für mich eindeutig vorgezeigt.

Ich könnte mir auch vorstellen, dass diese Technik  der Wasserschiebebilder eine Möglichkeit zur Wiederherstellung zerstörter Skalenbeschriftungen bietet (entsprechende Digitalisierung bzw. Rekonstruktion der grafischen Darstellung in der Druckvorstufe vorausgesetzt).

Edit:
Zum Thema Skalenanfertigung habe ich dann auch  HIER einen englischsprachigen Thread im Forum gefunden:


Das Thema bleibt spannend.

Grüße
Harald Schlosser

Questo articolo è stato modificato il 02.Nov.07 19:22 da Harald Schlosser .

Martin Renz
Martin Renz
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05.Nov.07 07:23

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Eine weitere Möglichkeit, farbige Schrift auf ein Gehäuse aufzubringen, besteht darin, sich von einem Grafikbetrieb eine entsprechenden Maske ausschneiden zu lassen. Dazu wird Maskierfolie und ein Schneidplotter benötigt. Unter anderem Betriebe, die Schriften auf Autos aufbringen, verfügen über die entsprechende Ausrüstung. Der Aufwand und die Kosten der Herstellung sind nicht all zu gross.

Ausserdem wird eine massstabsgenaue Vorlage benötigt. Diese kann auf einem Foto aufbauen, welches noch erkennbare Reste der Schrift zeigt. In einer 2. Ebene wird dann eine neue Schrift so darüber gelegt, dass die Buchstaben deckungsgleich sind. Wie man dabei vorgeht, hängt von vielen Faktoren ab, unter anderem dem verfügbaren Grafikprogramm und dem Vorhandensein des richtigen Schriftfonts. Eventuell muss der Schriftzug mit einem Vektorprogramm nachgebaut werden. Wenn konkreter Bedarf besteht, bin ich im Einzelfall gerne behilflich, eine Lösung zu finden.

Die weitere Vorgehensweise entspricht der in diesem Beitrag besprochenen Methode des Aufbringens von Zierstreifen. Durch das abschliessende Aufbringen eines Decklackes wird die Schrift wirksam vor künftigen "Putzattacken" geschützt. Entscheidend für einen Erfolg ist das genaue Befolgen der Anweisungen (dünne Aufträge, eventuell mehrfach, sonst verläuft die Schrift und franst aus.
Gilbert Brands
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Das eine oder andere Gerät wird sicher für den täglichen Einsatz im Arbeitszimmer wiederhergestellt, und wenn die Anforderungen nicht ganz so hoch sind, kann man für die Restauration der Zierstreifen auch auf den Modellbau zurückgreifen:

Die Streifen gibt es in verschiedenen Breiten und Dicken ab 0,1 mm (empfohlen, aber nicht dicker als 0,2 mm verwenden). Durch die begrenzte Länge muss man bei längeren Streifen zwar stückeln, und Kurven lassen sich so auch nicht realisieren. Dafür ist das Aufbringen exakt gerader Streifen mit gleichbleibender Breite sehr einfach (Kleben mit Sekundenkleber [Vorsicht! Manche Leute neigen zu allergischen Reaktionen bei den Dämpfen!] oder einem anderen transparenten und dünn auftrocknendem Kleber).

Für museale Stücke sicher kaum geeignet, aber wer für ein Gebrauchsradio die von Herrn Renz beschriebene aufwändige Prozedur scheut, ist hiermit sicher besser bedient, als die Streifen fortzulassen. Da mich das Finden der Streifen doch einige Zeit in google gekostet hat, hier der ->Link zum Lieferanten.

Viele Grüße

Gilbert Brands

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Paul Heussner
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Hallo Herr Schlosser,

Dekalfolien sind sicherlich eine mögliche Lösung für Ihr Problem, allerdings nicht ideal, da die Folie auf der Front aufträgt und somit auch sicht- und fühlbar ist.

Eine relativ einfache Möglichkeit wäre mit Abreibesymbolen gegeben. Die Schwierigkeit besteht dabei aber weniger in der Handhabung, eher darin soetwas heute in der gewünschten Farbe, Schriftart und Größe zu bekommen.

Abreibesymbole wurden früher zur Erstellung von Layoutvorlagen für Leiterplatten benutzt, gab es z.B. von Seno. Aber auch im Künstler- und Hobbybereich, zur Beschriftung von Geschenken, Grußkarten, Namensschildern etc. Es gab Bögen mit weißen, schwarzen oder goldenen Schriften in verschiedenen Größen. Leider weiß ich den Hersteller dieser Bögen nicht mehr.

Gruß, Paul Heußner

 

Nachtrag: ich sehe gerade in Ihrem ersten Beitrag Sie kennen die Abreibesymbole schon und Letraset war die Firma die ich meinte.

Dieser Beitrag darf daher gelöscht werden.

 

 

Questo articolo è stato modificato il 29.Aug.11 00:17 da Paul Heussner .

Manfred Kröll † 2.9.2013
Manfred Kröll † 2.9.2013
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Hallo Herr Heussner,

es gibt Plotterfolien, die eine Dicke von < 0,2mm aufweisen, die kann man schon verwenden indem man sich einfach eine Klebeschrift schneiden lässt.

in meiner zeit als Grafiker habe ich viele solche Beschriftungen auch für Oldtimer, bei denen das auch ursprünglich auflackiert war rekonstruiert.

 

Viele Grüsse,

Fred

  
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