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Zu Besuch beim Žižkovská věž — Tower Park Praha

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Wolfgang Lill
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26.Jul.17 18:00

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So mancher der die tschechische Hauptstadt besucht, fragt sich, was ist das für ein Monsterturm, der mitten in der Stadt in den Himmel ragt ?

Der Turm ist 216 m hoch und damit das höchste Gebäude der Hauptstadt.

Die Konstruktion besteht aus drei  konzentrischen Stahlrohren, stahlbetonummantelt, zwei davon  bis in eine Höhe von 136 m und das Hauptrohr mit einem Durchmesser von 6,4 m steht mit der Antennenverlängerung auf der Endhöhe von 216 m.

Im Jahre 1985 wurde der Grundstein für den Bau gelegt, es gab jedoch eine Menge Probleme, die dazu führten, das erst im März 1991 der Probebetrieb begann.

Bevor ich zur Technik komme noch ein Blick auf die Babys, die am Turm hoch und runterkriechen. Diese hat der Tschechische ( umstrittene ) Künstler David Černý im Jahre 2000 angebaut. Es sind insgesamt zehn Babys die da hoch und runter krabbeln.

Oben in der 93 m hoch gelegenen Aussichtsplattform befindet sich ein interessantes Modell, was man fotografisch selbst kaum erfassen kann.

und wer sich nicht so auskennt  kann auch auf dem Hilfetableau die entsprechenden Informationen in seiner Sprache abfordern.

Darunter in 66 m Höhe kann man auch im Luxus Restaurant Platz nehmen und die wunderbare Aussicht über die Stadt genießen und in 70 m Höhe befindet sich ein ONE ROOM Hotel, ein exclusives Hotel.

Hier noch ein Blick auf den Eingangsbereich, wo ich auch ein schickes Elektromobil entdeckte.

Der Technische Betreiber der Funktechnik ist Tschechische Radiokomunikace.

Analoges Fernsehen ist auch hier Geschichte. Über 5 Multiplexe werden eine Vielzahl von Fernsehprogrammen übertragen. Die vorhandene Antenne wurde für den analogen Rundfunk 1990 entworfen  und entsprach damit nicht mehr den Anforderungen für die digitale Ausstrahlung.

Die neue 23 m lange und etwa 9 Tonnen schwere Antenne mit der DVB-T Technik wurde am 6. Oktober 2008 durch Schweizer Hubschrauberspezialisten montiert.

Multiplex Kanal   Frequenz Leistung [kW] Polarisation
DVB-T Multiplex 1 53 730 MHz 32 vertikal
DVB-T Multiplex 2 41 634 MHz 32 vertikal
DVB-T Multiplex 3 59 778 MHz 32 vertikal
DVB-T Regional - Netzwerk 8 51 714 MHz 5 vertikal
DVB-T2 Transition Netzwerk 12  31           554 MHz       32               vertikal

Dazu kommen 6 Rundfunkprogramme auf UKW in DAB+ abgestrahlt sowie technische Funkdienste, eine Wetterstation und Richtfunktechnik.

Leider konnte ich nicht die Technikräume besichtigen, dafür gelten hohe Sicherheitsstandards, aber auch so war der Turm für mich eine Attraktion und ich kann einen Besuch gerne weiterempfehlen.

Das gelbe Gebäude mit den 2 Türmen war ehemals das Forschungsinstitut der Tschechoslowakischen Post. In einem der Türme wurde bereits 1938 ein UKW- Sender eingebaut und mit diesem die Ausbreitungsbedingungen usw untersucht. Er wurde im Protektorat von den Deutschen ausgebaut und ist seitdem verschollen.

Hier noch ein zweiter Blick von der Aussichtsplattform über die Stadt.

 

 

 

 

This article was edited 28.Jul.17 09:45 by Wolfgang Lill .

Wolfgang Lill
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29.Jul.17 17:15

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Seine Meinung zum "schrecklichen" Aussehen des Turmes mailte mir Herr Ing. Lederer

Lieber Herr Lill, 

vielen Dank für Ihren schönen Beitrag.

Ich würde nur vorschlagen, dass sie das Wort schrecklich

in Anführungszeichen stellen.

Ich weiss, dass der Turm von manchem Altprager Puristen

als schrecklich empfunden wird. Es gibt aber mindestens so viele Menschen, die den Turm als eine schöne Dominante im Panorama

(z.B. vom Hradschin) sehen. 

Auch die Konstruktion kann man immer von mehreren Seiten 

betrachten. Ist es nicht eine Variante zu den stuttgarter Nadeln, 

die überall stehen ?

Viele Grüße 

Erich Lederer , Usti n.L. Tschechien

This article was edited 29.Jul.17 17:17 by Wolfgang Lill .

  
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