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Sender Dobl

8143 Dobl, Austria (Steiermark)

Address Am Sendergrund 15
 
 
Floor area only roughly guessed: 600 m² / 6 458 ft²  
 
Museum typ Exhibition
Transmitting and Studio technique
  • Combustion engines/generators/pumps


Opening times
nach Voranmeldung, siehe Kontaktinformation

Admission
Status from 09/2012
Free entry, donations welcome.

Contact
Tel.:+43-664-4005124   

Homepage www.sender-dobl.at

Our page for Sender Dobl in Dobl, Austria, is administrated by Radiomuseum.org member Thomas Zurk. Please write to him about your experience with this museum, for corrections of our data or sending photos by using the Contact Form to the Museum Finder.

Location / Directions
N46.949501° E15.381203°N46°56.97006' E15°22.87218'N46°56'58.2036" E15°22'52.3308"

Description wikipedia.org:
Errichtet wurde der Sender als einer der 56 nationalsozialistischen Deutschen Europa Sender mit der Bezeichnung ALPEN. Der Sender strahlte mit einer Leistung von 100 kW in den südosteuropäischen Raum. Nach der Eröffnung waren 24 Personen beschäftigt.

Als Antennenträger und Sendeturm verwendete er einen 156 Meter hohen, gegen Erde isolierten und abgespannten Stahlfachwerkmast, der in 63 und 113 Metern Höhe abgespannt ist. Der Mast hat ein Gewicht von 47 Tonnen und steht auf einer Fläche von etwa 50 m².

Trotz Angriffen von Tieffliegern war die längste Ausfallzeit 2 Stunden.

Bei Kriegsende sollte der Sender gesprengt werden. Die Zerstörung wurde aber von den Angestellten, die den Sender bis zum Eintreffen der Roten Armee besetzt hielten, verhindert.

Nach dem Krieg kam der Sender zu der von den Engländern eingerichteten Sendergruppe Alpenland. Dabei wurde vorerst aber auch nur das Programm der BBC in Richtung Jugoslawien gesendet. Erst 1950 wurde ein zweites Programm der Sendergruppe Alpenland über den Sender Dobl ausgestrahlt.

Nach dem Staatsvertrag im Jahr 1955 kam der Sender zu jenen des ORF. Bis 1967 wurde das Pr ogramm Österreich 2 übertragen, später Ö1 und Ö Mix.

Der Sendebetrieb wurde mit 1. März 1984 eingestellt. Die gesamte Sendeanlage wurde vom ORF an die Gemeinde Dobl verkauft. Im technischhistorischen Gutachten heißt es unter anderem:
„Es handelt sich um die letzte in Europa erhaltene Anlage der Umbausender aus der Zeit um 1940............“

– Peter Donhauser (Technisches Museum Wien)

Aktuelle Verwendung

Heute ist der Sender als technisches Denkmal erhalten. Im Sendergebäude befinden sich jetzt die Studios des Privatsenders Antenne Steiermark.

Der Mast und das Masthaus werden für den Amateurfunkdienst verwendet.

Forum contributions about this museum
Sender Dobl
Threads: 2 | Posts: 6
Hits: 7234     Replies: 4
  Sender Alpen (Dobl, Steiermark) DES
Wolfgang Lill
19.Dec.14
 
  1

Der Sender Alpen in Dobl ist neben Dobrochov (Sender Donau) ein wichtiges Propagandainstrument des Deutschen Reiches für Süd-Ost Europa.

Die Republik Österreich hat einen solchen Sender im Gebiet südlich von Graz nie geplant. Nach der Besetzung Österreichs durch das faschistische Deutschland änderte sich dies schlagartig.

Im Jahre 1939 begann man in Deutschland unter der Bezeichnung DES ( Die deutschen Europasender) Sender zu errichten. >>> Aufbau des deutschen Europafunks

Sie waren nur für die Ausstrahlung von Sendungen ins Ausland bestimmt. Sinn und Zweck dieser  "Auslandssendungen" war es, das nationalsozialistische Gedankengut in ganz Europa zu verbreiten.

Die Sendungen wurden in der jeweiligen Landessprache ausgestrahlt.

Im Jahre 1938 forcierte man den Ausbau der Deutschen Europasender, da die Okkupationspolitik des Deutschen Reiches einen Propagandakrieg im Äther erwarten ließ.

Die Deutsche Reichspost wurde beauftragt, nur noch Großsender zu errichten, die einen raschen Frequenzwechsel gestatteten.  Diese wurden als "Umbausender" bezeichnet.

Nach dem Anschluß Österreiches an das Deutsche Reich >>> Ostmark >>> lag es nahe, im Südosten des Landes einen DES zu installieren.

Dem Sendeleiter in der Steiermark, Fritz Huber ( er war seit 1925 Sendeleiter der Steiermark und wurde nach dem Anschluß 1938 wieder zum Sendeleiter bestellt) gelang es, dem damaligen Postminister Ohnesorge einzureden, das es zweckmäßig sei, nahe der Grenze, in der Nähe von Graz, einen Großsender zur Programmübertragung in den süd- osteuropäischen Raum zu errichten.

So kam es zu dem Beschluß in Dobl einen Großsender mit einer Leistung von 100 KW aufzubauen...

>>> den deutschen Europasender "Alpen".

Gebaut wurde die Anlage in den Jahren 1939/40. 80 Monteure und Arbeiter wurden täglich mit Bussen aus Graz zur Baustelle gefahren, in Spitzenzeiten waren bis 500 Arbeitskräfte auf der Baustelle beschäftigt.

Foto 1+ 2 aus dem Privatbesitz von Herrn Magister Peter Donhauser, Wien

Hier gab es keine Materialengpässe, der Bau kam großzügig voran. Die Inbetriebnahme des 100 KW Lorenzsenders mit dem 156 m hohen Sendemast erfolgte am 22.Februar 1941.

Frequenz; Mittelwelle 886 KHz.  ( eine Verschiebung war jedoch möglich zwischen 545 und 1365 KHz )

Wie auf den zwei ersten Fotos schon zu erkennen, ist in den Bauten ein hoher architektonischer Anspruch verwirklicht worden  unter Leitung von Ministerialrat Walther Schmidt, der schon zweimal mit Senderbauten zu tun hatte beim Großsender Ismaning und dem Fernsehsender Brocken ( Harz).

Notwendig war es auch, für die wassergekühlte Endstufe einen Kühlwasserturm zu errichten.

Foto: Architekturmuseum Schwaben, Nachlass Walther Schmidt , vielen Dank !

Durch diesen Baustil und die Schindeleindeckung passt sich die Anlage perfekt und harmlos in die Landschaft ein. Weitere typische Baumaterialien wie Lärche, Massivziegel, jedoch auch Stahlbetondecken fanden Verwendung.

Im Mittelpunkt der architektonischen Bemühungen steht die Visualisierung des Führerprinzips, es gehört auch heute noch zu den bemerkenswertesten Bauten des 20. Jahrhunderts in Österreich  und zu den wichtigsten technischen Bauten der Steiermark...eine Anlage im Stil zwischen Ordensburg und Gutshof..

Schauen wir uns ein wenig auf dem Gelände um; Fotos vom 3.10.2014

Am Eingangsportal befindet sich der entnazifizierte Reichsadler mit dem "Geramb- Dankzeichen" für gutes Bauen in der Gruppe Klassiker Damit wurde die Anlage in Dobl im Jahre 2001 ausgezeichnet.

Die Antennenanlage ; Ausführung eines vertikal Stahlgittermastes mit 156 m Höhe, cirka 45 Tonnen Gewicht, Hersteller: Wiener Brückenbau AG, Erdnetz 90 Radiale mit je 100 m Länge . Ehemals war oben ein Dachkapazitätsring, welcher 1977 gebaut wurde.

Höhe bis zur ersten Pardunenabspannung 63 m, bis zur zweiten; 113 m.

Der Mittelwellensendebetrieb über diese Anlage wurde am 1.März 1984 eingestellt ( aber dazu später)

Der Sender selbst sendete in den Sprachen der Balkanstaaten, so in Kroatisch und Serbisch.

Vom September 1943 ist überliefert;

Nachrichten und Musik für Kroaten, die Kroatische Stunde, Politisches Kabarett, Grüsse in die Heimat oder aus der Heimat...Europa antwortet, deutsch- kroatisches Gespräch , Stimme des Reiches,

Sonnabend eine Sendung für kroatische Arbeiter im Reich.

Die Sendungen wurden über Kabel direkt von Berlin  und später dann zunehmend auch von Wien eingespielt. 

In einem Grazer Studio wurde auch ein französisches Programm für französische Arbeiter im Deutschen Reich produziert.

Insgesamt waren beim Sender 24 Personen beschäftigt.

Es wurde ein Wachgebäude errichtet,

und natürlich auch Wohnhäuser für das Personal des Senders.

Der Sender selbst konnte damals nachts sogar in Nordafrika empfangen werden. Interessant wurde dessen strategische Bedeutung auch, nachdem in Italien die Herrschaft Mussolinis ins Wanken geriet.

Nun zum technischen Teil des Senders. Dazu ein Blockschaltbild, was 1946 von Hand gezeichnet wurde.

Das Blockschaltbild ist im Privatbesítz von Mgr. Peter Donhauser aus Wien.Vielen Dank !

Die Leistungsröhren und Spulen wurden mit destilliertem Wasser im Kreislauf gekühlt, über zwei Wärmetauscher wurde dafür der eigens dafür gebaute ca 22 m hohe Kühlturm eingesetzt.

Der Kühlturm extistiert auch heute noch und ist funktionstüchtig.

 Die Notstromversorgung befindet sich in der Dieselhalle. Die Leistung des Aggregates war 800 KVA, also deutlich höher als notwendig, der Sender benötigte 250 KW, die restliche Leistung wurde über eigene Umformer 400 V , 20KVA in das Ortsnetz Dobl eingespeist, z. B. wurde die Anlage bei herannahendem Gewitter angefahren, da Dobl nur eine Freileitung als Zuleitung hatte.

Es handelt sich um einen 8-Zylinder Standard- Diesel- Motor Fabrikat; Klöckner- Humboldt- Deutz AG. Solche Anlagen wurden eigentlich als Schiffsdieselmotor produziert und eingesetzt.

beide Fotos sind freundlicherweise von Hubert Tschugmell bereitgestellt. Vielen Dank !

Er hat einen Hubraum von 731146 ccm und eine Leistung von 1050 PS bei 250 U/min.  Die Masse des Aggregates ist mit 49 Tonnen angegeben.

Bild 2 , angeschlossener Generator: 3 x 400 Volt, Leistung 800KVA bei 250 U/min , Masse 11 Tonnen. Hersteller; Siemens.

Unterirdisch ist ein großes Tanklager angelegt, insgesamt fünf Zellen mit je einem Tank von 25.000 Litern . Bei einem Verbrauch von etwa 85 liter pro Stunde hätte der Betrieb mit Notstromversorgung bei gefüllten Tanks bis zu 3 Monate aufrecht erhalten werden können.

Die notwendige Überwachungs- und Steuerungstechnik ist im Keller noch weitgehend original erhalten.

Ein Blick auf das Freigelände. Hier ist noch die Originaldrehlinse (Nachtbeleuchtung) zu besichtigen.

Noch einige Fotos aus dem großen Sendesaal

Foto Hubert Tschugmell; Großer Sendesaal, Steuerpult

Großer Sendesaal : Modulationsstufe

Hier wurde allerdings 1958 umgebaut ( dazu später). Großer Sendesaal: Bereich Vorstufe/Endstufe

Großer Sendesaal: Gleichwellengestell mit TXCO

Das solche Propaganda- Sender auch Angriffen ausgesetzt waren ... das spürte man erstmalig am 6. April 1941. An diesem Tage hatte Deutschland und dessen"Verbündete" den Krieg gegen das Königreich Jugoslawien begonnen. Schon am ersten Kriegstage am   6.April flogen jugoslawische Tiefflieger Angriffe auf Ziele in Graz und auch auf den Sender Dobl, der unvorbereitet getroffen wurde. Allerdings entstand wenig Schaden.

Aus diesem Vorkommnis wurden Schlußfolgerungen gezogen. Die anfliegenden Flugzeuge verwendeten häufig zur Orientierung Rundfunksender. Das Flugkommando Bruck hatte ab sofort den Befehl, bei Annäherung feindlicher Flugzeuge in Richtung Sender einen Abschaltbefehl zu übermitteln.  

Davon wurde erstmalig am 26.09.1943 Gebrauch gemacht. Solche Abschaltungen sind im Betriebstagebuch des Senders minutiös eingetragen.

Einen sehr ernsten Angriff gab es am 11.12.1944 durch P-38 "Lightning" . Diese Flugzeuge knapp vorbei  laut Augenzeugenberichten an den Pordunen des  Sendemastes und beschossen die Anlagen mit ihren Bordwaffen.

4 Fotos erhielt ich von Hubert Tschugmell aus Dobl zur Veröffentlichung in diesem Beitrag . Vielen Dank !

In dem Mast und auch an der Gebäudeaussenhaut finden sich heute noch Einschüsse. Unweit des Senders stürzte darüber hinaus eine B-24G ab, die Stromzufuhr wurde unterbrochen.

Der Sender konnte jedoch nach zwei Reparaturstunden wieder in Betrieb genommen werden.

Insgesamt gab es noch bis zum Kriegsende weitere 5 Angriffe, eine richtige Bombardierung erfolgte jedoch nicht.

Anfang April 1945 wurden auf Befehl des Gauleiters Uiberreither und des Senderleiters Meier über 800 Sprengpatronen an 53 besonders wirksamen Stellen, darunter auch in extra gebohrten Sprenglöchern im Keller eingebracht bzw wurden diese teilweise sogar schon beim Bau mit vorgesehen..

Die Angestellten sabotierten  die Sprengung und hielten den Sender in Betrieb. Erst am 11.Mai treffen sowjetische Truppen am Sender ein.

Durch diese mutige Tat wurden der Sender funktionstüchtig erhalten. In den letzten Tagen des Krieges wurde Dobl aus Bad Aussee über ein Tonkabel der Reichspost versorgt.

Im Betriebstagebuch am 8.Mai 1945 ist dazu folgendes zu lesen:

7.00 Uhr bis 9,10 Uhr keine Sendung

23,42 Uhr Programmschluß

20,30 Uhr Ansprache der provisorischen Landesregierung des freien Österreichs.

So sendete man bis 12.Mai 1945 vom Studio aus Bad Aussee.

Am 11.05.1945 mussten die Bewacher des Senders die Waffen an die sowjetische Armee abgeben.

die Ausstrahlung des Programmes unter dem Namen " Österreichischer Freiheitssender Ausseerland" wurde am 12.Mai 1945 von der Sowjetischen Administration untersagt.

Dobl war in Österreich der einzigste Großsender,welcher gerettet und betriebsfähig gehalten wurde.

Der zweite vorhandene Großsender Bisamberg bei Wien ( 100 KW) wurde am 13.April 1945 gesprengt.

Es folgt der zweite Teil als neuer Beitrag " Sender Dobl" in der Sendergruppe Alpenland

Wolfgang Lill
10.Jan.15
  2
Der letzte Satz zum Thema Bisamberg stimmt aber überhaupt nicht und bedarf der sofortigen Änderung: Da ich 2008 noch in in diesem Sender gewesen bin, schreibe ich folgenden  authentischen Sachverhalt:
 
Es wurde 1945 tatsächlich gesprengt., aber
 
1.)  nur die beiden Fischbauchmasten aus der Telefunkenentwicklung und  Anfangs- Ära  der dreißiger Jahre. Ich wollte bei meinem Besuch in Wien diese beiden Fischbauchmasten sehen, aber leider. Im Hof vor den Betriebsgebäuden habe ic h noch die Fundamente gesehen.
 
2.) Der Versuch, die vier Dieselmotoren zu sprengen, wurde von mutigen Menschen vereitelt. Ich habe noch die  Brandspuren auf den gefliesten Fußboden gesehen. Die Dieselmotoren wurden erhalten.
 
In sofern ist auch die gesamte Technik aus der Aufbauphase von Telefunken erhalten und funktionsfähig geblieben. Aus den Beständen der amerikanischen Armee wurden bald nach Kriegsende  2 neue Gittermasten geliefert, die ich noch bei meinem ersten Besuch in Wien gesehen habe. Zu diesem Zeitpunkt gab es schon die 2. und dritte Technik-Generation. Die Firma Brown  Bovery hatte einen neuen Sender geliefert. Hierzu gibt es 2 Bilder im Anhang. Diese wurden aber vor  meinem Besuch außer Betrieb genommen und man hatte schon eine neue (dritte) Technik in Betrieb. Man machte mit 100 KW  abends auf 1476 Khz 2 Std. Betrieb für Jugoslawien oder so. Genau weiß ich das heute auch nicht mehr. Container, Selbst die Leistungsendstufen sind transistorisiert.
 
Das Größte war, dass man mir zum Abschluß meines Besuches , aus diesem B&B-Sender aus dem Hochspannungsgleichrichter-Satz eine, wie der Chef sagte, kleine Röhre schenkte.  Plötzlich hatte ich eine Hochspannungsgleichrichter-Röhre auf beiden Händen, wie einst die Hebamme mir meine erste Tochter in die Hände legt. Ich habe extra heute früh noch einmal dieses Foto gemacht.
 
Die Wiener Funkamateure hatten mich gebeten, ein Hochpaß-Filter gegen diese Störbeinflussung zu entwickeln. Es hatte bei nahe utopische Werte der Durchlaß- und der Sperrdämpfung, nämlich 66 dB und 0,5 dB. Mittelwelle total gesperrt bis 1650 KHz  und KW ab 3.480 Khz 0,5 dB   Mein Professor Gottfried Fritzsche an der HfV Dresden hätte an dieser "Bilderbuch"-Kurve des Dämpfungsverhaltens seine helle Freude gehabt und auch an seinem "erfolgreichen ehemaligen Studenten"  In Wilsdruff haben wir das Filter noch ausprobiert.  Die Werte stimmten und überzeugten. Nämlich für den damaligen Russsen-Sender mit 250 KW machte es wirklich 66 dB Sperrdämpfung.
 
3.) Bei meinem 2. Besuch in Wien hatte man Bisamberg außer Betrieb gesetzt. Die schlanken amerikanischen Gittermasten im Antennengelände (-Vorfeld
vor der Betriebstelle) waren gesprengt  und mein Bilderbuch-Filter liegt nun nutzlos im Keller. Im Internet hat man die Fotos dieser Mastsprengung gezeigt.
 
Beitrag von Fritz Traxler, welcher mich per Mail erreichte
Fritz Traxler in Bisamberg
Wolfgang Lill
02.Jan.16
  3

Wieder einmal keine Sondersendung, keine Feierstunde, aber die Freunde des Radiomuseums erfahren es; 

 

Vor 75 Jahren, genau am 1.Januar, begann der Sender DOBL >>> Sender Alpen  mit seinem Probebetrieb.

 

 

Wolfgang Lill
19.Jan.16
  4

Genau kann man die Geschichte verfolgen nach Einsicht in das Betriebstagebuch des Senders. Am 1.Mai 1945 ist alles noch planmäßig. Die erste Sendung beginnt um 4,55 Uhr und endet um 10,00 Uhr.

Die folgende Übertragung wird um 10,55 Uhr begonnen und endet früh Morgens um 02,05 Uhr. 

Als Art des Betriebes ist nur " Sendung" vermerkt. Ab 20.04.1945 wurde der Sender Dobl über das sogenannte "rote Netz"  mit Programmen aus Berlin( ?)versorgt. Es gelang mir leider nicht zu erfahren, was an diesem Tage gesendet wurde. Vermutlich wird es jedoch kein Fremdsprachenprogramm aus Berlin mehr gewesen sein, denn die Reichshauptstadt war am 30.04.1945 von der sowjetischen Armee bereits eingenommen und die dortigen Studiobunker wurden liquidiert,

Ferry-Schloß in Graz, Foto vom Sept 2015

Auf jeden Fall lässt sich aber der Kabelsignalweg zurückverfolgen und dieser führt in das Ferry-Schloß nach Graz. Dieses Gebäude hatte im Jahre 1940 Franz Huber für den Reichsrundfunk erworben. 

Hier kam das Signal aus Berlin über Kabel an und wurde weiter geleitet nach Dobl. Es soll dort auch etwa ab 1942 ein Programm für französische Fremdarbeiter produziert worden sein.

Leider sind die hangseitigen Bauten schon lange abgerissen. Es gab einen Garagenkomplex, wo die Funkmesswagen, Übertragungs- und Reportagewagen des Reichsrundfunks stationiert waren.

In Graz existierte seit dem 17.Juni 1929 auf dem St. Peter der erste Rundfunkbau Österreichs. 

Sende- und Studioanlage St Peter , Foto von Sept 2015

Unmittelbar daneben befand sich der Sendemast . Der 15 KW Sender befand sich im Gebäudekomplex und es war abschirmungstechnisch nicht einfach diese Konstruktion zu beherrschen. 

Foto; 

Zeitschrift „Radio Wien“, Sonderheft „10 Jahre Radio-Wien“ vom 28.9.1934.

Von hier aus konnte ebenfalls über Kabel zum Ferry-Schloß übertragen werden und dort erfolgte bei Notwendigkeit die Umschaltung nach Dobl.

Der Komplex blieb nach der Anexion Österreichs >>> Ostmark >>> selbst für die regionale Versorgung erhalten, wurde jedoch mit dem Ausrufen des totalen Krieges auch dem Reichsrundfunk gleichgeschalten.

Am 4.Mai  wird die Rede des Gauleiters Uiberreither übertragen. Genau dieser hatte Anfang April 1945 den Befehl gegeben, die Sprengung des Senders Dobl vorzubereiten, was jedoch von den Angestellten des Senders verhindert wurde.

Am 6.Mai 1945 wird die Übertragung aus einem provisorischen Rundfunkstudio aus Bad Aussee organisiert, die Stunden werden ungewiss, was bringt die Zukunft ? Am Dienstag, den 8.Mai ist 7,00 uhr eine Durchsage zu hören; 

"Aus technischen Gründen Sendepause bis ca 09,00 Uhr..." Die Ereignisse überstürzen sich, aber die Mannschaft am Sender selbst  bleibt auf ihren Posten. Der Gauleiter ist zurückgetreten. Um 20,30 Uhr erfolgt direkt aus Bad Aussee die Verlesung der Erklärung der Provisorischen Landesregierung.

Vom 9.Mai bis 12.Mai erfolgte, zwar mit zeitlichen Einschränkungen, die Übertragung der Sendungen aus Bad Aussee. 

Am 11.Mai treffen erstmalig sowjetische Militärs in Dobl ein. Es ist bereits 3 Tage Frieden. Der Diensthabende trägt in das Buch lapidarisch ein; 

"Ablieferung der zurückgebliebenen Waffen an die Rote Armee"

Am nächsten Tage wird durch die inzwischen in  Graz installierte sowjetische Militärverwaltung die Leitung nach Bad Aussee abgeschalten, es geht aber weiter, vom St. Peter kommt von nun an die Übertragung.

Graz wurde am 9.Mai besetzt und bereits am 10.Mai 1945 wurde der Rundfunk der Kontrolle der Sowjetarmee unterstellt. Ab nun an mussten die Manuskripte jeder Wortsendung und auch die Musiklisten in der sowjetischen Kommandantur genehmigt werden.

Nun begann auch das Ringen um den unzerstört und funktionstüchtig übernommenen Sender Dobl. Die Sowjets wollten diesen demontieren und in Kiew wieder aufbauen, seitens der RAVAG versuchte der ehemalige Direktor Oskar Czeija  die Anlagen nach Wien umzusetzen , denn der zweite österreichische Großsender Bisamberg war ja in wichtigen Anlageteilen kurz vor Kriegsende von der SS gesprengt worden. 

Aber es kam anders. Am 24.Juli verließ die Sowjetarmee die Steiermark, die Englischen Besatzer rückten ein  und auch sie stellten den Rundfunk sofort unter Ihre Kontrolle.

In der britischen Besatzungszone wurde dann am 31.August 1945 die Sendergruppe "Alpenland" etabliert mit den Mittelwellensender in Dobl, Graz und Klagenfurt sowie einem Kleinsender von 0,25 KW in Wien Schönbrunn ( das war in der britischen Zone von Wien ).

Das Hauptstudio war nun erst mal in Klagenfurt

schauen wir in eine Tageszeitung vom 31.12.1945. Das Programm für den 1. und 2. Januar 1946 ist schon fast wieder Normalität, wenn der Suchmeldedienst nicht wäre...

Wichtig: Der Sender Alpen, Dobl heißt jetzt Sender Alpenland.

Dobl sendet nach wie vor mit einer Leistung von 100 KW auf Mittelwelle 886 KHz. Inzwischen ist die Freude, Friede, Eierkuchenzeit vorbei und es beginnt die Aufteilung der befreiten Länder . Ungarn, Bulgarien, Serbien, Kroatien stehen unter sowjetischen Einfluss .

Ab Ende August 1948 wird diese Sendeanlage für Fremdsprachensendungen in den Abend- Nacht- sowie den Morgenstunden durch die BBC genutzt ( zuerst 2,5 Stunden, zu Jahresende dann 8 Stunden täglich in Tschechisch, Ungarisch, Serbokroatisch, Slowenisch, Rumänisch und Italienisch).

Am Tage wurde das regionale Programm ausgestrahlt. Bei meinem letzten Besuch in Graz traf ich einen netten schon etwas älteren Herrn, den ehemaligen Technischen Direktor des ORF Graz Herrn Kaspar, er war damals schon dabei und so bekam ich eine spannende Geschichte zu hören, die ich hier gerne wiedergebe;

Foto; Herr Kaspar im Studio beim ORF Graz, rechts der Moderator Daniel Neuhauser

Es geht nochmal zurück in die Zentrale, das Ferry- Schloß. Dort oben saß Herr Kaspar und erwartete, wenn er Dienst hatte, ab 19,00 Uhr die Information über drei Kurzwellenfrequenzen der BBC.

Foto; sein Arbeitsplatz im Turm unterhalb vom Balkon

Die Ungarn störten nämlich nicht den starken Mittelwellensender Dobl, sondern die Kurzwellenübertragung ( ein Kabel war damals noch nicht geschalten), deshalb auch drei Frequenzen.

Eine Sache die mir besonders auffiel, war die schöne wohl noch im Original erhaltene Eingangstür der Villa

 

Und Herr Kaspar wies auf die Bäume im angrenzenden Park; hier hing die Drahtantenne für den Kurzwellenempfang aus England

Die Störer selbst saßen in der Nähe von Ödenburg ( Sopron ) in Ungarn. 

Im Empfangsraum standen drei Kurzwellenspezialempfänger und ein Mischpult mit drei Reglern. Das Programm wurde zunächst auf Kurzwellenfrequenz 1 empfangen und an den Sender Dobl weitergeleitet. Sobald die "Kollegen" in Ödenburg diese Frequenz gefunden hatten und den Störsender draufsetzten wurde auf Kurzwellenfrequenz 2 umgeregelt. Wieder suchte man in Ödenburg , manchmal ging es schneller, manchmal dauerte es auch länger, bis man dort die Übertragungsfrequenz gefunden hatte, aber sobald diese ermittelt war, ging man mit dem Störsender drauf . Es wurde dann in Graz auf Frequenz 3 umgestellt... so wiederholte sich das Spiel tagtäglich.

Herr Kaspar kam dann drauf, die Ungarischen Kollegen mit einem " wob wob wob " bei Frequenzwechsel zu grüßen, dies machten dann plötzlich auch die ungarischen Kollegen, eben eine besondere Form der Kommunikation im "Kalten Krieg" 

Am 15.03.1950 wird gemäß Festlegung des Kopenhagener Wellenplanes die Frequenz umgestellt auf 1025 KHz 

Die Sendergruppe Alpenland wird offiziell am 22. 01.1954 an den im Vorjahr neu gegründeten ORF übergeben. Bis Juli 1955 bleibt Dobl britischer Propagandasender . Dann wird auch dieser Sender in Regie des ORF mit Gleichwelle mit dem ebenfalls 100 KW-Sender Kronstorf ( bei Linz ) betrieben

Der Sender selbst war 1941 mit einem Wirkungsgrad von reichlich 37% angegeben. Das war bereits damals nicht wirtschaftlich. Im Jahre 1959 wurde die Endstufe umgebaut auf verdampfungsgekühlte Vapotrons.  Der Wirkungsgrad stieg durch diese Maßnahme auf immerhin 53%.

Im Jahre 1977 erfolgte eine Generalreparatur des Sendemastes. Bei dieser Gelegenheit entfernte man den Kapazitätsring.

Der Mast war mit Kapazitätsring damals für die ursprüngliche Hauptsendefrequenz 886 KHz berechnet. Jetzt war dieser bei der neuen Frequenz von 1025 KHz, ab 23.11.1978; 1026 KHz ohne Kapazitätsring günstiger dimensioniert

Der halbe Kapazitätsring zierte dann das Gasthaus Sever (ehem. Kirchenwirt). Dieses Foto hat Peter Kalcher als Dia aufgenommen und ich danke hiermit für die Genehmigung zur Veröffentlichung.

Wie es dann nach der Rekonstruktion Ende der 70iger Jahre in Dobl aussah, das wurde natürlich fotografisch dokumentiert. Ich bin sehr dankbar, das mir das Bundesdenkmalamt Landeskonservat f. Steiermark Graz einige sehr schöne Fotos aus seinem Bildarchiv für diese Veröffentlichung zur Verfügung gestellt hat;

Im Ausbau des österreichischen Sendernetzes auf fünf Programme in den 70iger Jahren wurde bereits zunehmend auf UKW- Sender orientiert, da diese eine hörbar bessere Tonqualität haben.

Am 1.März 1984 wird der Sender, " so die offizielle Begründung", wegen Unrentabiltät stillgelegt. 

DOBL - die Geschichte ab 2. März 1984  im nächsten Teil 

 

Wolfgang Lill
12.Mar.16
  5

Der 1. März 1984 war doch nicht der allerletzte Tag des Senders. Er wurde nochmal hochgefahren und sendete bis Ende April 1984, warum auch immer.

Danach begann eine trostlose Zeit. Einige Anlagenteile verschwanden , das gesamte Objekt lag darnieder.

Am 20.Juni 1988 kaufte die Gemeinde Dobl das gesamte Grundstück. Die Pläne der Gemeinde waren eine Nutzung der Gebäude durch die Gemeinde und die Flächen als Bauland. 

Der Mast sollte gesprengt und alle anderen technischen Anlagen entfernt werden.  Kurz danach wurde der gesamte Komplex jedoch unter Denkmalschutz gestellt . Ein Gutachten des technischen Museums Wien, was Herr Magister Donhauser maßgeblich erstellte, wiesen diesen Sender als einmaliges europäisches Relikt der Zeit um 1940 aus.

Also der Abrissplan und auch bauliche Änderungen waren damit Geschichte !

Sogleich begann man auch mit Sanierungsarbeiten. Die Lärchenschindeln ( ausser am Kühlturm ) wurden teilweise erneuert und die Abspannseile  gestrichen.

Man suchte natürlich Mieter und fand als ersten Nutzer die Musikschule Sepp Strunz.

Vielen Dank an Herrn Prof Strunz für die Überlassung der 4 Bilder

Diese zogen in den Südteil des Verwaltungstraktes ein. Hier ein Empfang im Bild v.l. Sepp Strunz und Bürgermeister Anton Weber

Stimmung und Freude bringen, das kann die Musikschule Strunz bestens !

Aufzeichnung des ORF für die Sendung Schöner Leben . Es ist sehr schade, das diese Musikschule nun nicht mehr in Dobl ist .

Am 22.September 1995 nahm der erste Privatsender Österreichs, die "Antenne Steiermark" in einem Teil der Erdgeschoßräume seine Arbeit auf. 

So kam erstmals wieder Leben in das Grundstück, da ja auch der Privatsender sehr offen für die Öffentlichkeitsarbeit ist.

Moderator Mathias Pascottini in Action 

Im März 2015 endet das Gastspiel des Antenne Steiermark- Redaktionsteams in Dobl,

man wechselt in das neu errichtete 60 m hohe STYRIA- Media- Center nach Graz in das erste Obergeschoß.

Foto : Styria Media Group AG Maria Kanizaj  - vielen Dank -

Wieder ist Ruhe in Dobl eingekehrt. Man dachte in den letzten Jahren an viele Nutzungsmöglichkeiten, Landesausstellungen, ein Radio- Museum, die Telekom Austria stellte auch Überlegungen an , dort ein Museum einzurichten, aber ausser gelegentlichen Führungen, jährliches Funkertreffen beim "Field- day" und inzwischen überschaubare Anfragen für Führungen durch das historische Gebäude ist noch nichts auffälliges geschehen.

Also wenden wir uns den Aussenanlagen zu; Ein interessantes Thema ist das Antennenhaus.

Als am 1.Januar 1941 der damalige Sendeleiter Herr Huber  den Beginn des Probebetriebes in die Reichshauptstadt Berlin meldete, existierte die Ausrüstung für das Antennenhaus noch nicht. 

Man mußte etwa 6 Monate lang mit einer Behelfsantenne arbeiten.  Trotzdem muß man den Hut ziehen vor den Leistungen der etwa 500 Erbauer, die diese Anlage in hervorragender Qualität in weniger als neun Monaten fertigstellten. 

Sendeleiter Huber ( Foto von 1982 im Privatbesitz von Herrn Kaspar, Graz)

Also schauen wir rein in das Antennenhaus;

Einspeisung ( Anpassung) Übergang von HF zum Mast mit Blitzschutzschleife / Funkenstrecke

Antennenerdungsschalter

der Tuner

links vorn das Variometer

Diese Technik wird nun natürlich nicht mehr genutzt, aber es wäre natürlich denkbar, den Sender zu besonderen Ereignissen mit kleiner Leistung zu fahren , ich denke da an 9 Watt..... das könnte ähnlich wie bei Sonderfahrten mit der Dampflok zu vielen neugierigen Besuchern führen, die ihr altes Transistorradio rauskramen um nochmal sich vom AM- Klang bezaubern zu lassen. Aber das ist Zukunftsmusik !

Auf dem Mast selbst sind Anlagen  aller drei Handybetreiber installiert ( Telekom Austria A1, T-mobile Austria ( Eigentümer Deutsche Telekom ) und   3 ( Hutchison Drei  Austria GmbH).

Weiterhin haben die Amateurfunker die Möglichkeit den Mast zu nutzen. Wir haben Amateurfunker auf Kurzwellenbändern, UKW, Fernsehamateure (Amateurtelevision ATV) . In 156 m Höhe befindet sich auch eine Webkam.

Unten im Antennenhaus überwacht ehrenamtlich Hubert Tschugmell die Technik und steckt gemeinsam mit anderen Freunden sehr viel Freizeit und Kraft in die Erhaltung der Technischen Anlagen.

Auch eine Windscheranlage ist installiert. Es sind fünf Wettersensoren in 2 m, 10m , 60 m, 90 m und 140 m installiert, die aller zwei Sekunden Daten erfassen, diese werden gespeichert und gleichzeitig an die Austro Control ( Flugsicherung) übermittelt. Solche Daten sind für die Sicherheit im Flugverkehr enorm wichtig. Weiterhin wird die Radioaktivität gemessen, die Temperatur, die Windgeschwindigkeiten und Richtung ( speziell für den Flughafen Graz) und es ist ein Magnetometer ( auch als TESLAmeter bezeichnet) aufgebaut zur Messung des Erdmagnetfeldes.

Also doch eine ganze Menge Aufgaben, die den Sendemast sogar sehr rentabel erscheinen lassen.

Schauen wir uns noch ein wenig am Mast um.Es gibt auch eine sehr traurige Angelegenheit. Ein junger Funkamateur stürzte sich vom Mast. Eine Gedenktafel erinnert an dieses schlimme Ereignis.

Die Anlage macht einen ruhigen und friedlichen Eindruck im Herbst 2015, der Betrachter könnte sagen,hier in Dobl ist die Welt noch in Ordnung.

Auf der Wiese des denkmalgeschützten Areals weiden und scharren ( !) Kühe und sollten mal Besucher in rhythmische Zuckungen verfallen, so könnte das am Hochspannungszaun liegen.

Ich bedanke mich bei allen,

insbesondere bei Herrn Mag. Donhauser,                                                                                             beim Techn. Museum in Wien Herrn Dr. Lackner,                                                                                    bei der Landesregierung in Graz Herrn Dr. Obersteiner,                                                             besonders auch beim ehem. Technischen Leiter des ORF Graz Herrn Kaspar,                                bei Herrn Weber, Bürgermeister                                                                                                              und natürlich auch bei Hubert und seinen Amateurkollegen.                                                         Ohne ihre Hilfe wäre der Beitrag nicht entstanden. 

Dieses Technisches Denkmal ist es Wert, bewahrt zu bleiben, es wird sicher seinen gebührenden Rang in der Europäischen Rundfunkgeschichte behalten.....

 

Ende

 
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Sender Dobl am Tag des Denkmals, 30. September 2012
Thomas Zurk
14.Sep.12
  1

Das österreichische Bundesdenkmalamt feiert die "European Heritage Days", die größte Veranstaltung zur Feier des kulturellen Erbes in Europa. An diesem Tag ist es möglich, die Vitalität historischer Gebäude und Anlagen zu erleben.

Gebäude, Sender & Dieselmotor ... die 1940 als Reichspropagandasender errichtete Großsendeanlage Dobl, deren technische Einrichtung größtenteils erhalten geblieben ist, ist ein technisches Denkmal und zugleich ein Kulturdenkmal von europäischem Rang. Architektur und Technik geben hier ein Zeugnis von der Geschichte des Rundfunks, von Macht und Missbrauch dieses Mediums und lassen die rasante Weiterentwicklung der Sendetechnik bis in die Gegenwart spüren. Am Tag des Denkmals ist der größte Dieselmotor Österreichs in Betrieb zu sehen!

Herr Hubert Tschugmell, OE6THH führt die Besucher am 30.09.2012 im Rahmen eines Tages der offenen Tür durch den Sender Dobl.

 

Kurz nach dem 2. Weltkrieg war der Alpenland-Sender Graz-Dobl der einzige leistungsstarke Rundfunksender  in Österreich. Die nachfolgende Tabelle (abgedruckt in der Zeitschrift Radioschau, Heft 6 / 1946) zeigt die verfügbaren Sender in Österreich im Jahr 1946:

 

 

 
Sender Dobl
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