
Alte Wasserpumpe Lykershausen |
56346 Lykershausen, Germany (Rheinland-Pfalz) |
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| Address |
Kirchstraße 2-4 gegenüber der Johanneskirche
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| Floor area | 8 m² / 86 ft² |
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Opening times
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Gelände frei zugänglich |
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Status from 09/2016
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Free entry. |
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| Homepage | |
| Location / Directions |
Lykershausen ist eine Ortsgemeinde im Rhein-Lahn-Kreis in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Loreley an, die ihren Verwaltungssitz in St. Goarshausen hat. Die Pumpe steht gegenüber der St. Johanneskirche auf dem Brandweiher. |
| Description | Wikipedia.de: Die Alte Wasserpumpe von Lykershausen ist eine Lambachpumpe des Typs L und diente von 1925 bis 1968 der Wasserversorgung der Gemeinde Lykershausen. Sie wurde von der Maschinenfabrik Wilhelm Lambach aus Marienheide gefertigt. Aufgrund des versiegten Brunnens der Gemeinde im Jahre 1921 und weiterer erfolgloser Versuche die Wasserversorgung durch einen Sammelschacht am Ortsrand sicherzustellen, entschloss man sich schließlich aus einer Quelle im Talbereich der Fußborner Wiesen Wasser zu gewinnen. Dazu verlegte man zwischen 1925 und 1926 die zwei Wasserleitungen (Quelle Fußborn → Pumpe Gutenbachtal und Pumpe Gutenbachtal → Hochbehälter in der Heiligeneck). Angetrieben durch 2/3 der geförderten Wassermenge, pumpte sie das Wasser von der Quelle im Gutenbachtal zu einem Hochbehälter in der Heiligeneck. Die für den Antrieb benötigte Menge wurde anschließend bis 1986 nach Kamp-Bornhofen und zu den Burgen Sterrenberg und Liebenstein hinabgeleitet. Die eigentlich zum Hochbehälter gepumpten 1/3 der Zulaufmenge wurden über eine mit Blei abgedichteten Muffen versehene Gussleitung (ø= 80 mm) gefördert. Aufgrund ihrer Störanfälligkeit wurde die Pumpe schließlich im Jahre 1968 stillgelegt und durch ein im versiegten Brunnen von 1921 in 42 Meter tiefe installierte elektrische Tauchpumpe ersetzt, die noch heute die Wasserversorgung übernimmt. Technische Daten:2 Arbeitszylinder (Kolbendurchmesser 25 cm)2 Förderzylinder (Kolbendurchmesser 20 cm) Gewicht der Pumpe: ≈4 t Pumpleistung: 250 l/Minute Höhenunterschied Quelle - Pumpe: ≈40 m Höhenunterschied Pumpe - Hochbehälter: ≈116 m H1> Aufbau und Prinzip Lambachpumpen funktionieren als Druckübersetzer, viel Wasser mit geringem Druck fördert wenig Wasser in große Steighöhen. Eine druckdichte Rohrleitung führt der Pumpe von einer höher gelegenen Stelle eines Gewässers Wasser zu, das durch seinen statischen Druck einen Triebkolben mit großem Durchmesser aus einem Zylinder drückt. Ein fest am Triebkolben angebrachter Druckkolben mit kleinerem Durchmesser drückt dann das Triebwasser in eine Leitung zum Hochbehälter. Im Gegensatz zu einem Hydraulischen Widder arbeitet sie nicht mit der kinetischen Energie des Wassers, sondern mit der potentiellen Energie. Es wird nicht die Fließgeschwindigkeit, sondern der Wasserdruck genutzt. Dieses Prinzip verlangt, dass das Verhältnis zwischen Druck und Menge des Triebwassers auf der einen, und Förderhöhe und Menge des Nutzwassers auf der anderen Seite individuell berechnet werden muss. Jede gebaute Lambachpumpe stellt daher ein technisches Unikat dar. Dabei können Förderwasser und Triebwasser getrennte Leitungen haben, mit verunreinigtem Flusswasser kann also sauberes Trinkwasser in bis zu 300 m höher gelegene Wasserreservoirs gefördert werden, um von dort aus ein Dorf mit Wasser zu versorgen. Es ist ebenfalls möglich, die Pumpe mit reinem Trinkwasser zu betreiben, es wird durch den Betrieb nicht verunreinigt. Lambachpumpen erreichen einen hohen Wirkungsgrad von bis zu 90 % und arbeiten sehr zuverlässig, da sie nur wenige bewegliche Teile haben und keine schnellen Bewegungen ausführen. |
[dsp_museum_detail.cfm]
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