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Wasserkraftwerk Kammerl

82442 Saulgrub, Germany (Bayern)

Address In der Ammerschlucht
 
 
Floor area unfortunately not known yet  
 
Museum typ Exhibition
Electric motors/generators/pumps
  • Bridges and Tunnels
  • Electrical Applications


Opening times
Meist am Tag des offenen Denkmals (2. Sonntag im September)
2019 gab es Führungen um 11, 13, 15 Uhr

Admission
Status from 04/2020
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Homepage buergerbahnhof-murnau.de

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Location / Directions
N47.661944° E10.986667°N47°39.71664' E10°59.20002'N47°39'42.9984" E10°59'12.0012"

Saulgrub ist eine Gemeinde im oberbayerischen Landkreis Garmisch-Partenkirchen.

Saulgrub ist mit einem Haltepunkt an der Ammergaubahn an das Netz der Deutschen Bahn angeschlossen. Dort halten stündlich Züge in Richtung Oberammergau bzw. Murnau am Staffelsee. Außerdem führt die Buslinie 9606 des RVOs durch den Ort.

Das Kraftwerk mit einer vergleichsweise unscheinbaren Maschinenhalle liegt etwa vier Kilometer südwestlich von Saulgrub an der Ammer.

Description

Wikipedia:
Das Wasserkraftwerk Kammerl ist ein altes Laufwasserkraftwerk zur Erzeugung von Bahnstrom an der Ammer. Es wurde in den Jahren 1897 - 99 zur Versorgung der Ammergaubahn gebaut, die ab 1905 als erste deutsche Bahn planmäßig mit Einphasenwechselstrom niedriger Frequenz betrieben wurde.

Das Wasserkraftwerk Kammerl war bis zu seiner Stilllegung im Jahr 2013 das älteste noch betriebene Bahnkraftwerk dieser Art. Zudem speiste es den erzeugten Strom nicht in das 110-kV-Bahnstromnetz, sondern direkt in die Oberleitung der Ammergaubahn ein. Dies geschah über ein 15-kV-Kabel nach Saulgrub.

In den Jahren 2013 bis 2015 wurde neben dem alten Kraftwerk ein neues mit höherer Leistung gebaut, welches jedoch keinen Bahnstrom mehr erzeugt.

Gebäude

Die  Maschinenhalle ist im Jugendstil errichtet und befindet sich im Wesentlichen noch im ursprünglichen Zustand. Das Kraftwerk steht unter Denkmalschutz.

Maschinen

In der Halle stehen 3 Maschinensätze, die jeweils aus einer Francis-Turbine, einem Schwungrad mit Kupplung und einem Bahnstromgenerator bestehen.
Die von Voith gelieferten Turbinen haben einen Durchfluss von maximal 2,03 m³/s, eine Drehzahl von 240/min und eine Nennleistung von 367 kW bzw. 500 PS.
Die Schwungräder mit einem Durchmesser von 3,30 m haben eine Kranzmasse von 5200 kg.
Die Generatoren mit einer Leistung von jeweils 280 kW stellten Einphasenwechselstrom bei 5500 V und 16 Hz bereit. Bei der Umstellung in den Jahren 1951–1953 wurde die Anlage auf den allgemein üblichen Bahnstrom von 15 kV und 16 ⅔ Hz umgebaut.
Außerdem gibt es noch ein
Eigenbedarfsaggregat, das Dreiphasenwechselstrom bei 400 V und 50 Hz liefert, wobei Überschüsse in die 20-kV-Leitung der E.ON Bayern eingespeist wurden.

Wasserführung

Das Kraftwerk wird mit Wasser betrieben, das aus der Ammer abgeleitet wird.

Das Wasser wird bei Altenau südwestlich von Saulgrub an einem Stauwehr mit Einlaufbauwerk, Schmutzrechen und automatischer Reinigungsanlage aus der Ammer in einen insgesamt 1490 m langen Kanal geleitet, der mit einem Gefälle von 0,67 ‰ zum Kraftwerk führt. Der Kanal ist an der Sohle 1,50 m breit und 1,52 m tief. Schon nach 162 m verschwindet er in einem 184 m langen Stollen. Dieser Stollen endet unmittelbar auf einem Aquädukt hoch über die Halbammer. Der Aquädukt trägt einen eisernen, 81,4 m langen, 2,50 m breiten und etwa gleich hohen kastenförmigen Kanal.

Über ein kleines Einlaufbauwerk mit einem automatischen Schmutzrechen und vollautomatischer Einarm-Reinigungsanlage gelangt das Wasser in einem unterirdischen Druckrohr aus genietetem Stahlblech mit einem Durchmesser von 2 m zu den 18 m tiefer gelegenen Turbinen im Maschinenhaus.
An das Druckrohr schließt sich ein weiteres Rohr mit 1,3 m Durchmesser an, das in einer Ecke des Maschinenraums 5,40 m senkrecht nach oben geführt und am Ende verschlossen ist. Das Luftpolster an seinem Ende dient als Druckkessel zum Ausgleich der Druckschwankungen beim An- und Abschalten der Turbinen.
Die Turbinen sind über sogenannte Saugrohre mit dem 6 m tiefer liegenden Auslaufkanal verbunden, so dass sich ein Nutzgefälle von 24 m ergibt. Der betonierte Auslaufkanal leitet das Wasser nach rund 120 m wieder in die Ammer.


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