Martin Renz
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Da trotz vorhandener Anleitungen immer wieder Schwierigkeiten beim Scannen von Schaltplänen auftreten, will ich hier nochmals zeigen, wie aus einer vergilbten Vorlage ein lesbarer Schaltplan gewonnen werden kann. Dabei verwende auch ich das kostenlose Programm Irfanview 3.98, welches hier durch Franz-Josef Haffner bereits beschrieben wurde. Die Vorlage ist stark vergilbt und sehr fein aufgelöst, der Schaltplan ist im Orginal nur 13 x 20 cm groß, hier ein Ausschnitt: ![]() Die Darstellung am Bildschirm ist etwa 4-5 fach vergrössert! Zunächst wird Irfanview geöffnet. Der Plan kann aus dem Programm heraus gescannt werden. Dazu drücken Sie Strg + Umschalt + A oder wählen "Datei - Scannen/Batch-Scannen" Im folgenden Dialog "OK" drücken. Nun öffnet sich das Programm des Scanners. Diese unterscheiden sich je nach Modell stark voneinander. Wichtige Einstellungen, die in allen Programmen gemacht werden können sind: Auflösung: Hier stellen Sie 300 dpi (dots per inch) ein, wenn es sich um eine DIN A4 grosse Vorlage handelt. In Falle des sehr kleinen und fein aufgelösten Schaltplans von 13 x 20 cm habe ich nun 400 dpi eingestellt. Wenn der Plan gerade ausgerichtet wird, spart man sich ein späteres Drehen und Ausrichten des Planes, was der Qualität zu gute kommt. Eventuell korrigieren und die Vorschau des Scanners wiederholen, bis der Plan gerade liegt. Die 2. Einstellung ist die der Ausgabe: Ich habe hier Graustufen eingestellt. Nach dem der Scannvorgang ausgelöst wurde, erscheint in Irfanview folgendes Bild: ![]() Nun folgt eine Erhöhung des Kontrastes: Umschalt + G oder "Bild - Farben ändern..." ![]() Der Regler Kontrast wurde auf 80 verstellt, nicht das ganze Grau herausnehmen (100)! "Aufs Bild anwenden" drücken ergibt eine Vorschau, die mehrfach korrigiert werden kann, dann "OK" drücken Das Ergebniss sieht nun so aus: ![]() Nun wird die Anzahl der Farben im Bild reduziert: "Bild - Farbtiefe reduzieren" ergibt folgenden Dialog ![]() Hier "Selbstdefiniert" markieren und "6" in den Kasten daneben eintragen. Unbedingt das Häkchen vor Floyd-Steinberg-Dithering entfernen, die Qualität wird besser! Dies ergibt folgendes Ergebniss: ![]() Deutlich ist der graue Hintergrund zu sehen. Dieser kann im Einzelfall auch fast weiss erscheinen. deshalb sollte der nächste Schritt immer durchgeführt werden: "Bild - Palette - Farbpalette bearbeiten" Folgender Dialog erscheint: ![]() Ein Doppelklick auf das hellste der Quadrate fördert folgenden Dialog zu tage: ![]() Ein Klick auf das weisse Rechteck der "Grundfarben" und anschliessend "ok". Der graue Hintergrund ist nun verschwunden: ![]() Das Bild kann nun noch in der Größe verändert werden: "Bild - Grösse ändern" Ich habe hier 2000 px Höhe eingetragen, die Angabe unter DPI ist in diesem Falle egal. Bei sehr grossen Plänen kann hier bis zu 3000 px notwendig sein: ![]() Der Pixelzahl ist nun reduziert, was der Dateigrösse zugutekommt. Dennoch hat die Lesbarkeit kaum gelitten. Leider ist die Anzahl der Farben nun wieder bei 256. Dies muss ein 2. Mal reduziert werden. Also "Bild - Farbtiefe reduzieren" wie vorhin und "OK" Nun auch noch einmal unbedingt "Bild - Palette - Farbpalette bearbeiten" und wie vorhin das hellste Grau gegen weiss austauschen. Das Ergebniss sieht wie folgt aus: ![]() Ein lesbarer und relativ kleiner Plan. Nun noch als PNG speichern: ![]() und ![]() Die Optionen sollten wie folgt eingestellt sein ( "Reset Defaults" drücken) ![]() Fertig! Der Plan hat nun eine Grösse von 172kB, ist gut lesbar und hat einen weissen Hintergrund. Die ganze Prozedur geht sehr viel schneller, als dies hier gelesen werden kann. Wer hunderte von Plänen scannen will, greift allerdings besser auf Photoshop zurück. Damit gehts nicht besser, aber schneller. This article was edited 26.Apr.06 08:05 by Martin Renz . |
Martin Renz
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Auf Anregung von Franz-Josef Haffner machte ich noch einen Vergleich zur Einstellung beim "Farbe reduzieren" Dialog: Die Qualität ist ohne Floyd-Steinberg-Option besser, wie man an den beiden Beispielen sehen kann: ohne Floyd-Steinberg mit Floyd-Steinberg ![]() (jeweils 300 % Vergrösserung) This article was edited 25.Jul.08 22:08 by Martin Renz . |
Martin Renz
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Oftmals ist es zum Abschluß noch ratsam, weisse Ränder abzuschneiden. Diese verkleinern nur unnötig das spätere Dokument. Ein ausreichender Rand zum Abheften wird durch die Softwareeinstellung im RM gewährleistet. Freistellen:
in Irfanview zieht man einen entsprechenden Rahmen mit gedrückter linker Maustaste um den gewünschten Bereich, der erhalten bleiben soll. Anschließend "Bearbeiten - Freistellen" oder schneller STRG + Y auf der Tastatur. Der Rand um das Dokument verschwindet. Nun nochmals speichern - fertig.
This article was edited 11.Jan.09 16:54 by Martin Renz . |
Ernst Erb
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Diese sehr schön dokumentierte Arbeit über das Bearbeiten von Schaltplänen von Martin Renz ist nach wie vor sehr empfehlenswert. Lediglich die Reduzierung der "Bildgrösse" (Anzahl Pixel) - dargestellt nach Abbildung 9 - sollten Sie nur dann ausführen, wenn das Resultat wirklich zu gross ist, also mehr als 300 oder 350 KB erreicht. Das reduziert natürlich die (gute) Auflösung! Für A4-Scans sind 3200 x 2200 Pixel nicht unüblich und wünschenswert. |