Jens Dehne
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Hallo in die Runde ! Auf älteren Radiogeräten gab es häufig einen Bereich / Band der "Drahtfunk" genannt wird. Neuere Geräte haben dann oft auf dem langwelligen Ende der LW einen "Stationsnamen" "Drahtfunk". Wofür war das, was wurde auf "Drahtfunk" gesendet. Hier auf der Skala eines neueren "Grundig" gibt es auf LW "Schweizer Rundspruch I - VI", sind damit die 6 Drahtfunksender gemeint ? Sind die bei entsprechender Kopplung mit dem Telefonnetz irgendwo auf dieser LW zu finden oder gab es genaue Frequenzen ?
Questo articolo è stato modificato il 18.Sep.03 20:47 da Jens Dehne . |
Felix Schaffhauser
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In der Schweiz lief das unter dem Begriff Telefon-Rundspruch während vielen Jahren. Die 6 Programme (ausgewählte) wurden früher als NF Signal über die Tel. leitung übertragen. Ein Schalter besorgte die Trennung von Telefon und Rundspruchprogrammen. Über spezielle Impulse wurde in der Tel. zentrale der Programmwähler umgeschaltet. Später erfolgte die Übertragung dann über die Tel. Leitung mittels eingekoppelter Langwellen, wobei die 6 Programme auf feste Trägerfrequenzen im LW Bereich aufmoduliert wurden, so dass man durch Abstimmen des Empfängeres oder Auswahl festabgestimmter Filter die Programmauswahl treffen konnte. Solche "Empfänger" waren lange Zeit sehr beliebt in Heimen, Spitälern, Hotels, etc. Felix |
Jens Dehne
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Danke für die Informationen. Grüße aus Erfurt ! |
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Georg Schön
Schemi: 10 Foto: 19 17.Sep.03 13:15 Nr. ringraziamenti: 14 |
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Hallo, das ist ein Interessantes Thema. In Deutschland gab es so etwas nur kurz vor dem Krieg und nur regional (München, Berlin) In der Schweiz hatte das wohl große Bedeutung und war (Ist noch?) lange in Betrieb. Geben Sie doch mal "telefonrundspruch" oder "drahtfunk" in die allgemeine Suchfunktion des RMorg ein! Neben einigen deutschen Geräten findet man so eine sehr große Zahl an Geräten aus der Schweiz. Vor erst 2 Jahren habe ich auf dem "Estrich" eines Hauses in der baseler Altstadt noch Leitungen und eine Abzweigstelle dieses Systems gesehen. Mich würde interessieren, wie verbreitet dieses System in der Schweiz war (nur Städte?), und bis wann es denn in Betrieb war. Führte die deutschschweizerische Rundfunkanstalt nicht auch früher den Begriff "Telefonrundspruch" im Namen? Grüße, Georg Schön |
Markus Meier
Schemi: 3 Foto: 191 17.Sep.03 16:19 Nr. ringraziamenti: 14 |
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Hallo Der Telefonrundspruch war wirklich ein schweizerisches "Unikum". In den 30er Jahren war es der Niederfrequenz-Telefonrundspruch NF-TR. Ab 1940 gab es den Hochfrequenz-Telefonrundspruch HF-TR im LW-Band. Im Jahre 1998 wurde er abgeschaltet, da er durch die moderne Technik ( u.a. ISDN ) zu stark gestört wurde. Zudem war er im Zeitalter von UkW qualitativ nicht mehr gut genug und die Abonnenten waren stark rückläufig. In den besten Jahren erreichte er bis zu 450'000 Abonnenten. Weitere Details (auch technische) habe ich auf meiner Homepage zusammengetragen : oder direkt auf der "Unterseite" : http://www.biennophone.ch/telefonrundspruch.htm Ich hoffe damit einige Infos liefern zu können. Gruss Markus Meier
Questo articolo è stato modificato il 11.Oct.09 12:51 da Markus Meier . |
Franz Gysi
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Schemi: 7 Foto: 62 18.Sep.03 11:11 Nr. ringraziamenti: 22 |
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Im schweizerischen Bundeshaus ist noch immer ein geschlossenes HFTR-Netz in Betrieb: in vielen Büros stehen die HFTR-Emfpänger, nach wie vor mit den berüchtigten 6 Programmen. Während der Sessionen wird je ein Kanal für die Uebertragung der Nationalratsdebatten und einer für die Ständeratsdebatten benutzt. Soviel ich weiss gibts auch in Spitälern noch private Netze. Franz Questo articolo è stato modificato il 18.Sep.03 14:07 da Franz Gysi . |
Markus Meier
Schemi: 3 Foto: 191 18.Sep.03 17:02 Nr. ringraziamenti: 15 |
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@Franz Das ist so, dass in gewissen Spitälern der HF-TR noch in Betrieb ist. Die 6 Programme werden aber jeweils selbst umgesetzt. Zum Beispiel ab der Gemeinschaftsantennenanlage konvertiert auf die 6 LW-Frequenzen. Dies hat den Vorteil, dass die Gebäudeverkabelung und die speziellen HF-TR-Empfänger noch gebraucht werden können. Für den "Privatanwender" ist der HF-TR ab dem öffentlichen Telefonnetz, wie oben erwähnt, im 1998 abgestellt worden. Markus |
Dietmar Rudolph
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In den 70er und 80er Jahren konnte man die Schweizer z.B. um ihr inhaltlich qualitativ hochwertiges Klassikprogramm beneiden, weil es nur per Rundspruch empfangbar war. Heute kann man sich Europaweit daran erfreuen, wenn man einen DVB-S Empfänger hat und (neben Astra) Eutelsat empfangen kann. Keine Reklame in diesem Programm, Ansagen auf Französisch, Absagen auf Deutsch. Radio vom Feinsten. Dietmar Rudolph |
Jens Dehne
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Gesucht und gefunden in „Kleine Chronik von Hörfunk und Fernsehen – 1923 ... bis heute“, herausgegeben von der Deutschen Bundespost Telekom; Seite 17. Der Drahtfunk im Amerikanischen Sektor Berlin (DIAS) beginnt am 7. Februar 1946 zu senden.
Viel Spaß beim störungsfreien Empfang! Jens Dehne |
Jens Dehne
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Hallo Radiofreunde, ich möchte diese ergänzende Information diesem Thema hinzufügen. Rudolf Heinz schrieb mir per Mail: dem Ausstellungskatalog zur Funkausstellung 1961 in Berlin lag eine Informationsbroschüre der ARD bei, der ich folgende Bilder entnommen habe. Der RIAS war demnach 1961 immer noch über Drahtfunk zu hören. Aber auch der NDR und WDR und das war mir bis heute nicht bekannt.
Schöne Grüße! Jens Dehne |
Hans M. Knoll
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Der Autor: Prof. Dr. Otto Künzel FH Ulm, Prittwitzstr. 10 89075 Ulm Hat an verschiedenen Stellen ( z.B. FG der GFGF) geschrieben: Drahtfunk in Deutschland nach 1945 Nach Kriegsende wurde nochmals ein Versuch unternommen, das Drahtfunknetz in Deutschland aufzubauen. In der sowjetischen Besatzungszone gab es sogar noch Versuche mit NF-Drahtfunk! Mit der zunehmenden Verbreitung des UKW-Rundfunks und der Konkurrenz durch das Fernsehen nahm die Zahl der Teilnehmer aber gegen Ende der 50er Jahre stark ab. 1963 gab es in der BRD noch ca. 93000 Anschlüsse. Am 30.6.63 (Berlin 1966) wurde das Drahtfunknetz daher generell stillgelegt. Hans M. Knoll |
Hans M. Knoll
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D Articoli: 1528
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Das Mitglied Herr Scheida, bat mich den von ihm gefundenen Beitrag zum Thema, an den Vorgang anzuhaengen.. (Vielen Dank MfG Scheida) Herr Scheida:
Questo articolo è stato modificato il 10.Oct.09 17:41 da Hans M. Knoll . |
Hans M. Knoll
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Von meinem Kollegen und Freund, Wolfgang Bauer bekam ich eben den Hinweis auf ein Bauteil, ohne das der HF-Drahtfunk, ueber die Telephonleitung, nicht funktionsfaehig war. Der Umschalter, mit dem von Telephon- HF- Drahtfunk auf Aussenantennen umgeschaltet werden musste. Hier der Beitrag mit Allem was dazu gezeigt werden muss. (schaltung und photos) Dank an W.B.
Hans M. Knoll Edit:Fehler beseitigt. Questo articolo è stato modificato il 10.Oct.09 20:57 da Hans M. Knoll . |
Manfred Kröll
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Im 2. Weltkrieg war bei Bomberalarm zumindest in Österreich auf Drahtfunk umzuschalten, da die Rundfunksendeanlagen abgeschaltet wurden um den Bomberverbänden die Möglichkeit zu nehmen sich an diesen zu orientieren. Dies wurde jeweils in einer Sondermeldung - den älteren Leuten noch als "Kuckuck" geläufig - bekanntgegeben. mfg fred
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