Antique radios in EnglishAlte Radios deutsche SpracheRadios antiguas - españolMusée des radios antiques en françaisRadio antiche, italiano

 
Allegati

Was hatte Drahtfunk für eine Bedeutung ?

Moderatori:
Ernst Erb  Jürgen Stichling 
 
Per saperne di più, clicca sul pulsante blu d'aiuto.
Forum » Storia della radio e della radiotecnica » Decenni di trasmissioni » Was hatte Drahtfunk für eine Bedeutung ?
Jens Dehne
Jens Dehne
Redattori
D  Articoli: 592
Schemi: 151
Foto: 283
16.Sep.03 21:34

Nr. ringraziamenti: 13
Devi effettuare l'accesso (Ospite)   1

Hallo in die Runde !

Auf älteren Radiogeräten gab es häufig einen Bereich / Band der "Drahtfunk" genannt wird. Neuere Geräte haben dann oft auf dem langwelligen Ende der LW einen "Stationsnamen" "Drahtfunk".

Wofür war das, was wurde auf "Drahtfunk" gesendet.

Hier auf der Skala eines neueren "Grundig" gibt es auf LW "Schweizer Rundspruch I - VI", sind damit die 6 Drahtfunksender gemeint ? Sind die bei entsprechender Kopplung mit dem Telefonnetz irgendwo auf dieser LW zu finden oder gab es genaue Frequenzen ?

Questo articolo è stato modificato il 18.Sep.03 20:47 da Jens Dehne .

Felix Schaffhauser
Felix Schaffhauser
 
CH  Articoli: 177
Schemi: 835
Foto: 599
17.Sep.03 08:27

Nr. ringraziamenti: 23
Devi effettuare l'accesso (Ospite)   2

In der Schweiz lief das unter dem Begriff Telefon-Rundspruch während vielen Jahren. Die 6 Programme (ausgewählte) wurden früher als NF Signal über die Tel. leitung übertragen. Ein Schalter besorgte die Trennung von Telefon und Rundspruchprogrammen. Über spezielle Impulse wurde in der Tel. zentrale der Programmwähler umgeschaltet.

Später erfolgte die Übertragung dann über die Tel. Leitung mittels eingekoppelter Langwellen, wobei die 6 Programme auf feste Trägerfrequenzen im LW Bereich aufmoduliert wurden, so dass man durch Abstimmen des Empfängeres oder Auswahl festabgestimmter Filter die Programmauswahl treffen konnte. Solche "Empfänger" waren lange Zeit sehr beliebt in Heimen, Spitälern, Hotels, etc.

Felix

Jens Dehne
Jens Dehne
Redattori
D  Articoli: 592
Schemi: 151
Foto: 283
17.Sep.03 08:54

Nr. ringraziamenti: 15
Devi effettuare l'accesso (Ospite)   3

Danke für die Informationen.

Grüße aus Erfurt !

Georg Schön
 
D  Articoli: 271
Schemi: 10
Foto: 19
17.Sep.03 13:15

Nr. ringraziamenti: 14
Devi effettuare l'accesso (Ospite)   4

Hallo,

das ist ein Interessantes Thema. In Deutschland gab es so etwas nur kurz

vor dem Krieg und nur regional (München, Berlin)

In der Schweiz hatte das wohl große Bedeutung und war (Ist noch?) lange

in Betrieb.

Geben Sie doch mal "telefonrundspruch" oder "drahtfunk" in die allgemeine

Suchfunktion des RMorg ein! Neben einigen deutschen Geräten findet man so

eine sehr große Zahl an Geräten aus der Schweiz.

Vor erst 2 Jahren habe ich auf dem "Estrich" eines Hauses in der baseler Altstadt

noch Leitungen und eine Abzweigstelle dieses Systems gesehen.

Mich würde interessieren, wie verbreitet dieses System in der Schweiz war

(nur Städte?), und bis wann es denn in Betrieb war.

Führte die deutschschweizerische Rundfunkanstalt nicht auch früher den

Begriff "Telefonrundspruch" im Namen?

Grüße,

Georg Schön

Markus Meier
Markus Meier
 
CH  Articoli: 10
Schemi: 3
Foto: 191
17.Sep.03 16:19

Nr. ringraziamenti: 14
Devi effettuare l'accesso (Ospite)   5

Hallo

Der Telefonrundspruch war wirklich ein schweizerisches "Unikum". In den 30er Jahren war es der Niederfrequenz-Telefonrundspruch NF-TR. Ab 1940 gab es den Hochfrequenz-Telefonrundspruch HF-TR im LW-Band.

Im Jahre 1998 wurde er abgeschaltet, da er durch die moderne Technik ( u.a. ISDN ) zu stark gestört wurde. Zudem war er im Zeitalter von UkW qualitativ nicht mehr gut genug und die Abonnenten waren stark rückläufig.

In den besten Jahren erreichte er bis zu 450'000 Abonnenten.

Weitere Details (auch technische) habe ich auf meiner Homepage zusammengetragen :

www.biennophone.ch

oder direkt auf der "Unterseite" : http://www.biennophone.ch/telefonrundspruch.htm

Ich hoffe damit einige Infos liefern zu können.

Gruss

Markus Meier

 

Questo articolo è stato modificato il 11.Oct.09 12:51 da Markus Meier .

Franz Gysi
Franz Gysi
Redattori
CH  Articoli: 187
Schemi: 7
Foto: 62
18.Sep.03 11:11

Nr. ringraziamenti: 22
Devi effettuare l'accesso (Ospite)   6

Im schweizerischen Bundeshaus ist noch immer ein geschlossenes HFTR-Netz in Betrieb: in vielen Büros stehen die HFTR-Emfpänger, nach wie vor mit den berüchtigten 6 Programmen.

Während der Sessionen wird je ein Kanal für die Uebertragung der Nationalratsdebatten und einer für die Ständeratsdebatten benutzt.

Soviel ich weiss gibts auch in Spitälern noch private Netze.

Franz

Questo articolo è stato modificato il 18.Sep.03 14:07 da Franz Gysi .

Markus Meier
Markus Meier
 
CH  Articoli: 10
Schemi: 3
Foto: 191
18.Sep.03 17:02

Nr. ringraziamenti: 15
Devi effettuare l'accesso (Ospite)   7
 

@Franz

Das ist so, dass in gewissen Spitälern der HF-TR noch in Betrieb ist. Die 6 Programme werden aber jeweils selbst umgesetzt. Zum Beispiel ab der Gemeinschaftsantennenanlage konvertiert auf die 6 LW-Frequenzen. Dies hat den Vorteil, dass die Gebäudeverkabelung und die speziellen HF-TR-Empfänger noch gebraucht werden können.

Für den "Privatanwender" ist der HF-TR ab dem öffentlichen Telefonnetz, wie oben erwähnt, im 1998 abgestellt worden.

Markus

Dietmar Rudolph
Dietmar Rudolph
Redattori
D  Articoli: 841
Schemi: 289
Foto: 222
28.Apr.06 20:35

Nr. ringraziamenti: 14
Devi effettuare l'accesso (Ospite)   8 In den 70er und 80er Jahren konnte man die Schweizer z.B. um ihr inhaltlich qualitativ hochwertiges Klassikprogramm beneiden, weil es nur per Rundspruch empfangbar war. Heute kann man sich Europaweit daran erfreuen, wenn man einen DVB-S Empfänger hat und (neben Astra) Eutelsat empfangen kann.
Keine Reklame in diesem Programm, Ansagen auf Französisch, Absagen auf Deutsch. Radio vom Feinsten.

Dietmar Rudolph
Jens Dehne
Jens Dehne
Redattori
D  Articoli: 592
Schemi: 151
Foto: 283
01.May.06 21:05

Nr. ringraziamenti: 14
Devi effettuare l'accesso (Ospite)   9

Gesucht und gefunden in „Kleine Chronik von Hörfunk und Fernsehen – 1923 ... bis heute“, herausgegeben von der Deutschen Bundespost Telekom; Seite 17.

Der Drahtfunk im Amerikanischen Sektor Berlin (DIAS) beginnt am 7. Februar 1946 zu senden.

Viel Spaß beim störungsfreien Empfang!

Jens Dehne


PS: Danke Herrn Stadler für die interessante Lektüre!

Jens Dehne
Jens Dehne
Redattori
D  Articoli: 592
Schemi: 151
Foto: 283
14.Sep.07 13:55

Nr. ringraziamenti: 6
Devi effettuare l'accesso (Ospite)   10

Hallo Radiofreunde,

ich möchte diese ergänzende Information diesem Thema hinzufügen.

 

Rudolf Heinz schrieb mir per Mail:

 

dem Ausstellungskatalog zur Funkausstellung 1961 in Berlin

lag eine Informationsbroschüre der ARD bei, der ich folgende 

Bilder entnommen habe. 

Der RIAS war demnach 1961 immer noch über Drahtfunk zu hören.

Aber auch der NDR und WDR und das war mir bis heute nicht bekannt.

 

Schöne Grüße!

Jens Dehne

Hans M. Knoll
Hans M. Knoll
Redattori
D  Articoli: 1528
Schemi: 147
Foto: 65
14.Sep.07 21:34

Nr. ringraziamenti: 8
Devi effettuare l'accesso (Ospite)   11 Der Autor: Prof. Dr. Otto Künzel
FH Ulm, Prittwitzstr. 10
89075 Ulm

Hat an verschiedenen Stellen ( z.B. FG der GFGF) geschrieben:


Drahtfunk in Deutschland nach 1945

Nach Kriegsende wurde nochmals ein Versuch unternommen, das Drahtfunknetz in Deutschland
aufzubauen. In der sowjetischen Besatzungszone gab es sogar noch Versuche mit NF-Drahtfunk! Mit
der zunehmenden Verbreitung des UKW-Rundfunks und der Konkurrenz durch das Fernsehen nahm  die Zahl der Teilnehmer aber gegen Ende der 50er Jahre stark ab. 1963 gab es in der BRD noch ca.  93000 Anschlüsse. Am 30.6.63 (Berlin 1966) wurde das Drahtfunknetz daher generell stillgelegt.

Hans M. Knoll
Hans M. Knoll
Hans M. Knoll
Redattori
D  Articoli: 1528
Schemi: 147
Foto: 65
10.Oct.09 17:41

Nr. ringraziamenti: 8
Devi effettuare l'accesso (Ospite)   12

Das Mitglied Herr Scheida, bat mich den von ihm gefundenen Beitrag zum Thema,  an den Vorgang anzuhaengen..  (Vielen Dank MfG Scheida)
Gerne komme ich dem nach. Hans M. Knoll


Herr Scheida:


Drahtfunk in Italien seit 1. Dezember 1959

"Am 1. Dezember hat in Rom, Mailand, Neapel und Turin der Drahtfunk, der
schon seit Jahren geplant und angekündigt worden war, seine Tätigkeit
aufgenommen.
In den genannten Städten gibt es nunmehr die Empfangsmöglichkeit von sechs
Kanälen im Drahtfunkbereich, wovon drei die normalen Rundfunkprogramme
übertragen. Ein weiterer Kanal bringt täglich zwei Sendungen mit ernster
Musik, die außerdem noch am gleichen Tag wiederholt werden. Im vierten Kanal
wird von 7 - 13 Uhr leichte "Berieselungsmusik" gesendet, die von 13 - 19
Uhr und von 19 Uhr bis Mitternacht wiederholt wird. Der sechste Kanal wird
für die Übertragung besonders aktueller Ereignisse freigehalten.

Fernsprech-, Rundfunk-, oder Fernsehteilnehmer brauchen für den Empfang des
Drahtfunks keine besonderen Gebühren zu entrichten. Dafür sind jedoch die
Kosten zu tragen, die dem einzelnen durch die Anlage (Errichtung) des
Drahtfunks entstehen.
RAI zeigt sich in dieser Beziehung aber recht großzügig und hat sich damit
einverstanden erklärt , dass diese Kosten im laufe einer längeren Zeit (bis
zu zehn Jahren) erstattet werden können.
Dabei schätzt man, dass die Kosten normalerweise 27.000 Lire (öS 1.100,-/?
80,-) nicht übersteigen werden. In diesem Betrag ist natürlich nicht die
Anschaffung eines Empfangs- oder Zusatzgerätes enthalten ohne das die
Drahtfunkanlage wertlos ist.
Ein derartiges Zusatzgerät, das allen Anforderungen entspricht und in
Zusammenarbeit mit RAI entwickelt wurde, kostet zur Zeit in Italien 15.000
Lire (öS 600,-/ ? 43,60)"


Quelle: A- Der Radiopraktiker Nr. 5/S20  31.Dezember 1959
 

Questo articolo è stato modificato il 10.Oct.09 17:41 da Hans M. Knoll .

Hans M. Knoll
Hans M. Knoll
Redattori
D  Articoli: 1528
Schemi: 147
Foto: 65
10.Oct.09 19:15

Nr. ringraziamenti: 6
Devi effettuare l'accesso (Ospite)   13

Von meinem Kollegen und Freund, Wolfgang Bauer bekam ich eben den Hinweis auf ein Bauteil, ohne das der HF-Drahtfunk, ueber die Telephonleitung,  nicht funktionsfaehig war.

Der Umschalter, mit dem von Telephon- HF- Drahtfunk auf Aussenantennen umgeschaltet werden musste.

Hier der Beitrag mit Allem was dazu  gezeigt werden muss. (schaltung und photos)

Dank an W.B.

 

Hans M. Knoll 

Edit:Fehler beseitigt.

Questo articolo è stato modificato il 10.Oct.09 20:57 da Hans M. Knoll .

Manfred Kröll
Manfred Kröll
Redattori
A  Articoli: 676
Schemi: 7
Foto: 110
11.Oct.09 20:49

Nr. ringraziamenti: 14
Devi effettuare l'accesso (Ospite)   14

Im 2. Weltkrieg war bei Bomberalarm zumindest in Österreich auf Drahtfunk umzuschalten, da die Rundfunksendeanlagen abgeschaltet wurden um den Bomberverbänden die Möglichkeit zu nehmen sich an diesen zu orientieren.

Dies wurde jeweils in einer Sondermeldung - den älteren Leuten noch als "Kuckuck" geläufig - bekanntgegeben.

mfg

fred

 

  
rmXorg-1009