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Sammeln - aber wie!
Der Sammeltrieb ist im Menschen tief verwurzelt; er sammelt zum Teil die unglaublichsten Dinge. Ein Hobby wie das Sammeln kann einem Menschen den Horizont erweitern, interessante Kontakte bieten und sogar zu Freundschaften verhelfen; im negativen Sinn kann es auch zerstörerisch wirken.

Dieses Kapitel befasst sich mit Sammelmotiven und Sammelrichtungen, den Möglichkeiten des Erwerbs von Stücken, der möglichst ansprechenden Präsentation der Kollektion und dem etwaigen Einfluss unserer Sammlertätigkeit auf andere Menschen.

Eines ist klar: Es liegt an der Sammlerperson, ob das Hobby sie selbst und ihre Umgebung bereichert oder vergiftet. Leider gibt es wohl keine Statistik, die aussagt, wie viele Menschen aus ihren Sammlungen ihre Götzen gemacht haben. Oft hat es der Sammler in der Hand, ob sich seine Mitmenschen für die Hintergründe und das Umfeld des Sammelns bzw. der gesammelten Stücke interessieren oder nicht.

Sicher ist, dass das Sammeln eigentlich für den Sammler und seine Umgebung einen Sinn geben sollte. Erfragen wir einmal die möglichen Hintergründe unseres Tuns:

Motive des Sammelns
Jede unserer Handlungen hat Ursache, Sinn und Wirkung. Wenn wir uns dies in unser Bewusstsein rufen, können wir uns und andere besser verstehen. Auch wenn dies nicht auf den ersten Blick klar hervorsticht, Grundmotive zum Sammeln gibt es nur wenige. Meist kommt beim Sammler nicht ein Grundmotiv alleine vor, sondern es sind Motivationen in unterschiedlicher Stärke vorhanden; bei extremen Fällen kann man allerdings bereits auf Grund der Sammlung und der Einstellung zum Thema auf die Dominante kommen. Diese sind: Sammeltrieb, eigene Identität suchen, sammeln als Kapitalanlage oder sammeln als Einkommen.
Aber eigentlich sollte das Bewahren das Sammlermotiv sein, das Interesse um Herkunft und Geschichte des Stücks. Das Bewahren alter Gegenstände und Bräuche zur Anschauung für heutige und künftige Generationen ist eigentlich das einzige vernünftige Sammlermotiv, wenn man die Sache genau betrachtet.

Dieses altruistische Motiv findet sich beim privaten Sammler kaum in reiner Form. Museen sind dafür die geeignete Institution. Trotzdem ist es gut, dass Privatpersonen aus anderen Gründen sammeln - meist zu einer Zeit, in der ein Sammlergebiet noch gar nicht museumsreif erscheint.

Lebenslauf eines Sammlerstücks
Gebrauchsapparte, wie das Rundfunkempfänger sind, entwickelt der Hersteller, um davon soviel wie möglich und zu einem für ihn möglichst interessanten Preis abzusetzen. Ziel ist die Optimierung des Nettogewinnes. Dabei stehen kurz- oder langfristige Ziele zur Wahl. Man kann entweder Massenware herstellen und pro Apparat mit einer minimalen Gewinnspanne auskommen oder "High-Tech"-Apparate mit hohen Gewinnspannen anbieten. Das bestimmt später einmal den Seltenheitswert.

Auch spezielles Styling geht in diese Rechnung mit ein - oder eine Kombination davon, wie das z.B. beim Ingelen Geographic der Fall ist. Hier haben wir es mit einer aufwändigen und besonderen Technik zu tun, die auch das Aussehen ausmacht. Das wiederum ergibt einen besonderen Aufmerksamswert oder Sammlerwert.

Der Zustand eines Stückes, meist der äusserliche Zustand, zeigt einen besonders grossen Unterschied im Preis. Den Zustandswert hat der Sammler besonders zu berücksichtigen. Mitglieder können zig-tausende von Sammlerwerten einsehen. Diese listen wir auf dem Modell, meist auf Grund von getätigten Käufen. Wenn immer möglich weisen wir auch auf den Zustand hin. Diese Sammlerwerte verteilen sich z.T. über mehrere Jahre und zeigen so oft den Trend für ein Stück.

Der "Lebenslauf des Sammlerwertes" eines Sammlerstücks hängt vom Alter ab und verläuft ganz unterschiedlich - je nachdem, ob es sich um eine Rarität, ein seltenes Sammlerstück, einen Exoten oder um Massenware handelt. Schliesslich spielt auch der Faktor "allgemeine Beliebtheit des Sammelgebietes" und die momentane Konjunktur im Land eine grosse Rolle.

Wo Geräte finden?
Das ist oft die Frage von Sammlern. In der zweiten Hälfte der 80er Jahre findet ein Umbruch statt; das sammelnswerte Radio taucht immer seltener im Sperrmüll, bei Trödlern oder in Brockenhäusern (Schweiz) auf. Dafür gibt es andere Quellen: Sammlermärkte und -Treffen, Internet-Auktionen und konventionelle Auktionen. Erste Apparate tauchen in Antiquitätengeschäften auf.

Mitglieder des Radiomuseum.org tauschen sich im Forum aus oder fragen über das Forum oder Markt andere Mitglieder über Anlässe, Preise - oder kaufen von oder tauschen mit Kollegen. Klicken Sie Mitgliedschaft, um zu erfahren, was die Voraussetzung und Konditionen sind.

Damit Sie sehen, wie Seiten für Mitglieder aussehen und was Mitglieder alles anklicken können, zeigen wir Ihnen hier die Modellseite für Lindau Automatic 8, wie sie sich präsentiert, wenn Sie als Mitglied den Ausdruck Lindau in die Suche eingeben und das Modell mit der Nummer 8 in der Trefferliste auswählen würden. Wir haben für Gäste nicht sichtbare Informationen und Links gelb untermalt. Die Links lassen sich auf diesem Beispielblatt natürlich nicht anklicken. Wenn Sie als Mitglied das erste Foto anklicken würden, bekämen Sie dieses Grossbild zu Gesicht, während sich unter den technischen Unterlagen dieses Schaltschema als erstes findet. Im unteren Teil des Beispiel-Modellblattes sehen Sie den Anfang eines Forum-Beitrages zu diesem Modell. Mitglieder können solche Forum-Beiträge oder technische Unterlagen auf das Modell bringen, indem sie den Link "Infos zum Modell hinzufügen" anklicken.

Ein weiteres Modell ist Freiburg Automatic 6-3D von SABA. Hier zeigen wir beispielhaft die Sammlerpreise, die von Mitgliedern auf dieses Modell hochgeladen wurden. Auch hier können Sie auf diesem Beispielblatt die Links nicht anklicken.

Am Beispiel Magisches Auge EM34 oder Nachkriegsumbau eines VE301W ersehen Sie, wie sich Mitglieder einander rasch und wirksam helfen, auch bei technischen Problemen und sogar über Sprachbarrieren hinweg.

 
Keine Sammlerwitwe!
Die "grüne Witwe" ist Ihnen sicher ein Begriff - eine aus beruflichen Gründen, d.h. eigentlich wegen des langen Arbeitsweges des Mannes vernachlässigte Frau. Bis jetzt hat aber anscheinend noch niemand über die Sammlerwitwe geschrieben. Tatsächlich sind einige Sammler so "vergiftet" hinter ihrem Hobby her, dass Frau und Familie sich berechtigt vernachlässigt fühlen. Nicht nur einmal habe ich davon gehört, dass eine Frau nach dem Tode ihres Mannes deswegen die ganze Sammlung auf den Müll schmiss oder absichtlich vernichten liess, damit keine andere Frau darunter zu leiden habe! Ein wichtiger Aspekt ist dabei auch das Aufzeichnen der Preise, die man für ein Gerät bezahlte oder was das Stück heute kosten würde, damit Ihre Erben die richtigen Entscheide treffen können.
  Präsentieren und Konservieren
Eine Sammlung ist nur dann eine gute Sammlung, wenn sie ein "Gesicht" bzw. eine Linie hat. Eine Anreihung von lauter ähnlichen Apparaten ermüdet das Auge des Betrachters und lässt schnell Langeweile aufkommen. Die folgenden Abschnitte zeigen Beispiele, wie eine Sammlung zu präsentieren ist, wie man sie dokumentiert und Geräte so aufbewahrt, dass sie im Verlaufe der Zeit möglichst wenig Schaden nehmen.
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Dokumentation zur Sammlung
Leider sieht man von Sammlern selten gut aufgenommene Fotos. Darum finden Sie hier einen Beitrag, wie er im Forum bzw. unter "Texte" steht, unserem "Sachbuch". Der Titel heisst "gut fotografieren" und ist so auch über Google jederzeit aufrufbar.
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Aber vor allem verbale Aufzeichnungen sind wichtig und für das schaffen wir eine Möglichkeit für Mitglieder. Diese werden künftig direkt auf dem Modellblatt Aufzeichnungen über das Gerät fest halten. Das wiederum kann nur das betreffende Mitglied einsehen.

Falls man ein Modell z.B. wegen Fehlens der Rückwand mit der Typenbezeichnung etc. nicht einteilen kann, hilft dem Mitglied die Auswahl mittels der Röhrensuche, indem es bis zu fünf der enthaltenen Röhren eingibt und dann Vorschläge erhält. Das verwenden Mitglieder auch bei fehlendem Schaltplan, um wenigstens ähnliche Schaltungen konsultieren zu können.

 

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