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AF7 (AF7)

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Jacob Roschy
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AF7,

CF7, EF7

Hochfrequenz-Pentode

Anwendung: Hochfrequenz- oder Zwischenfrequenzverstärkung, Empfangsgleichrichtung mit gleichzeitiger Niederfrequenzverstärkung, Niederfrequenzverstärkung. AF7 für Wechselstromnetzempfänger; CF7 für Allstrom- bzw. Autoempfänger.

Eigenschaften: Kleine Abmessungen, geringe Anheizzeit, kleine Heizleistung, hoher Innenwiderstand, kleinste Gitter-Anoden-Kapazität, gute Verstärkungseigenschaften auch für Kurzwellen. Sehr klingsicherer Aufbau.

Aufbau: Indirekt geheizt. Schnellheizkathode mit bifilar gewickeltem Heizfaden, 3-Gitter-Verstärkersystem; Steuergitter G1 an Kolbenkappe angeschlossen. Schirmgitter G2 und Bremsgitter G, an Sockelkontakte angeschlossen. Geschwärzte Anode, an Sockelkontakt A geführt, Glaskolben außen metallisiert. Metallisierung an besonderen Sockelkontakt M angeschlossen, Domkolben, Außenkontaktsockel (8 polig).

Vorläufertype; RENS1284 (bzw. RENS1884 für CF7), Anode an Kolbenkappe angeschlossen, Stiftsockel, stark abweichende technische Daten.

Hinweise für die Verwendung:

1. Für Hoch- und Zwischenfrequenz-Verstärkung:

Die Röhre AF7 besitzt alle Eigenschaften für eine vorzügliche Hoch- und Zwischenfrequenzverstärkung sowohl für Rundfunk- als auch für Kurzwellen. Laufzeit- und Wandladungseffekte sind durch Verwendung der Vollanode weitgehend unterdrückt. Der höchst zulässige Aussteuerbereich am Steuergitter ist mit Rücksicht auf Verzerrungen begrenzt und soll für 3 % Modulationsverzerrung einen Wert von etwa 600 mV eff. nicht überschreiten. Bei den hohen Verstärkungsziffern ergibt sich bei diesen Eingangsspannungen eine für alle Fälle ausreichend hohe Anodenwechselspannung.

Wegen des hohen Innenwiderstandes kann man den Sperrkreis bzw. das Bandfilter direkt in die Anodenzuleitung legen. Das Bremsgitter wird im allgemeinen direkt mit der Kathode verbunden, um störende Einflüsse auf den Verstärkungsvorgang auszuschalten. Auf sorgfältige äußere Abschirmung zwischen Steuergitter und Anode ist besonders zu achten.

2. Empfangsgleichrichtung mit gleichzeitiger Niederfrequenzverstärkung:

Für diesen Zweck besitzt die AF7 besondere Bedeutung für kleine Empfangsgeräte, weil sie eine gute Gleichrichterverstärkung gibt. Praktisch wird fast ausschließlich Gittergleichrichtung in Betracht kommen, die wegen der guten Rückkopplungseigenschaften besonders zu empfehlen ist. In Verbindung mit der Hochleistungs-Endröhre AL4 kann man unter Benutzung der einfachen und billigen Widerstandskopplung einen sehr leistungsfähigen Empfänger bauen.

Bei Widerstandskopplung beträgt der günstigste Außenwiderstand 0,2 bis 0,3 MOhm. Der Vorwiderstand in der Schirmgitterzuleitung muß entsprechend gewählt werden, damit die Schirmgitterspannung im Verhältnis zur Anodenspannung herabgesetzt wird. Von der Größe dieses Vorwiderstandes ist die an der Anode erzielbare höchste NF-Spannung abhängig.

Sie beträgt z. B. bei einem Außenwiderstand von 0,2 MOhm und 250 V Anodenspannung etwa 15 V eff., wenn man den Schirmgitterwiderstand mit 0,5 MOhm wählt. Bei einem Schirmgitterwiderstand von 1 MOhm sinkt sie auf 10 V eff. Dafür wird die Verstärkung etwas größer. Praktisch bemißt man den Schirmgitter-Vorwiderstand mit Rücksicht auf günstigsten Rückkopplungseinsatz und geringe Brummstörungen.

Bei Gittergleichrichtung mit Widerstandskopplung  (z. B: Ra = 0,2 MOhm, Rg2 = 0,8 MOhm ist eine Aussteuerung der Endröhren AL1, AL4 und AL5 möglich. Am Gitter der AF7 sind dabei folgende HF-Spannungen (30% mod.) erforderlich :


zur vollen Aussteuerung

für 50 mW Sprechleistung

für AL1

etwa 0,3 V eff. HF

etwa 80 mV eff. HF

für AL4

etwa 0,2 V eff. HF

etwa 40 mV eff. HF

für AL5

etwa 0,3 V eff. HF

etwa 60 mV eff. HF

Die nachteilige Anodengleichrichtung dürfte im allgemeinen nicht in Betracht kommen. Drosselkopplung wird nur dann zulässig, wenn auf die Gleichrichterstufe eine schwächere Endröhre (z. B. AL1)  folgt. In Verbindung mit der AL4 würde sich eine zu hohe Niederfrequenzverstärkung ergeben.

Transformatorkopplung ist wegen des hohen Innenwiderstandes der Pentode, der in Verbindung mit dem durch den Transformator erzielbaren kleinen Außenwiderstand eine ungleichmäßige Verstärkung ergibt, nicht möglich.

Bei Verwendung der CF7 als Empfangsgleichrichter ist darauf zu achten, daß ein Heizfadenende direkt mit dem Minuspol des Netzes verbunden wird (s. CY1).

3. Niederfrequenzverstärkung:

Die Verwendung der AF7 als NF-Verstärker wird sich praktisch auf den Fall beschränken, daß hinter einer Duodiode eine Endröhre mit geringer Verstärkung auszusteuern ist. In diesem Fall muß man, besonders wenn man eine gute Schallplattenwiedergabe erzielen will, für eine entsprechende NF-Verstärkung sorgen. Es ist jedoch in jedem Fall zu überlegen, ob man nicht mit einer Triode eine ausreichende NF- Verstärkung erhält.

Der günstigste Außenwiderstand beträgt 0,2 MOhm, der Schirmgittervorwiderstand etwa 0,5 MOhm, dabei ergibt sich eine NF - Spannungsverstärkung von etwa 150 fach.

 

Aus: "Rundfunkröhren - Eigenschaften u. Anwendung" v. Ludwig Ratheiser, Berlin 1939.

This article was edited 21.May.09 09:48 by Jacob Roschy .

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