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AM Modulator mit ECC 82, nur 12V

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Stefan Heimers
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01.Apr.09 10:59

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Ich habe hier im Forum viele interessante Schaltungen für AM-Modulatoren gefunden. Dabei war mein erster Gedanke: "das muss doch einfacher gehen". Also habe ich mich an die Arbeit gemacht und folgende Schaltung entwickelt, die mit nur einer Röhre (ECC82) und einer Versorgungsspannung von 12 Volt funktioniert:

AM Modulator von Stefan Heimers, Version 0.9

Die Tonqualität ist nicht perfekt, aber durchaus brauchbar. Die Sendeleistung reicht quer durch die Wohnung, aber nicht viel weiter. Also ideal um seine Sammlerstücke mit Musik zu versorgen.

Etwas problematisch ist die Abstimmung des Ausgangskreises. Die Tonqualität ist nicht auf allen Frequenzen gleich gut. Auch muss man darauf achten, dass der Ausgang genug gedämpft wird. Mit kurzer Antenne und genau abgestimmtem Ausgangskreis wird die Amplitude zu hoch, was zu Audioverzerrungen führt und rückwirkungen auf den Oszillatorkreis hat. Bei höheren Frequenzen (ca. 1.6MHz) hat mein Aufbau  auch ohne den zweiten Drehkondensator im Ausgangskreis funktioniert. Den kann man sich unter Umständen sparen, oder durch ausprobieren Festkondensatoren einsetzen.

Eine Idee zur Verbesserung habe ich schon: Ich werde bei Gelegenheit den Oszillator umbauen, so dass er als Kathodenfolger arbeitet. In dem Fall könnte das Anodenblech gleichzeitig als Abschirmung gegen die zweite Stufe verwendet werden. Möglicherweise wird dadurch eine höhere Ausgangsamplitude möglich. Aber im Moment fehlt mir leider die Zeit für weitere Versuche.

Hier noch ein Bild vom Testaufbau:

AM Modulator von Stefan Heimers, Testaufbau März 2009

 

Mit freundlichen Grüssen,

 Stefan Heimers

 

Konrad Birkner † 12.08.2014
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01.Apr.09 11:48

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Egal wie ein Modulator aufgebaut ist, zur Überprüfung und überschlägigen Messung seiner Qualität empfiehlt es sich mit folgendem Messaufbau zu arbeiten:

Modulator auf eine mittlere Trägerfrequenz einstellen.
Tonfrequenzgenerator (Hörbereich, Ausgang etwa sinusförmig) speist den Modulator und dazu parallel Kanal A an einem Zweikanal-Oszilloskop, evtl auch noch dessen Triggereingang. Sonst Triggerung von Kanal A (je nach Phasenverschiebung im Oszilloskop).
Kanal B bekommt das modulierte HF-Signal.
Zeitablenkung entsprechend NF-Frequenz (2-3 Kurvenzüge).
Bei mittlerer Tonfrequenz (z.B. 1000 Hz) ca 50% Modulation einstellen.

Durch geeignete Wahl der Verstärkungen und Nullpositionen die NF-Kurve zur Deckung bringen mit der HF-Hüllkurve, dann NF-Amplitude erhöhen bis voll durchmoduliert wird (100%) oder schon vorher sich Abweichungen zeigen.

Das Ganze wiederholt man bei beliebig hoher und niedriger Tonfrequenz, je nach gewünschtem Anwendungsbereich (bzw. je nach Neugier des Entwicklers...).

Dies erfolgte bei einer mittleren Trägerfrequenz. Zumindest an Bandanfang und Bandende sollte der Vorgang wiederholt werden. 

Nur wenn auch m= 100% einigermassen funktioniert, arbeitet die Schaltung halbwegs neutral. Auch wenn die mittlere Modulationstiefe bei  kleineren Werten liegt (z.B. 60%), müssen doch auch impulsspitzen verarbeitet werden.

Rein sujektive Bewertung führt zum Selbstbetrug. Wäre doch schade für die ganze Arbeit!

Viel Erfolg!

 

This article was edited 01.Apr.09 11:49 by Konrad Birkner † 12.08.2014 .

  
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