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Amateurfunk- Selbstbau- Nostalgie

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Hans-Dieter Haase † 5.2.18
Hans-Dieter Haase † 5.2.18
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14.Apr.16 09:23

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Aus dem Nachlass eines Funkamateurs stammt dieser Sender. Er erinnert von der Konzeption her an einen in der Funkschau Heft 22/1955 beschriebenen Sender. Hier der Link zum Artikel bei Jogi.  Der dort verwendete Geloso-VFO wurde hier durch einen Selbstbau ersetzt. Ein Anodenmodulator mit Modulationsüberwachung durch eine Elektronenstrahlröhre wurde ergänzt, ebenso ein 220V-Lüfter zur Kühlung der PA.. Leider fehlen jegliche Unterlagen sowie das Netzteil und verständlicherweise die heute sehr begehrten 2 x EL156 im Modulator. Da jedes Bauteil in der Frontplatte ein professionell wirkendes Beschriftungsschild hat, vermute ich ein nach einer Anleitung gebautes Gerät. Für ein einzeln gebautes würde man kaum den Aufwand mit der Beschriftung treiben. Da unter unsereren Mitgliedern viel Funkamateure  sind hoffe ich, dass der Sender jemandem bekannt vorkommt.

Frontansicht

Äußerlich ist das Gerät in einem guten Zustand, innen ist es überholungsbedürftig. Vom Nachlassauflöser wurden die andern Selbstbau-Gerätez.T. mit Geloso- und Semco-Komponenten über ebay verkauft, für diesen Sender fand sich kein Käufer. Er stand eigentlich schon zur Verschrottung an. Mir tat das in der Seele weh, die verwendeten z.T. hochwertigen Bauteile hätte ich als Lehrling händeringend in meiner Sender-Selbstbau-Phase benötigt (allein schon die Rollspule im PI-Filter, der Modulationstrafo von Könnemann und das Leistnergehäuse!).Obwohl ich nicht die Absicht habe, mit dem Sender QSO's zu fahren, habe ich beschlossen das Gerät zu restaurieren. Es wird zwar ein gehöriges Stück Arbeit sein, aber ich glaube, das dem Erbauer schuldig zu sein. Er hat sehr viel Arbeit und Können investiert. Wem nützt das Ausschlachten und Lagern der Teile?

Aus den unweigerlichen Optimierungsspuren eines Selbstbaugerätes kann man schließen, dass der Sender einmal funktioniert hat. Um das zu beweisen muss zunächst die gesamte Stromversorgungsverdrahtung untersucht werden,. einige alte Kondensatoren (z.T. WIMA) müssen ersetzt werden. Da einige Stabilisatoren verbaut sind, ist zu vermuten, dass aus der gesamten Anodenspannung die kleineren Spannungen erzeugt werden. 

 

Chassis von unten (Abdeckungen der einzelnen Kammern entfernt)

Nicht zuletzt muss ein passendes Netzteil gebaut werden.Die vorhandenen Netzteile (z.B. HP23a) reichen  leider nicht aus.
Aus der Bastelkiste steht ein industrieeller Steuer-Trafo mit 660V /1A zur Verfügung  Das Netzteil ist mittlerweile fertig. Es liefert im Leerlauf ca.1000V, unter Last ca. 660V bei 2,3A (nur Graetz-Brücke mit Ladeelko 3x70µF in Reihe ). Hier noch ein Warnhinweis. Solche Lastversuche mit hohen Gleichspnnungen und Gleichströmen sind mit Vorsicht durchzuführen. Da  beim Einschalten des Netzteils unter Last stets der Automat in der Verteilung auslöste, musste die Last unter Spannung zugeschaltet werden. Da kein geeigneter Schalter verfügbar war habe ich das mit Stecken bzw. Ziehen eines Bananensteckers im Stromkreis gemacht. Man kann dabei sehr schöne Lichtbögen ziehen. Das ist nichts für empfindliche Gemüter, deswegen der Warnhinweis, eine Hand in der Hosentasche kann nicht schaden.
Die im Modulator fehlenden Endröhren werde ich durch 2 x EL34 ersetzen. Erst dann kan ich Stufe für Stufe in Betrieb nehmen.


die Röhrenbestückung:
Steuersender rmit  EF184(VFO), EF80, 6CL6
Treiber mit EL84
Endstufe  mit 2x EL152 parallel
Modulator mit EF804S, E95F, ECC82, 2 x EL156 im Gegentakt, 2 x OA2, 85A2, LB8(Modulationsüberwachung)


mech. Aufbau

Chassisdraufsicht (PA-Abdeckung entfernt)


Es wurden  viele verschiedenen Materialien verbaut, Weissblech, lackiertes Stahlblech, Cu-kaschiertes Pertinax, Aluminium. Die Weissblech- und CU-kaschierten Teile sind durch Löten verbunden. Das ist HF-technisch zwar günstig, aber nicht unbedingt servicefreundlich, wenn man mal etwas ausbauen muss. Auch ist die mechanische Stabilität wegen des hohen Gewichtes des Modulationstrafos unzureichend.
Durch Beschädigung der Oberflächen bei der Bearbeitung hat natürlich Korrosion eingesetzt, so dass der innere optische Eindruck ziemlich schlecht ist. Es soll versucht werden, dies zu verbessern.

wird nach Abschluss der Arbeiten fortgesetzt.

HDH

This article was edited 14.Apr.16 14:59 by Hans-Dieter Haase † 5.2.18 .

Hans Pierrel
Hans Pierrel
 
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15.Apr.16 21:47

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Hallo Herr Haase,

vor über 50Jahren habe ich als 18jähriger Schüler einen KW-Sender mit Bandfilter-Verdopplerstufen gebaut. Kosten durfte das Projekt eigentlich nichts. Es entstand eine freie Improvisation aus vielen gesammelten Einzelteilen.

Es handelt sich um eine eigene Konstruktion mit Bauteilen die mir von diversen OMs geschenkt wurden. Aus einzelnen bewährten Schaltungen entstand eine eigene Lösung.

Der Sender lieferte bei 1kV-Anodenspannung aus einem getrennten Netzteil etwa 150W.

Röhrenbestückung: EF80 Osz., 3xE81L Verdoppler, EL803 Treiber, RS1003 PA

Ein Anodenmodulator mit 2xEL34 ist getrennt aufgebaut.

 

  
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