Aus dem Bauschutt gerettet
Aus dem Bauschutt gerettet
Guten Tag, werte Sammlerkollegen.
Im Frühsommer letzten Jahres fand ich in einem Haufen Bauschutt und Unrat ein Radiogerät.
Bei näherer Betrachtung entpuppte sich das Ding als ein "Lembeck Olympis 630"
Von "Lembeck" hatte ich bis dato noch nie etwas gehört geschweige denn gesehen. Kurzerhand wurde das Gerät einkassiert.
Letzte Woche habe ich das Gerät dann endlich einmal aus der Garage geholt, geöffnet und in Betrieb genommen.
Der "Lembeck Olympia" im Fundzustand von vorn. Die weißen Flecken sind Wandfarbe und lassen sich ohne Aufwand entfernen.
Und so sieht er von innen aus. Hier ist er bereits grob gereinigt:

Auf der Bodenplatte ist auch noch das Schaltbild vorhanden. Das ist so mürbe, dass es fast zu Staub zerfällt:

Unter der Bodenplatte fand ich außerdem noch ein kleines, rotes Heftchen. Vielleicht ein vergessenes Sparbuch??
Weit gefehlt! Das Heftchen entpuppte sich als "Satzung der Verbrauchergenossenschaft Kassel". Dem Schriftbild nach zu urteilen gedruckt zwischen 1933 und 1945.

Nach der Inbetriebnahme brummte "Olympia" munter vor sich hin. Sender wurden empfangen und man konnte auch leise Musik hören. Skalenantrieb funktioniert, der Bereichsumschalter hat Kontaktprobleme.
In der Schaltung finden sich mehrere verschmorte Kondensatorenn, nichts ungewöhnliches also. Die Schaltung ist m.E. sehr solide aufgebaut. Statt der Freiluftverdrahtung ist die Schaltung größtenteils über Lötösenplatinen realisiert.
Das Gerät harrt jetzt auf seine Wiederbelebung. Die Technik ist nicht das Problem. Das Problem ist für mich vielmehr das Gehäuse. Glücklicherweise gibt es hier ausführliche Anleitungen wie man das Gehäuse restaurieren kann.
Das fertige Gerät stelle ich dann zeitnah unter dem entsprechenden Modell ein. Ebenso das Schlatbild.
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Aus dem Bauschutt gerettet
Hallo Herr Schlaugat,
Lembeck Olympia T 630T ist ein Modell mit Drucktasten, ihr Fundstück kommt noch ohne Tasten aus. Es ist das Modell Olympia WU630, dieses hat eine etwas abweichende Röhrenbestückung.
Ich habe den Post zu diesem Modell verschoben, die Bilder bitte ebenfalls hier hochladen. Gespannt bin ich auf die Qualität des Schaltplans. Falls die Bodenplatte nicht auf den Scanner passt, einfach bei diffusem Licht lotrecht ein möglichst hoch auflösendes Foto machen. Dabei bis zu +1 LW reichlicher belichten (ausprobieren), um bei der Bearbeitung eine gute Ausgangslage für die Tonwertkorrektur nach möglichst rein weiss und schwarz zu bekommen. Modernere "Handys" mit besseren Kamerasystemen machen hier einen guten Job.
Für Unterstützung bei der Bearbeitung stehe ich gern zu Verfügung.
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Aus dem Bauschutt gerettet
Hallo Herr Nagel,
ich danke Ihnen vielmals für Ihre Antwort.
Offensichtlich habe ich mich bei dem Modell einfach geirrt weil ich diesen Beitrag mehrfach schreiben musste. Mit dem Einbinden der Fotos und vom Link hatte ich etwas Probleme, der Entwurf war mehrfach verschwunden. Hier jetzt der richtige LInk:
Ja, der Schaltplan. Darüber habe ich mir auch bereits Gedanken gemacht wie ich diesen am besten konserviere und digitalisiere.
Ich werde mit der Bodenplatte zu einem Betrieb hier in der Nähe gehen und lasse dien Schaltplan dort scannen. Das sollte klappen weil die über Profigeräte verfügen.
Vielleicht hat jemand hier eine Idee wie ich das original Schaltbild am besten konservien kann. Von der Bodenplatte lösen ist völlig unmöglich, da bleiben nur Fetzen übrig.
Eine Klarsichtfolie aufschneiden und eine Hälfte darüber kleben? Mit soetwas bin ich immer recht vorsichtig weil:
A: Ich mir nicht sicher bin wie das alte Papier auf den Kunststoff und die darin enthaltenen Chemikalien reagiert.
B: Obwohl die Folie sich am Geräteboden befindet ich mir nicht sicher bin wie solche Folien auf Wärme reagieren.
Freundliche Grüße: Markus Schlaugat
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