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hornyphon: Bitte um Hilfe

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Karl Reiter
Karl Reiter
 
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21.Jul.16 10:33

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Grüß Gott zusammen!

Ich habe eine Frage, die ein Radiofachmann sicher nicht stellen würde, ich als Bastler aber schon! Beim Siesta, den ich z.Zt. in Arbeit habe, erscheint folgender Fehler: Der Oszillator läuft, solange ich das Scope am G1 der DK92 dranhabe, einwandfrei, Signal ca. 2,5Vpp und Radioempfang ist ok. Wenn ich das Scope wegnehme, geht der Oszillator nicht mehr. ( Das Scope ist ein Tek 2430A ).Kann da jemand helfen? Ich weiß nicht, was ich tun soll.

Danke schon mal im voraus!

. LG

Karl Reiter

Hans M. Knoll
Hans M. Knoll
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21.Jul.16 13:13

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 Hallo Herr Reiter.
Ihre Frage sonst gut gestellt aber!  

Sie sollten noch sagen ob der Tastkopf auf 1:1 oder richtig auf 10:1 steht.(Nachtrag DIRU,  ob das SCOPE am Eingang auf AC oder DC steht)
Bei 1:1 wird der R7 =27kohm in etwa  ersetzt, bei 10:1 bedingt auch  der R7, aber auch das C32 indem  der Tastkopf egal in welcher  Stellung,  gegen die Umwelt  (Schwingkreis)den C32 quasi ersetzt.

Viel wichtiger ist aber: wegen der Serienschaltung der Heizfäden, liegen die Katoden der Stufen  auf unterschiedlichen Potentialen.
Der Tastkopf 1:1 oder 10:1 verändert den Arbeitspunkt der DK92 . Die DK92 neigt stark zum aussetzen des Oszillators. Das veraendert des Arbeitspunktes kann sie wieder dazu bringen zu oszillieren.

Reihenfolge: 1. DK92, 2. R7 (27K) 3. C32.
Eines davon wird es wohl sein . Kein leichter Fall.
Gruss Knoll 

This article was edited 21.Jul.16 13:52 by Hans M. Knoll .

Hans M. Knoll
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21.Jul.16 18:53

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Herr Reiter scheidert als Mitglied an diesem Passus:

obwohl er den Beitrag selbst eröffnet hat:

Mitglieder stellen selbst im Forum Sachfragen oder berichten über Fakten. Doch bei den meisten Boards benötigen sogar Mitglieder spezielle Antwortrechte, falls sie den Thread nicht selbst angefangen haben.

 

Daher seine Antwort via mail.an mich:

Grüß Gott Herr Knoll,
ich habe den 27k und den C 68pF ersetzt, obwohl beide gemessen keine große Abweichung vom Sollwert zeigten. Der Effekt war 0!
Die DK92 habe ich durch eine DK96 ersetzt, die ich noch hatte, aber auch die zeigt das gleiche Verhalten.
Übrigens hatte ich mich im vorigen Mail geirrt: Der Teiler stand auf 1:10 und die Oszillator-Spannung am G1 ist tatsächlich 25Vpp!
Kopplung am Oszi ist auf AC! Ich habe dann versucht, den Tastkopf mit externen Elementen nachzubauen, ob das helfen würde, leider nein. Der Oszi hat einen Ri von 1Mohm und 15pF Ci.
Das Dilemma beim Siesta ist ja, dass alles sehr eng zusammengebaut ist und man kaum an die einzelnen Bauelemente herankommt.
Das wird also noch eine Weile dauern, bis das Ding wieder richtig läuft, denke ich. Wenn Sie noch Tips haben, bin ich Ihnen sehr dankbar dafür.
Liebe Grüße aus dem gewittrigen Südosten

Karl Reiter

 

This article was edited 21.Jul.16 18:56 by Hans M. Knoll .

Hans M. Knoll
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23.Jul.16 10:47

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Hallo Herr Reiter,

hallo Leser.

Nachdem meine drei Ratschläge ein Schlag ins Wasser waren, wird es nicht einfacher.

Jeder kann hier mitmachen.

Zunächst ein  grundsätzlicher Hinweis, den ich bitte auch noch nachzumachen.

Warum?

Die gemessene Amplitude am G1 der DK92 ist meiner Meinung nach zu hoch.

Der Entwickler kann das nicht so gewollt haben.

Das Datenblatt der DK92 bei 85Volt Ub, nennt 3 bis 6 Volt eff = 8,4 bis 16,8V pp, Sie messen 25Vpp.

 

 

 

 

 

Um das nun zu klaeren sollten Sie,  und zwar immer,  mindestens während die Messung laeuft, den Drehko durchstimmen ob sich die Frequenz am SCOPE ca. 1:2 bei MW aendert.

Ausserdem, auch immer,  das auf LW-MW und KW prüfen.  Die Glaskugel versagt sonst in diesem Fall.

Es kann ja sein, dass der DREHKO ( C9) nicht am Kreis (Kontakt12)  liegt. Ohne ihn der Oszillator aber  gestoppt ist, mit dem Tastkopf als Ersatz- C  aber schwingt.

 

Ob der Drehko wirkt? Siehe oben  

 

Gruss Knoll

This article was edited 23.Jul.16 15:18 by Hans M. Knoll .

Hans M. Knoll
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23.Jul.16 12:21

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Grüß Gotte Herr Knoll,
erst mal vielen Dank, dass Sie sich mit diesem Fall weiter beschäftigen.
Ja, das Durchstimmen funktioniert, d.h. die Frequenz am Oszi ändert sich mit der Drehung des Drehko`s. Ob es grad 1:2 ist, kann ich nicht sagen, aber es siehr normal aus. Das habe ich gleich überprüft, denn diese Fehlermöglichkeit  fiel mir auch als erstes ein. Bei MW und LW
ist die Schwingung ok, bei KW tut der Oszillator wieder nichts, weder mit noch ohne Tastkopf. Da die Oszillator-Spulen und Kondensatoren in einem Blechbehälter gekapselt sind, konnte ich diese Elemente nicht tauschen, im Gegensatz zu anderen, in der Umgebung befindlichen passiven Bauteilen..
Was mir bei den Versuchen aufgefallen ist, war, dass die original verbaute DK92 und eine gleiche Ersatztype überhaupt nicht funktionierten, auch nicht mit angehängtem Tastkopf, während die DK96 sehr wohl geht, nur nicht ohne Tastkopf.
Leider habe ich im Zuge der Arbeiten bemerkt, dass wohl schon vor mir jemand daran gearbeitet haben muss, da war ein 47Ohm-
Widerstand drin, der zum Einen von der Bauform nicht dazupasste ( eher ein Vorkriegs-Teil ) als auch im Schaltbild überhaupt nicht vorhanden ist. Ein weiterer R ist zwar von der Bauform adäquat, aber ebenfalls im Schaltbild nicht vorhanden. Diese beiden Widerstände sind im Umkreis der 1. ZF-Röhre verbaut.
Alles in allem scheint es wohl ein problematischer Fall zu sein. Ihnen Herr Knoll jedenfalls mal herzlichen Dank für Ihre kompetenten Ratschläge, ich werde mich noch ein wenig damit befassen, wenn es zu keinem positiven Ende kommt, dann bleibt der SIESTA eben stumm und als Ausstellungs-Gerät am Regal stehen.
Liebe Grüße
Karl Reiter
 

Kommentar Knoll:

die DK96 wird dabei sicher überheizt. DK92= 50mA, DK96 =25mA  Soll.

Es bleibt dabei wie schon gesagt, die DKxx machen Probleme im Oszillator wenn  nicht alles genau stimmt.   Wieso der Tastkopf bei 10:1, nicht 1:1,  wirkt? Keine Idee..  

Knoll

This article was edited 23.Jul.16 15:00 by Hans M. Knoll .

Hans M. Knoll
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23.Jul.16 20:36

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Hallo die Leser.

Wäre der Misteffekt mit "Tastkopf des Scope ans G1 der DK92" nicht bekannt gewesen, haette man nach den drei Punkten im Post 2 ( Reihenfolge: 1. DK92, 2. R7 (27K) 3. C32 ) an das  C 34 (G2-anode zur Rueckkopplung )  gedacht. Der war es naehmlich. Ein Fehler der immer auftaucht. Wenn man nicht wild alles tauschen will, dauert es  halt etwas . 

Herr Reiter:

Guten Abend Herr Knoll,
die gute Nachricht am Anfang: Der Siesta läuft!!!
Eigentlich wollte ich ihn heute nachmittag zusammenschrauben und wegstellen. Dann fiel mir noch der 470pF-C ins Auge, der vom G2  der DK96 zum Schwingkreis geht. Den hatte ich schon mal abgelötet und gemessen, war einwandfrei ok. Nun habe ich gedacht, den werf ich jetzt raus! Gesagt, getan , einen 390pF eingelötet ( ich hatte keinen anderen zur Hand ) und damit war das Problem behoben.

Karl Reiter  

This article was edited 23.Jul.16 20:45 by Hans M. Knoll .

  
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