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afa: Der Wehnelt-Gleichrichter

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Georg Richter
Georg Richter
 
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05.Oct.17 20:09

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Extrakt aus dem Buch "Die Schwachstromtechnik" von Arthur Stiller, (3. und) 4. Auflage.

Die Datierung des Modells könnte näher bestimmt werden, wenn es auch in der 2. bzw. 1, Auflage beschrieben wäre.


Der Wehnelt-Gleichrichter
der Akkumulatoren-Fabrik A.G., Berlin-Hagen.

Diese Gleichrichter arbeiten mit einer Glühkathode. Sie haben in einem mit Argon von niederem Drucke gefüllten Glaskolben, der Wehnelt- Birne, zwei Hauptanoden, eine Hilfsanode und eine mit einer Metallverbindung versehene Glühkathode, die durch eine besondere dritte Wicklung eines Umformers geheizt wird. Eine Ausführung des Gleichrichters zeigt Abb. 452:

 Abb. 453 gibt ein Schaltungsmuster.

Der Umformer hat drei Wicklungen. Die Erstwicklung (EW) ist über Netzsicherungen (NS) mit dem Netze verbunden, die Zweitwicklung (ZW) mit den Anoden.ist mit dem negativen Pole der zu ladenden Batterie, die Kathode über die Mitte von H (Heizwicklung für die Kathode), einen Regelwiderstand Rw und eine Drossel D mit dem positiven Pole verbunden.

Nahe der Kathode (in der Abbildung zwischen der Kathode) ist eine Hilfsanode angeordnet, der ein Silitwiderstand (Si) von mehreren tausend Ω vorgeschaltet ist. Mit ihrer Hilfe wird gezündet.
Wird der Wechselstrom eingeschaltet, so beginnt die Kathode hellgelb zu glühen. Der Gleichrichter ist betriebsbereit. Die Zündung erfolgt selbsttätig über das Silitstäbchen Si. Schwenken, Schütteln oder Anwerfen der Birne ist nicht nur unnötig, sondern schädlich. Das Stäbchen darf niemals durch einen anderen Widerstand ersetzt werden. Wird die zu ladende Batterie dazugeschaltet, so leuchtet die Birne blaurot, und die Ladung beginnt. Im Anfang soll die Stromstärke vorübergehend gering sein, um Überlastungen zu vermeiden. Der Regulierwiderstand (Rw) ist deshalb vor dem Einschalten entsprechend einzustellen. Im einzelnen ist der Vorgang in der Einrichtung folgender:

Die Netzströme fließen durch die Erstwicklung des Umformers (Abb. 454)

und erregen in dessen passend abgemessener Zweitwicklung wieder Wechselströme, die zur Vermeidung von Verlusten auf die für den Betrieb notwendige Spannung umgeformt sind. In der Zweitwicklung und dem angeschlossenen Kreise können sie aber nur zwischen der Mitte der Wicklung über eine der Anoden (A oder A1) und die zu ladende Batterie fließen, weil ein Stromdurchgang durch den Kolben nur von den Anoden zur Kathode und auch nicht von Anode zu Anode möglich ist. Eine Halbwelle fließt über A zur Kathode und in die Batterie, die andere, ihr entgegengesetzte, über A1. Es wird dabei jedesmal die Anode benutzt, nach der die Halbwelle nach ihrer Stromrichtung fließt. Merklicher Stromfluß von der Kathode zur Anode tritt erst bei sehr hohen Spannungen ein.

Setzt die Netzspannung während des Betriebes vorübergehend aus, so ist das ohne Belang, weil die Birne ohne äußeren Anlaß von selbst wieder zündet. Die Drosselspule D in Abb. 453 dient zum Abflachen der Gleichstromwellen.

Wehnelt-Gleichrichter werden für Netzstrom von 110, 120, 220 und 380 V bei 50 bis 60 Per/s hergestellt. Es können Gleichstromleistungen bis 110V und bis 20 und mehr A erzielt werden, um Sammler zu laden oder Motoren und Apparate zu speisen.

This article was edited 05.Oct.17 20:12 by Georg Richter .

  
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