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Die Glimmlampe, ein vielseitiges Prüfgerät

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Uwe Ronneberger
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12.Dec.08 17:50

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Wohl jeder von uns kennt einen Spannungssucher mit Glimmlampe, auch manchmal Phasenprüfer genannt. Ich persönlich gehe nie ohne einen in der Jackentasche aus dem Haus. Oft nur um zu prüfen, ob eine gefährliche ( Netz- ) Spannung vorhanden ist. Überwiegend aber zweckentfremdet als einfacher Schraubendreher. Sehr lange läßt sich das ein moderner Spannungsucher nicht gefallen, da er eigentlich mechanisch gesehen nicht dafür gedacht ist, größere Schrauben zu bewegen.

Moderner Spannungsucher


In den 30er Jahren wurde die Glimmlampe sehr universell eingesetzt, sodaß es nicht verwundert, wenn zahlreiche Varianten gebaut und zu deren  Anwendung mehrere Bücher erschienen. Über Glimmlampen zur Schwingungserzeugung ( Tongenerator ), Stabilisierung und beim frühen Fernseher wurde bereits an anderer Stelle berichtet. In keiner Werkstatt fehlte die Glimmlampe zur Isolations- oder Durchgangsprüfung von Bauteilen.

Prüfplatz mit Rohr zur Abdunklung der Lampe

Schaltung der Prüflampe


Hier ein Auszug  aus Glimmlampen, Glimmstrecken und Ihre Schaltungen, Dr.Fritz Schröter,Verlag Hachmeister & Thal, Leipzig 1939

Die Glimmlampe als Indikator der Stromart und -richtung

Ob ein Netz Gleich- oder Wechselstrom liefert, ist beim Betrachten der Elektroden einer Glimmlampe deutlich zu erkennen. Erscheint nur eine derselben stetig mit der eng anliegenden Lichthülle bedeckt, so ist Gleichstrom vorhanden. Bei WechseIstrom glimmen beide Elektroden mit dem beschriebenen leichten Flimmern, gewöhnliche Periodenzahlen vorausgesetzt. Für das normale Auge verschwindet dieses Flimmern bei etwa 100 Per/sec. Man kann danach beurteilen, ob man es mit einer normalen Frequenz oder mit einem hochperiodigen Generator (meist von 500 Per/sec) zu tun hat.
In einer Gleichstromanlage läßt sich daher mit Hilfe der Glimmlampe auch die Polung des Anschlusses leicht ermitteln. Der mit der lichtbedeckten Elektrode verbundene Draht führt zur negativen Klemme. Da bei der zurzeit im Handel befindlichen Bienenkorblampe nach Abb.2 Verwechslungen und Zweifel vorkommcn, welcher Zuleitungsdraht an der glimmenden Elektrode liegt, sind von Osram besondere Polsucherlampen ausgebildet worden. Sie brennen bereits an einer Spannung von 110 V. Ihr Vorschaltwiderstand ist jedoch so hoch bemessen, daß sie auch an 220 V angeschlossen werden könncn. Die eine Elektrodenspirale ist bedeutend kürzer als die andere (s. Abb.20). Beim Einschalten sieht man daher erstens ganz deutlich, ob eine oder beide Elektroden die typische Lichthaut zeigen, d. h. ob Gleich- oder Wechselstrom vorhanden ist, zweitens erkennt man bei Gleichstrom mit Sicherheit die Polarität, und schließlich verrät die Helligkeit, ob eine 110 V- oder 220 V-Leitung vorliegt. Diese Speziallampen sind also zugleich als Stromart-, Pol-, Spannungs- und Isolationsprüfer geeignet und daher im Installationswesen bereits viel in Gebrauch. Kommen höhere Spannungen als 220 V in Betracht, so ist vor die Lampe ein Stufenwiderstand aus Silit zu schalten, aus dessen Einstellung zugleich mit dem in jedem Falle auftretenden Leuchtphänomen auf die Größenordnung der zu ermittelnden Spannung geschlossen werden kann.

normale Bienenkorblampe Polsucher

Gleichspannung MinusGleichspannung PlusWechselspannung

Für die vorstehend erwähnten Zwecke werden ferner als besonders handliche Pol- und Stromschlußprüfer röhrenförmige Glimmlämpchen in Hülsen aus Isoliermaterial benutzt. Abb.21 zeigt ein solches Gerät von Osram mit Taststiften. Zur Sichtbarmachung der Polung eines Netzes ist die Glimmröhre hinter Ausschnitten in Form eines Plus- und eines Minuszeichens angeordnet, so daß das Aufleuchten der einen oder der anderen Aussparung im Gleichstromfalle die Polarität des abgetasteten Leiters direkt angibt. Bei Wechselstrom leuchten natürlich beide Zeichen.

Osram Glimmlampe SL

Ansicht KreuzAnsicht Ring

PlusMinusWechselspannung

Unsere modernen Spannungssucher sich dafür weniger gut geeignet, da die Glimmlampe recht klein geraten und nur schlecht sichtbar ist. Aber an etwas betagten Spannungsuchern oder Lastprüfern kann man die unterschiedliche Polarität noch sehr gut erkennen.

Lastprüfer

minusplusWechselspannung

Einige Modelle zeigten sogar an, ob 110 Volt oder 220 Volt vorhanden sind.

Spannungsprüfer aus JenaPraktikus

Breuninger

This article was edited 12.Dec.08 18:00 by Uwe Ronneberger .

Wolfgang Eckardt
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12.Dec.08 18:14

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Hallo Herr Ronneberger,

zu Ihren Glimmlampen-Prüfgeräten passt auch diese Glimmröhre, die sich in einem "Messgerät" befindet - bitte den Begriff "messen" nicht so eng sehen.....
Im Forumbeitrag dazu wird das Gerät genauer beschrieben. Der Hersteller ist aber bisher immer noch unbekannt.

Wolfgang Ekardt

Uwe Ronneberger
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Hallo Herr Eckardt,

die meißten Hersteller haben ihre langen Glimmlampen einseitig gesockelt. Einzig DLG hat Röhren mit 11 mm Durchmesser in verschiedenen Längen zur Spannungs- und Hochfrequenzanzeige hergestellt, allerdings ohne Innenelektroden. ( Mehr habe ich bisher nicht gefunden .)

Einzig diesen Hinweis auf eine Glimmröhre für C- und R-Messung  (1944 ) :

Glimmröhre für C- und R-Messung 1944

 

Im Radioteile-Katalog von Walter Arlt, Berlin 1956 fand ich noch folgendes :

 

Glimmröhre mit Gradeinteilung ARG 200

Glimmröhre mit Gradeinteilung ARG 200

Ein ideales Hilfsmittel zum Bau eines billigsten und praktischen Spannungs-, Widerstands- und Kapazitätsmessers.
Eine eichfähige, mit Gradeinteilung versehene Glimmröhre, für orientierende Messungen. Die fadenförmige Glimmbedeckung kann an einer Skala abgelesen werden. Da die Glimmstromstärke sowohl von der am Rohr liegenden Spannung als auch von dem in Reihe liegenden Widerstand abhängt, kann man mit dem Rohr sowohl Spannungen als auch Widerstände messen.
Legt man mit der Glimmröhre einen festen Widerstand in Reihe, so ist die Glimmbedeckung ein Maß für die angelegte Spannung. Hält man die Spannung konstant, so ist die Glimmbedeckung ein Maß für den in Reihe liegenden Widerstand. Der Widerstand kann bei Wechselstrom durch einen Kondensator ersetzt werden, so daß mit dem Rohr auch die Messung von Kapazitäten vorgenommen
werden kann.
Preis einschließlich genauer Beschreibung netto 6,25

 

Falls die beiden Meßgeräte aber regionalen Ursprung ( Jena ) haben könnten, wäre auch Alfred Gräntzel als Hersteller denkbar. Im Jenaer Adressbuch von 1941/42 wohnte der Glastechniker in der Gustloffstraße 33a und hatte seine Werkstatt am Camsdorfer Ufer 43. In den frühen 50er Jahren hat er den Praktikus hergestellt ( s.o. )

This article was edited 20.Dec.08 14:32 by Uwe Ronneberger .

Uwe Ronneberger
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5. Spannungsmessung.

Einfacher Aufbau, verschwindend kleine Leistungsaufnahme und die Eigenschaft, erst oberhalb eines bestimmten Spannungswertes (Zündspannung) stromleitend zu werden, machen die Glimmröhre zu einem idealen Spannungsprüfer. Besonders bequem für diesen Zweck sind die zirkelartigen Spannungsprüfer nach Abb. 30, die für Spannungen von 100 bis 500 Volt geeignet sind. Bei einer Spezialausführung trägt die eingebaute Glimmröhre gleichzeitig Eichmarken bei 125 und 220 Volt, so daß mit Leichtigkeit auch die Höhe der Spannung geschätzt werden kann.

Polsucherzirkel DLG Pressler Leipzig


Für die Prüfungen von Hochspannungsleitungen (über etwa 1 k V) auf Spannung bestehen grundsätzlich zwei Möglichkeiten. Soll die Glimmröhre fest angeordnet werden, so genügt es, sie einpolig an einen Leiter anzuschließen; die Kapazität der Röhre gegen Erde genügt dann durchaus, um bei spannungsführendem Leiter ein gut sichtbares Leuchten zu ergeben. Eine ortsveränderliche Prüfeinrichtung besteht dagegen aus einer mehr oder weniger langen Isolierstange, deren unteres Ende in der Hand gehalten wird, während am oberen Ende die Glimmröhre angeordnet ist (siehe auch Abschn.7).
 Da die Zündspannung einer Glimmröhre (vgl. Teil I c) genau definierbar ist, kann die Glimmröhre auch als Spannungsmesser bei verschwindend geringem Stromverbrauch Anwendung finden. So hat zum Beispiel A. Palm die Glimmröhre für Scheitelspannungsmessungen herangezogen und dabei gefunden*) , daß bei entsprechender, Ausbildung der Elektroden die Zündspannung unabhängig von Frequenz und Kurvenform bei Frequenzen bis zu etwa 10 6 Hz gehalten werden kann. Durch Anwendung kapazitiver Spannungsteilung konnten auf diese Weise Scheitelspannungen bis zu 800 k V max gemessen werden. Durch gleichzeitige Messung der Effektivspannung (z. B. mit einem Elektrometer) läßt sich dann auch der Scheitelfaktor bestimmen. Nach den Angaben von A. Palm konstruierte Glimmröhren (Abb. 31) werden von Hartmann und Braun (Frankfurt a. M.) in den Handel gebracht.

Glimmröhre Hartmann und Braun


Bei niedrigen Frequenzen (bis zu etwa 10 4 Hz) lassen sich die gleichen Messungen auch mit gewöhnlichen Glimmröhren (z. B. nach Abb. 27) durchführen, wobei gleich falls eine sehr hohe Meßgenauigkeit erhalten werden kann. Für Messungen bei höheren Frequenzen sind die gewöhnlimen Glimmröhren auf Grund der im Teil I c gemachten Angaben ungeeignet.
Für Spannungsmessungen bei niedrigen Frequenzen und Gleichspannungen sind sog. Glimm-Voltmeter (Abb. 32) im Handel, die einen Meßbereich von 100 bis 500 Volt bei einer Meßgenauigkeit von etwa +/-  5 % aufweisen. Die Handhabung ist sehr einfach, da nach Anschluß des Voltmeters lediglich ein Zeigerknopf soweit zu drehen ist, bis die Glimmröhre gerade aufzuleuchten beginnt, worauf das Meßergebnis an einer Skala abgelesen werden kann. Bei Wechselspannung wird stets die Scheitelspannung angezeigt, so daß man den Effektivwert durch Multiplikation mit dem Faktor 0,7 erhält!Es sei noch darauf hingewiesen, daß man mit einem solchen Glimmvoltmeter zum Beispiel in Schaltungen mit Photozellen auch die an die Zelle gelegte Spannung zu messen vermag, während übliche Voltmeter in Anbetracht ihrer hohen Leistungsaufnahme hierfür ungeeignet sind.

Glimmvoltmeter DGL Pressler Leipzig


Unter der Bezeimnung "Glimm-Outputmeter" ist schließlich noch ein weiterer Spannungsmesser herausgebracht worden (von O. Pressler, Leipzig), der normal einen Meßbereich von 2,5 bis 50 Volt aufweist und vor allem für die Messung der Ausgangsspannung bei Verstärkern, Rundfunkempfängern u. dgl. bestimmt ist. Hinsichtlich Bedienung und Leistungsaufnahme unterscheidet sich das Gerät in keiner Weise vom oben angeführten Glimm-Voltmeter.

 

Quelle : Die Glimmröhre in der Technik, 1944

Paul Gantner
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15.Dec.08 22:07

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Ich habe eine OSRAM-Bienenkorblampe Nr. 75 12 12  (wohl
aus der Vorkriegszeit). Diese Version ist für 110 Volt 
gedacht und hat KEINEN internen Vorwiderstand.

Hat jemand nähere Daten oder Kenntnisse zu dieser Lampe? 
Vielen Dank zum Voraus für Bemühungen!

 

Attachments:

This article was edited 15.Dec.08 23:19 by Paul Gantner .

Wolfram Zylka
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06.Jan.09 18:28

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Gräntzel Jena Clista
 
Auf dieser kleinen Glimmlampe mit den Maßen 11mm Durchmesser
und 58 mm Länge ist im Glas eingepresst:
 
der Begriff Clista, der Reichsadler mit dem Abnahmestempel WaA89
 
Scheinbar gab es wohl auch in der Wehrmacht eine Verwendung.
Gruß Wolfram Zylka

This article was edited 09.Jan.09 09:36 by Wolfram Zylka .

Jacob Roschy
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07.Jan.09 18:22

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Hallo Herr Gantner,

wenn diese Bienenkorblampe wirklich keinen internen Vorwiderstand hat, so darf sie deshalb auch trotzdem nicht an 110 V betrieben werden.

Glimmlampen dürfen grundsätzlich nicht ohne strombegrenzende Mittel, d. h. normal ein Widerstand, an einer Spannungsquelle betrieben werden, da sonst der Strom bis zur Zerstörung der Lampe ansteigen würde, sobald sie gezündet hat.


M. f. G. J. R.

 

This article was edited 07.Jan.09 22:27 by Jacob Roschy .

Mark Hippenstiel
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07.Jan.09 22:13

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Hallo Herr Zylka,

die Glimmlampe würde sich gut auf der Seite der WaA89 machen, falls Sie ein Bild zur Hand haben oder eines machen können.

Gruss
Mark Hippenstiel

Ernst Erb
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23.Jan.09 11:37

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Lieber herr Zylka
Danke für das Hochladen der Glimmlampe. Gut wäre, das jeweils im Thread zu bestätigen, sonst muss man X-Mal nachschauen, wenn einem etwas daran liegt ...

Zudem: Ja, klar, die Bezeichnungen sind zu schwer zu fotografieren - aber dann doch bitte noch in die Bildlegende schreiben. Das wäre nett. Danke.

Wolfram Zylka
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23.Jan.09 12:34

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Grüße Sie Herr Erb,
habe die Daten geladen.
Gruß

Wolfram Zylka

Nachtrag EE, 23.1.09:
Danke, Herr Zylka. Leider kann man die Bildlegende auf Röhrenbildern als Mitglied nicht ändern.
Ich habe eine Progrmmieranweisung geschrieben, so dass das später einmal möglich sein wird.

This article was edited 23.Jan.09 17:57 by Ernst Erb .

Paul Gantner
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Hallo Herr Roschy

Vielen Dank für den Tipp! Rechnen und systematisch versuchen hat nun für sorgfältigen Betrieb ergeben:

110 Volt: 2.7 kOhm

230 Volt: 12 kOhm / 4 Watt

mfg Paul Gantner

 

This article was edited 27.Jan.09 18:55 by Paul Gantner .

Jürgen Ermel
 
 
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Glimmlampenprüfer

Dateigröße von 844KB auf 30 KB verkleinert.
Nützliche Hinweise zur Vorgehensweise finden Sie in der FAQ (auf der Startseite) und in den blauen Info-Buttons auf jeder Seite.

This article was edited 05.Feb.11 10:01 by Martin Renz .

Jürgen Ermel
 
 
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Bienenkorbglimmlampe

Hallo, auch wenn der Beitrag schon ein wenig antiquiert scheint.Ich habe meinen Osramglimmlapenprüfer aktiviert. Im anderen Bild ist meine Bienenkorbglimmlampe zu sehen, welche mir drinnen und durch das Fenster auch draussen signalisiert ob die Funkwerkstatt unter Strom steht. An der Seite der Fassung erkennt man den unerlässlichen Vorwiderderstand. 230 V = 1,8 kOhm und 4 Watt. 

Gruß vom J.E. aus LE

Dateigröße von 845KB auf 30KB verkleinert. Siehe Post 12

This article was edited 05.Feb.11 10:03 by Martin Renz .

Wolfgang Bauer
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Auch von Philips gab es einen Durchgangsprüfer mit einer Glimmlampe.
Stammt noch aus der Werkstätte meines Vaters, der damit Heizstrahler und ähnliches durchgemessen hat.
Hat sich sicher sehr oft damit elektrisiert, weil die Prüfspitzen ja die volle Netzspannung führen.
Gemildert nur durch den max. Strom durch die Glimmlampe.

MfG. WB.


Wilfried Haack
 
 
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Hallo, in den 50'er Jahren hatten wir in der Werkstatt ein Prüfgerät mit einer ca 10cm langen Glimmlampe. Diese war in ein Blechgehäuse eingebaut und neben dem Fenster mit der Glimmröhre waren mehrere Scalen. Je nachdem ob es in die Wechselstrom- oder Gleichstromsteckdose gesteckt wurde konnte man damit Widerstände, Kondensatoren, Isolationswerte und ohne Betriebsspannung auch Gleich- sowie Wechselspannungen in den Geräten prüfen. Besonders Isolatioswerte von Kondensatoren waren damals sehr wichtig. Wir hatten teilweise noch Gleichstrom-Netze in Berlin, darum war in der Werkstatt auch ein großer Gleichrichter vorhanden und jeder Arbeitsplatz damit verbunden. Vor einiger Zeit habe ich in KWh ein solches Gerät kaufen können, es funktioniert noch prima. Damals lästerten zwar einige in der Berufsschule, über die "Antiquität", aber ich fand es sehr praktisch. Später nutzten wir es sogar noch sehr häufig um die schlechten "Gewaplast" Kondensatoren in den Rafena und Staßfurt Fernsehgeräten zu orten. Wenn sie ok waren blitzte die Leuchtsäule lang auf und fiel dann schnell auf einen winzigen Ausschlag zurück. Bei einem schlechter Kondensator blinkte dann die Leuchtsäule mit mehr oder weniger großen Ausschägen. Es war ein einfaches, aber für die damalige Zeit sehr effektives Prüfgerät.

Wolfgang Eckardt
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13.Feb.11 22:55

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Hallo Herr Haack,

könnte es sich um dieses Gerät gehandelt haben? Da wird noch der Hersteller des Gerätes und der Glimmlamps gesucht.

Mit bestem Gruß
Wolfgang Eckardt

Wilfried Haack
 
 
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14.Feb.11 18:27

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Hallo Herr Eckhard, ja das Gerät ist es. Viele Grüße W.Haack

Peter von Bechen † 15.7.19
Peter von Bechen † 15.7.19
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15.Feb.11 10:55

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Im "Stromwächter" von RIM, der von 1958 bis 1965 verkauft wurde, ist die Glimmröhre ARG 200 eingebaut, mit der Widerstands- / Isolations- und Kapazitätsmessungen durchgeführt werden können.

Siehe hier:

  
rmXorg