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Die Gnom - Röhren aus Erfurt (Gnomröhren)

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Iven Müller
Iven Müller
 
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30.Jul.03 07:28

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aus: Funkschau Nr.12 - 1951

 

Auch in Ostdeutschland beschreitet man den Weg, die Röhrenkolben zu verkleinern.

Das Funkwerk Erfurt der Vereinigung Volkseigener Betriebe Radio- und Fernmeldetechnik (RFT), das aus der früheren Telefunken Röhrenfabrik Erfurt hervorgegangen ist, hat eine E- und eine U-Serie von Kleinröhren entwickelt, deren Röhrenkolben ungefähr so groß wie diejenigen der Rimlockröhren sind.
Während sich bei den Rimlockröhren der Pumpstutzen oben am Glaskolben
befindet
(daher die ausgezogene Spitze), liegt er bei den Gnom-Röhren unten.
Die Folge ist, dass er durch eine Metallumhüllung gegen Beschädigung geschützt werden muss. Die Gnom-Röhren sind Allglasröhren mit Pressglassockel. Auch die Stiftanordnung entspricht derjenigen der Pressglasröhren (Loctalsockel oder Schlüsselröhren). Außer dem Führungsstift weist der Sockel keine weiteren Metallteile auf. Der Führungsstift sitzt über dem Pumpstutzen und ist am Glasboden angekittet. Die acht 1-mm-Sockelstifte gehen durch den Pressglasboden

hindurch und tragen direkt das System. Sie sind in einem gleichmäßigen Abstand von je 45° auf dem Stiftkreis angeordnet. Der Führungsstift entspricht dem der Schlüsselröhren und dient in mehreren Fällen als 9. Anschluss.


Infolge der verschiedenen Sockelung ist trotz nahezu gleicher Kolbenabmessungen das Austauschen von Rimlock- oder Pico-Röhren gegen Gnom-Röhren nicht möglich.
Außerdem unterscheiden sich beide Röhrenarten durch ihre Daten.
Während die Vorröhren der Wechselstrom - Rimlockserie für einen Heizstrom von 200mA bei U=6,3 V dimensioniert sind, ist der Heizstrom für die Gnom-Rohren höher angesetzt.
Man verzichtet bewusst auf die Möglichkeit, die Serie in Reihenschaltung auch für Allstromgeräte zu benutzen (hierfür gibt es ja für jede Röhre den entsprechenden Typ der U-Reihe mit 100mA Heizstrom) und erzielt dafür höhere Leistungsfähigkeit der Röhren und stärkere Reserven.
Nur die Abstimmanzeigeröhre arbeitet mit 200mA Heizstrom.
Alle anderen Gnomröhren brauchen einen Heizstrom von mindestens 320 mA.
Die Heizfadenstifte der Gnomröhren stehen einander gegenüber (3. und 7. Stift) und schirmen hierdurch Steuergitter und Anode voneinander ab.

Die Typenbezeichnung der Gnomröhren lehnt sich an die Bezeichnung und Nummerierung der Stahlröhrenserie an.
Zwischen die beiden Ziffern der Stahlröhrentypenbezeichnung ist bei den
Gnomröhren eine "7" eingeschoben.
 
Aus der 11 entstand so eine 171, aus der 12 eine 172, aus der 14 eine 179 usw., so dass man aus der Typenbezeichnung der Gnomröhren gleich auf die Röhrenart schließen kann.

Die Gnomröhren (Gnom-Röhren) im Einzelnen:
 

EAA 171 (6,3 V, 0,36 A) und UAA 171 (25 V, 0,1 A)

In der Gnom-Reihe gibt es zunächst eine Duodiode; ihre maximale Diodenspitzenspannung beträgt 200 Volt der maximale Diodenstrom 10 mA je Anode. Beide Systeme sind gut gegeneinander abgeschirmt, die Abschirmung liegt am Führungsstift. Bemerkenswert ist, dass die Systeme nicht nur getrennte Katoden haben, sondern auch voneinander getrennte Heizfäden. Der niedrige Innenwiderstand von 250...300 Ohm zeigt, dass diese Röhre als Verhältnisgleichrichter (Ratiodetektor) für FM-Demodulation bestimmt ist.

EBF 171 (6,3 V, 0.32 A) und UBF 171 (20 V, 0,1 A).

Diese Gnomröhre entspricht in ihren elektrischen Werten weitgehend der EBF 11/UBF 11. Eine Röhre mit größerer Steilheit zur Verwendung in UKW-Empfängern ist unter der Bezeichnung EBF 175 bzw. UBF 175 in Entwicklung.

EF 172 (6,3 V, 0,32 A) und UF 172 (20 V, 0,1 A)

Ungeregelte Hf-Pentode mit einer Steilheit von 3 mA/V. Die Abschirmung liegt an Katode, Gitter 3 ist gesondert herausgeführt. Die Katode liegt an zwei gegenüberliegenden Stiften.

EF 174 (6,3 V, 0,95 A) und UF 174 (30 V, 0,1 A)

Diese Gnomröhre ist eine verbesserte EF 14. Während die EF 14 bei Ia = 12 mA eine Steilheit von 7 mA/V hat, erreicht man bei der EF 174 bei Ia = 12 mA eine Steilheit von mindestens 9 mA/V. Sie ähnelt also mehr der amerikanischen 6AG7. Mit der Größeren Steilheit liegt auch der äquivalente Rauschwiderstand noch niedriger als bei der EF 14. Die Pentode EF 174 verwendet die gleiche Sockelschaltung wie die Röhre EF 172.


EF 175 (6,3 V, 0,95 A) und UF 175 (30 V, 0,1 A)

Diese Hf-Regelpentode hat eine Steilheit von 4,5 mA/V bei einem Arbeitspunkt von allerdings 12 mA. Ihre maximale Anodenbelastung beträgt ebenso wie die der EF 174/ UF 174  5 Watt. Sie ist für UKW-Verstärkung sehr gut geeignet. Die Sockelschaltung stimmt mit der Röhre EF 172 überein. Eine EF 173 (UF 173), die man ungefähr mit der EF 13 Vergleichen kann, soll sich in der Entwicklung befinden. Es scheint doch aber so, als ob sie überflüssig ist, da ihre Aufgaben voll und ganz von der EF 175 (UF 175) übernommen werden können.


ECH 171 (6,3 V, 0,32 A) u. UCH 171 (20 V, 0,1 A)

Eine Triode-Hexode mit einer Mischsteilheit von 0,7 mA/V und einer Anschwingsteilheit von 3,5 mA/V. Gitter 1 des Triodensystems und Gitter 3 des Hexodensystems sind an besondere Sockelstecker geführt, Katode und Metallisierung liegen am Führungsstift. Man kann die Röhrensysteme also für getrennte Aufgaben heranziehen (Hexode als Zf-Verstärker, Triode als Nf-Verstärker). Trotzdem empfiehlt sich dies nicht, denn die Verstärkung des Hexodensystems (auch wenn man es als Pentode schaltet) ist geringer als die einer Hf-Pentode, und das Triodensystem mit seinem Durchgriff von 6% liefert auch keine allzu große Nf - Verstärkung. Als Mischröhre arbeitet die Röhre ECH/UCH 171 ausgezeichnet.


EL 171 (6,3 V, 0,9 A) und UL 171 (55 V, 0,1 A)

Eine Endpentode mit 18 Watt maximaler Anodenverlustleistung und 4,5 Watt Sprechleistung. Bemerkenswert ist, dass Wechselstrom- und Allstromtyp dasselbe System besitzen, das ungefähr dem der CL 4 (= Endsystem der UCL 11) entspricht. Die Steilheit im Arbeitspunkt ist 9 mA/V, der Arbeitspunkt liegt bei der EL 171 bei -12 V, 40 mA, und bei der UL 171 bei -8 V, 50 mA. Um eine gute Sprechleistung bei der Allstromröhre - zu erhalten, war man gezwungen, der Röhre einen größeren Schirmgitterdurchgriff zu geben. Hierdurch muss man beim Wechselstromtyp eine größere Gitterwechselspannung zur vollen Aussteuerung in Kauf nehmen.


EL 172 (6,3 V, 1,2 A) und UL 172 (80 V, 0,1 A)

Diese Gnomröhren sind Endpentoden mit 18 W maximaler Anodenverlustleistung und 8 Watt Sprechleistung. Die Systeme des Wechselstrom- und des Allstromtyps unterscheiden sich voneinander. Die EL 172 entspricht völlig der EL 12, die UL 172 hat ihren Arbeitspunkt bei Ug, = -9 V, Ia = 98 mA. Für Gegentaktverstärkung ist bei den Röhren EL 172 und UL 172 eine Anodenspannung und eine Schirmgitterspannung von 250 Volt zugelassen. EL 172, UL 172, EL 171 und UL 171 haben die gleiche Sockelschaltung. Das Bremsgitter ist gesondert herausgeführt, so dass diese Gnomröhren auch als Klein-Senderöhren in Spezialschaltungen benutzt werden können.


EEL 171 (6,3 V, 1 A) und UEL 171 (65 V, 0,1 A)

Eine UCL 11, bei der das Triodensystem durch eine Hf-Tetrode ersetzt ist. Gegenüber der schon seit einem Jahr gefertigten UEL 51 hat das Eingangssystem einen etwas größeren Schirmgitterdurchgriff erhalten. Von der UEL 11 unterscheidet sie sich durch ihr größeres Endsystem, mit dem man 9,5 W Sprechleistung erhält, und das der EL 171/ UL 171 entspricht. Die Katode und die innere Abschirmung sind am Führungsstift angeschlossen.


EM 171 (6,3 V, 6,2 A) und UM 171 (15 V, 6,1 A)

Das System dieser Abstimmanzeigeröhren entspricht völlig dem der EM11. Der Leuchtschirm ist an zwei gegenüberliegenden Stiften angeschlossen.

Es befinden sich noch einige weitere Röhren, wie z. B. ECC171, UCC171, EDD171 und UDD171 in der Entwicklung, über die noch keine weiteren Angaben gemacht werden können.

Die Gnom-Röhren (Gnomröhren) sind auch dazu bestimmt, die bisherigen kommerziellen Röhrentypen der Post, Bahn usw. abzulösen. Man wird nur engere Toleranzgrenzen für diese Zwecke festlegen. 

Batterieröhren der Gnom-Serie sind nicht geplant. Hier wird man Miniaturröhren herstellen, welche den amerikanischen Röhren und der 90er-Serie entsprechen.

 

 

This article was edited 14.Feb.06 05:19 by Iven Müller .

Wolfgang Eckardt
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Reply  |  You aren't logged in. (Guest)   2 Da mir gerade eine Tabelle mit den Daten der Gnomröhren in der Zeitschrift "Radio und Fernsehen" Heft 11/1955 in die Hände fiel, möchte ich diese Tabelle allen denen zugängig machen, die vielleicht eine solche - relativ seltene - Röhre in ihrer Sammlung besitzen, aber nicht so schnell die Daten dazu ermitteln können.
 Radios mit Gnomröhren sind kaum in den Handel gekommen, obwohl das eine oder andere Gerät auf der Rückwand den Hinweis auf diese Röhren trägt, z.B. beim "Oberhof" von Stern-Radio Sonneberg:
UCH11, UEL51 - wahlweise UCH171, UEL171.

Hinweis zu Post 1: Nur am Anfang wurde der 8-polige Stiftsockel wie bei den Schlüsselröhren verwendet - als Prototyp - dann stieg man 1951 auf den 11-poligen Allglas-Stiftsockel um mit Pumpstutzen oben - eigentlich eine moderne Konzeption, aber es sollte nicht sein, der Weltmarkt war stärker .....

Hinweis: In der Tabelle letzte Röhre, statt UL71 muss es UL171 heißen.

Wolfgang Eckardt




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This article was edited 15.Feb.06 15:42 by Wolfgang Eckardt .

Ernst Erb
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12.Feb.06 16:21

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Reply  |  You aren't logged in. (Guest)   3 Lieber Wolfgang
Schön, dass Du diese Daten von Gnom-Röhren auf diesen sehr informativen Beitrag von Iven hochgeladen hast, danke.

Wohl die meisten Gäste und evtl. auch Mitglieder wissen nicht, dass man in das Bild klicken oder auf die rechte untere Ecke des Bildes fahren muss, um es in leserlicher Form zu erhalten.
Danach abwarten, bis unten rechts (Ecke des Berichts) ein Piktogramm kommt aund auf dieses klicken. Das kann einige Sekunden dauern, je nach dem System des Benutzers.

Iven hat noch weitere Typen angesprochen, doch ist auch seine Liste nicht vollständig.
Nur so aus dem Bauch heraus meine ich, dass einige Gnom-Röhren zu Beginn auch einen 8-Stift-Sockel hatten.
 
Kannst Du oder Iven uns hier über die anderen von uns geführten Röhren mit Gemeinschaftsbeizeichnung und Nummer zwischen 170 und 179 aufklären? Sind das z.B. immer Gnom-Röhren ist sicher  für viele die Frage.

Da die Gnomröhren schliesslich nur "Bastlerröhren" wurden, haben auch wir wenig Daten zu den einzelnen Gnom-Röhren geladen. Wer kann das ändern? Bei einigen gibt es ein Datenblatt, die aber ein wohlmeinendes Mitglied unleserlich hochgeladen hat. Diese sollten wir durch leserliche ersetzen.

Wer kann sich der Gnomröhren grundsätzlich annehmen?
Es muss ja nicht gerade so perfekt sein, wie das Wolfgang Holtmann bei den Bigrille und Doppelsteuerröhren erarbeitet hat. Die Arbeit ersehen Sie, wenn Sie auf den Reiter "Röhren" klicken und dann bei "Röhren anch Kriterium" auf Typ (und GO), um darauf auf das kleine blaue Feld klicken, um die Auswahlliste zu öffnen, wo Sie dann bei den Tetroden auch diese beiden Typen finden, um dann durch Klick auf GO die ganze Liste zu erhalten.

Die Gnomröhren (Gnom-Röhren) finden Sie hingegen indem Sie bei der "Suche nach einer Röhre" statt "beginnt mit" wählen "enthält" und dann 171 eingeben, danach 172 etc. Bei Eingabe von nur 17 erhalten Sie viel zu viele Typen.
Wolfgang Eckardt
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12.Feb.06 22:31

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Die Gnomröhren vom Funkwerk Erfurt

1949 begann man mit der Einrichtung eines Zentrallabors für Empfängerröhren (ZLE) in Erfurt, in dem unter Leitung von Dr. Heinze neue Empfängerröhren entwickelt werden sollten. Dieser Dr. Heinze ist auch bekannt als Konstrukteur der "Stahlröhren mit Glaskolben" 1946/47 aus dem Funkwerk Erfurt. In dieser Zeit gab es auch noch eine Verbindung - hauptsächlich Technologieaustausch - zu Telefunken in den westlichen Besatzungszonen und so manche mit "Telefunken" gestempelte Röhre erblickte das Licht der Welt in Erfurt! (Zur Erinnerung: Telefunken baute in Ulm auch mit Glaskolben aber mit aufrecht stehendem System.)
1948 brachen diese Verbindungen auf Grund der politischen Entwicklung ab.

Mitte 1950 konnten die ersten Prototypen verschiedener Gnomröhren vorgestellt werden, allerdings alle noch mit dem 8-poligen Sockel, entsprechend den Schlüsselröhren (ohne Metallring).  Diese Röhren wurden in Glassintertechnik hergestellt, das heißt, der Glaskolben wurde mit einem speziellen Glaslot auf den Stiftteller "geklebt". Der Pumpstutzen war unten und wurde durch die Führungs-Metallhülse umgeben, die auch als 9. Anschluss bei einigen Typen diente.

Diese Gnomröhren mit 8-poligem Sockel sind nach meinem Wissen nur als Prototypen mit einer maximalen Fertigung einiger ...zig Stück zur Bemusterung für Nullserien entstanden und sind nie in Serie gegangen! 

 Wie Schlüsselröhren ohne Metallring.


Diese 8-polige Version wurde mit Sicherheit in keinem Gerät verwendet und dürfte auch nur in sehr begrenztem Umfang in den Händen von Sammlern sein. Auch sind mir keine Schaltbilder mit diesen Prototypen bekannt, wohl aber mit den 11-poligen Röhren.

Leider enthalten Röhrenbücher (z.B. Beier 1951) meist nur diese 8-poligen Sockelbilder, da die Gnomröhren zu Beginn mit diesem "Schlüssel-Röhren-Sockel" vorgestellt wurden.




Schon im ersten Halbjahr 1951 begann man auf den 11-poligen Sockel umzustellen und präsentierte die ersten Muster 1951 in Leipzig auf der Frühjahresmesse.

Die Firmen-Stempelung ist RFT 602, wobei die 602 der RFT-Firmencode für das Funkwerk Erfurt ist, denn nur in Erfurt wurden diese Röhren gebaut. (Anfangs wurde auch mit VEB-E gestempelt, E = Erfurt)

Man fertigte anfangs auch nach der gleichen Glassintertechnik (Vorteil: niedrigere Temperaturen im Sockelbereich, die Katodenvergiftungen vermindern!), allerdings mit dem Pumpstutzen auf dem Dom, wie wir es von den Novalröhren kennen. Die Fehlerquote mit dem Glaslot aber war zu hoch, so dass man auf Ganzglastechnik mit angeschmolzenem Sockelteller umstieg.

Obwohl dieser 11-polige Sockel eine moderne Konzeption war - in den 60er Jahren kamen ja ähnliche Lösungen z.B. mit den Dekalröhren - konnten sich die Gnomröhren nicht durchsetzen, da sie international eine Insellösung darstellten ohne Exportchancen, auch für die Rundfunkgeräte-Produzenten (siehe auch Datei dazu als Anlage).

Anfang 1953 stoppte man die Entwicklungsarbeiten und etwa Mitte des Jahres wurde die Produktion völlig eingestellt.

Aus den verschiedensten Unterlagen, Zeitschriften, Prospekten usw. konnten die folgenden Typen von Gnomröhren benannt werden, wie sie wenigstens "geplant" waren. Nur wenige gingen wirklich in Serie.

Röhre

Art

8-pol. Typ

11-pol. Typ

Vorbild

EA171

HF-Diode

Muster

 

 

EA271

UA271

Booster-Diode, TV

 

 

 

EAA171

UAA171

UKW-Demodulator

Muster

Serie

 

EBF171

UBF171

regelbare HF/NF-Pentode + Duodiode

Muster

Serie

EBF11

EBF175

UBF175

steile Regelpentode + Duodiode

Muster

Muster

 

EC172

?

 

 

 

EC271

Lastausgleichsröhre

 

 

 

ECC171

UCC171

Universal-Doppel-Triode, getrennte Systeme

Muster

Muster

 

ECC172

UCC172

Steile-Doppel-Triode, getrennte Systeme

 

 

 

ECF174

UCF174

Triode + steile HF-Pentode

Muster

Muster

 

ECH171

UCH171

Triode /Heptode für Mischstufen, regelbar

Muster

Serie

ECH11

ECH172

UCH172

ähnlich 171

 

 

 

EDD171

UDD171

steile Doppeltriode

Muster

Muster

 

EEL171

UEL171

regelb. Tetrode + 4W-Endpentode

Muster

Serie

UEL51

EF171

UF171

regelbare ZF-Pentode

Muster

 

RV12P2001

EF172

UF172

HF/NF-Pentode

Muster

Serie

EF12

EF172k

klirr- u. rauscharme Pentode

Muster

 

EF12k

EF173

UF173

regelbare HF-Pentode

Muster

Muster

EF13

EF174

UF174

steile HF-Pentode

Muster

Serie

RV12P3000

EF174n

UF174n

HF-Pentode ?

Muster

 

 

EF175

UF175

steile regelbare HF/ZF-Pentode

Muster

Serie

EF15

EF176

UF176

UKW-Pentode

Muster

Muster

RV12P2000

EF177

UF177

regelbare UKW-Pentode

Muster

 

 

EH171

UH171

Mischhexode-Doppel-Steuerröhre

Muster

Kleinserie

wurde später EH860

EH172

UH172

ähnlich 171

Muster

 

 

EL171

UL171

Endpentode 4W

Muster

Serie

 

EL172

Endpentode 8W

 

Serie

 

EL173

Horizontal-Ablenk-Pentode

 

 

 

EL271

Vertikal-Ablenk-Pentode

Muster

 

 

EM171

UM171

Doppelbereich-Abstimm-Anzeige
(Pumpstutzen seitlich!)

Muster

Serie

EM1

EQ171

UQ171

Phasendemodulator

 

Muster

 

ECL171

UCL171

Ersatz für E/UCL11

 

 

 

ELL171

Endröhre NF-Gegentakt

 

 

 

UY171

Netzgleichrichter

geplant

 

 

EYY171

ähnlich EYY53, aus ihr geht wahrscheinlich die EYY13 hervor

Muster

 

 



Ich würde mich freuen, wenn es Sammlerfreunde gibt, die vielleicht zu dem einen oder anderen Sachverhalt noch detailliertere Kenntnisse besitzen, um diese Angaben hier zu vervollständigen.
Als Anlage eine Datei mit den bekannt gewordenen Sockelbildern und eine weitere, die einen Artikel aus der Deutschen Funktechnik 3/52 wiedergibt, in dem die Gnomröhren kritisch betrachtet werden.

Wolfgang Eckardt


 

 

 

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This article was edited 09.Apr.06 09:33 by Wolfgang Eckardt .

  
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