Eigenartiger Trafo
Eigenartiger Trafo

Hallo, ich habe sicher als Neuling alles falsch gemacht.........!?
trotzdem hier mein erster Hilferuf:
Es handelt sich um einen amerikanischen Vorverstaerker ca. 50 Jahre alt.
In der Ausgangsstufe sitzt ein Eintakttrafo mit einer 12BH7, 10mA Ruhestrom.
Sekundaer wird ein 600 Ohm symetrisches Signal geliefert.
Nach ca. 2 Stunden setzen Verzerrungen ein, die eindeutig vom Trafo stammen.
Der Trafo ist ein EI-Kern, wechselseitig geschichtet, ohne jegliche Vorrichtung
bzw. Massnahme fuer einen Luftspalt.
Ein Ersatz durch einen Trafo mit Luftspalt beseitigt den Fehler.
Kann sich Irgendjemand erklaeren was da vorsichgeht?
PS. es ist ein Serienprodukt kein Selbstbau o.ae.
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Mehr Infos noetig.

Hallo Herr Tuerck
Wenn Sie uns hier veraten wuerden, ob die 10 mA durch den Uebertrager fliessen?
Ob nach 2 Stunden immer noch diese 10 mA fliessen oder mehr oder weniger?
Es ist also richtig, dass mit 10mA alles noch geht?
Ein Trafo fuer Kleinsignal ohne Luftspalt, ist normalerweise ueber einen Kondensator angesteuert.
Wenn der einen Leckstrom durch den Trafo schickt, kommt das hochpermeable Eisen in die Saettigung und es verzerrt, weil eine Halbwelle geklippt wird.
Also bitte etwas mehr hierher bringen an Infos.
Gut, Sie sind vielleicht ein Anfaenger, aber Ihr Text sagt da was anderes aus. Wenn jemand was
wissen will, muss er doch eine Vorleistung bringen. wir koennen doch keine Raetsel loesen!
HMK
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Hallo Herr Knoll,
ersteinmal vielen Dank fuer die erste Antwort meiner ersten Frage! Ist immer schwer per Text
etwas zu beschreiben......es ist ein Class A Verstaerker fuer Kleinsignal (600 Ohm). Primaer
liegt direkt an der Anode ca.280V. Alle Parameter aendern sich ueber die Zeit nicht !!
Ausnahme der Trafo. Ersatz durch einen entsprechenden Lundahl Trafo schafft Abhilfe auf
unbegrenzte Zeit. Es muss also z.B. etwas physikalisches mit diesem Trafo passiert sein,
was nach 50 Jahren dafuer sorgt, dass der 'Luftspalteffekt' (wie auch immer vom Design
gedacht ?) nach ca. 2 Stunden, trotz Betrieb im Arbeitspunkt, verschwindet ?
Ich bin leider kein Physiker, aber, wenn sich z.B. durch die 10mA Gleichstromanteil
das Eisen ueber die Jahre von magnetisch weich in hart veraendert haben koennte waere
das eine Moeglichkeit. Aber das ist, wie Sie richtig bemerken, das Raetsel auf das ich
keine Antwort finde. Leider habe ich keine Moeglichkeit die Impedanz, geschweige mit
Gleichstromueberlagerung zu messen. Eine echte Denksportaufgabe.
Gruss vom Neumitglied.........vielleicht schaffe ich auch mal ein Bild zu zaubern !? (von mir)
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Hallo Herr Tuerck.
Leider weiss ich jetzt auch kaum mehr.
Wenn jemand den Trafo an diese 280 Volt DC gelegt hat, indem er die Anode warum auch immer und wie, an Masse gelegt hat, ist das Eisen zumindest so stark aufmagnetisiert, dass es kurz vor der Saettigung steht.
Die 2 Stunden machen aber das Kupfer warm und die Magnetisierung geht zurueck. Insofern lese ich Ihre Fakten immer noch mit zugekniffenem Auge!
Weil ich jetzt immer noch nicht weis wie ist die Schaltung, schaue ich wieder alt aus.
Hochpermeable Eisenbleche kann man magnetisch zu Hart schiessen.
Meine Erfahrungen mit Permaloy Blechen in den Pilotfiltern von Stereo-Decodern sind da so, dass man die Bleche wieder ausgluehen muss. Bei Grundig war das einfach, da gab es ja eine eigene Tonkopf- Entwicklung, wenn wir Radiomacher Sorgen hatten, wurde das von dort geloest.
Ohne jetzt die Schaltung zu kennen, sage ich: polen Sie den Trafo doch mal um. Der Ia der Röhre, fliest dann in die Gegenrichtung und das Magnetfeld ist umgepolt. Wenn Sie jetzt sagen. Ja, aber die Gegenkopplung !!! Dann sage ich: ja ohne Schaltbild bin ich blind.
Anbei zu Demonstration fuer die Leser, ein Bild mit Kurven um die es hier geht.
Mehr geht da im Moment nicht. Gruss Knoll
Anlagen:
- Magnetisierung von Kernblechen (28 KB)
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